Bank erlässt angeblich Schulden...stimmt das?

Eine Familie (Vater alleinverdiener) erzählte mir, daß sie seit etlichen Jahren enorme Schulden bei einer bekannten Bank haben. Aufgrund von einem Arbeitswechsel vor ca. 4 Jahren konnte die Familie dann diesen Kredit nicht mehr tilgen sonder zahlte ab dem Zeitpunkt (Vereinbarung mit der Bank) nur noch die Zinsen ab. Ende 2006 meldete sich die Bank und wollte wissen, wie es nun weiterginge und vorallem wann wieder angefangen würde zu tilgen. Die Familie machte der Bank klar, daß sie bereits jetzt mit der Zahlung der Zinsen total überfordert wären ( es wurden Raten garnicht oder verspätet bezahlt) und sich überlegen würden in die Privatinsolvenz zu gehen. Sie bekamen von der Bank ein Angebot, daß diese Ihnen 45.000 Euro erlassen würde, wenn die Familie absofort für einen Zeitraum von 7 Jahren monatlich 125,00 Euro bezahlen würden. Sollten die Raten pünktlich und regelm. bezahlt werden, wären sie somit nach 7 Jahren schuldenfrei. Kann das stimmen?

Ich frage, weil ich erstens soetwas noch nie gehört hab (bin Laie) und zweitens irgendwie nicht so ganz nachvollziehen kann, warum die Bank ein so tolles Angebot macht? Muss man, um solch ein Angebot zu bekommen irgendwelche Voraussetzungen mitbringen?

Bin auf Antworten gespannt!

Gruss Tanne34

das einzige was ich mir vostellen kann ist, das die bank versucht so überhaupt noch geld zu sehen.
normales kaufmännisches denken halt… lieber versuchen noch zu holen was zu holen ist als auf alles pochen und am ende gar nix zu bekommen.

aber ich bin auch kein bänker
gruß martin

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Hallo

schlicht und ergreifend bleibtb zu sagen: Das kann schon stimmen. Bevor die Bank gar nicht kriegt (PI) nimmt sie lieber die 10.000€s noch mit. Wewnn man dazu rechnet, das vorher schon kräftig Zinsen gezahlt wurden + Tilgung, das B den Kreditausfall über die Ihre Rückversicherung ersetzt bekommt, dass B dass steuerlich als Verlust ausbuchen kann (50% bezahlt der Steuerbürger) ist das Angebot schon gar nicht mehr so grosszügig, wie es auf den 1. Blick erscheint. Die Bank macht in dem Falle immer noch einen ordentlichen Gewinn.

Eine Familie (Vater alleinverdiener) erzählte mir, daß sie
seit etlichen Jahren enorme Schulden bei einer bekannten Bank
haben. Aufgrund von einem Arbeitswechsel vor ca. 4 Jahren
konnte die Familie dann diesen Kredit nicht mehr tilgen sonder
zahlte ab dem Zeitpunkt (Vereinbarung mit der Bank) nur noch
die Zinsen ab. Ende 2006 meldete sich die Bank und wollte
wissen, wie es nun weiterginge und vorallem wann wieder
angefangen würde zu tilgen. Die Familie machte der Bank klar,
daß sie bereits jetzt mit der Zahlung der Zinsen total
überfordert wären ( es wurden Raten garnicht oder verspätet
bezahlt) und sich überlegen würden in die Privatinsolvenz zu
gehen. Sie bekamen von der Bank ein Angebot, daß diese Ihnen
45.000 Euro erlassen würde, wenn die Familie absofort für
einen Zeitraum von 7 Jahren monatlich 125,00 Euro bezahlen
würden. Sollten die Raten pünktlich und regelm. bezahlt
werden, wären sie somit nach 7 Jahren schuldenfrei. Kann das
stimmen?

Ich frage, weil ich erstens soetwas noch nie gehört hab (bin
Laie) und zweitens irgendwie nicht so ganz nachvollziehen
kann, warum die Bank ein so tolles Angebot macht? Muss man, um
solch ein Angebot zu bekommen irgendwelche Voraussetzungen
mitbringen?

Ja klar, der Bank klarmachen, dass es sonst gar nix gibt :wink: PI oder EV anmelden etc. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, sollte aber schon glaubwürdig sein.

Bin auf Antworten gespannt!

Gruss Tanne34

LG
Mikesch

Danke schon mal für Eure Antworten!

Nun stellt sich mir aber folgende Frage (viell. werf ich jetzt ja auch einiges durcheinander):

Mal angenommen, diese Familie hat von dem Geld super gut gelebt, haben das Geld für Luxusartikel, Reisen, etc. ausgegeben. Nun gibt es aber im Gegenzug dazu eine Familie, welche vor z.B. 10 Jahren ein Haus finanziert hat. Nach 10 Jahren verkauft die Fam. das Haus und kauft sich ein neues. Plötzlich stellt sich raus, daß die Fam. auf richtige Betrüger reingefallen ist, der Vertrag des Hausverkaufs muss rückabgewickelt werden. Die Fam. muss nun die Finanzierung des neuen Hauses bedienen, die Zwischenfinanzierung des alten Hauses, ihre normalen laufenden Kosten, die Kosten der Rückabwicklung, Verfahrenskosten…
Noch hat die Fam. jede Zahlung tätigen können, nun geht ihr aber die Luft aus. Könnte man zum derzeitigen Zeitpunkt mit der Bank verhandeln und auf irgendein Entgegenkommen hoffen…oder muss man warten, bis man einfach nicht mehr bezahlen kann und in Rückstand gerät? Was kann man der Bank anbieten?

Sicherlich steht dort der Gegenwert in Form einer Immobilie aber gibt es Fälle, in denen die Bank den Familien entgegenkommt oder muss es erst bis zum kompletten Ruin kommen?

Ich schrieb ja schon, daß ich hier bestimmt verschiedene Sachen vermischt hab aber wenn es für die eine Sachlage Möglichkeiten gibt, gibt es ja evtl. für die andere auch welche!?

Hallo Tanja,

um Dir nicht zuviel Hoffnung zu machen: Die Banken haben bislang den Ruf, dass sie eben nicht auf Vergleiche eingehen. Das stärkt ihre Verhandlungsposition im Allgemeinen, und die wissen auch, dass sich solche Erfolgsgeschichten rasant verbreiten.

Mir selbst sind nur ganz ganz wenige Einzelfälle bekannt, und da war normalerweise eine ländliche Bank beteiligt, die einem langjährigen guten Kunden entgegengekommen ist. Üblicherweise auch nur dann, wenn der Kunde ordentlich was geboten hat und dies zu leisten in der Lage war.

Ansonsten gibt es ein paar spezialisierte Anwaltsbüros, die solche Kunststücke schonmal hinbekommen. Die Beratung kostet natürlich, und es muss, wie gesagt, etwas geboten werden. Sicher zu sagen ist, dass eine Bank nicht auf einen Teil der Kreditsumme verzichtet, wenn dadurch eine Sicherheit für den Kreditnehmer frei wird. Um die Verwertung eines Grundstücks wird man ohne Bestellung anderweitiger Sicherheiten nicht umhinkommen.

Gruß Oskar

´Hallo nochmal

Sachen vermischt hab aber wenn es für die eine Sachlage
Möglichkeiten gibt, gibt es ja evtl. für die andere auch
welche!?

wird verwertet, dass ist ja Sinn und Zweck der Grundschuld. Dass dabei in der Regel auch noch erhebliche Schulden für den Exeigentümer über bleiben ist in den meisten Fällen so. Das aus der Welt zu schaffen einen andere.
Wenn man aber nichts hat, etliche Jahre arbeitslos ist, HartzIV etc. und man der Bank das glaubhaft machen kann, dass es eh nix gibt, sind sie durchaus zu Kompromissen bereit. Eine beliebte Massnahme ist das 10eln. Das sowas vorn nicht ins Schaufenster gehängt wird, ist doch logisch, um Nachahmer nicht zu animieren selbigen Weg einzuschlagen.

LG
Mikesch

Hallo,

schlicht und ergreifend bleibtb zu sagen: Das kann schon
stimmen. Bevor die Bank gar nicht kriegt (PI) nimmt sie lieber
die 10.000€s noch mit. Wewnn man dazu rechnet, das
vorher schon kräftig Zinsen gezahlt wurden + Tilgung, das B
den Kreditausfall über die Ihre Rückversicherung ersetzt
bekommt, dass B dass steuerlich als Verlust ausbuchen kann
(50% bezahlt der Steuerbürger) ist das Angebot schon gar nicht
mehr so grosszügig, wie es auf den 1. Blick erscheint. Die
Bank macht in dem Falle immer noch einen ordentlichen Gewinn.

nur mal interessehalber: Beruht Dein Artikel in irgendeiner Form auf Wissen oder hast Du einfach mal was zusammengesponnen? Hintergrund meiner Frage: Ich hatte etwas Mühe, darin auch nur irgendetwas zu finden, das nach meinem Kenntnisstand der Realität entspricht.

Interessiert,
Christian

hallo,

hm?

was denn…?
Wenn die Fordreung uneinbringlch ist, schreibt die Bank die Forderung ab. das ist Aufwand, den sie steuermindernd ansetzt. Das ist überhaupt gar keine Frage. Und der Steuerspareffekt dürfte tatsächlich ca. 50 % sein…KSt, SolZ und GewSt.

Ob Banken Forderungen versichern, weiß ich nicht.

Hinsichtlich der Zinsen kommt es drauf an. Wenn sie den ganzen Kredit refinanziert hat, sieht das natürlich anders aus…dann dürfte sie weniger gesprächsbereit sein.

Banken sind insbesondere dann gesprächsbereit, wenn der Kredit mit einem Makel behaftet ist. Es gibt Kunden, die wundern sich über die Verhandlungsbereitschaft. Bei genauerer Prüfung stellt sich dann heraus, dass der Kredit eventuell sittenwidrig ist *g*
(Ich habe solche Verträge selbst gesehen…das Thema war mit einem Anruf durch…die wußten ganz genau, was Sache war)

Wenn die Fordreung uneinbringlch ist, schreibt die Bank die
Forderung ab.

Abschreibungen von Forderungen sind die absolute Ausnahme. Der Regelfall ist eine aufwandswirksame Bildung von Einzelwertberichtigungen.

das ist Aufwand, den sie steuermindernd ansetzt.
Das ist überhaupt gar keine Frage. Und der Steuerspareffekt
dürfte tatsächlich ca. 50 % sein…KSt, SolZ und GewSt.

Dann sollte die Steuerquote aber auch wenigstens annähernd in dem Bereich liegen. Tatsächlich liegt sie zwischen 20 und 25%.

Ob Banken Forderungen versichern, weiß ich nicht.

Die Klärung dieser Frage wäre ja bei der Beurteilung der postulierten Behauptung, die Bank mache bei solchen Geschäften immer noch Gewinn, nicht unbedingt von untergeordeter Bedeutung.

Banken sind insbesondere dann gesprächsbereit, wenn der Kredit
mit einem Makel behaftet ist. Es gibt Kunden, die wundern sich
über die Verhandlungsbereitschaft. Bei genauerer Prüfung
stellt sich dann heraus, dass der Kredit eventuell
sittenwidrig ist *g*

Ich kenne sittenwidrige Besicherung aber wie geht denn ein sittenwidriger Kredit im regulierten Kreditgewerbe?

(Ich habe solche Verträge selbst gesehen…das Thema war mit
einem Anruf durch…die wußten ganz genau, was Sache war)

Gespannt,
Christian

Hallo!

Könnte man zum derzeitigen Zeitpunkt mit
der Bank verhandeln und auf irgendein Entgegenkommen
hoffen…

Bei absehbar beendeten Problemen wird niemand gleich den Holzhammer zücken. Wenn es aber verwertbares Vermögen gibt, z. B. eine Immobilie, wird man mit dem Ansinnen auf Forderungsverzicht ganz sicher auf Granit beißen.

Ein weitgehender Forderungsverzicht ist nicht nur bei Banken, sondern bei allen Leuten, die in der Situation des Gläubigers sind, ein Mittel, eine unhaltbar gewordene Situation zu beenden und wenigstens noch einen kleinen Teil der Forderung zu realisieren. Kein Gläubiger findet es witzig, sich jahrelang mit aussichtslosen Sachen zu beschäftigen und immer neues Geld für die Verfolgung uneinbringlicher Forderungen zu bezahlen. Wenn sich Gläubiger bei ernsten Problemen nicht verhandlungsberreit zeigen, wird der Schuldner in die Insolvenz gehen und dann gibt es gar nichts mehr oder bestenfalls eine lächerlich geringe Quote. Vom in die Insolvenz getriebenen Schuldner hat also keiner mehr einen Nutzen und dann ist es billiger und schneller, auf Forderungen sehr weitgehend zu verzichten. Aber solange der Schuldner auf Vermögenswerten wie z. B. einer Immobilie hockt, wird eine Bank diesem vermögenden Kunden gewiß nicht die Schulden erlassen. Bei Liquiditätsproblemen kann man über veränderte Zahlungsmodalitäten, aber nicht über Forderungsverzicht reden.

Die gütliche Einigung mit Forderungsverzicht des Schuldners setzt voraus, daß die Gesprächsatmosphäre zuvor nicht vergiftet wurde und daß der Schuldner entweder sofort oder in zuverlässig zu zahlenden Raten ein glaubhaftes Zahlungsangebot macht. Die Höhe des Zahlungsangebotes ist eher nebensächlich, solange dem Gläubiger klar ist, daß die Annahme der Teilzahlung und der Forderungsverzicht das kleinere Übel ist.

Bei Vergleichsverhandlungen zur Vermeidung von Insolvenzen stellt sich regelmäßig heraus, daß es sich über namhafte Beträge am leichtesten reden läßt. Eine Mio. Verbindlichkeit kann dabei schon mal auf ein paar tausend zusammenschmelzen, wenn der Gläubiger genau weiß, daß er die Mio. nie bekommen wird. Über einen Vergleich bei wenigen tausend € kann man aber nur schwer reden, weil das Beträge sind, die jeder Normalsterbliche ohne weiteres abstottern kann. Mit erfahrenen Kaufleuten und Bankern mit Entscheidungsbefugnis kann man über alles reden. Am schwersten sind Gespräche mit privaten Gläubigern, weil die Chance groß ist, auf jemanden zu treffen, der keine Ahnung hat und nicht einsehen will, was er im Fall einer Insolvenz des Schuldners noch zu erwarten hat. Solche Leute zetern hartnäckig um jeden Groschen. Auch unangenehm sind manche Behörden, wenn dort Sturköpfe sitzen, denen völlig wurscht ist, daß es im Fall der Insolvenz der Schuldners nichts mehr gibt, während ein weitgehender Forderungsverzicht zwar Geld in die Kasse, aber auch jede Menge Rechtfertigungsbedarf bringt.

Gruß
Wolfgang

Tach,

z. B. weil der Kreditzins überhöht ist…habe ich als junger Anwalt des öfteren gesehen, ich erinnere mich da noch an eine KKB Bank…

Wie definierst Du denn „Steuerquote“…vermutlich meinst Du die tatsächliche Steuer bezogen auf das handeslrechtliche Ergebnis oder das IAS -Ergebnis. Das meinte ich nicht. Ich meinte 25 %KSt plus 5,5 % SolZ darauf + GewSt (16-18 %). 50 % ist dann aufgerundet der Steuersatz. Und zeigt dan auch den Spareffekt, denn ohne den Aufwand hätte entsprechend mehr Steuer bezogen auf den Aufwand gezahlt werden müssen.

Und Abschreibung oder Einzelwertberichtigung…das ist nun Haarspalterei. Auf die USt habe ich ja nicht geschaut

Hallo,

z. B. weil der Kreditzins überhöht ist…habe ich als junger
Anwalt des öfteren gesehen, ich erinnere mich da noch an eine
KKB Bank…

nun ja, wenn das im Falle von Deinen Mandanten geklappt hat, ist das ja wunderbar. Ich kann mich wohl auch noch an Zinssätze jenseits der 20 % für Ratenkredite und zugelassene Überziehungen bei der KKB und deren Käufer erinnern. Daß sich die Bank auf Diskussionen einließ ist - wie gesagt - für Deinen Mandanten erfreulich. Ob ein Gericht das ähnlich gesehen hätte, wage ich zu bezweifeln. Zur Sittenwidrigkeit braucht es schließlich ein bißchen mehr als einen subjektiv hohen Zinssatz.

Wie definierst Du denn „Steuerquote“…vermutlich meinst Du die
tatsächliche Steuer bezogen auf das handeslrechtliche Ergebnis
oder das IAS -Ergebnis. Das meinte ich nicht. Ich meinte 25
%KSt plus 5,5 % SolZ darauf + GewSt (16-18 %). 50 % ist dann
aufgerundet der Steuersatz. Und zeigt dan auch den Spareffekt,
denn ohne den Aufwand hätte entsprechend mehr Steuer bezogen
auf den Aufwand gezahlt werden müssen.

Nun ist aber die Steuerquote genau das, was effektiv auf einen einen nicht vereinnahmten Ertrag nicht an Steuern gezahlt werden muß und da sind wir dann wieder bei den 20-25%.

Und Abschreibung oder Einzelwertberichtigung…das ist nun
Haarspalterei.

Im Bankbetrieb macht das durchaus einen erheblichen Unterschied. Im übrigen ging es mir nicht primär um die Unterscheidung zwischen den beiden Aufwandspositionen, sondern darum, daß der Autor des Artikels auf den ich antwortete, eine profunde (wohl aber nicht vorhandene) Sachkenntnis vermittelte, mit der er aber zu einem völlig falschen Ergebnis kam.

Die Rechnung las sich ja wie folgt:
Ausfall - Erstattung des Ausfalls durch die Versicherung + gesparte Steuer auf den gesamten Ausfall = Ertrag > Aufwand.

Ich hatte übrigens darauf gehofft, daß mir dieser Autor auf meinen Artikel antwortet, was ja noch kommen kann. Daß wir nun diskutieren, ist eher unnötig. Letzten Endes versuchst Du gerade, fremde Fehler kleinzureden bzw. aus der Welt zu diskutieren. Die Mühe müßtest Du Dir eigentlich gar nicht machen :wink:

Gruß,
Christian

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Hallo Tanne34,

klingt schon extrem unwahrscheinlich.

Erklären lässt sich das eigentlich nur wenn mit dem Kredit etwas faul, z.B. Sittenwiedrigkeit wegen völlig überhöhter Zinsen (es gab solche Fälle). Privatinsolvenz wirkt hier durchaus als Drohung, denn eine PI geht i.d.R. nicht ohne professionelle Unterstützung (Schuldnerberater o.ä.) ab und dann kommen solche Sachen auf.

Mein Rat daher: Auf jeden Fall trotzdem zum Schuldnerberater - der kann beurteilen ob das Angebot der Bank überhaupt richtig verstanden wurde, fair ist oder womöglich sogar noch mehr drin ist.

Gruß
Werner

Hallo,

also…der Zinssatz war damals so hoch, dass die OHNE Diskussion die Segel strichen. Ich habe zudem gehört (von Mitarbeitern !), dass auch heute noch z. B. Inkasso-Unternehmen von der Bank die Anweisung kriegen im Telefonat eine bestimmte Quote anzubieten, um Teile der Forderung reinzukriegen, da die bank die Sittenwdirigkeit kennt.

Zur Quote…

wenn 100.000 wertberichtigt oder abgeschrieben werden (der Unterschied bei der USt ist mir schon bekannt), vermindert sich die steuerliche Bemessungsgrundlage um diesen Betrag. Statt 1.000.000 BMGL sind dann nur noch 1.900.000 zu versteuern. Wieviel daneben steuerfrei verdient wurde, ist egal.

Dann müssen die 42 -48 % Ertragsteuern von 1,9 Mio statt von 2 Mio bezahlt werden. Die Steuerersparnis ist dann 42-48 % von 100.000.

Wenn die Bank insgesamt 1 Mrd handeslrechtlich verdient hat (die Masse steuerfrei…aus dem Ausland z.B.), wird sich die Steuerquote nicht oder nur hinter dem Komma ändern. Die Steuerersparnis beträgt gleichwohl 42-48 % der BMGL. Von der abgeschriebenen Forderung trägt daher Papa Staat 42-48 % !

Das sind zwei ganz unterschiedliche Betrachtungsweisen.

meitne eben 2 Mio statt 1 Mio…und dann halt 1,9 Mio

Hallo Tanne34,

klingt schon extrem unwahrscheinlich.

hab ich doch unten mal vorgerechnet, wenn man alles zusammenrechnet kommt da sicher noch ein guter Geweinn für die Bank raus. Ein Bekannter von mir hat 4500€s auf 450€s runtergehandelt bei einer namhaften d. Versicherung, hat allerdings Gesamtschulden von fast 70.000€s

LG
Mikesch

Hallo Tanne34,

klingt schon extrem unwahrscheinlich.

hab ich doch unten mal vorgerechnet, wenn man alles
zusammenrechnet kommt da sicher noch ein guter Geweinn für die
Bank raus.

Ich möchte Dich noch mal bitten, mir das vorzurechnen. Ich erhoffe mir praktische Hilfe, weil wir bei ausgefallenen Krediten immer nur Geld verlieren aber nie verdienen.

Gruß,
Christian

Hallöchen,

Forderung reinzukriegen, da die bank die Sittenwdirigkeit
kennt.

das wird durch Wiederholung nicht richtiger. Wucher und damit Sittenwidrigkeit liegt nach dem ein oder anderen Urteil vor, wenn der verlangte Zinssatz ~100% über dem Marktzins liegt.

Im übrigen ist auch die Diskussion um die Steuerersparnis sinnfrei, weil es mir primär darum ging, daß es Unfug ist zu behaupten, daß die Bank durch Versicherung und Steuererstattung bei einem Forderungsverzicht noch Gewinne macht.

C.

Hallo,

wenn ich 100% Verlust auf 60% Verlust reduziere habe ich doch 40% Gewinn, oder nicht? :wink:)

Du wirst diese Milchmädchenrechnungen nie ausrotten können, schon gar nicht in einem Land, in dem man auch noch stolz ist auf die Aussage „Im Rechnen war ich nie gut“. Als ob schlechte Rechner bessere Menschen wären.

Gruß
Werner