Bankangestellte und Provision?

Hallo,

ich bekomme immer wieder von meiner Sparkassen Beraterin Tips dies und das zu kaufen, Schiffsfonds, brit. Lebensversicherungen, nun ein Bonus-Zertifikate auf den EuroStoxx50.
Bei diesen Empfehlungen ist mir oft ein bissle mulmig, ich vertraue dann auf ihre Objektive Bewertung.

Nur, wenn ich Produkte der Sparkasse kaufe, uber die Beraterin, erhalt sie sowas wie eine Provision? Ist ihre Entscheidung daher rein faktisch zu bewerten, oder gibt es (personliche) incentives etwas an den ‚Mann‘ zu bringen?

Danke,

Nur, wenn ich Produkte der Sparkasse kaufe, uber die
Beraterin, erhalt sie sowas wie eine Provision?

Das kann ich Dir nicht sagen, allerdings muß auch eine angestellte Verkäuferin bestimmte Verkaufszahlen bringen.

Entscheidung daher rein faktisch zu bewerten, oder gibt es
(personliche) incentives etwas an den ‚Mann‘ zu bringen?

Sie hat Umsatzvorgaben, die sie erfüllen muß. Das heißt nicht, dass ihre Empfehlungen nicht gut für Dich sind, andererseites heißt es auch nicht, dass sie selbstlos handelt.

Nur, wenn ich Produkte der Sparkasse kaufe, uber die
Beraterin, erhalt sie sowas wie eine Provision? Ist ihre
Entscheidung daher rein faktisch zu bewerten, oder gibt es
(personliche) incentives etwas an den ‚Mann‘ zu bringen?

Hallo,

in meinem früheren Berufsleben war ich Bänker, und zwar bei zwei verschiedenen Verbänden. Überall erhielt ich als angestellte Beraterin Provisionen für bestimmte Produkte. Die Höhe war allerdings unterschiedlich, Bank A bezahlte weniger Provision an die angestellten Berater als Bank B. Für uns Angestellte war es aber nur ein „Zubrot“, es kamen keine nennenswerte Summen zusammen, so dass man (damals) noch einigermaßen zum Wohle des Kunden beraten konnte, wenn man wollte.

Außerdem gab es gewisse Vorgaben (in jedem Bereich), von welchem Produkt wie viel verkauft werden muss. Es hatte natürlich auch einen Einfluss auf die Karrierechancen, wie gut man verkaufte.

Das ist mein Stand - Neunzigerjahre :wink:. Von ehemaligen Kollegen weiß ich, dass der Verkaufsdruck erheblich zugenommen hat. Ich persönlich bin sehr froh, damit nichts mehr zu tun zu haben.

Ein Bänker berät niemals ganz neutral, er muss für seinen Arbeitgeber stehen, auch wenn er manchmal weiß, dass die Bank gegenüber eigentlich ein besseres Angebot hat.

Viele Grüße
Insel

Hallo Karl Heinz,

ich denke, hier ist eine grundsätzlich Überlegung nötig:

  1. Was ist das Ziel der Bank?

  2. Welchen Beitrag hierzu hat die Baraterin zu leisten?

  3. Wie passen Deine Ziele und die der Bank zusammen?

Zu 1.)
Klar ist: Die Bank ist ein Wirtschaftsunternehmen und muss Gewinne ezielen. Gemessen wird am Ende nicht, wie bedarfsgerecht die Tipps waren, die Du erhalten hast, sondern wieviel Ertrag mit Dir als Kunde erzielt wurde.

zu 2.)
Die Beraterin muss mehr Ertrag bringen, als sie Kosten verursacht. Ob Sie an den Provisionen beteiligt ist oder ihre Vorgaben erfüllen muss, um ihr Gehalt zu sichern, ist nur ein kleiner Unterschied.

Zu 3.)
Die Bank hat kein Geschäftsmodell, in welchem Du sie für unabhängige Beratung und umfassenden Service (unabhängig von Art, Höhe und Häufigkeit der Abschlüsse)bezahlst, also wirst Du so etwas auch nicht ehalten.
Es wird von oben festgelegt, welche Produkte in welcher Menge zu verkaufen sind.

Ob sich Deine Beraterin eine Beratung in Deinem Interesse leisten kann hängt davon ab, ob sie ihre Ziele schon im Kasten hat.
Es ist also nicht grundsätzlich davon auszugehen.

Viel Spaß mit der Dame von der SpaKa wünscht der Money-Schorsch

Hallo Karl-Heinz,

an anderer Stelle hatte ich in diesem Zusammenhang auf einen Hintergrundbericht in der Wirtschaftswoche von vor zwei Wochen hingewiesen. Danach geht es bei den Banken inzwischen zu, wie bei den schlimmsten Strukturvertrieben:

http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/bankberater-p…

Gruß,
Andreas

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Es geht hierum
Danke fuer eure Antworten, haben so einiges klargestellt.

Es geht um dieses Zertifikat:
www.hypovereinsbank.de/indexing/deu/portal/download?..

Die Bank sagt mir, es sei ziemlich sicher, mit dem 40% Puffer. Ich bin da skeptischer. Im jetzigen Marktumfeld finde ich es net so unwahrscheinlich, dass der EuroStoxx um mehr als 40% in den nachsten 16 Monaten fallt.

Was meint ihr? Ist dieses Angebot wirklich so toll wie angepriesen?

Sparkasse … :frowning:
Hallo,

ich bekomme immer wieder von meiner Sparkassen Beraterin Tips
dies und das zu kaufen, Schiffsfonds, brit.
Lebensversicherungen, nun ein Bonus-Zertifikate auf den
EuroStoxx50.

Aus meiner Erfahrung mit Sparkassen kann ich nur sagen: Diese Tipps könnten auch von meiner Oma kommen, die wären vermutlich ebenso „treffsicher“.
Die Frau will verkaufen, Umsatz machen, umschichten und sonst gar nichts.