Hallo Ihr,
tja nun hab ich meine Befunde (Bandscheiben vorfall Bandscheibenauflösung) und muss Montag erstmal in die Schmerzklinik. Meine Frage heute: ich verstehe das eine OP nur dann gemacht werden kann wenn alternativ alles probiert wurde…mein Neurolge sagte die Schmerztheraphie kann ich früstens nach 8-10 Tagen abbrechen wenn es keinen Erfolg hat wovon er ausgeht. Dann werd ich wohl in die Uni gehen zwecks OP nur… wie lange dauert so ein Krankenhausaufenthalt dann normalerweise und wie einsatzbar bin ich?? Ich hab gehört der Aufenthalt im KH wäre kurz aber hinterher hat man noch ne weile dran zu Knabbern…
und wenn ich eh schon Krankengeld beziehe muss ich dann trotzdem die Tagessätze zahlen?? Mein Einkommen im Moment ist knapp 1000€ und hab noch ein schulpflichtiges Kind.
Wer mir seine erfahrungen mitteilen kann dem wäre ich sehr verbunden
vielen dank
Angela
Hallo Angela,
diese Frage ist so einfach nicht zu beantworten.
Erstmal muß geklärt werden, was an der Bandscheibe genau defekt ist und welche Beschwerden dadurch verursacht werden (viele Beschwerden treten z.B. durch Fehlhaltung, Übergewicht o.ä. auf). Die Therapie richtet sich dann nach diesem Ergebnis und kann von der Physiotherapie über die Nukleotomie bis zur Bandscheibenprothese ggf. Spondylodese (Versteifungsoperation der Wirbelsäule) reichen.
In der Schmerzklinik wird zuvor ausgetestet, ob bei Dir Medikamente, Physiotherapie oder Spritzen weiterhelfen - und damit hat der Neurologe absolut Recht. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass eine OP nicht absolute Schmerzfreiheit verspricht - viele Probleme entwickeln sich erst postoperativ.
Gruß, Jürgen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo nochmal,
ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass Du um den Eigenanteil pro Tag für den stationären Aufenthalt wahrscheinlich nicht herum kommst. Kläre doch vorher mit Deiner Krankenkasse, ob Du als „sozialer Härtefall“ giltst und wenn dem so ist, sollen/werden die Dir eine Befreiungsbescheinigung/Kostenübernahmeerklärung geben, die Du bei der Einweisung vorlegst.
Gruß, Jürgen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Angela
So weit ich weiß sind die Ärzte heute mit OP Entscheidungen weitaus vorsichtiger geworden denn die hohe Zahl der Patienten wo die OP nichts gebracht hat oder hinterher noch mehr Probleme auftraten sind doch enorm.
Ich bin vor 3 Jahren operiert worden wegen Lähmungen und habe auch keine Besserung erfahren leider und heute würde ich mir das 3 mal überlegen das nochmal zu tun. Der Krankenhausaufenthalt beträgt meist 5 Tage, wobei es natürlich auf die Operationsmethode ankommt, danach 6 Wochen nicht sitzen dürfen und danach auch nur zeitweise weils einfach noch nicht ging. Es hat fast ein Jahr gedauert bis die Bewegung so einigermassen wieder ging aber schmerzfrei bin ich bis heute nicht.
Bevor operiert wird versuche alles an konservativen Möglichkeiten aus zu nutzen was geht, ich wünsche dir viel Erfolg dabei und gute Besserung
schiwa