Bandscheibenvorfall - Cortisonspritze

Hallo,
ich habe (schon seit einigen Monaten) einen Bandscheibenvorfall, der mir den Ischias-Nerv einquetscht. Der Arzt, der die Kernspintomographie gemacht hat, hat mir vorgeschlagen, mir (unter Sicht) eine Cortisonspritze in den Nervenkanal zu geben, damit der Nerv, der schon sehr stark angeschwollen ist, abschwillt, und es dann nicht mehr so weh tut. Mein Orthopaede meint aber, das wuerde oft gar nichts bringen, und sich eigentlich nicht wirklich lohnen. Da die Geschichte ein bisschen aufwendig ist (ich muss hinterher zwei Tage lang auf dem Ruecken im Bett liegen bleiben, damit sich das Cortison nicht verteilt), und eine Spritze in die Wirbelsaeule vermutlich auch nicht den groessten Wellness-Faktor darstellt, moechte ich hier mal fragen, ob jemand das schonmal gemacht bekommen hat, und ob es was gebracht hat.
Danke schonmal im Voraus, Gruss, Steffi

Hi Steffi,

bei BSVs gibt es viele Ansätze zu therapieren. Schon allein weil ein Nerv betroffen ist. Zu spritzen geht immer schnell, ist aber eine heikle Sache. Eine Spritze zu setzten sollte immer die letzte Möglichkeit sein. Wie sieht es mit Training und Krankengymnastik aus? Normalerweise schlägt das recht gut an. Es gab mal eine erweiterte ambulante Physiotherapie. Kombination aus Training, Krankengymn. und Massage. Immer ca. 3 Std. täglich. Ist nach wie vor als Einzelverordnungen erhältlich, wenn der Arzt dir die Notwendigkeit bescheinigt. Außer natürlich bei privaten KK. Die haben es leichter.

Gute Besserung!
G

Hallo,
ich habe (schon seit einigen Monaten) einen
Bandscheibenvorfall,

Ein Bandscheibenvorfall ist normalerweise mit einer einfachen schnellen Maßnahme nicht zu beheben.

Es bedarf entweder einer Operation (ich persönlich würde davon grundsätzlich abraten, mit einer kleinen Einschränkung, auf die ich hier nicht eingehen will), oder einer konsequenten länger andauernden konservativen Behandlung. Das heißt: Krankengymnastik (auch zuhause konsequent weitergeführt), Massagen, wenn möglich Warmwassergymnastik und Entspannungstherapien (autogenes Training etc.). Sehr hilfreich kann auch eine sog. „Rückenschule“ sein.

Ich empfehle sogar insgesamt weniger einen Orthopäden als einen erfahrenen und vertrauenswürdigen Hausarzt. Außerdem Beschaffung von Informationen durch Literatur etc.

Also kein leichter Weg - aber m.E. einer der erfolgversprechendsen :wink:

Gruß, W.