Einem der Bretter ist ein Unglück zugestoßen, und das angesetzte Stück ist abgegangen.
Wie mach ich das denn wieder dran? Ich möchte von dem Brett noch essen, und ich möchte es gelegentlich spülen.
Ich habe Ponal Holzleim da, aber erstens: Löst der sich nicht im Wasser? Und zweitens: Ist der lebensmittelverträglich?
Eine zweite Idee wäre, bei kleinen Nägelchen den Kopf abzuzwicken und die zwei Teile damit zusammenzubasteln, aber auch hier hab ich Bedenken, ob es hält.
Was würdet Ihr tun? (Klar kann ich auch ein neues Brett kaufen, aber ich kann doch nichts wegschmeißen…)
Weißleime sind generell unbedenklich. Einige Menschen mögen gegen bestimmte Dinge allergisch sein, aber Weißleim ist generell unbedenklich. Also nimm den Ponal.
Soll das Zeug Spülmaschinentauglich werden, verwenden wir sog. D4 Leime. Die halten Wasser, Feuchte und Temperatur zu einen gewissen Grad aus (Fensterbau/Haustürenbau). Dies Leime werden allerdings mit Härter angemischt.
Als alternative gibt es sog. Probellerleime, das sind Eintopfsysteme. Oder du nimmst einen Feuchte- und Hitzebeständigen Kleber aus der Tube.
Aber wenn dir das Stirnbrettchen abgefallen ist, nimm den Ponal, das taugt schon
brauchen diese Leime keinen Druck um zu wirken? Also
Schraubzwingen o.ä.?
Tun sie. Je höher der Anpressdruck bis zum Trocknen, desto höher die Festigkeit der Verleimung. Andererseits sind die modernen Leime mittlerweile derart hochwertig, dass bei Arbeiten wie der hier schon ein strammes Fixieren mit Klebeband ausreichen kann.
Stefan hat recht. Ich habe das Bild nochmal angesehen und hoffe schwer das irgendeine Form-Verbindung vorhanden ist. Entweder in Form von Lamello, Dübel oder Nut+Feder. Da recht durchaus schon Klebeband (die Form bringt stabilität, der Leim hat bei weitem nicht so viel zu halten)
Andererseits: wenn hier Längs- auf Querholz ohne Formschlüssige Verbindung geleimt wurde (also quasi stumpf) ist das grob fahrlässig! Ausschließen kann ich das nicht… dann hast du schlechte Karten.
Das mit dem Druck habe ich vergessen… war vielleicht schon spät… mea culpa, ja? Schraubzwingen haben die meisten Leute nicht, also Klebeband ist schon gut, oder du hast einen Gatten mit ein Paar Pfund zuviel, der braucht dann nur Sitzfleisch…
verschnüren, dachte ich, und die Schnüre spannen, indem ich
sie verdrehe - in der Hoffnung, dass das reicht. Mal sehen, ob
das geht.
Die Idee ist gut, so hat mir mein Großvater beigebracht wie man früher Bilderrahmen geleimt hat.
Wenn ich unter Druck leime ist das Ergebniss besser, deswegen die Schraubzwingen, aber die hat leider nicht jeder. Die Idee mit dem Klebeband ist schon gut
da hat der Gatte aber Glück, dass er gar nicht existiert! Wäre bestimmt unbequem geworden auf einem hochkant stehenden Frühstücksbrett, ohne zu wackeln.
Nein, nichts mit Nut und Feder oder sonst etwas, nur zwei glatte Schnittkanten. Es muss ja, wenn ich nicht gerade damit um mich werfe, auch meist nur still auf dem Tisch liegen.
Ich habe es jetzt mal probiert: geleimt und verschnürt. Zwirbeln ging gar nicht mehr, es war schon recht fest. Fürs erste hält es, ich lass den Leim mal vollends aushärten und mach morgen den Spültest unter fließendem Wasser.
Es kann ja nichts Schlimmeres geschehen, als dass es wieder abfällt. Ich denke zumindest nicht, dass mir das Stück vom Tisch ins Gesicht springt…