Hallo Hias,
für ein größeres Projekt wären die Informationsmaterialien und -veranstaltungen des Branchenverbandes zu empfehlen, in diesem Falle die dehoga.
Einführungsmaterial zur Gastronomie gibt es ansonsten bei den Volks- und Raiffeisenbanken, dort gibt es Branchenbriefe zur Gastronomie mit viel Wissenswertem.
Ansonsten hast Du neben einem grossem Risiko, das gründlich abgeklärt werden muss, auch noch einen ziemlich großen Aufwand im rechtlichen Vorfeld:
Was Du vorhast ist erlaubnispflichtig. Das bedeutet, dass man eine Konzession benötigt- i.d.R. zu beziehen beim Ordnungsamt- bevor man überhaupt sein Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden kann.
Die Konzession ist personen-, betriebsart- und raumbezogen.
Vorlegen mußt Du als Person
Polizeiliches Führungszeugnis und Auszug aus dem Gewerbezentralregister (beim zuständigen Einwohnermeldeamt zu erhalten)
Unbedenklichkeitsbescheinigung vom zuständigen Finanzamt und der Gewerbesteuerbehörde (Nachweis: keine Schulden aus einer vormaligen selbständigen Tätigkeit)
Wichtigste persönliche Voraussetzung: die Arbeit gut & gerne machen, wird nicht abgefragt. Pat hat da ganz Recht: vorm Tresen sieht die Arbeit anders aus, als hinterm Tresen.
Außerdem sind notwendig:
Teilnahme an einer IHK-Unterrichtung über lebensmittelrechtliche Vorschriften. (Wenn die nicht schon abgeschafft oder ersetzt ist? Genaueres in der neuen Broschüre vom dihk: was der Gastwirt wissen muss)
Bescheinigung der Erstbelehrung des örtlichen Gesundheitsamtes nach dem Infektionsschutzgesetz, nicht älter als drei Monate
Raumbezogen:
Vorlage des Miet- bzw. Kaufvertrages.
Nachweis darüber, dass die Räumlichkeiten für die Bar nutzbar sind(Vorlage von Plänen, Bauzeichnungen, etc.)
Für Gaststätten gibt es eine Vielzahl von Bestimmungen (Arbeitsstättenverordnung etc.), die sich mit der Größe, Höhe,Beleuchtung, Belüftung, Schallschutz, Fluchtwege… und Ausstattung und Beschaffenheit der Gasträume, der Toiletten, der PKW-Stellplätze und der Küche usw. beschäftigen.
Es kann sehr lange dauern, dies alles zu klären…
Die KOnzession kostet dann auch was, und gar nicht mal wenig… (zwischen mehreren Hundert bis mehrere Tausend €)
Da wir trotz Globalisierung noch in Fürstentümern leben, kosten Konzessionen - je nach Gegend und Berechnungsschema - unterschiedlich viel.
Bitte vor Ort erkundigen, vielleicht bei der IHK.
Also, das zu Deinen Meldefragen…
Viel Spass beim Forschen!
Birgitt