Bankengier?

Hi, an Alle !!

Ich frage mich, warum der bank bei einer falschen anlageentscheidung immer der schwarze peter zugeschoben wird. im jahr 99/2000gab es anleger, die vor lachen nicht in den schlaf gekommen sind. hat da jemand gesagt, das hat meine bank aber toll gemacht??? das war glück und mehr nicht, egal was man für werte hatte, es waren die richtigen! dann ist alles einegbrochen und 90% der kleinaktionäre kam aus den jammern nicht mehr raus. mit einmal waren die banken die bösen buben!! keiner wollte mehr schuld sein. aber ich will eins sagen, wer 1000% kursgewinn verkraftet, muss auch für den verlust gerade stehen, und jammern hat im leben noch nie geholfen, geradeaus schauen und mit gesunden verstand und basiertem Wissen einen neuen anfang machen.

Gruss anja

Hi, an Alle !!

Ich frage mich, warum der bank bei einer falschen
anlageentscheidung immer der schwarze peter zugeschoben wird.

Ich denke nicht, daß es „immer“ so ist, aber in Fällen
wo die Bank bzw. die Mitarbeiter grob fahrlässig (spekulativ)
mit dem Geld ihrer Kunden umgehen muß dies auch von jemanden
verantwortet werden oder nicht?

im jahr 99/2000gab es anleger, die vor lachen nicht in den
schlaf gekommen sind. hat da jemand gesagt, das hat meine bank
aber toll gemacht??? das war glück und mehr nicht, egal was
man für werte hatte, es waren die richtigen! dann ist alles
einegbrochen und 90% der kleinaktionäre kam aus den jammern
nicht mehr raus. mit einmal waren die banken die bösen buben!!

Na, ja, die Kleinaktionäre sind ja keine homogene Masse.
Edliche habe z.B. mit T-Aktie schnell einen „kleinen“
Zuverdienst gehabt und andere haben duch echte Falschberatung
ihr ganze Geld verloren. Natürlich hat jeder das auch selbst
zu verantworten aber schließlich leben die banker von Geld
der Anleger. Da kann man auch saubere Arbeit verlangen.
Wenn ein handwerker Fusch macht, wird oft viel mehr Regress verlangt, als Schaden entstanden ist. Bei Banken habe ich noch
nie gehört, daß diese voll regresspflichtig sind.
Gruß Uwi

keiner wollte mehr schuld sein. aber ich will eins sagen, wer
1000% kursgewinn verkraftet, muss auch für den verlust gerade
stehen, und jammern hat im leben noch nie geholfen, geradeaus
schauen und mit gesunden verstand und basiertem Wissen einen
neuen anfang machen.
Gruss anja

PS:
Frage:Wenn eine Bank für 100DM eines Sparkontos dem Anleger
2,5%Zins gibt und einem Kreditkunden 12,5% Zins
abverlangt, wieviel % Gewinn hat die Bank erwirtschaftet?

Oh je
Hi,

zu dem Rest Deines Postings will ich mich gar nicht lang auslassen, vielleicht morgen.

Frage:Wenn eine Bank für 100DM eines Sparkontos dem Anleger
2,5%Zins gibt und einem Kreditkunden 12,5% Zins
abverlangt, wieviel % Gewinn hat die Bank
erwirtschaftet?

Ca. 0. Tja, warum ist das so? Vielleicht deshalb, weil ein nicht unerheblicher Teil der Kunden seinen Kredit nicht zurückzahlen kann. Tatsache ist, daß diese Ausfälle in die Marge mit eingerechnet werden müssen. Die Rechnung Sollzins-Habenzins ist für Außenstehende immer leicht. Aufgrund der geringen Margen gilt z.B. als Faustregel im Firmengeschäft: DM 1 Mio. Ausfall macht DM 100 Mio. Neugeschäft. Damit wären das für meinen aktuellen Fall DM 200 Mio. Neugeschäft. Und das ist noch tief gegriffen. Inzwischen geht es soweit, daß uns die Großkunden vorschreiben, welche Zinssätze wir nehmen dürfen. Wenn das über 0,25% Marge hinausgeht ist man ja geradezu zufrieden.

Gruß
Christian

Hi, an Alle !!

Ich frage mich, warum der bank bei einer falschen
anlageentscheidung immer der schwarze peter zugeschoben wird.

Ich denke nicht, daß es „immer“ so ist, aber in Fällen
wo die Bank bzw. die Mitarbeiter grob fahrlässig (spekulativ)
mit dem Geld ihrer Kunden umgehen muß dies auch von jemanden
verantwortet werden oder nicht?

Wer trifft denn die Anlageentscheidung?
Doch wohl der Kunde und nicht die Bank. Jeder einigermassen taugliche Berater weist auf das Risiko hin - nicht zuletzt gibt es ein WPHG, dass in den §§ 31,32 auf die anleger- und produktgerechte Beratung hinweist.

PS:
Frage:Wenn eine Bank für 100DM eines Sparkontos dem Anleger
2,5%Zins gibt und einem Kreditkunden 12,5% Zins
abverlangt, wieviel % Gewinn hat die Bank
erwirtschaftet?

Ziemlich wenig, unter 1%

Grund: - Hohe Kreditausfälle

  • die 2,5 % gibt es auf ein Sparkonto, bei dem Du das Geld jederzeit wieder abheben kannst, im schlimmsten Fall gibt es 3 Monate Kündigungsfrist. Wie lange kann die Bank dieses Geld wohl verleihen? Rate mal. Genau, max. diese 3 Monate.

(Nur mal so als Gedankengan: Wenn nur 10% der Kunden Ihre KRedite nicht zurückzahlen, ist auf bei Deiner Rechnung der Gewinn 0. Und diese 10% Ausfälle sind gar nicht so weit von der Realität entfernt.)

Die 12,5 % sind Dispozinsen, stimmts?

Wie lange zahlst Du die? Genau, nur solange Du den Dispo beanspruchst, und zwar nur für den beanspruchten Teil.

Wenn Du schon Zinsen vergleichst, dann darfst Du niemals kurzfristiges mit langem Geld vergleichen.

Wie wäre es denn damit:

Sparkassenbrief für 5 Jahre: 5,0 %
Baukredit, 5 Jahre: 5,4 %

Das stimmt dann eher, jetzt kannst Du Dir mal den Gewinn ausrechnen, aber vergiss nicht, die Kosten für Personal, EDV usw. abzuziehen und das Risiko für Kreditausfälle abzusetzen.

Vielleicht wird dann klar, warum Zinsmargen stets eine Mischkalkulation darstellen.

Grüsse

Uwe

P.S. Der Markt ist mittlerweile so eng geworden, dass Banken mehr und mehr nicht mehr vom Zinsunterschied als vielmehr von Provisionen (Wertpapiergeschäfte, Versicheurngs- und Bausparprovisionen) und Entgelten leben müssen.

Hallo Uwe (und Andere),

entschuldigt, daß ich von Eurem Thema abweiche, aber das hat eigentlich Uwe mit seinem PS schon gemacht:

PS:
Frage:Wenn eine Bank für 100DM eines Sparkontos dem Anleger
2,5%Zins gibt und einem Kreditkunden 12,5% Zins
abverlangt, wieviel % Gewinn hat die Bank
erwirtschaftet?

Diese Frage klingt so, wie die bekannte Scherzfrage nach dem Alter des Lokführers. Um den Gewinn festzustellen, fehlen noch eine Menge anderer Angaben.

Zum Thema Anlageberatung habe ich aus früheren Zeiten auch mehrere schlechte Erfahrungen. Entweder waren meine Berater nicht sachkundig oder sie wollten nur, daß die Bank etwas verdient. Zum Glück habe ich dies früh genug durchschaut und habe damals immer gegen die Bankberatung gehandelt. Es ging gut!

Grüße Rudolf

Hallo an Alle !
insbesondere an uwe.
ich danke für die aufklärung über zinsmargen bei banken. das beispiel mit dem sparkassenbrief und dem bausparvertrag war sehr gut hat verdeutlicht, dass die unterschiede durchaus vertretbar sind. wenn ein dispokredit in anspruch genommen wird muss die bank auch von heut auf morgen das geld bereitstellen. wenn am tag 5000 kunden ihr konto mit 1000,00 DEM überziehen, sind das 5.000.000,00 DEM.also bitte, wer nur halbwissen besitz, keine veralgemeinernten komentare von sich geben. eine jedes unternehmen ist bestrebt gewinn zu erwirtschaften, wenn das nicht so wären müssen wir die planwirtschaft wieder einführen.
um nochmal auf die bankberater zu kommen. ich möchte einen sehen, der seinem kunden konkret geraten hat eine intershop zu kaufen. es gibt strenge anweisungen auch betriebsintern, kunden objektiv, sachlich richtig und anlagetypisch zu beraten. nach meiner erfahrung haben das bisher alle getan.

die ‚armen‘ Banken!!!

Wer trifft denn die Anlageentscheidung?
Doch wohl der Kunde und nicht die Bank. Jeder einigermassen
taugliche Berater weist auf das Risiko hin - nicht zuletzt
gibt es ein WPHG, dass in den §§ 31,32 auf die anleger- und
produktgerechte Beratung hinweist.

Trotzdem kam es doch wohl öfters vor, daß Bankangestellte
nicht sachgerecht beraten haben und das Geld der Kunden
plötzlich weg war. Da steht dann die Beweislast beim Kunden
und der hat es sicher sehr schwer, wenn er auf Schadensersatz
klagen wollte. Bei jedem Handwerksunternehmen haftet
die Fa. für die Fehlleistungen iher Mitarbeiter, und das geht
leider oft bis in den Ruin.

PS:
Frage:Wenn eine Bank für 100DM eines Sparkontos dem Anleger
2,5%Zins gibt und einem Kreditkunden 12,5% Zins
abverlangt, wieviel % Gewinn hat die Bank
erwirtschaftet?

Ziemlich wenig, unter 1%

Das ist ja dermaßen traurig. Unsere Banken (und Versicherungen)
sind ja auch die „Ärmsten“ im Lande (ich denke mal nur an die
lapidare Aussage eines „armen Bankers“, der den selbst verschuldeten Ausfall von ca 3Mdr. DM mit Erdnüssen verglich.
Und dann braucht man ja nur mal in die Innenstädte zu sehen, wer sich da auf den „ehemaligen“ Einkaufsmeilen noch eine Filiale
und einen Büroneubau leisten kann. Da gibt’s nur noch Banken
und Versicherungen (wo der m² 100DM und mehr kostet) aber keine normalen Geschäfte mehr.

Nun noch mal zur obigen Aufgabenstellung.
Die meisten Leute würden sagen: „Na ja, 10% Gewinn?“
Ist aber falsch! Die 100DM gehören ja nicht der Bank.
Die Bank gibt einmal 2,5DM und nimmt andererseits 12,5DM,
was also 500% ausmacht :smile: (Die Rechnung hat mir mal ein
Bankdirektor aufgemacht, und dann kamm noch der Spruch von
Marx darüber was das Kapital bei 500% Gewinn macht).
Das muß man natürlich nicht so eng sehen :smile:)

Grund: - Hohe Kreditausfälle

  • die 2,5 % gibt es auf ein Sparkonto, bei dem Du das
    Geld jederzeit wieder abheben kannst, im schlimmsten Fall gibt
    es 3 Monate Kündigungsfrist. Wie lange kann die Bank dieses
    Geld wohl verleihen? Rate mal. Genau, max. diese 3 Monate.

Na das wäre ja ganz schrecklich, wenn die Bank nur 6 Kunden
hätte. Nun sollen die Spareinlagen in Deutschland aber
zig Billionen sein.
Ist ja auch gerade in Germany so, das Mio. Leute ihr schönes
Spargeld über zig Jahre per Sparbuch anlegen (Meine Großmutter
läßt sich sowas neumodisches auch nicht einreden).
Die bekommen dann was ganz Tolles, wie ein „Goldenes Sparbuch“,
das statt 2,5%-Zinsen dann volle 3,0%-Zinsen abwirft.
Gleichzeitig gibt`s für jeden normalen Kredit mind.
7…8%-Zinsen aufgebrummt.
Die einzige Ausnahme die ich kenne, ist Autofinanzierung.
Aber da wird das fehlende Geld aber über den Verkaufspreis
reingeholt. Da gibt’s wohl wirklich Konkurrenzdruck.

(Nur mal so als Gedankengan: Wenn nur 10% der Kunden Ihre
KRedite nicht zurückzahlen, ist auf bei Deiner Rechnung der
Gewinn 0. Und diese 10% Ausfälle sind gar nicht so weit von
der Realität entfernt.)

Da kommen mir schon wieder die Tränen.
10%-Ausfall? Ja klar, wo doch unsere Banken so überaus gerne
Risikokapital vergeben (außer an Mrd-schwere Investoren, die
natürlich nicht nachweisen müssen, daß das Geld wirklich
verbaut wird -> siehe Schneider, Flowtex usw.).
Ansonsten kenne ich keinen Bereich, der sich per Gesetz so
gut absichert wie die Banken.
Wenn ich den Kredit für mein Haus nicht mehr
abzahlen kann, dann bekommt die Bank zuerst das Grundstück
und von dem Versteigerungserlös des Hauses wird die Bank auch
immer erstrangig ausgezahlt. Da sind die B. überhaupt nicht
zimperlich.
Und wenn jemand seinen Konsumentenkrdit nicht mehr begleichen
kann, wird versteigert -> Erlös an die Bank.
In Deutschland bekommen Leute ohne Einkommen nicht mal
ein Girokonto. Ausländer bekommen bei vielen Banken auch mit
gutem Einkommmen kein Konto.
Ein kleiner Mann von der Straße kann ein ganz tolle
Geschäftsidee haben, wird aber regelmäßig abblitzen, wenn
er selbst keine Sicherheiten (Grundstück,Haus usw.) hat.
Aus eigenem Erleben kann ich nur berichten, daß man für
ein Konto erst mal nachweisen muß, daß man überhaupt
regelmäßig Geld bezieht.
Für einen popligen Dipokredit bei der Sparkasse mußte ich erst
persönlich betteln gehen, weil ich böser Mensch mein Gehalt
nicht auf dieses Konto überweisen lasse (bin aber schon
20 Jahre guter Kunde, und habe niemals irgend welche Hinweise
dafür gegeben, daß ich meine Rechnungen nicht bezahle).

Die 12,5 % sind Dispozinsen, stimmts?

Klar, und sonstige Konsumentenkredite liegen bei mind. 10%.

Wie lange zahlst Du die? Genau, nur solange Du den Dispo
beanspruchst, und zwar nur für den beanspruchten Teil.

Dafür verwaltet die Sparkasse seit 20 Jahren mein Girokonto
ohne Zins zu zahlen, statt dessen bezahle ich noch Gebühren!
Auf dem Konto waren durchschnittlich immer ca2000…3000DM.

Wenn Du schon Zinsen vergleichst, dann darfst Du niemals
kurzfristiges mit langem Geld vergleichen.

Wie wäre es denn damit:

Sparkassenbrief für 5 Jahre: 5,0 %
Baukredit, 5 Jahre: 5,4 %

Baukredit für den Zinszatz gabts nur als Förderkredit. Da zahlt dann der Staat bzw. das Bundesland was von meinen Steuern zurück. Zu der Zeit als ich mein Haus finazieren mußste, gabs auf
ein Sparkassenbrief über 5Jahre nicht mehr als ca. 4%.
Dafür war ein Häuslebauerkrdit auf dem freien Markt nicht
unter ca.7% zu haben. Dafür hat die Bank dann auch die
Garantie, über mind. 10 Jahre Zinsen zu kassieren, und
von Kreditausfall kann da nicht die Rede sein (siehe oben).

Das stimmt dann eher, jetzt kannst Du Dir mal den Gewinn
ausrechnen, aber vergiss nicht, die Kosten für Personal, EDV
usw. abzuziehen und das Risiko für Kreditausfälle abzusetzen.

Das Stichwort EDV ist ganz prima. Wenn den Banken was auf
Dauer zu teuer wird, dann sind das die Angestellten.
Aber gerade an dieser Stelle wird ja mit Online-Banking
prima eingespart. Ich habe meine Bankfiliale in den letzen
5 jahren insgesamt keine 2 Stunden Arbeitszeit Zeit für
Bedienung und Beratung abverlangt.

Vielleicht wird dann klar, warum Zinsmargen stets eine
Mischkalkulation darstellen.
Grüsse

Uwe

P.S. Der Markt ist mittlerweile so eng geworden, dass Banken
mehr und mehr nicht mehr vom Zinsunterschied als vielmehr von
Provisionen (Wertpapiergeschäfte, Versicheurngs- und
Bausparprovisionen) und Entgelten leben müssen.

Ja, das wird wohl erst recht so werden, wenn viele Leute
sich nicht mehr ein Sparbuch andrehen lassen, sondern statt
dessen in Aktienfonds investieren. In Amerika soll das schon
lange so sein.
Gruß der andere Uwi

Hi, an Alle !!

Ich frage mich, warum der bank bei einer falschen
anlageentscheidung immer der schwarze peter zugeschoben wird.

Ich denke nicht, daß es „immer“ so ist, aber in Fällen
wo die Bank bzw. die Mitarbeiter grob fahrlässig (spekulativ)
mit dem Geld ihrer Kunden umgehen muß dies auch von jemanden
verantwortet werden oder nicht?

die letztendliche Anlageentscheidung wird immer vóm Kunden getroffen.
Ausnahme sind Fälle in denen eine Vermögensverwaltung betrieben wird. Hier haftet aber die Bank in der Regel ab einer gewissen Verlustsumme.

Tatsächlich Fehlberatungen sind mach WpHG einklagbar und da siet es meistens mau aus, weil der Kunde letztendlich durch die Gier getrieben war.

im jahr 99/2000gab es anleger, die vor lachen nicht in den
schlaf gekommen sind. hat da jemand gesagt, das hat meine bank
aber toll gemacht??? das war glück und mehr nicht, egal was
man für werte hatte, es waren die richtigen! dann ist alles
einegbrochen und 90% der kleinaktionäre kam aus den jammern
nicht mehr raus. mit einmal waren die banken die bösen buben!!

Na, ja, die Kleinaktionäre sind ja keine homogene Masse.

Stimmt.
Und viele davon haben nur gehört von bekannten, dass Sie blöd sind, wenn Sie keine Aktien haben, worauf viele welche kauften und die Risiken über die Banken generell aufklären (sogar müssen) wie die schafe ignoriert und jedem Trend hinterher gerannt.
Ohne sich je mit dem Thema richtig zu beschäftigen sind SAie dann rechnerisch reich geworden.
Wenn Sie es aber interessiert hätte, hätten viele heute keine 90% Verlust, denn Sie hätten Ihre Gewinne über Stopp-Loss Positionen absichern können.
Das der private Anleger der größte Zocker ist, der nur auf die schnelle Meark aus ist, sieht man an Werten wie Gigabell, von denen jeder institutionelle die Finger lies. (gilt auch nicht für alle Anleger)

Edliche habe z.B. mit T-Aktie schnell einen „kleinen“
Zuverdienst gehabt und andere haben duch echte Falschberatung
ihr ganze Geld verloren. Natürlich hat jeder das auch selbst
zu verantworten aber schließlich leben die banker von Geld
der Anleger. Da kann man auch saubere Arbeit verlangen.
Wenn ein handwerker Fusch macht, wird oft viel mehr Regress
verlangt, als Schaden entstanden ist. Bei Banken habe ich noch
nie gehört, daß diese voll regresspflichtig sind.

Doch. Im Fall Fokker hat sich eine gewisse Bank eine verdammt blutige Nase geholt. Es gibt aber auch andere Fälle die weniger groß waren. Wenn wirklich die Bank schuld ist, dann zahlt sie auch.

keiner wollte mehr schuld sein. aber ich will eins sagen, wer
1000% kursgewinn verkraftet, muss auch für den verlust gerade
stehen, und jammern hat im leben noch nie geholfen, geradeaus
schauen und mit gesunden verstand und basiertem Wissen einen
neuen anfang machen.

so ist’s

PS:
Frage:Wenn eine Bank für 100DM eines Sparkontos dem Anleger
2,5%Zins gibt und einem Kreditkunden 12,5% Zins
abverlangt, wieviel % Gewinn hat die Bank
erwirtschaftet?

Kommentar hierzu erspar ich mir. ist schon alles gesagt.
Nur noch eine Ergänzung, selbst in der Wohnbaufinanzierung ist eine Bank heute froh, wenn Sie noch eine Marge von 0,5% erzielt.

Gruß ivo

Nächster Erläuterungsversuch.
Hallöli,

„ruhig Brauner“ ist das, was ich mir die ganze Zeit zuflüstere. Deine Argumentation ist zwar nachvollziehbar, fußt aber leider auf falscher Interpretation der Fakten. Zunächst sei mal erwähnt, daß sich hier der ein oder andere Bankmensch rumtreibt. Insofern ist hier also ein gewisses Fach- und Praxiswissen vorhanden, dem man durchaus mal Glauben schenken sollte. Daß Außenstehende erstmal nur Zinssätze subtrahieren, ist naheliegend aber grob vereinfachend und der Sache nicht angemessen. Außerdem sei erwähnt, daß ich auf der Firmenseite bin, mit dem Privatkundengeschäft zum Glück nichts zu schaffen habe.

Bei jedem Handwerksunternehmen haftet
die Fa. für die Fehlleistungen iher Mitarbeiter, und das geht
leider oft bis in den Ruin.

Wie schon erwähnt haftet die Bank sehr wohl für Fehler. Fokker ist da nur ein Beispiel, ebenso wie Bond, wo sich eine andere Bank eine DM 250 Mio.-blutige Nase zugezogen hat. Ebenso haftet die Bank für zu spät ausgeführte Aufträge, gebauten Mist in der Vermögensverwaltung und mit ihrem Eigenkapital für falsche Anlageentscheidungen ihrerseits (faule Kredite). Witzigerweise ist es sogar in manchen Fällen so, daß der Mitarbeiter persönlich haftet, z.B. Konkursverschleppung.

Der Widerspruch zwischen Beratung (die u.U. sogar Geld kostet) und der fehlenden Haftung für diese Beratung ist mir klar. (Mal abgesehen davon, daß meines Wissens ein Anleger sein Anlegermagazin verklagt hat.) Dennoch gibt es viele Fälle im Leben, wo der Konsumenten nach einer Beratung eine eigene Entscheidung treffen muß. Die hat er dann auch zu vertreten.

Das ist ja dermaßen traurig. Unsere Banken (und
Versicherungen)
sind ja auch die „Ärmsten“ im Lande (ich denke mal nur an die
lapidare Aussage eines „armen Bankers“, der den selbst
verschuldeten Ausfall von ca 3Mdr. DM mit Erdnüssen verglich.
Und dann braucht man ja nur mal in die Innenstädte zu sehen,
wer sich da auf den „ehemaligen“ Einkaufsmeilen noch eine
Filiale
und einen Büroneubau leisten kann. Da gibt’s nur noch Banken
und Versicherungen (wo der m² 100DM und mehr kostet) aber
keine normalen Geschäfte mehr.

Ein kleines bißchen Rechnungswesen: Der Kauf eines Gebäudes hat nichts mit der Verwendung eines erwirtschafteten Gewinns sondern mit der Verwendung von Liquidität zu tun. Es handelt sich dabei um einen Aktivtausch, sprich eine Anlageentscheidung. Ob die Anlage gut war, stellt sich beim Verkauf (theoretisch) heraus. Daß die Äußerung von Breuer („Peanuts“) ungeschickt und unnötig war, ist offensichtlich. Dennoch spielte der Betrag im Verhältnis zur Größe der DB nur eine bedingt Rolle. Immerhin hat die DB damals auch den Handwerkern ihre Außenstände vorfinanziert bzw. nach meiner Erinnerung teilweise erstattet. Für einen ausfallgefährdeten Kredit von DM 2 Mio. bewegt sich auch keiner meiner Kollegen von Frankfurt nach DDorf. Daß ich da unterstützende Anrufe bekommen habe, ist schon geradezu sensationell. Normalerweise haben sich die Kollegen um ganz andere Beträge zu kümmern.

Nun noch mal zur obigen Aufgabenstellung.
Die meisten Leute würden sagen: „Na ja, 10% Gewinn?“
Ist aber falsch! Die 100DM gehören ja nicht der Bank.
Die Bank gibt einmal 2,5DM und nimmt andererseits 12,5DM,
was also 500% ausmacht :smile: (Die Rechnung hat mir mal ein
Bankdirektor aufgemacht, und dann kamm noch der Spruch von
Marx darüber was das Kapital bei 500% Gewinn macht).
Das muß man natürlich nicht so eng sehen :smile:)

Es ist ja noch viel schlimmer: Die Bank verdient auf der Habenseite auch noch. Der Interbankensatz liegt bei ca. 5%, damit kann die Bank sich mit einem Sparkonto sogar billiger refinanzieren. Auf der anderen Seite verdient die Bank 7,5% nach Deinem Beispiel. Und? Ein Einzelhändler nimmt doch Margen von teilweise mehreren hundert Prozent. Der, wie auch Banken, muß nämlich Kapital-, Personal-, Sachkosten und was noch alles bezahlen. Das könnte man gerade am Bankenbeispiel wunderschön durchkalkulieren.

Nehmen wir einen Fall aus meiner Praxis:
Anlagemarge (also Geldanlage für den Kunden): 0,25%
Aufnahmemarge (also Kredit): 0,75% (jeweils eintägig)

Mir zugeschlagene Risikokosten (aus den Ausfällen berechnet) aber leider (für Kunden mittlerer Bonität): 1%. Uuups. Ich mach ja sogar Verlust. Die Kapitalkosten liegen derzeit noch (Basel 2 droht) bei 1,2%. Doppelups.

Jetzt die Betrachtung bei laufender Rechnung:
Habenzins: 0,5%
Sollzins: 9%

Marge bei Krediten also 4%, davon wieder 2,2% abgezogen, bleiben noch 1,8% + 4,5% auf der Habenseite. Davon decken wir die Verluste aus den eintägigen Geschäften, zahlen mein Gehalt, die EDV, die Miete (bzw. die Kapitalkosten bei Eigentum) usw… Mach Dir mal den Spaß und rechne Dir aus einer aktuellen Bankbilanz mit Zinsertrag/Forderungen und Zinsaufwand/Einlagen die wirklichen Margen aus. Da macht es dann eben die Masse. Die Faustregel lautet, daß eine Bank mit ihren Zinserträgen die Verwaltungskosten decken sollte und der Provisionsertrag Gewinn ist.

Da kommen mir schon wieder die Tränen.
10%-Ausfall? Ja klar, wo doch unsere Banken so überaus gerne
Risikokapital vergeben (außer an Mrd-schwere Investoren, die
natürlich nicht nachweisen müssen, daß das Geld wirklich
verbaut wird -> siehe Schneider, Flowtex usw.).
Ansonsten kenne ich keinen Bereich, der sich per Gesetz so
gut absichert wie die Banken.
Wenn ich den Kredit für mein Haus nicht mehr
abzahlen kann, dann bekommt die Bank zuerst das Grundstück
und von dem Versteigerungserlös des Hauses wird die Bank auch
immer erstrangig ausgezahlt. Da sind die B. überhaupt nicht
zimperlich.
Und wenn jemand seinen Konsumentenkrdit nicht mehr begleichen
kann, wird versteigert -> Erlös an die Bank.
In Deutschland bekommen Leute ohne Einkommen nicht mal
ein Girokonto. Ausländer bekommen bei vielen Banken auch mit
gutem Einkommmen kein Konto.
Ein kleiner Mann von der Straße kann ein ganz tolle
Geschäftsidee haben, wird aber regelmäßig abblitzen, wenn
er selbst keine Sicherheiten (Grundstück,Haus usw.) hat.
Aus eigenem Erleben kann ich nur berichten, daß man für
ein Konto erst mal nachweisen muß, daß man überhaupt
regelmäßig Geld bezieht.
Für einen popligen Dipokredit bei der Sparkasse mußte ich erst
persönlich betteln gehen, weil ich böser Mensch mein Gehalt
nicht auf dieses Konto überweisen lasse (bin aber schon
20 Jahre guter Kunde, und habe niemals irgend welche Hinweise
dafür gegeben, daß ich meine Rechnungen nicht bezahle).

Irgendwie vergeht mir jetzt die Lust den ganzen restlichen Summs auch noch durchzugehen. Nur noch soviel: Die durchschnittliche Verwertungsquote bei Unternehmenskonkursen nach Verfahrenskosten liegt bei 1-2%, bei Privatinsolvenzen wohl eher 0. Die Bank ist doch nicht der einzige Gläubiger bei einer Verbraucherinsolvenz. Da gibt es das Finanzamt, die Versandhäuser, den Vermieter und und und. Da ist ein im Vergleich zu Unternehmenskrediten höherer Zins für Privatkunden wohl gerechtfertigt.

Also machs Dir bitte nicht so einfach.

Christian

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Hallöli,
hallo christian!

ich sprech dich jetzt mal persönlich an, damit es keine missverständnisse gibt.deine ausführungen gefallen mir sehr gut und ich kann mich dem nur anschließen. aber dieses leidige thema ist unter der bevölkerung weit verbreitet und wird in wieder aus der selben richtung diskutiert. deswegen glaube ich nicht, dass du mit bilanzvergleichen o.ä. mehr verständnis erweckst. aber trotzdem ein dickes danke für den versuch .

von einer kollegin
gruss anja

„ruhig Brauner“ ist das, was ich mir die ganze Zeit
zuflüstere. Deine Argumentation ist zwar nachvollziehbar, fußt
aber leider auf falscher Interpretation der Fakten. Zunächst
sei mal erwähnt, daß sich hier der ein oder andere Bankmensch
rumtreibt. Insofern ist hier also ein gewisses Fach- und
Praxiswissen vorhanden, dem man durchaus mal Glauben schenken
sollte. Daß Außenstehende erstmal nur Zinssätze subtrahieren,
ist naheliegend aber grob vereinfachend und der Sache nicht
angemessen. Außerdem sei erwähnt, daß ich auf der Firmenseite
bin, mit dem Privatkundengeschäft zum Glück nichts zu schaffen
habe.

Bei jedem Handwerksunternehmen haftet
die Fa. für die Fehlleistungen iher Mitarbeiter, und das geht
leider oft bis in den Ruin.

Wie schon erwähnt haftet die Bank sehr wohl für Fehler. Fokker
ist da nur ein Beispiel, ebenso wie Bond, wo sich eine andere
Bank eine DM 250 Mio.-blutige Nase zugezogen hat. Ebenso
haftet die Bank für zu spät ausgeführte Aufträge, gebauten
Mist in der Vermögensverwaltung und mit ihrem Eigenkapital für
falsche Anlageentscheidungen ihrerseits (faule Kredite).
Witzigerweise ist es sogar in manchen Fällen so, daß der
Mitarbeiter persönlich haftet, z.B. Konkursverschleppung.

Der Widerspruch zwischen Beratung (die u.U. sogar Geld kostet)
und der fehlenden Haftung für diese Beratung ist mir klar.
(Mal abgesehen davon, daß meines Wissens ein Anleger sein
Anlegermagazin verklagt hat.) Dennoch gibt es viele Fälle im
Leben, wo der Konsumenten nach einer Beratung eine eigene
Entscheidung treffen muß. Die hat er dann auch zu vertreten.

Das ist ja dermaßen traurig. Unsere Banken (und
Versicherungen)
sind ja auch die „Ärmsten“ im Lande (ich denke mal nur an die
lapidare Aussage eines „armen Bankers“, der den selbst
verschuldeten Ausfall von ca 3Mdr. DM mit Erdnüssen verglich.
Und dann braucht man ja nur mal in die Innenstädte zu sehen,
wer sich da auf den „ehemaligen“ Einkaufsmeilen noch eine
Filiale
und einen Büroneubau leisten kann. Da gibt’s nur noch Banken
und Versicherungen (wo der m² 100DM und mehr kostet) aber
keine normalen Geschäfte mehr.

Ein kleines bißchen Rechnungswesen: Der Kauf eines Gebäudes
hat nichts mit der Verwendung eines erwirtschafteten Gewinns
sondern mit der Verwendung von Liquidität zu tun. Es handelt
sich dabei um einen Aktivtausch, sprich eine
Anlageentscheidung. Ob die Anlage gut war, stellt sich beim
Verkauf (theoretisch) heraus. Daß die Äußerung von Breuer
(„Peanuts“) ungeschickt und unnötig war, ist offensichtlich.
Dennoch spielte der Betrag im Verhältnis zur Größe der DB nur
eine bedingt Rolle. Immerhin hat die DB damals auch den
Handwerkern ihre Außenstände vorfinanziert bzw. nach meiner
Erinnerung teilweise erstattet. Für einen ausfallgefährdeten
Kredit von DM 2 Mio. bewegt sich auch keiner meiner Kollegen
von Frankfurt nach DDorf. Daß ich da unterstützende Anrufe
bekommen habe, ist schon geradezu sensationell. Normalerweise
haben sich die Kollegen um ganz andere Beträge zu kümmern.

Nun noch mal zur obigen Aufgabenstellung.
Die meisten Leute würden sagen: „Na ja, 10% Gewinn?“
Ist aber falsch! Die 100DM gehören ja nicht der Bank.
Die Bank gibt einmal 2,5DM und nimmt andererseits 12,5DM,
was also 500% ausmacht :smile: (Die Rechnung hat mir mal ein
Bankdirektor aufgemacht, und dann kamm noch der Spruch von
Marx darüber was das Kapital bei 500% Gewinn macht).
Das muß man natürlich nicht so eng sehen :smile:)

Es ist ja noch viel schlimmer: Die Bank verdient auf der
Habenseite auch noch. Der Interbankensatz liegt bei ca. 5%,
damit kann die Bank sich mit einem Sparkonto sogar billiger
refinanzieren. Auf der anderen Seite verdient die Bank 7,5%
nach Deinem Beispiel. Und? Ein Einzelhändler nimmt doch Margen
von teilweise mehreren hundert Prozent. Der, wie auch Banken,
muß nämlich Kapital-, Personal-, Sachkosten und was noch alles
bezahlen. Das könnte man gerade am Bankenbeispiel wunderschön
durchkalkulieren.

Nehmen wir einen Fall aus meiner Praxis:
Anlagemarge (also Geldanlage für den Kunden): 0,25%
Aufnahmemarge (also Kredit): 0,75% (jeweils eintägig)

Mir zugeschlagene Risikokosten (aus den Ausfällen berechnet)
aber leider (für Kunden mittlerer Bonität): 1%. Uuups. Ich
mach ja sogar Verlust. Die Kapitalkosten liegen derzeit noch
(Basel 2 droht) bei 1,2%. Doppelups.

Jetzt die Betrachtung bei laufender Rechnung:
Habenzins: 0,5%
Sollzins: 9%

Marge bei Krediten also 4%, davon wieder 2,2% abgezogen,
bleiben noch 1,8% + 4,5% auf der Habenseite. Davon decken wir
die Verluste aus den eintägigen Geschäften, zahlen mein
Gehalt, die EDV, die Miete (bzw. die Kapitalkosten bei
Eigentum) usw… Mach Dir mal den Spaß und rechne Dir aus einer
aktuellen Bankbilanz mit Zinsertrag/Forderungen und
Zinsaufwand/Einlagen die wirklichen Margen aus. Da macht es
dann eben die Masse. Die Faustregel lautet, daß eine Bank mit
ihren Zinserträgen die Verwaltungskosten decken sollte und der
Provisionsertrag Gewinn ist.

Da kommen mir schon wieder die Tränen.
10%-Ausfall? Ja klar, wo doch unsere Banken so überaus gerne
Risikokapital vergeben (außer an Mrd-schwere Investoren, die
natürlich nicht nachweisen müssen, daß das Geld wirklich
verbaut wird -> siehe Schneider, Flowtex usw.).
Ansonsten kenne ich keinen Bereich, der sich per Gesetz so
gut absichert wie die Banken.
Wenn ich den Kredit für mein Haus nicht mehr
abzahlen kann, dann bekommt die Bank zuerst das Grundstück
und von dem Versteigerungserlös des Hauses wird die Bank auch
immer erstrangig ausgezahlt. Da sind die B. überhaupt nicht
zimperlich.
Und wenn jemand seinen Konsumentenkrdit nicht mehr begleichen
kann, wird versteigert -> Erlös an die Bank.
In Deutschland bekommen Leute ohne Einkommen nicht mal
ein Girokonto. Ausländer bekommen bei vielen Banken auch mit
gutem Einkommmen kein Konto.
Ein kleiner Mann von der Straße kann ein ganz tolle
Geschäftsidee haben, wird aber regelmäßig abblitzen, wenn
er selbst keine Sicherheiten (Grundstück,Haus usw.) hat.
Aus eigenem Erleben kann ich nur berichten, daß man für
ein Konto erst mal nachweisen muß, daß man überhaupt
regelmäßig Geld bezieht.
Für einen popligen Dipokredit bei der Sparkasse mußte ich erst
persönlich betteln gehen, weil ich böser Mensch mein Gehalt
nicht auf dieses Konto überweisen lasse (bin aber schon
20 Jahre guter Kunde, und habe niemals irgend welche Hinweise
dafür gegeben, daß ich meine Rechnungen nicht bezahle).

Irgendwie vergeht mir jetzt die Lust den ganzen restlichen
Summs auch noch durchzugehen. Nur noch soviel: Die
durchschnittliche Verwertungsquote bei Unternehmenskonkursen
nach Verfahrenskosten liegt bei 1-2%, bei Privatinsolvenzen
wohl eher 0. Die Bank ist doch nicht der einzige Gläubiger bei
einer Verbraucherinsolvenz. Da gibt es das Finanzamt, die
Versandhäuser, den Vermieter und und und. Da ist ein im
Vergleich zu Unternehmenskrediten höherer Zins für
Privatkunden wohl gerechtfertigt.

Also machs Dir bitte nicht so einfach.

Christian

Hallo Exc,

Ein kleines bißchen Rechnungswesen: Der Kauf eines Gebäudes
hat nichts mit der Verwendung eines erwirtschafteten Gewinns
sondern mit der Verwendung von Liquidität zu tun. Es handelt
sich dabei um einen Aktivtausch, sprich eine
Anlageentscheidung. Ob die Anlage gut war, stellt sich beim
Verkauf (theoretisch) heraus.

Desweiteren spielt es nur eine unwesentliche Rolle, ob ich in der Haupteinkaufsstraße ein Gebäude baue oder 2 Straßen weiter hinten… es ist ein maginaler Unterschied. Und wo lohnt es sich rein PR-mäßig eher? In der Einkaufsstraße oder im Hinterhof?

Außerdem ist ein Gebäude die beste Inflationsvorsorge…

Ein Gebäude kostet immer das, was die Menschen dafür aufbringen…

Aber egal wieviel Geld auf dem Markt ist… der Hauswert steigt proportional zur Inflation. Das Bargeld auf der Kasse verliert in gleicher Proportion hingegen…

Also geht die Bank nurmehr auf Nummer sicher *wie die anderen großen Zocker— Versicherungen im Übrigen auch*.

Und kann das nicht in deinem *Uwe* Anliegen sein?

Im Übrigen kann man auch nicht sagen, dass ich ja vor 10 Jahren 7% Baukredit gezahlt habe und den Zinssatz auf 10 Jahre festgeschrieben habe… damals waren die allgemeinen Vergabezinsen eben in der Höhe… Im Zuge des Wettbewerbes wurden es dann weniger und aktuell sind es in der Tat gerade etwas mehr als 5 %. Egal ob mit oder ohne Förderung.

Gruß

Marco

Nichts zu danken. (oT)
Und ich sach noch: Ohne Text.

Soviel Zuspruch und keine Sternchen :frowning: :wink: (oT)
Und wieder: Sach ich doch: Ohne Text.

Und wieder: Sach ich doch: Ohne Text.

Hab ich doch glatt vergessen… aber sofort nachgeholt…

war heute so exzessiv, wie noch nie :smile: schon bestimmt 30 Stück vergeben… war aber auch heute in soviel Boards, wie noch nie :smile:

Gruß und schönen abend noch…

Marco

Hi,

Trotzdem kam es doch wohl öfters vor, daß Bankangestellte
nicht sachgerecht beraten haben und das Geld der Kunden
plötzlich weg war. Da steht dann die Beweislast beim Kunden
und der hat es sicher sehr schwer, wenn er auf Schadensersatz
klagen wollte. Bei jedem Handwerksunternehmen haftet
die Fa. für die Fehlleistungen iher Mitarbeiter, und das geht
leider oft bis in den Ruin.

Das ist bei Banken nicht anders, u.U. haftet auch der Mitarbeiter. Viele Banken sind wg. d. WPHG ja auf sogenannte Beratungsbögen umgestiegen, da unterschreiben Berater und Kunden gemeinsam eine Art Gesprächsprotokoll für die gemachte Beratung, ausserdem wird die Stellungnahme des Beraters zu dem Produkt festgehalten, da ist ein Nachweis doch nicht so schwer, oder?

Das ist ja dermaßen traurig. Unsere Banken (und
Versicherungen)
sind ja auch die „Ärmsten“ im Lande (ich denke mal nur an die
lapidare Aussage eines „armen Bankers“, der den selbst
verschuldeten Ausfall von ca 3Mdr. DM mit Erdnüssen verglich.

Dann vergleich mal 3 Mrd. mit der Bilanzsumme der Deutschen Bank, dann kannst Du sehen, dass da 3 Mrd mehr oder weniger nicht viel sind. Allerdings war der Satz des guten Mannes ziemlich unüberlegt, da hast Du recht.

Und dann braucht man ja nur mal in die Innenstädte zu sehen,
wer sich da auf den „ehemaligen“ Einkaufsmeilen noch eine
Filiale
und einen Büroneubau leisten kann. Da gibt’s nur noch Banken
und Versicherungen (wo der m² 100DM und mehr kostet) aber
keine normalen Geschäfte mehr.

Warum auch nicht, Gebäude sind Kapitalanlage.
Das hat nichts mit dem „Reichtum“ der Banken zu tun.

Grund: - Hohe Kreditausfälle

  • die 2,5 % gibt es auf ein Sparkonto, bei dem Du das
    Geld jederzeit wieder abheben kannst, im schlimmsten Fall gibt
    es 3 Monate Kündigungsfrist. Wie lange kann die Bank dieses
    Geld wohl verleihen? Rate mal. Genau, max. diese 3 Monate.

Na das wäre ja ganz schrecklich, wenn die Bank nur 6 Kunden
hätte. Nun sollen die Spareinlagen in Deutschland aber
zig Billionen sein.

stimmt, aber die Kredite sind deswegen auch nicht auf die Anzahl von 6 begrenzt. Davon abgesehen gibt es genaue vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen festgelegte Sätze, die das Verhältnis von Einlagen und Geldleihe regeln, sowie genaue Fristigkeiten vorschreiben, und das dient nicht der Profzsteigerung der Banken, sondern der Einlagensicherung (das Ganze behindert nämlich teilweise i.d.T. sogar Geldleihen).

Ist ja auch gerade in Germany so, das Mio. Leute ihr schönes
Spargeld über zig Jahre per Sparbuch anlegen (Meine Großmutter
läßt sich sowas neumodisches auch nicht einreden).
Die bekommen dann was ganz Tolles, wie ein „Goldenes
Sparbuch“,
das statt 2,5%-Zinsen dann volle 3,0%-Zinsen abwirft.

Da wurde Deine Oma vielleicht nicht ganz toll beraten, 3 % sind nicht mehr ganz marktgerecht.

Gleichzeitig gibt`s für jeden normalen Kredit mind.
7…8%-Zinsen aufgebrummt.

Whow, Du hast aber ne teure Bank.

Da kommen mir schon wieder die Tränen.
Wenn ich den Kredit für mein Haus nicht mehr
abzahlen kann, dann bekommt die Bank zuerst das Grundstück
und von dem Versteigerungserlös des Hauses wird die Bank auch
immer erstrangig ausgezahlt. Da sind die B. überhaupt nicht
zimperlich.

Häuslebauer sind aber nicht die einzigen „Schuldenmacher“, die privaten Konsumentendarlehen sind dass, was richtig Geld kostet.
Aber nochwas, was kriegst Du denn bei einer Versteigerung im Vergleich zu den Baukosten, nebst Baunebenkosten? Alles ganz sicher nicht.

Und wenn jemand seinen Konsumentenkrdit nicht mehr begleichen
kann, wird versteigert -> Erlös an die Bank.

Was bitte kannst Du bei einem Konsumentenkredit versteigern?
Den Kühlschrank, das Auto, das Sofa?
Da kostet es mehr an Arbeitsaufwand als Du an Ertrag erwritschaften kannst, zumal hochverschuldete Haushalte i.d.R. noch wesentlich mehr Ärger mit der Steuer und anderen Gläubigern haben, da ist meist nix zu holen. Wenn Du einen Banker privat kennst, frag mal nach seinen Abschreibungen.
Nur mal als kleine Grössenordnung, ein lokales Kreditinstiut an meinem Wohnort hatte Abschreibungen von 14 Mio bei einer Bilanzsumme von 1,5 Mrd.
Wenn Du eine Eigenkapitalquote von 3-4 % zu Grunde legst, was in dieser Branche nicht ganz selten ist, weisst Du, was das heisst.

In Deutschland bekommen Leute ohne Einkommen nicht mal
ein Girokonto. Ausländer bekommen bei vielen Banken auch mit
gutem Einkommmen kein Konto.

Falsch.

Für einen popligen Dipokredit bei der Sparkasse mußte ich erst
persönlich betteln gehen, weil ich böser Mensch mein Gehalt
nicht auf dieses Konto überweisen lasse (bin aber schon
20 Jahre guter Kunde, und habe niemals irgend welche Hinweise
dafür gegeben, daß ich meine Rechnungen nicht bezahle).

Ist ja auch logisch. Würdest Du jemandem Geld leihen, wenn Du nicht weiss, ob er es zurück zahlen kann?
Und noch besser, würdest Du jemandem Geld zur Verwahrung anvertrauen, wenn Du wüsstest, dass er Dein Geld an Leute verleiht, über dessen finanzielle Qualität er sich nicht vorher überzeugt hat ?

Die 12,5 % sind Dispozinsen, stimmts?

Klar, und sonstige Konsumentenkredite liegen bei mind. 10%.

Also, du hast echt eine teure Bank, bei Konsumentenkrediten kommst Du oft auf 6 % z.Zt.

Dafür verwaltet die Sparkasse seit 20 Jahren mein Girokonto
ohne Zins zu zahlen, statt dessen bezahle ich noch Gebühren!
Auf dem Konto waren durchschnittlich immer ca2000…3000DM.

Tipp: Onlinekonten sind i.d.R. kostenfrei.

Wenn Du schon Zinsen vergleichst, dann darfst Du niemals
kurzfristiges mit langem Geld vergleichen.

Wie wäre es denn damit:

Sparkassenbrief für 5 Jahre: 5,0 %
Baukredit, 5 Jahre: 5,4 %

Baukredit für den Zinszatz gabt`s nur als Förderkredit.

Falsch.
Der Zinssatz ist Standardzinssatz für ganz normale Kunden. Mittels Bauspartarif kommst Du sogar auf 4,56 % effektiv.

Ja, das wird wohl erst recht so werden, wenn viele Leute
sich nicht mehr ein Sparbuch andrehen lassen, sondern statt
dessen in Aktienfonds investieren. In Amerika soll das schon
lange so sein.

Das ist dort auch so, aber auch die Depotverwaltung kostet Geld.

Mal was ganz anderes:
Du zahlst den Preis im Buchladen ohne zu murren, obwohl da 30 % Gewinn für den Händler drin sind,
Du kaufst Deine Zahnpasta bei Deiner Drogerie, die 50% daran verdient und Du gehst zum Teppichhändler der 300% Gewinn macht (die Werte sind absolut realistisch, kommen aus meinem Kundenkreis) und hier streitest Du Dich, ob Banken 10 oder 2 % Gewinn machen ? :smile:
Die Margen im Kreditgewerbe sind dermaßen gering, es kommt Aussenstehenden nur so viel vor, weil die Gewinne in absoluten Zahlen recht hoch sind, aber in Relation zum Eigenkapital der Kreditinstitute ist es weniger als beim Supermarkt um die Ecke.

Grüsse

Uwe

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Hi,

klasse Artikel!
Habe soeben den ersten Bewertungspunkt meines Lebens vergeben :smile:

Grüsse

Uwe

Hey…

Schöner Artikel weiter oben EXC:wink: *trotzdem kein stern, einen WGler nervt dieses Rewegesülze zu tode:wink:)*

Was ich allerdings viel schlimmer an den Banken finde, ist ihre Kreditvergabe. Das Privatkunden geschäft ist doch garnicht so ertragreich(langfristihge sind aber schön zum Mindestreservenausgleich) aber wie die banken mit relativ kleinen Firmen, die einen kontokorrent von 20000 Mark haben wollen ist mir viel unverständlicher.

Bye
Hermann

Hm.
Hallöli,

ganz habe ich Deinen Text nicht verstanden.

Schöner Artikel weiter oben EXC:wink: *trotzdem kein stern, einen
WGler nervt dieses Rewegesülze zu tode:wink:)*

Was ist denn ein WGler? Meinst Du Wirtschaftswissenschaftler? Die Theorie kam mir beim Studium Deiner Visitenkarte. Selbst wenn es für Dich als hochdekorierter und erfahrener Schüler eines Wirtschaftsgymnasiums langweilig sein sollte: Einige scheinen über dieses Wissen noch nicht zu verfügen, und die Infos zur Beurteilung der Situation zu benötigen.

Was ich allerdings viel schlimmer an den Banken finde, ist
ihre Kreditvergabe. Das Privatkunden geschäft ist doch
garnicht so ertragreich(langfristihge sind aber schön zum
Mindestreservenausgleich)

Langfristige Finanzierungen sind der Tod, wenn man es unter Risikoaspekten sieht, Sicherheiten ändern daran nur selten etwas.

aber wie die banken mit relativ
kleinen Firmen, die einen kontokorrent von 20000 Mark haben
wollen ist mir viel unverständlicher.

Meinst Du „wie die Banken mit denen umgehen?“ Einerseits kann ich das nicht beurteilen, weil mein kleinster Kredit über DM 2 Mio. läuft. Andererseits ist erwiesen, daß die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites von der Unternehmensgröße abhängig ist. Das hat viele Gründe. Letztlich fallen aber Kredite an größere Unternehmen seltener aus. Diese jedoch fragen jedoch eher nie bis gar nicht nach Krediten in der genannten Größenordnung. Eine kleine Klitsche stellt da ein viel größeres Risiko dar, daher ist man bei der Kreditvergabe etwas zurückhaltender. Ob das wünschenswert oder in jeder Hinsicht sinvoll ist, ist eine ganz andere Frage.

Habe ich jetzt doch was falsch verstanden?

Mit der Bitte um Rückmeldung und Gruß
Christian

Neenee…
Hey…

Nein, das war doch nicht so gemeint:wink:
Ich wollte damit nicht ausdrücken, deine deine Antowrt zu „billig“ oder so war. Sondern nur das ein WGler(Wirtschaftsgymler*g* bald Wirtschaftswissenschaftler) halt Rewe krams hasst… weils sooo langweilig ist, die Antowort ist für einen „Laien“ bestimmt sehr einleuchtent.
Das meinte ich…

Noch was, wie findest du eigentlich die neue Anlegerzeitung im HB? Also, ich finds ein bisschen lasch.

Mit den Firmen, mit denen ich Kontakt haben(kleine Firmen sind ja keine Klitschen, nicht alle*g*) haben alle Probleme gehabt ohne Sicherheiten wie Hypotheken(!!) einen Kontokorrent von 20000DM zu bekommen.
Als privatman einen KKKredit zu bekommen ist einfacher…
Das wollte ich nur ausdrücken!

Bye
hermann

Nochmal hey…

Langfristige Finanzierungen sind der Tod, wenn man es unter
Risikoaspekten sieht, Sicherheiten ändern daran nur selten
etwas.

Ich rede doch garnicht von Finanzierungen, sondern von Mindestreserven.

Bye
hermann