Meine Schwester hat ein Problem. Sie hat jahrelang ein Baugrundstück gesucht. Bei allen Makler in der Umgebung ihre Suche hinterlassen und selbst in die Zeitung Suchanzeigen geschaltet. Auf eine dieser Suchanzeigen hatte sich dann jemand gemeldet, der eines zu verkaufen hat. Sie hat sich dann auch mit einem Bauunternehmer das Grundstück angesehen, aber nach langem Hin und Herr war dieses zu klein. Bei einem dieser Besichtigungen kam dann eine Nachbarin um zu wiesnasen, weil wir schon so oft da waren. Sie sagte uns dann, das das Nachbargrundstück auch schon lange zu verkaufen sei, sie wisse aber nicht von wem. Wir klingelten dann bei dem Haus was daneben stand und die gab uns eine Telefonnummer. Die war dann von dem Vater des Verkäufers und so kam der Kontakt zustande. Wir haben das Grundstück im Aug. 07 gekauft. Nun hat der Verkäufer die Voba angerufen, weil die das Grundstück immer noch im Internet zum Verkauf anbieten und denen mitgeteilt, das er es verkauft hätte. Auf Nachfrage dann auch meinen Namen mitgeteilt. Erst wollten sie von dem Verkäufer Provision. Der teilte Ihnen aber sofort mit, das er vertragl. keine zahlen muss und überhaupt das er gar keinen Vertrag mehr mit Ihnen hätte. Dieser war im Juli 2005 abgelaufen und hat sich nicht automatisch verlängert. Nun wollen sie von mir Provision. Angeblich hätten sie uns im Juli 2006 ( als über ein Jahr von dem Kauf) ein Expose des Grundstückes zugeschickt.
Keinem von uns ist ein solches Expose bekannt ?
Und dann telefonisch noch mal im Mai 2007 ( Erstkontakt zum Verkäufer war aber schon im März 2007).
Die Volksbank hat also nichts vermittelt und auch gar nichts mit der Sache zu tun gehabt ???
Gestern kam dann das Schreiben " wir haben erfahren das sie das o.g. Grundstück erworben haben. Bitte teilen sie uns den Kaufpreis mit, damit wir ihnen die entsprechende Courtagerechnung zustellen können.
Die Maklercourtage beträgt nachweislich 5,95 % "
Ich glaub ich steh im Wald ???
Kann mir mal bitte einer einen Rat geben ? Die Rechtschutzversicherung zahlt nicht bei Grundstücksangelegenheiten
Kann mir mal bitte einer einen Rat geben ? Die
Ich würde mir von der bank den Maklerauftrag vorlegen lassen. Wenn der Käufer nichts unterschrieben hat sieht es gut aus. Hat der Verkäufer einen erteilt (Du schreibst, er wäre bereits abgelaufen) im Kaufvertrag für das Objekt aber nicht festgelegt, dass der Käufer die Maklercourtage zu tragen hätte, auch gut.
In diesen Fällen würde ich die Zahlung unter Hinweis auf diese Umstände verweigern. Liegt der Fall komplizierter, würde ich mir Rechtsrat bei der Verbraucherzentrale oder einem Anwalt einholen.
Ja der Maklerauftrag zwischen Markler und Verkäufer ist 2005 schon abgelaufen. In diesem war bestimmt, das nur der Käufer Courtage zahlen muss sofern der Bauplatz vom Markler vermittelt wurde. Findet der Verkäufer jemanden, ist keine Provision fällig. Der Käufer hat bei dieser Bank gar nichts unterschrieben.
Hi!
Also normalerweise hält Dir jeder Makler vor oder gleich nach Besichtigung einer Immobilie oder Grundstück so einen Wisch unter die Nase, den Du als „Tätigkeitsnachweis“ für den Makler unterschreiben mußt. Das ist dann der wirkliche „Beweis“. Dass die Bank Euch ein Expose geschickt oder gar angerufen hat, müßte sie vor Gericht ggf. auch erstmal beweisen denk ich. Schließlich habt Ihr ja Zeugen, dass der Verkauf durch Kontakt „über drei Ecken“ zustande kam. Ein Gericht würde das doch sicher auch stutzig machen, wenn Ihr angeblich ein Jahr lang nach Erhalt eines Exposes verstreichen lasst und dann „rein zufällig“ über solche Aktionen dann doch noch kauft.
Mal abgesehen davon, dass in dem Fall die Bank doch ohne vertragliche Gundlage nach 2005 was gemacht hat. Selber schuld…
Deswegen würd ich jetzt einfach mal freundlich aber bestimmt schreiben, dass es aus Eurer Sicht anders gelaufen ist und Ihr nicht daran denkt, eine Courtage zu zahlen. Abwarten was kommt, vielleicht wollten die es einfach mal probieren. Dafür spricht, dass sie zuerst zum Verkäufer sind. Wahscheinlich weil sie schon wußten, dass sie bei Euch eigentlich an der falschen Addresse sind?
Gruß
Andrea
Dann würde ich der bank klipp und klar sagen, dass ich nicht zahlen werde und notfalls mit einem Anwalt drohen.
Hallo erstmal,
Die Bank ist beweispflichtig dafür, dass sie im Rahmen eines entsprechenden Vertrages das fragliche Objekt erstmals nachgewiesen hat. Dies dürfte ihr hier schwer fallen. Von daher würde ich hier gar nichts machen. Die Bank wird sicher noch mal ein nettes Briefchen schreiben, vielleicht kommt dann auch mal eins der Rechtsabteilung, aber solange kein Mahnbescheid/keine Klage eingeht, würde ich die Sache einfach mal aussitzen. Es gibt keinerlei Verpflichtung der Bank aktuell zu antworten.
BTW: Kann es sein, dass wir vor ein paar Jahren mal in Bad Homburg ein paar Wochen zusammen am Intranet gearbeitet haben?
Gruß vom Wiz
ich danke euch für die zahlreichen antworten. Ich habe der Bank geschrieben, das es richtig ist, das wir das Grundstück erworben haben, das es NICHT richtig ist, das es von Ihnen vermittelt wurde. Das der VK bis Mitte 2005 einen vertrag hatte, der ihn auch berichtigte das Grundstück zu verkaufen und nach 2005 niemand anders als der VK. Ich habe dann noch geschrieben, wie der Kauf zustande kam und wie wir an das grundstück kamen, das wir deshalb keine Courtage bezahlen werden. Und falls sie weiterhin auf eine Vermittlungsgebühr bestehen, das wir die Sachen einem rechtsanwalt übergeben. Und genau das werden wir auch machen. Wenn es in der Rechtsschutz drin gewesen wäre, hätte ich es direkt gemacht. Schaun wir mal, was nu passiert.
Hallo Wiz
ich danke auch dir für die Antwort.
Bad Homburg sagt mir leider nichts, sorry
Gruss Gudrun