Hallo Experten,
ich habe nie ganz verstanden, iniwefern die verfügbare Bandbreite eines Servers aufgeteilt wird: Ich will irgendwas mit einem ISDN-Anschluss aus dem Netz runterladen und bekomme von meinem Downloadprogramm mitgeteilt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei -sagen wir mal- 2,8 kB/s liegt. Angenommen, ich hätte nun einen DSL-Zugang und würde vom selben Server zu den gleichen Bedingungen den Download durchführen, dann würde das doch nicht schneller gehen, oder? Die Geschwindigkeit hängt doch auch von der Gegenstelle (also vom Server) ab…
gruss
david
Jein…
In Deinem Fall würde der Download wohl nicht wesentlich schneller gehen. Mit ISDN erreicht man eine Downloadrate von etwa 8kByte/Sek. (bißchen weniger, da der nicht-nutzbare Overhead auch mitübertragen werden muß).
Wenn Du nun nur auf 2,3kB/s kommst, dann ist der Server das langsamste Glied der Kette.
SOLLTEst Du jedoch eine Datei mit ca. 7kB/s per ISDN laden können, dann ist es durchaus möglich, daß der Server die Daten noch schneller liefern könnte und dann wärst Du mit DSL schneller.
Die DSL-Bandbreite hat noch einen positiven Punkt. Wenn Du mit ISDN eine Datei mit 2,3kB/s lädst, dann könntest Du ja noch eine zweite Datei laden, z.B. mit 3,1kB/s. Und noch eine mit z.B. 2,0kB/s. Dann überträgst Du von verschiedenen, langsamen Servern wenig Daten, aber es muß alles durch Deinen ISDN-Anschluß. Da kommen die Daten also mit (zusammengerechnet) ca. 7,4kB/s an. Aber dann ist Ende. Mehr Daten gehen nicht durch die ISDN-Leitung (jedenfalls mit nur einem B-Kanal).
Bei DSL ist da noch lange nicht Schluß. Da kannst Du durchaus 30 Dateien mit jeweils 2kB/s übertragen.
Hoffe soweit geholfen zu haben,
MfG, Lars Betzin