ich habe hier mal eine allgemeine Frage zur Bankenlandschaft in der (selbstverursachten) Finanzkrise.
Welche unserer deutschen Banken hatten eigentlich nach jetzigem Stand (Presse etc…) ihre Gier gezügelt und bei den Giftpapieren nicht in grossem Umfang mitgezockt ??
Würde mich mal interessieren ob es tatsächlich noch Banken gibt, bei denen das normale Geschäft eine Rolle spielt.
Wer soll das wissen? Das wissen die Banken ja teilweise nicht mal selbst.
Sofern der Abschreibungsbetrag nicht allzu groß ist, wird jede kleinere Bank versuchen, diese Abschreibungen nicht an die große Glocke zu hängen.
Im Grunde genommen sollt man annehmen, dass die kleinen regionalen Sparkassen, Volks- und Raifeisenbanken da nicht besonders mitgemischt haben. Aber was nutzt Ihnen das, wenn die Landesbanken bzw. Zentralinstitute sich gehörig die Finger verbrantt haben und sie alle dafür geradestehen müssen.
Vermutlich ist in irgendeiner Weise wohl so ziemlich jedes Institut davon betroffen. Entweder direkt oder indirekt.
ich habe hier mal eine allgemeine Frage zur Bankenlandschaft
in der (selbstverursachten) Finanzkrise.
Welche unserer deutschen Banken hatten eigentlich nach
jetzigem Stand (Presse etc…) ihre Gier gezügelt und bei den
Giftpapieren nicht in grossem Umfang mitgezockt ??
diese Frage impliziert, daß jedes Kreditinstitut, das heute in Schwierigkeiten ist, mit Giftpapieren gezockt. Das ist nicht richtig. Ganze Klassen von Wertpapieren, bei denen es zu keinen Ausfällen gekommen ist, haben massiv an Wert verloren. Das bedeutet u.U. auch Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf völlig unkritische Positionen.
Würde mich mal interessieren ob es tatsächlich noch Banken
gibt, bei denen das normale Geschäft eine Rolle spielt.
Dsa eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Jedes KI, das jetzt in Schwierigkeiten ist, hat auch noch „normales Geschäft“ betrieben.
Ansonsten wirst Du Dich mit Blicken in die Jahresabschlüsse begnügen müssen. Wenn dort nichts steht, hat das KI vermutlich auch nicht in den Bereich investiert. Aber sicher weiß man das auch dann nicht.
Oder dass man nicht richtig aufgepaßt hat. Es waren doch zuerst die Landesbanken und andere staatliche Institute, die große Probleme hatten und nach staatlicher Hilfe gerufen haben. Allen voran die WestLB, SachsenLB, die IKB usw. usf.
Das liegt möglicherweise daran, dass sie kein richtiges Geschäftsmodell haben und von Leuten geführt werden, die eben nicht so viel Ahnung haben.
Wie schaut es eigentlich bei den Volks- und Raiffeisenbanken (und deren Zentralinstituten) aus? Beide Beispiele bezogen sich ja auf das Sparkassensystem. Als Genossenschaften sind diese Einrichtungen doch nicht irgendwelchen Kapitalanlegern verantwortlich oder werden von Leuten geführt und beaufsichtigt, die mit Ruhestandsposten abgesichert werden wollen.
Würde mich mal interessieren ob es tatsächlich noch Banken
gibt, bei denen das normale Geschäft eine Rolle spielt.
was ist denn „das normale Geschäft“?
Dass eine Bank sich Geld leiht und dieses weiter verleiht?
Dann ist genau dieses „normale“ Geschäft für viele derzeit ein Problem, weil die Banken das verliehene Geld nicht zum gleichen Zeitpunkt zurück bekommen, wie sie das geliehene zurück zahlen musss.
Normalerweise ist diese „Refinanzierung“ kein Problem. Aber derzeit traut keiner dem Anderen, und schon brauchts für ganz normales Bankgeschäft staatliche Garantien.
Insofern spielt bei allen Banken, die den Rettungsschirm nutzen das normale Geschäft eine große Rolle.