Hallo,
hergestellt habe. Da ich finanziell kein Problem habe, den
Kredit abzubezahlen, sollte es doch eigentlich genügen, dass
die Bank ihre monatliche Rate bekommt, oder nicht?
eher letzteres. Der Kreditmensch, der den Kredit genehmigt hat, hat ihn auf der vorliegenden Basis entschieden. Änderungen des Konzeptes sind daher auf jeden Fall dem Kreditgeber mitzuteilen. Ob Du die Änderungen nun für relevant hältst oder nicht, ist dabei zweitrangig.
Kann die
Bank mir jetzt Probleme machen?
Ja, und zwar weniger aufgrund des geänderten Konzeptes als vielmehr wegen des gestörten Vertrauensverhältnisses. Das kann soweit gehen, daß man Dir den Kredit und die Geschäftsverbindung kündigt.
Ich würde die Sache schleunigst geradeziehen, d.h. Kreditgeber mitteilen, was sich geändert hat und warum. Ein bißchen Zerknirschung kann dabei nicht schaden.
Aus der Praxis: bei allen Krediten, die ich bisher gekündigt habe (wenn nicht gerade eine Insolvenz des Kreditnehmers unmittelbar bevorstand), war ein gestörtes Vertrauensverhältnis der Grund. Ich hatte zwar bisher vor allem mit Unternehmenskrediten zu tun, aber bei Privatpersonen wäre ich noch empfindlicher was das Thema Vertrauen angeht. Bei einem Unternehmen kann ich als Kreditgeber wenigstens darauf drängen, daß die Geschäftsleitung oder der Leiter Finanzen ausgetauscht wird, wenn ich zu den Leuten kein Vertrauen mehr habe. Bei einer Privatperson ist das ein bißchen schwierig.
Und noch ein Grund: ein Unternehmen ist viel träger als eine Privatperson. Wenn mich ein privater Kreditnehmer schon wegen solcher Kleinigkeiten anlügt, was - so würde ich mir denken - passiert wohl, wenn er arbeitslos wird, das Auto ersetzt werden muß oder der Keller voll Wasser steht. Erfahre ich davon auch erst aus der Zeitung oder durch Zufall?
Wie gesagt: schleunigst Sachverhalt dem Kreditgeber erklären.
Gruß
Christian
P.S.
Noch ein Aspekt: man stelle sich vor, der Kredit wäre kein Selbstläufer gewesen und ein Mitarbeiter habe sich vor dem Entscheidungsträger trotzdem dafür eingesetzt, weil er Dich seit zehn Jahren kennt, Deinen blauen Augen vertraute oder das Konzept so großartig fand. Der hat schon ein ganz höchstpersönliches Problem, wenn sich herausstellt, daß Du ihn zumindest nicht informiert hast - nämlich vor dem Entscheidungsträger bzw. seinem Chef.
Auch bei Kreditinstituten arbeiten nur Menschen und die reagieren wie Menschen. Ein derartiger Fall kann einem Mitarbeiter auf Jahre nachhängen, wenn etwas schiefläuft und das wissen die Mitarbeiter auch. Entsprechend empfindlich sind die auch bei „kleinen“ Änderungen.