Hallo zusammen!
Situation ist folgende: Meine Oma hatte zu ihren Lebzeiten ein Sparbuch auf meinen Namen eingerichtet, damals noch mit einem Sparbrief, der mitlerweile ausgelaufen und auf dem Sparbuch draufgebucht wurde.
Im Juni letzten Jahres wollte ich zur Bank, da ich mir dort eigentlich mein Geld besorgen wollte. Dort angekommen erzählte mir die nette Dame am Schalter, das mein Vater bereits wenige Tage zuvor mit dem Sparbuch vor mir da war und das Geld, bis auf wenige Euros, abgehoben hatte. Wie man sich vorstellen kann, war ich doch recht erzürnt, da ich weder wuste, dass er das Geld abheben wollte, noch das er im Besitz des Sparbuches war.
Anfang Januar in diesem Jahr schrieb ich wieder die Bank an und wollte in Erfahrung bringen, wieviel Geld noch hierauf ist und meinen Vater sämtliche Vollmachten streichen lassen. Nach einem interessanten Telephongespräch mit der Bank, sagte man mir, das mein Vater bereits die Summe + Zinsen zurückgezahlt hatte. Der Bankmitarbeiter wollte nun versuchen, an die Vernunft meines Vaters zu appelieren, so das er das Sparbuch selbst herausgibt, da ich persönlich emotional nicht dazu in der Lage sein werde, diesen Mann noch einmal in die Augen zusehen und so selbst das Gespräch zu führen. Das Ergebnis war natürlich klar, das er dieses nicht herausgeben wird. Der Bankmitarbeiter, der wie der Zufall es auch noch will ein Freund meiens Vaters seit dem Kindergarten ist, sagte mir daraufhin, dass man nun keine Verlusterklärung aufgeben könne, weil sie schließlich wissen würden, das mein Vater im Besitz dessen ist.
Ich wusste in dem Moment weder ein noch aus, da ich mir etwas derartiges eigentlich nicht vorstellen kann, denn wenn ich, der rechtliche Eigentümer, nicht im Besitz des Dokumentes bin, ist es für mich doch ein Verlust, auch wenn ich mein Lebtag das Sparbuch noch nicht in der Hand hatte?!?
Einen Anwalt werde ich mir aus finanziellen Gründen nicht leisten können, dafür verdiene ich zu wenig und mein Vater dafür zuviel und die Summe, auf die sich das Sparbuch beläuft würde dies glaube ich auch nicht rechtfertigen (ca. 3.000€).
Meine Fragen wären also folgende: Ist das, was mir der Bankmiarbeiter sagte bezüglich der Verlusterklärung so rechtens?
Was für Möglichkeiten gibt es für mich, an das Geld heran zukommen bzw. die Bank dazu zu Bewegen, mir ein neues SParbuch auszuhändigen?
Ein persönliches Gespräch wird für mich nicht in Frage kommen, da ich ihm diesen Sieg nicht geben will/kann und zu große Angst davor hätte, dass ich meine Nerven verliere und diese Situation volkommen eskaliert.
Liebe Grüße und Danke fürs lesen und fürs Antworten!