Bandscheibenvorfall.....nur OP hilft

hallo

ich habe 2 Bandscheibenvorfälle im Rücken. Habe bis jetzt eine Schmerzterapie gemacht…7 Spritzen…nichts hat geholfen. Ab nächster Woche ist mein Orthopäde wieder für mich zuständig.Nur zu INFO: Gymnastik und andere Spritzen haben auch nichts bewirkt.
Nun meine Frage:
Kann ich selber bestimmen, ob ich eine OP will,oder muss der Doc sagen…ne,noch nicht,wir machen noch einiges.Ich bin 45 Jahre,ich möchte auch mal wieder arbeiten ,und die Doc ziehen das alles in die Länge…ich sehe das jetzt so

danke für eure antworten

lisa

hallo,

ich habe 2 Bandscheibenvorfälle im Rücken.

könnte u.U. hilfreich sein zu wissen, WO Du die Vorfälle hast…

Also ich würde so schnell niemanden an meine Wirbelsäule mit irgendwelchen Geräten lassen. Ehrlich.

Habe bis jetzt eine
Schmerzterapie gemacht…7 Spritzen…nichts hat geholfen. ur zu INFO: Gymnastik und andere Spritzen haben auch nichts bewirkt.

Hmhm… soll ich dir jetzt mal verraten, wie lange ich an den Beschwerden meines Bandscheibenvorfalls gearbeitet, ausprobiert habe, bis ich endlich den Dreh raus hatte? Ohne Spritzen? Ohne Medikamente?

8 Jahre bin ich mit SChmerzen rumgelaufen, keiner wusste, was das ist. Konnte kaum sitzen oder stehen… alles sehr schwierig.

Dann endlich der Vorstoß: Ein Orthopäde schickte mich endlich in die Röhre. Das Resultat war, dass ich einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich hatte. Keiner Wusste, wie alt der schon war.

Dann vergingen weitere 5 Jahre, in denen ich alle möglichen Therapien versucht habe, Physio, Akupunktur, Spritzen, Aqua-Gymnastik. Wenn überhaupt mal was half, dann nur kurzzeitig.

Vor 1,5 Jahren habe ich allen Orthopäden eine lange Nase gedreht und bin zu einem empfohlenen Physiotherapeuten gegangen, dort 18 Termine abgearbeitet, parallel im Fitness-Studio Muskelaufbau betrieben.

Nach 2 Monaten und 3 x in der Woche Sport im Anschluss an die Physio-Verordnung war ich so fit wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ich habe spezielle Übungen, die mir fast umgehend helfen.

Das muss nicht Dein Weg sein, aber ich denke mal, Du solltest nicht aufgeben nach den wenigen Versuchen.

Gruß
Demenzia

hallo

sehe es ähnlich wie Demenzia.
Wichtig ist, dass Du Deinen weg findest.
Gymnastik? Welche?
Physiotherapie?
Welche?
Es gibt gute MEthoden nach McKenzie und Brügger z.b.
Wurde das bei Dir durchgeführt oder nur so ein bißchen Übungen normaler Art.
Hast Du es bei einem Osteopathen versucht?
Mir fehlt da außer dem Bild vom Bandscheibenvorfall noch eine genaue Anamnese der Umstände, die ich erheben würde, wenn Du vor mir stehen würdest.
Ganz ehrlich: OP als letztes. Reine Schmerztherapie und ein wenig Gymnastik sind nicht aussagefähig.

Gruß
Kathy

ich habe 2 Bandscheibenvorfälle im Rücken. Habe bis jetzt eine
Schmerzterapie gemacht…7 Spritzen…nichts hat geholfen. Ab
nächster Woche ist mein Orthopäde wieder für mich
zuständig.Nur zu INFO: Gymnastik und andere Spritzen haben
auch nichts bewirkt.
Nun meine Frage:
Kann ich selber bestimmen, ob ich eine OP will,oder muss der
Doc sagen…ne,noch nicht,wir machen noch einiges.Ich bin 45
Jahre,ich möchte auch mal wieder arbeiten ,und die Doc ziehen
das alles in die Länge…ich sehe das jetzt so

danke für eure antworten

lisa

nur OP hilft ??
Meiner Erfahrung nach ist es ziemlich einfach. Wenn Doc A nicht will, gehst Du zu Doc B. Irgendwann findet sich jemand, der Deiner Meinung ist.

Nur ob die gut ist? Bedenke, dass auch nach so einer OP eine lange Nachsorge mit Muskelaufbau stattfindet (stattfinden sollte) um überhaupt Erfolg haben zu können.

Meine Erfahrung ist, dass Rücken-OPs unter Umständen gar nicht lustig sein können (war was anderes, aber ich habe es mir trotzdem deutlich leichter vorgestellt). Und in der Reha habe ich x Bandscheibenpatienten getroffen. Operierte und Nicht-operierte und alle hatten ihr Päckchen zu tragen. Die OP KANN hilfreich sein, MUSS in einigen Fällen bestimmt auch sein, aber ist bestimmt kein Allheilmittel.

VG
Monroe

Bandscheibenvorfall…falsche Hoffnung auf OP
Hallo,

nach Deinen bisherigen Postings habe ich den Eindruck, dass Du aufgrund eines großen Leidensdrucks einfach zu wenig Geduld hast. Ein Bandscheibenvorfall geht nicht nach ein paar Spritzen weg. Du hast außerdem glaube ich auch eine falsche Vorstellung von einer OP. Es ist nicht etwa so, dass man Dir den bösen BSV rausschneidet und dann ist alles schön - im Gegenteil, Du musst ReHa machen und die Chancen stehen gut, dass die Beschwerden bei den benachbarten Bandscheiben weitergehen.

Du benötigst keine OP, sondern eine vernünftige Schmerztherapie. Sage Deinem Orthopäden, dass Du starke Schmerzen hast und so keine vernünftige Physiotherapie möglich ist. Du musst aber auch Eigeninitiative zeigen und nachweisen, dass Du ernsthaft versuchst, Deine Muskulatur aufzubauen.

Gruß,

Myriam

Hallo,

das habe ich mir bei Myriam geklaut damit ich ergänzen kann :wink:

Du hast außerdem glaube ich auch eine falsche
Vorstellung von einer OP. Es ist nicht etwa so, dass man Dir
den bösen BSV rausschneidet und dann ist alles schön - im
Gegenteil, Du musst ReHa machen und die Chancen stehen gut,
dass die Beschwerden bei den benachbarten Bandscheiben
weitergehen.

Oder die Nerven während der OP beschädigt werden, oder die Vernarbungen des Gewebes ihrerseits die Nerven reizen.
Eine OP hat nahezu die gleichen Risiken, wie ein BSV Schäden verursachen kann. Das geht von sensorischen Mißempfindungen über motorische Einschränkungen, Blasen- Darmentleerungsstörungen bis hin zum Querschnitt.
Deshalb wird die OP als allerletztes Mittel angesehen. Wenn man schon vom BSV aus motorische Ausfälle oder Blasen/ Darmentleerungsstörungen hätte, dann wäre das eine Indikation für eine OP…ziemlich dringlich sogar.

Ich schließe mich inhaltlich Myriam voll an, eine OP ist kein Garant für eine vollständige Heilung und dauerhafte Beschwerdefreiheit.

Sowohl mein Mann als such meine Schwiegermutter hatten fast zeitgleich an fast identischer Stelle einen BSV. Sie hat sich operieren lassen, weil bei ihr selbst stärkste Schmerzmittel nicht in der Lage waren, die Schmerzen zu beseitigen, haben sie aber dementsprechend zugedröhnt. (und sie ist wirklich hart im Nehmen)
Selbst nach 2 Jahren ist sie immer noch nicht beschwerdefrei und hat zeitweilig krampfartige Schmerzanfälle im rechten Bein, die sie von den Beinen holen…das sind die geschädigten Nerven.

Mein Mann hat sich konservativ behandeln lassen und ist, wenn er auf sich Acht gibt nahezu beschwerdefrei, das hat aber auch lange Zeit gedauert. Selbst die akute Phase ging über Wochen, die er mit starken Schmerzmitteln überstanden hat und anschliessen hat er eine ordentliche Reha bekommen und Übungen trainiert, die er auch zuhause durchführen kann. Aber in seinem Bein hat er nach wie vor Empfindungsstörungen.

Im Zweifelsfall holst Du Dir noch eine weitere Meinung ein.Im Laufe der akuten Phase waren wir bei 4 verschiedenen Fach-Ärzten (Orthopäde, Neurologe, Neurochirrug, Radiologe) Letzterer wunderte sich am allermeisten, dass mein Mann mit diesem Befund überhaupt noch auf eigenen Beinen durch die Gegend hinkt.

Die Spritzen die Du bekommst ist das die CT gestützte Schmerzmittelinfusion? Wenn nicht informiere Dich mal darüber
http://www.orthopaedie-lammers.de/ct-wirbelsaulenthe…
Das hätte mein Mann gerne gemacht aber sein Befund war zu schwer…

Gruß
Maja