Bandscheibenvorfall, jetzt schmerzt es richtig

Hallo Leute,
ich bin 29 Jahre und habe seit ca. 4 Monaten einen Bandcheibenvorfall
L5/S1 mit starkem sequester.
Ok ich hatte Schmerzen, aber nach einer Zeit ging es immer besser, bzw. blieb es gleichbleibend,
zwar schmerzhaft aber nach ca. 30 Minuten lauen waren die Schmerzen fast weg.
Nun vor ca 2 1/2 Wochen wollte ich mich im stehen Bücken zu einem
kniehohen Tisch und wollte mir die Fernbedienung schnappen um den Fernsehr auszuschalten,
auf einmal hab ich einen heftigen zug verspürt, danach waren die Schmerzen so heftig, das
ich zwar noch gehen konnte, allerdings mit exremst starken schmerzen die bis zum Po raufgezogen
haben, so das ich jeden 3ten Schritt kurz halten muss und das bein anwinkeln musste damit ich
dann doch noch laufen konnte.
So den darauffolgenden Samstag war es dann so schlimm das ich ins KH gefahren bin bzw.
gefahren wurde von meinen Eltern, dort wurden mir heftigste Schmerzmittel verschrieben.
Voltaren: Diclofenac 145,6 MG(2 mal am Tag morgens und abends), Novalmin(4 mal am Tag) und
ein muskelrelaxanz (nachts).
Da ich schockiert war nach erkundigung von den Nebenwirkungen der Medis nahm ich erstmal nur
Diclos ein, diese halfen mir auch sehr gut, ich war nicht Schmerzfrei abeer ich konnte gehen.

Die nahm ich dann ca. 6 Tage und letztes Wochenende habe ich Sie abgesetzt, weil ich
wieder sehr gut und relativ Schmerzfrei laufen konnte.
Einen Tag später ich war mit meinem Hund spazieren, wollte diesen ableinen fuhr es mir wieder
in die Glieder, keine Fehlhaltung (in die Knie gegangen und an die LEINE gegriffen).
Vorgestern 2 mal Dcilo genommen dann ging es wieder.
Gestern morgen habe ich mich dann durchgebissen und bin morgens gelaufen,
sehr Schmerzhaft, am Abend auf einmal konnte ich komplett Schmerzfrei laufen, und
nun heute morgen wieder dasselbe, langsam verzweifle ich.

Ich habe heftigste Schmerzen in der Wade die mir eigentlich das meiste Problem bereiten,
und wenn es mir ins Kreuz fährt Schmerzt meine linke PO Backe (beim stehen so als wäre es ausgekugelt)
richtig ziehender Schmerz nach oben und ohne Schmerzmittel finde ich dann kaum eine Ruheposition.

Meine Frage ist nun, kennt das einer
von euch, kann man bei den Wadenschmerzen irgendwie etwas
machen, ich glaube das diese leicht verkrampft sind
und beim laufen löst sich dieser Krampf manchmal
also so fühlt es sich an.
Wiegesagt manchmal kann ich komplett Schmerzfrei
laufen, ohne humpeln usw. dann sind auch die
Wadenschmerzen verschwunden.

Andere Frage ist,
meint Ihr ich sollte die Schmerzmittel vielleicht durchgehend
einnehmen, weil der ner eventuell entzündet ist.
Ich will halt diesen Nebenwirkungen aus dem Weg gehen
denn eine beschädigte Leber oder Niere will ich auch nicht haben :frowning:

Ich bin sehr dankbar, für jeden Tip den Ihr mirgeben könnt,
denn ich verzweifle bald an diesem hin und her :frowning:

Geh zum Arzt!!!
Wenn es wirklich ein Bandscheibenvorfall ist, kann der im schlimmsten Fall bis hin zu Lähmungen führen, wenn Nerven eingeklemmt werden. Die sind dann auch kaum reparabel - ich würde es nicht darauf ankommen lassen.
Gruß und gute Besserung
florestino

Ab zum Arzt - auch von mir
Hi!
Was Du beschreibst, kenne ich sehr gut.
Ich hatte auch immer mal wieder Schmerzen, Arzt, Poliklinik, Schmerzmittel es wurde aber immer schlimmer.
Also Notaufnahme, eine Woche Schmerztherapie, Reha etc., das volle Programm.

Voltaren: Diclofenac 145,6 MG(2 mal am Tag morgens und
abends), Novalmin(4 mal am Tag) und
ein muskelrelaxanz (nachts).
Da ich schockiert war nach erkundigung von den Nebenwirkungen
der Medis nahm ich erstmal nur
Diclos ein, diese halfen mir auch sehr gut, ich war nicht
Schmerzfrei abeer ich konnte gehen.
Die nahm ich dann ca. 6 Tage und letztes Wochenende habe ich
Sie abgesetzt, weil ich

Also wir fassen zusammen: Du nimmst einige der Medikamente nicht, die Dir ein Arzt verschrieben hat. Und das andere Medikament setzt du dann ab, ohne Rücksprache zu halten.
Und jetzt wunderst Du Dich, dass Du wieder Probleme hast?
Was denkst Du denn, warum Dir die Medikamente verschrieben wurden? Aus Spaß vielleicht?
Warum gehst Du überhaupt zum Arzt, wenn Du eh nicht machst, was er Dir sagt?
*Standpauke*

Ich habe heftigste Schmerzen in der Wade die mir eigentlich
das meiste Problem bereiten,
und wenn es mir ins Kreuz fährt Schmerzt meine linke PO Backe
(beim stehen so als wäre es ausgekugelt)
richtig ziehender Schmerz nach oben und ohne Schmerzmittel
finde ich dann kaum eine Ruheposition.

Glückwunsch, der Nerv ist betroffen! Aber im Internet findest Du sicher den einen oder anderen Tipp dazu (Vorsicht Sarkasmus).

Andere Frage ist,
meint Ihr ich sollte die Schmerzmittel vielleicht durchgehend
einnehmen, weil der ner eventuell entzündet ist.
Ich will halt diesen Nebenwirkungen aus dem Weg gehen
denn eine beschädigte Leber oder Niere will ich auch nicht
haben :frowning:

Ist Dir ein beschädigter Nerv lieber? Eine Gehbehinderung, die zurückbleibt? Wiederkehrende Schmerzen?
Lass Dir das mit den Nebenwirkungen mal richtig erklären, damit Du nicht sinnlos Angst hast vor wirksamen Medikamenten.
Was der Arzt mit Dir machen wollte, war die anerkannte (und- wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann wirksame) Therapieform bei einem Bandscheibenvorfall. Wenn Du nicht nebenher z.B. Alkohol trinkst und Dich sonst gesund verhältst ist es sehr unwahrscheinlich, dass Deine Leber und Nieren Schaden davontragen (Frage den Arzt dazu und lies keine Schauermärchen im Internet!)

Ich bin sehr dankbar, für jeden Tip den Ihr mirgeben könnt,
denn ich verzweifle bald an diesem hin und her :frowning:

GEH-ZUM-ARZT! Und zwar schnell. Und tu, was er Dir sagt.

Grüße
kernig

Hallo,
vielen Dank für eure Antworten.
Also der Schmerzmittel wegen, die hatte ich ja bekommen
der starken Schmerzen wegen, ich war danach noch mal bei einem
Arzt der auch ein annerkannter Physologe ist bei uns,
der hat gesagt das ich die Medikamente wie vorgeschrieben nehmen
soll, sobald die Schmerzen aber nachlassen soll ich die Medikamente aber absetzen, vor allem das Diclo.
Da mir das Diclo reichte um die Schmerzen zu unterdrücken, nahm
ich auch nur dieses.
Heute war ich wieder bei einer Ärztin, die mir sogar geraten hat die Diclos nur zu nehmen wenn ich sehr starke Schmerzen habe.
Des Schmerzes wegen ist schon richtig, die Ärzte auch der im KH
sagten das ich erstmal mit der Konventionellen Therapie versuchen solle, diese habe ich jetzt seit letzter Woche, tut mir leid das
hatte ich nicht erwähnt, danach geht es mir auch immer um einiges besser, aber auch nicht Schmerzffrei.
Solange keine Lähmungen oder Missempfindungen vorhanden sind soll ich erstmal das versuchen, und wiegesagt es kommen auch immer fast Schmerzfreie Tage bis es den Nerv wieder erwischt :frowning:
Also scheint er ab und an wieder bfreit zu sein.

Mein Physiologischer Arzt sagte, wenn die Konservative Methode nicht anschlagen sollte bis in 6 Wochen rät er mir sowieso zu einer OP.

Warum habe ich denn manchmal fast Schmerzfreies gehen wenn der Nerv durch die Bandscheibe eingequetscht ist, weil dann dürfte er ja komplett und immer Schmerzen und nicht ab und an wieder normal sein, oder??

Hi!
Hier findest Du eine Erklärung, was ein Bandscheibenvorfall überhaupt ist.
Da ist eine schöne Grafik, da sieht man das gut.

Mein Physiologischer Arzt sagte, wenn die Konservative Methode
nicht anschlagen sollte bis in 6 Wochen rät er mir sowieso zu
einer OP.

Mh, operieren würde ich nur lassen, wenn es wirklich unbedingt nötig ist. Die Überzeugung habe ich nach mehreren Arztgesprächen gewonnen.

Warum habe ich denn manchmal fast Schmerzfreies gehen wenn der
Nerv durch die Bandscheibe eingequetscht ist, weil dann dürfte
er ja komplett und immer Schmerzen und nicht ab und an wieder
normal sein, oder??

Ganz unfachmännisch würde ich das so erklären:

Das ist ja nicht so, dass der Gallertkern einmal rausrutscht und dann da bleibt. Der ist ja weich und z.T. treten auch Flüssigkeiten aus. Und so kann es sein, dass das mal mehr und mal weniger auf den Nerv drückt.
Auch ist das ja eine richtige Verletzung (der Faserring ist ja evtl. eingerissen), da können auch Schwellungen auftreten, die ebenfalls den Nerv beeinträchtigen.
Durch Bewegung und Reibung der Verletzung können sich außerdem Entzündungen bilden, die dann wiederum anschwellen und auf den Nerv drücken können.

Ich habe z.B. auch Medikamente gegen derartige Schwellungen bekommen und die Empfehlung, das Diclophenac einige Wochen durchgängig zu nehmen, um Entzündungen vorzubeugen bzw. im Keim zu ersticken.

Hast Du Physiotherapie verschrieben bekommen? Das gehört zur konventionellen Therapie unbedingt dazu. Der Nebeneffekt: Die Therapeuten können meist schön erklären, was wirklich in Deinem Körper passiert. Außerdem zeigt er Dir Übungen, die z.B. den Nerv gezielt entlasten und gibt detaillierte Anweisungen für den Alltag.

Wie schon gesagt: halt Dich an die Ärzte (ich hoffe, Du hast gute). Mir wurde gesagt: wenn es geht und nicht schmerzt: viiiiiieeeel gehen, bringt den Stoffwechsel in Gang und beschleunigt Heilungsprozesse. Rumliegen oder -sitzen schadet eher. Ich hatte z.B. Bückverbot!

Gute Besserung
kernig

Hallo,

du bist lustig. Du schiebst Panik wegen ein paar Diclo, willst dich aber schon nach 6 Wochen mit der Wirbelsäule unters Messer legen. Ich rate dir, dich mal an vernünftige, nicht so schneidewütige Ärzte zu wenden. Wenn du dich in dem Alter schon einer Wirbelsäulenoperation unterziehst, wirst du später richtig Spaß bekommen. Eine Wirbelsäulenoperation ist kein Spaziergang und nicht zu vergleichen mit einer Miniskusoperation oder ähnlichem. Es ist bekannt, dass heute viel zu früh und viel zu schnell operiert wird, die Beschwerden danach nicht besser sind.

Man kann Bandscheibenvorfälle sehr gut ohne Operation behandeln, wenn man intensiv und länger am Ball bleibt. Das heißt aber, dass man monatelang intensive Therapie macht, nicht nur ein paar Tage oder Wochen! Eines ist sicher: Ein Arzt, der dir da nach 6 Wochen schon zur OP rät, kann nicht gut sein. Die Operatin wäre nur dringend, wenn du Lähmungserscheinungen hättest, davon hast du aber nichts geschrieben.

Informier dich mal zum Thema Nebenwirkungen einer Bandscheibenoperation und darüber, wie wahrscheinlich und schwer wiegend Nebenwirkungen von ein paar Wochen Diclo sind. Das Einzige, was ich an deiner Stelle machen würde, wenn ich länger Diclo nehmen würde, wäre Magenschutz für die Dauer der Einnahme. Auf Alkohol verzichten wurde ja schon geschrieben.

Viele Grüße

Marina

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Moin auch,

kommt mir bekannt vor: Alter, Diagnose, ja, das koennte ich sein.

Du gehst zum Arzt. Jetzt! Nicht naechste Woche oder naechsten Monat, sondern jetzt. Wenn der Arzt dir Medis verschreibt, dann nimmst du sie. Du setzt sie nicht eigenmaechtig ab, aus welchem Grund auch immer. Wenn du eines der Medikamente nicht vertraegst, dann gehst du zum Arzt und erklaerst ihm das. Du setzt das Medikament nicht eigenmaechtig ab.

So, wenn dann der Onkel Doktor zu dir sagt, die einzige Rettung ist eine OP, dann wechsel den Arzt.

So jetzt, zurueck zu mir. L5/S1, Sequester, Schmerzen, hatten wir ja alles schon. Also habe ich gelernt wie amn sich richtig bueckt, wie man richtig schwere Sachen hebt und seit nunmehr 15 Jahren ist nix, aber auch gar nix mehr passiert. Ohne OP.

Ralph