Banken und ihre Dienstleistungen

Hi Willi,

sorry, aber deine antwort ist grottenfalsch.
wenn die bank keine leistung erbringt, es also für das kreditinstitut keinen aufwand herstellt, könntest du doch den service kostenlos anbieten, oder? einfach n paar server umsonst kaufen, umsonst irgendwo hinstellen, umsonst betreiben, umsonst die software schreiben, weiterentwickeln, den serverpark natürlich umsonst auf technisch aktuellem und ausfallsicheren niveau halten, entsprechende redundanzen umsonst einrichten, pin und tanlisten natürlich portofrei verschicken. wenn du das alleine nicht kannst, findest du natürlich menschen, die das umsonst für dich erledigen.
ach so, ja die archivierung nicht vergessen, rechtliche vorschriften, insb. archivierungsfristenm MAH usw. beachten, GWG-Vorschriften und Überwachung nicht vergessen, sonst wandert du nach n paar tagen in den knast, usw.

sorry, aber guck mal ins KWG, in die AO (insb.§154), MAH, MAK, MAIR usw.
genauso gut kööte man von dir als auingenieur verlange, umsonst zu zeichnen und zu rechnen, denn wenn das haus steht, kann ich auch nicht sagen - war keine arbeit von dir, schliesslich hast du keine mauer selbst hochgezogen, keine decke eigenhändig gegossen, keine leitungen verlegt usw. du rechnest aber deine geistesleitung genauso ab, wie die softwareingenieure der bank, du rechenst deine kalkulatorische büromiete ab, deine pcs werden abgeschrieben, deine fahrtkosten usw. in rechnung gestellt.

versuch es mal so zu sehen.

grüße

uwe

Hi,

Was ist den Geld?
Geld ist ein Tauschmittel für Waren, welches das Handeln mit
unterschiedlichen Gütern vereinfacht. Geld repäsentiert also
einen realen Wert. Wo wird hier den etwas geschaffen, ein Wert
erzeugt?

ok, fangen wir mal an, Geld ist:
-Wertransportmittel
-Wertaufbewahrungsmittel
-Vergleichs- und Recheneinheit

soweit stimmen wir schon überein.

Jezt frage ich Dich, warum sollte Geld eine andere „Ware“ sein, als Tomaten, Windeln oder DVD-Playern?

Warum zahlst Du für diese Waren ohne Murren einen Endpreis, in dem Handling, Gewinn, Transport, Versicherung usw. einkalkuliert sind, aber für Geld, das letztendlich auch eine Handelsware, wie du richtiger weise sagst, ist, nicht?

muss die bank ihr geld nicht auch einkaufen?
muss sie es nicht versichern (nicht nur bargeld, auch zinssicherungsgeschäfte, laufzeitenabsicherung, swap-geschäfte usw.), muss sie nicht für jeden dispo, jeden kredit geld vorhalten, das sie nicht weiterverleihen kann? ist eine bank nicht verpflichtet, eine kaufmännischen geschäftsbetrieb zu führen, der sich steuer-, handelsrechtlich und buchhalterisch an die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung orientiert?
versteh mich nicht falsch, ich bin weit davon entfernt fan der deutschen bank zu sein

Ich studiere VWL, vielleicht daher meine etwas andere
Sichtweise. Ich lasse mich aber gerne belehren…

ich versuche es ja- bin selber vwler und habs auch kapiert, hab aber vorher auch ne ausbildung gemacht.:smile:

So, wo wird jetzt etwas gemacht, wo wird ein Wert erzeugt?
Lustig dass das ein VWLer fragt. Wie wäre es denn mit aktiver und passiver Geldschöpfung. Zumindest aktiv können das nur Kreditinstitute.
in diesem zusammenhang kann ich nur die hp der bundesbank empfehlen. klick mal http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_g.php und vor allem http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/…

da siehst du deutlich, welche wertschöpfung die bank mit einer kontoführung leistet.
nebenbei kostet eine versicherung immer geld, wenn du eine mathematisch fundierte möglichkeit, das ohne prämie zu machen, findest, wirst du als erster versicherungsmathematiker der welt den nobelpreis kriegen - und nebenbei noch verdammt reich werden.

wenn du dir jetzt noch meine antwort auf den einwand oben ansiehst, siehst du vielleicht die betriebswirtschaftlichen faktoren, die auch bei einer onlinekontoführung eine nicht unerhebliche rolle spielen, etwas deutlicher.

nebenbei, glaubst du, die bank macht viel mehr als 1% Gewinn aus der zinsdifferenz für einlagen und kredite? wenn ja, schau mal in eine bankenbilanz.

und meine Forderung nach
kostenloser Führung ist absolut legitim.

Nein, ist sie nicht. Versuch doch mal die bankdienstleistung selbst kostenlos zu erbringen, und zahl deine telefonrechnung monatlich bar bei der telekom in düsseldorf, deine lidlzahlungen in neckarsulm, deine versicherungen in hamburg, mannheim, frankfurt und köln…
warum fprderst du nicht kosteloses telefon und fernsehen?

Zumindest wenn man andere Angebote von anderen Banken
vergleicht, und auch bei diesem Beitrag habe ich immer wieder
Antworten gefunden die sehr viel kostenloses anbieten.

aber nicht ohne draufzuzahlen.

das zauberwort lautet hier mischkalkulation und quersubvention.

Prizipiell bin ich auch jemand der lieber etwas mehr bezahlt
(„you get what you have paid for“), und die Dienstleistung
„Wert“ schätzt. Aber gerade im Bankensektor habe ich dafür
kein Verständnis.

Warum?

Abgesehen von meinem Studium, was mich
bestimmt nicht Allwissend macht (im Gegenteil) mir aber
sicherlich einen kleinen Einblick verschafft, habe ich mehrere
Jahre bei einem Unternehmen gearbeitet, dass ausschliesslich
Banken als Grosskunden hatte. In diesen Jahren konnte ich
viele wertvolle Einblicke in Finanzwelt erhalten, was mich
letztlich auch zu meinem VWL Studium bewegte.

Mach doch mal ein Praktikum bei einer Bank, das öffnet die Augen.

ich hoffe, ich habe dir ein bisschen den blick geklärt.

grüße

uwe

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Hallo Tanja,

Stimmt schon ich hätte die Vertragsbedingungen im einzelnen
studieren sollen, aber mit Verlaub wenn man mit gerade 18 bei
einer Bank sitzt die nette Kundeberaterin einem alles
detailiert erklärt und einen genaustens über alles aufklärt
liest man nicht die Vertragsbedingungen so genau durch.

zu „man“ kann ich nichts sagen. Ich habe das immer schon so gemacht und wie es scheint, wäre es auch besser gewesen, Du hättest das auch so gehalten.

In dem selben Gespräch habe ich der Dame gesagt, dass ich
Student bin, worauf sie mir grosszügig ein komplett
kostenloses Konto (bis ich 27 bin) angeboten hat. Ich habe bei
der Anmeldung ausgefüllt, dass ich Student bin, wo meine Uni
sich befindet, wie lange ich noch studiere usw… Es wurde
nie ein Wort über eine Studienbescheinigung verloren.
Zumindest bei dieser detrailierten Anmeldung hätte man mich
doch mal kurz drauf hinweisen können, dass ich überhaupt eine
abgeben muss.

Das ist doch eine Frage der Logik, wie ich meinem anderen Artikel schrieb: Woher soll die Bank sonst wissen, daß Du noch Student bist? Daß die darauf vertrauen, daß die Leute sich melden, wenn das Studium vorbei ist, wirst Du doch wohl nicht ernstlich erwarten. Wer Sonderleistungen in Anspruch nimmt, muß nachweisen, daß die entsprechenden Umstände noch vorliegen.

Ich gebe zu, zu diesem Zeitpunkt eine gewisse
Naivität gehabt zu haben, die aber auch einfach von der DB
gnadenlos ausgenutzt wurde, und darüber rege ich mich so
auf!!!

Wieso ausgenutzt? Du hast doch selber erst nach Jahren gemerkt, daß die die Gebühren belastet haben. Entschuldige, aber wer seine Kontoauszüge so völlig mißachtet, hat es nicht besser verdient.

Das Wesen einer Bank verdient alleine am Zinsmechanismus, oder
besser gesagt, am Geld seiner Kunden genug um etwaige Kosten
zu decken.

Das ist leider absolut falsch.

Warum ist das den falsch?
Ich weiss das Banken sehr hohe Kosten durch Personal Filiialen
usw. haben. Aber das hat sich über viele Jahre hin so
entwickelt. Stellen wir uns mal vor es es wurdew die erste
Bank gegründet (Vorausgesetzt der Zins wurde bereits
aktzeptiert was in unserer Geschichte nicht immer der Fall
war). Diese Bank würde von ihrer Kunden riesige Mengen an Geld
erhalten die sie verwaltet, und mit dem Sie in dieser Zeit
auch noch arbeitet. Das ist ein Riesen Geschäft das die Bank
macht und ich verstehe nicht warum man dafür auch noch was
bezahlen sollte?

Wie ich schon schrieb, kann die Bank bis abends gar nicht wissen, was sie theoretisch anlegen könnte, und damit reduziert sich das, was angelegt werden kann, auf einen Sockelbetrag, der sich aus Erfahrung und gesetzlichen Vorschriften ergibt. Das dürften insgesamt nicht mehr als 10% sein. Hinzu kommt, daß für Guthaben auch Mindestreserve zu hinterlegen ist, was die Möglichkeiten wieder einschränkt.

Außerdem ist zinsträchtiges Geschäft mit Risiken behaftet. Die Rechnung, daß Zinssatz von 12% für Ratenkredite abzgl. 0,5% Guthabenzins für Guthaben in laufender Rechnung den Gewinn der Bank ergibt, funktioniert nicht. Nettomargen von unter einem Prozentpunkt sind leider die Regel.

Daher ist das Bankgeschäft nicht mit anderen
Ökonomischen Geschäften vergleichbar,

Siehe Artikel von Uwe.

Ich studiere VWL, vielleicht daher meine etwas andere
Sichtweise. Ich lasse mich aber gerne belehren…

Eigentlich wäre Dein Studium ein Grund für die richtige Richtweise.

sicherlich einen kleinen Einblick verschafft, habe ich mehrere
Jahre bei einem Unternehmen gearbeitet, dass ausschliesslich
Banken als Grosskunden hatte. In diesen Jahren konnte ich
viele wertvolle Einblicke in Finanzwelt erhalten, was mich
letztlich auch zu meinem VWL Studium bewegte.

Inwieweit bekommt man denn einen Einblick in die Finanzwelt, wenn man Banken als Kunden hat? Normalerweise sind Banken Kunden wie jeder andere, mit einer Einkaufsabteilung usw.

p.s. Ich habe mein Depot bei der 1822, dort auch nur die
besten Erfahren gemacht und werde wahrscheinlich komplett dort
hin wechseln.

Keine schlechte Idee. Bonusvorteil: Kostenlose Bargeldabhebung bei allen Sparkassenautomaten.

Gruß,
Christian

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Du schreibst:

ich komme gerade von der Deutschen Bank, war bis vor kurzem
noch Kunde jetzt habe ich Hausverbot. „Scheiss Kapitalisten“
konnte ich mir beim rausgehen nicht verkneifen. :

und

Ein Depot

HAHA!