Hi !!
Was für eine Welt: Ein demokratisch
gewählter Bundeskanzler muss bei den
Banken um die Arbeitsplätze der Holzmann
AG betteln gehen!
Er bettelt nicht, er versucht die Banken
zu überzeugen, das ist was anderes.
Denn schließlich wären das Arbeitslose,
die den Staat was kosten (der sowieso
kein Geld hat)
Genau, und das muß er auch tun. Es ist im Interesse aller Steuerzahler und natürlich auch des Bundes, diese Firma in irgendeiner Form zu erhalten. Die Banken haben die Möglichkeit, das zu gewähelristen, also fragt man sie.
Ein unerträglicher Zustand ! Was für eine
politische Macht geht von solchen
Zuständen aus !
Was willst du damit sagen? Der Kanzler
darf von der Privatwirtschaft gar nichts
einfach fordern, geschweigeden bestimmen.
Das verbietet unser Wirtschaftssystem.
Die Banken zu überzeugen versuchen darf
er hingegen.
Das stimmt.
Von Sozialbindung des
Eigentumes haben diese Erbsenzähler von
den Banken offensichtlich noch nichts
gehört.
Hallo? dir ist schon klar, daß es sich
hier nicht um Eigentum der Banken handelt
sondern um das Ihrer Kunden. Banken sind
gesetzlich verpflichtet
verantwortungsvoll mit dem Geldern Ihrer
Eineger umzugehen.
Dazu gehört NICHT Geld in ein marodes
Umternehmen zu stecken!
Allerdings siehst Du das schon sehr schwarz-weiß.
Die Deutsche Bank weiß seit geraumer Zeit von der Finanznot der Holzmann Konzerns und äußerte sich nicht.
Nun zeigt sie sich in den Verhandlungen sehr kulant. Nur die weiteren ca. 19 kleineren Gläubigerbanken wolten nicht mehr mitziehen.
Auch sie hätten das aber bei korrekter Überprüfung der Risiken der von ihnen vergebenen Kredite bereits vor jahresfrist merken müssen.
Nun sollte, überspitzt gesagt, die Nachlässigkeit der Banken und des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates der Holzmann AG auf die Mitarbeiter abgewälzt werden.
Das war von allen Seiten inkorrekt und daher bin ich auch zunächst froh, daß der Konzern Holzmann eine Schonfrist erhalten hat.
Nur wer denkt, mal ganz nebenbei und etwas abschweifend, an die hunderte von Betrieben aus der Gruppe der KMUs, die jährlich pleite gehen ?
Das ist hier nicht interessant. Es geht mal wieder um die Subventionierung von Großunternehmen. Hier stehen dann furchterregende Zahlen im Raume wie z.B. 17.000 Arbeitslose. Die 150 Arbeitslosen die eine Pleite eines Mittelständlers nach sich zieht, sind natürlich weniger interessant. Die Zahl wirkt einfach nicht.
Das ist m.E. die Misere in Deutschlöand. Wenn´ein Großunternehmen heruntergewirtschaftet wurde oder die Branchenwandlungen nicht erkannt hat, wird es vom Staat (auch bei Holzmann bürgt der Staat mit einem 3-stelligen Millionenbetrag) am Leben erhalten. bezahlt wird dies durch die Steuern der KMUs, da die wenigestens noch Steuern in Deutschland bezahlen.
das finde ich ärgerlich.
*der es satt hat, daß man die fehler
anderer immer auf die „bösen“ banken
abwälzen will - aber trotzdem hofft, dass
es für holzmann noch eine rettung gibt*
Soory, aber Geldverleihen ist nun mal das unseriöseste Geschäft gleich nach Drogenhandel.
Viele Unternehmenspleiten und Privatkonkurse sind von den Banken hausgemacht.
Ich empfehle hierzu für den Laien (weiß ja nicht, inwieweit Du vom Fach bist, sorry) die Lektüre des Buches „Das Kartell der Kassierer“ von G. Ogger. Hier sind einige illustre Beispiele für die „Seriösität“ unserer heimlichen Staatslenker aufgeführt.
Einer Firma mit vollen Auftragsbüchern einfach die Kreditlinie zusammenzustreichen, einfach weil der neue Abteilungsleiter der Bank das betr. Unternehmen anders bewertet, ist da noch das geringste Beispiel. Der Staat wird von den KMUs gefüttert und die hängen auf Gedeih und Verderb von den Banken ab.
Allerdings haben sie durch die unverschämte Abkassierermentalität unserer Staatslenker auch keine Chance, sich etwas unabhängiger von den Banken zu machen. Was reinvestiert werden sollte, geht an den Staat.
Auch das ärgert mich.
Und jetzt werde ich versuchen, mein KMU einh wenig zu pushen.
Gruß und einen schönen Tag,
Mathias