Bandscheibenprotrusion L5/S1

Hallo,
nun bin ich schon seit einigen Wochen krank geschrieben und von Arzt zu Arzt gelaufen aber meine Probleme werden einfach nicht besser.
Angefangen hat es auf der Arbeit. Ich mache zur Zeit eine Ausbildung im Garten und Landschaftsbau. Beim heben hatte ich plötzlich sehr starke schmerzen im Lendenbereich und so ein unangenehmes kribbeln in den Füßen und Waden. Jedes vorbeugen war eine qual. Dachte mir das wird schon wieder nahm Schmerztabletten und hab mich weiterhin zur Arbeit geschleppt. Nach Feierabend ging dann immer gar nichts mehr trotz Tabletten. Irgendwann hat mich meine Freundin dann zum Arzt gezerrt. Der sagte mir das ich die Schmerztabletten weiter nehmen sollte ein wenig ruhe und dann wäre alles gut. Ein bisschen Erleichterung war es schon aber kaum ein Tag wieder bei der Arbeit die gleichen Schmerzen. Daraufhin bin ich wieder zum Arzt. Dieses mal gab er mir über 14 tage spritzen mit Schmerzmitteln in den Rücken. Schön und gut gebracht hat es auch nichts. Also wieder zum Doc. Diesmal gab es ne Überweisung an nen Orthopäden. Der machte ein Röntgen und meinte es sei alles in Ordnung und renkte mich ein.
Nachdem ich mich nun weiterhin zur Arbeit geschleppt hatte und das nur unter einnahmen von Schmerzmitteln war ich langsam am verzweifeln. Ich bekam plötzlich auch ein ziehen in richtung Po und Hüfte dazu. (dies alles zieht sich nun schon über ein halbes Jahr hin).
Durch anraten meiner Freunde habe ich dann den Hausarzt gewechselt. Der hörte sich alles an und gab mir gleich eine Überweisung zum MRT. Dort wurde dann eine deutliche Protrusion im bereich L5/S1 festgestellt. Mit pseudoradikulären Lumbalsyndrom. Nach erneuter Vorstellung bei meinem neuen Hausarzt gab er mir eine weitere Überweisung zum Neurochirurgen. Der gab mir dann zweimal spritzen in den bereich der Protrusion. Resultat waren gleiche schmerzen. Dies habe ich ihm beim erneuten vorstellen gesagt worauf er sagte das kann nicht sein. Ich solle mich nicht anstellen und damit leben. Kommen sie in einem Monat wieder und verließ den Raum.
Das erzählte ich meinen Hausarzt der meinte ich solle ihn nicht ernst nehmen. Er verschrieb mir auch dann Kg. Nun habe ich 12 Sitzungen hinter mir und auch die Übungen die mir gezeigt wurden zu Hause gemacht. Aber kaum das ich mich beuge länger sitze oder vom sitzen zum stehen übergehen will sind diese höllischen schmerzen da. Selbst niesen oder husten tut so was von weh so das ich in der Position verharre und mir die Luft weg bleibt. Das kribbeln in den Waden und Füßen geht mittlerweile auch in die Oberschenkel über und mein halber linker Fuß fühlt sich an als würde er grade betäubt werden.
Ich fühle mich momentan wirklich unwohl zum Arzt zu gehen und ihm davon zu erzählen weil ich denke ich werde einfach nicht ernst genommen und als Simulant dargestellt. Ich habe das ganze nun seit fast einem Jahr. Vielleicht weiß ja einer von euch einen rat für mich was ich machen kann um endlich diese schmerzen los zu werden. Oder mir sagen kann was es anderweitig sein kann da ja keine Nerven betroffen sind und mich das kribbeln so langsam irre macht. Danke schon mal im voraus.

fliegerchen

Hallo,

bitte deinen Hausarzt um eine Überweisung zum Neurologen, der dann ein EMG macht (misst die Nervenleitgeschwindigkeiten) und so feststellen kann, ob Nerven geschädigt sind und die Impulse schlechter leiten.

Diese Spritze an die Nervenwurzel (unter CT?) habe ich auch 2 mal im Bereich der HWS bekommen - bislang auch ohne Erfolg. Bei mir ist der rechte Arm betroffen.ö

Viel Erfolg,

Maren

hey danke für die antwort.
die spritzen wurden nicht unter CT gemacht. wenn mein arzt endlich wieder aus seinem gegönnten urlaub wieder da ist werde ich ihn auf so eine messung ansprechen. aber ich dachte das man eine schädigung der nerven (einengung) auf dem MRT sehen könnte. Dies ist ja nicht der fall.
gruß
fliegerchen

Nein, das kannst du dort nicht sehen oder ggf. erst dann, wenn man es auch selber deutlichst merkt.

Aber leichte Beeinträchtigungen kann der der Neurologe messen. Auch, wo diese Störung den Ursprung hat.

Aber bisher hat sich bei mir keine Besserng ergeben - durch nichts. Aber nach Telefonat mit meiner Kasse habe ich erfahren, dass sie mit einem Rückenzentrum einen Vertrag haben und dort bekomme ich jetzt einen Termin für ausführliche Diagnostik - und dann ggf. eine längerefristige Therapie.

die frage ist echt wenn das so ist wie du es sagst warum man so abgefertigt und abgeharkt wird.

wie lange hast du denn schon probleme mit deinem arm? hoffe dir wird endlich geholfen in der Fachklinik. ich drücke dir die daumen!
habe meinen arzt auch schon auf sowas angesproch. der meint das ist nicht nötig. weißt du denn ob man wenn die kasse mitspielt einen termin so einfach in einer solchen klinik machen kann oder ist man von der überweisung des behandelnden arztes angewiesen? du scheinst dich ja gut auszukennen.

Tja, abgefertigt wird man, weil die Ärzte (meinen) zu wenig Geld (zu) bekommen. Und manchmal habe ich auch den Eindruck, dass man nicht ernst genommen wird. Vielleicht, weil es doch einige gibt, die wegen jedem „Pups“ zum Arzt rennen und so vielleicht angenommen wird, die anderen sind auch so. Dabei habe ich echt eigentlich gar keine Zeit, ständig zum Arzt zu laufen.

Ich hatte Anfang des Jahres eine Erfahrung, da lief ich wochenlang mit Schmerzen aufgrund einer Schildrüsenentzündung (Seltenere Form) rum und keiner glaubte mir die Diagnose und rückte andere Symptome in den Vordergrund. Zum Schluss faxte ich einem Arzt, der dann doch eine Blutuntersuchung machte, einen Faxausdruck zu - als Vorbereitung auf unser Telefonat - mit der Diagnose. Unfassbar.

Ich bin bei der TK, weil die eben sehr fortschrittlich und engagiert sind. Und man muss natürlich immer wieder bohren und hartnäckig sein. Aber man tut es ja für sich und seine Gesundheit.
Den Termn und die Anmeldung muss bei mir über die Kasse laufen - damit die Kosten übernommen werden. Aber das hat sie gleich am Telefon alles angeleiert. Ich weiß, warum ich bei der TK bin (ohne jetzt Werbung machen zu wollen).

Ruf doch mal bei deiner an und frage, ob es dort nicht auch solche Behandlungsverträge gibt, denn deine Arbeitsfähgikeit soll und muss ja erhalten bzw. wiederhergestellt werden - auch in deren Interesse.

Viel Erfolg.