Bank pfuscht bei DM-Einzahlung

Da ich mich zur Zeit im Ausland aufhalte, habe ich eine Bekannte gebeten, Anfang Januar in meinem Namen restliches DM-Bargeld auf mein Konto bei der Hypovereinsbank einzuzahlen.
Aufgrund der langen Warteschlangen musste sie das Geld ungezaehlt uebergeben und ein Formular unterschreiben, dass sie sich mit einer nachtraeglichen der Zaehlung der Bank einverstanden erklaert.

Auf meinem Kontoauszug habe ich jetzt einen Einzahlungsbetrag festgestellt, der definitiv weniger als die Haelfte des urspruenglichen Betrages darstellt. (und ich verwechsle nicht DM mit EUR)
Waehrend der eingezahlte Betrag ausserdem zahlreiche Pfennigmuenzen enthielt, ist der deutlich zu niedrige Betrag auf dem Konto „glatt“. Hier ist ganz eindeutig gepfuscht worden.

Was kann ich in diesem Fall noch machen? Zwar wurde das Formular unterschrieben, aber ein Fehler dieser Groessenordnung kann man doch einer namhaften Bank nicht durchgehen lassen.

Ich wuerde mich ueber jeden Ratschlag freuen.

Hi,

Was kann ich in diesem Fall noch machen? Zwar wurde das
Formular unterschrieben, aber ein Fehler dieser
Groessenordnung kann man doch einer namhaften Bank nicht
durchgehen lassen.

seltsame Geschichte. Da das Formular keine Haftungsfreistellungerklärung war (nehme ich mal so an), müssen die Dir den Schaden natürlich ersetzen bzw. den korrekten Betrag nachbuchen. Der Nachweis dürfte schwierig werden. Dennoch solltest Du auf Einsicht in das Zählprotokoll bestehen. Wenn die da auch schon gepfuscht haben, hast Du natürlich ein Problem. Es bleibt Dir natürlich eine Anzeige wegen Betruges bzw. Unterschlagung, aber die Aussichten kannst Du Dir, wenn Du keine Zeugen hattest, selber ausrechnen.

Wenn es nicht klappen sollte, würde ich auf ein Gespräch mit dem entsprechenden Vorgesetzten bestehen und die Option der Kündigung der Kontoverbindung erwähnen. Ob den das beeindruckt ist dann wieder eine andere Frage.

Gruß
Christian

Hallo Klaus,

aufgrund des großen Andrangs während der Euro-Einführungsphase war es natürlich nicht möglich, sämtliche Einzahlungen von Münzgeld vor den Augen des Einzahlers zu zählen und zu verbuchen.

Das Hartgeld wurde daher in sogenannten Safebags entgegengenommen, die vor den Augen des Kunden verschlossen werden und sich nicht mehr ohne Zerstörung öffnen lassen.

Mit der Unterschrift auf dem Auftrag zur Hartgeldzählung genehmigt der Einzahler die nachträgliche Zählung der Münzen sowie die Spende evtl. enthaltener Fremdwährungen an wohltätige Organisationen.

Die Zählung erfolgt in der Regel durch externe Dienstleister wie z.B. Securitas, die darüber selbstverständlich auch Nachweis führen.

Mit Hilfe der Safebag-Nummer, die auch auf dem Zählungsauftrag genannt ist, läßt sich sicher noch genaueres zu Deiner Einzahlung herausfinden. Wende Dich doch hierzu einfach an einen Service-Mitarbeiter in Deiner Filiale. Aber daß Deine Einzahlung viele Pfennig-Münzen enthielt, ist nicht automatisch ein Grund, daß die Endsumme ungerade sein muß.

Viele Grüße,

Andreas

Hallo Andreas,

Danke fuer die Antwort. Das koennte natuerlich die fehlenden Pfennigbetraege erklaeren. Der Grossteil der Summe lag allerdings in 100-DM-Scheinen vor, und da faellt ein Irrtum schon eher ins Gewicht. Sollen sie das Kleingeld von mir aus spenden.

Klaus

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