Bananenbaum - problem

und noch eine frage:

ich habe mir letztes jahr einen bananenbaum gekauft - bisher sind sie mir immer im 2 jahr im winter eingegangen - zu kalt und oder zu viel wasser.

der erste ist super gewachsen und ich habe einen 2 gekauft vor einer weile - der erste hat viele ableger oder ausläufer oder wie man das nennt. der grosse mittige stamm fing zu schwächeln an - die blätter wurden schlapp und wurden dunkel - also nicht so wie es sonst üblich
ist. ich schnitt den stamm dann runter. so wuchsen die anderen kleinen weiter als wäre nichts gewesen - nun gehts aber los bei den kleinen wie bei dem grossen… und ich hab neulich erst den neuerwerb mit der pflanze in einen topf gesetzt - nun hab ich freilich die sorge dass die neue schon gut gewachsene pflanze am ende auch erkrankt.

was kann das problem sein und was soll ich tun?

liebe grüsse

nina

Hi,

Bananen sind _keine_ BÄUME, sondern Stauden. Der einzelne Stamm hat daher keine allzulange Lebensdauer, die Pflanze erneuert sich immer wieder durch die Ableger. Beim überwintern ist ein guter Winterschutz für den Wurzelstock nötig (z.B. Abdecken mit ca. 30 cm Stroh und einer Plane oder einem Kasten. Solange der Wurzelstock überlebt, überlebt es auch die Pflanze. Die Frage ist allerdings, ob die Bananenart überhaupt winterhart ist. Am härtesten sind japanische Faserbananen, die bis -20° aushalten sollen und 5m hoch werden.

Ursache für Absterben der ganen Pflanze kann sein

  • Frost, kurzzeitig sehr tiefe Temperaturen im Sommer
  • zu viel /stehendes Wasser -> Zentrum des Wurzelstockes fault weg, das könnte dieses Jahr wegen des kalten und z.t. nassen Wetters der Fall sein und besonders in Töpfen ohne ausreichende Drainage oder wenn man die Pflanze „einsumpft“, um seltener gießen zu müssen
  • Pilze, die die Leitungsbahnen der Pflanze verstopfen
  • Schädlinge wie Mäuse, die die Wurzeln abfressen
  • extrem überdüngt (Bananen brauchen zwar regelmäßig ihren Dünger, aber wenn man es übertreibt, kann die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen, weil die Salzkonzentration im Boden zu hoch ist.

Was kann man machen:

  • Wurzeln und Erde ansehen, umtopfen in durchlässige neue Erde
  • beide Pflanzen in eigene Töpfe, so wie jetzt stehen sie in unmittelbare Konkurrenz um Wasser, Licht, Platz und Nährstoffe und werden nicht optimal gedeihen

A.

Hallo Nina,

ergänzend zu Andreas Antwort ein paar generelle Pflegetipps für Musas:

Das Substrat sollte durchlässig sein. Ansonsten stellt die Musa keine
besonderen Ansprüche.
 
Der Wasserbedarf der Banane ist stark abhängig von der Anzahl der Blätter
und als recht hoch zu bezeichnen, da über die großen Blattflächen viel
Wasser verdunstet wird.
 
Standort im Sommer möglichst sonnig. Auch Jungpflanzen vertragen die
pralle Mittagssonne, sollten aber allmählich daran gewöhnt werden. Im
Winter ebenfalls möglichst hell.
 
Während der Wachstumsphase stehen Musas gern warm. Die Überwinterung der
meisten Arten sollte bei etwa 10 °C erfolgen. Ausnahme Musa bajoo u.ä.,
diese vertragen eingeschränkte Fröste.
 
Auch wenn Bananenpflanzen gern in voller Sonne stehen, muß man sie nach
der Überwinterung unbedingt wieder langsam an die Sonne gewöhnen. Und
trotz des hohen Wasserbedarfs mögen Bananen keine Staunässe.
Unbeschädigte Blätter erhält man nur an einem sehr windgeschütztem
Standort. In der freien Natur (siehe  Bild unten) sind Bananenstauden
infolge „Wind und Wetter“ nicht unbedingt sehr attraktiv.

Gruß
Horst

danke euch beiden für die auskünfte - ich vermute in meinem falle lag es am licht. habe sie umgestellt und warte nun erstmal ab was geschieht - dieser tage siehts schonmal gut aus:smile:

LG

nina