Hallo zusammen,
ich habe ein paar generelle Fragen zum Thema Barcode:
Angenommen ich nehme einen handelsüblichen Barcode-Scanner und scanne den Barcode eines Produktes, welche Daten bekomme ich dann? Bekomme ich überhaupt verwertbares, weil ich evtl eine passende Datenbank zu benötige?
Wieviele Scans kann ein solcher Barcode Scanner halten? Mit welcher Software funktioniert das überspielen? Und in welcher Form werden die Daten dann auf dem PC gespeichert?
Fragen über Fragen mitten in der Nacht. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!
best wishes
chris
Hallo Chris,
in den Barcodes ist nur eine Nummer versteckt, die für Lesegeräte erkennbar ist. Also eine Nummer, die für standardisierte Lesegeräte erkennbar ist. Meist sind die Zahlen auch leserlich angebracht.
Ein EAN Code ist z.B. eine Form von Strichen (Balken). Es gibt viele Strich/Bar Codes, die eigentlch eine Ziffernfolge sind.
Wie diese Ziffern ausgewertet werden können obliegt der Industrie.
Was die Ziffern bedeuten ist intern.
Im Internet gibt es viele Hinweise. Diese hier zu erörtern würde den Rahmen von w-w-w sprengen.
Hallo chris,
Angenommen ich nehme einen handelsüblichen Barcode-Scanner und
scanne den Barcode eines Produktes, welche Daten bekomme ich
dann?
Eine Nummer.
Meistens steht diese Nummer auch unter dem Barcode.
Bekomme ich überhaupt verwertbares, weil ich evtl eine
passende Datenbank zu benötige?
Du benötigst auf jeden Fall eine Datenbank.
Beim EAN-Code haben einige Zifferngruppen eine allgemeine Bedeutung.
Wieviele Scans kann ein solcher Barcode Scanner halten?
Kommt ganz drauf an.
0 bis weiss ich nicht was.
Die Scanner an der Kasse, geben ihre Daten sofort ans Kassensystem weiter. Andere, welche z.B. für die Inventur verwendet werden, können tausende bis Millionen Codes speichern.
Mit
welcher Software funktioniert das überspielen?
Mit der des Herstellers.
Und in welcher
Form werden die Daten dann auf dem PC gespeichert?
Logischerweise als Nummer.
MfG Peter(TOO)
Hallo Chris,
Es gibt die unterschiedlichsten Barcodes, je nach dem Verwendungszweck.
Der EAN-Code ist ein Spezialcode für die Produktkennzeichnung, der international angewandt wird. Mit ihm kann man nur die Ziffern 0 bis 9 übertragen. Besonderheiten sind eine hohe Packungsdichte der Zeichen, um auf kleinem Raum möglichst viel Information zu übertragen. Da der Code praktisch unter „Bürobedingungen“ (glatte und saubere Oberflächen, saubere Atmosphäre, geringe Leseentfernung, Eingriff bei Lesefehler durch Bedienpersonal) gelesen wird, kann man die Zeichen auf kleinstem Raum zusammendrängen.
Sowohl die Striche als auch die Lücken liegen als Elemente in vier unterschiedlichen Breiten vor. Jede Ziffer besteht aus vier Elementen (zwei Striche und zwei Lücken).
Eine gute Beschreibung des EAN-Codes findest Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/European_Article_Number
Ein weiterer gebräuchlicher Code ist der „2 aus 5 interleaved“ Code. Dieser wird vor Allem dort zur Kennzeichnung von Verpackungen benutzt, wo der Code in rauher Industrieumgebung gelesen werden muss (z.B. bei der Warenkommissionierung in Lagern). http://www.strichcode.co.at/2aus5_interleaved.htm
Eine gute, aber längst nicht vollständige Übersicht über verschiedene andere Barcodes findest Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Strichcode
Reicht Dir das?
Gruß merimies
Hallo Ralf
Sowohl die Striche als auch die Lücken liegen als Elemente in vier unterschiedlichen Breiten vor. Jede Ziffer besteht aus vier Elementen (zwei Striche und zwei Lücken).
Das stimmt zumindest für den meist verwendeten Code128 nicht, der besteht aus 11 Elementen: http://www.adams1.com/128table.html.
Schau noch mal genau hin. Meine oben genannte Aussage bezog sich ausdrücklich auf den EAN-Code.
Ob diese Aussage auch für einen anderen Code zutreffen würde, habe ich jetzt nicht überprüft, meines Wissens aber eher nicht.
Aber Dein Link passt gut in die Sammlung.
Gruß merimies
Hallo chris & Ralf
Wieviele Scans kann ein solcher Barcode Scanner halten? Mit welcher Software funktioniert das überspielen?
Das sagt Dir alles das Scanner-Handbuch.
meistens ist der Scanner nur ein Lesegerät ohne eigene Speicherfunktion. Er wandelt den gelesenen Barcode in eine Zeichenfolge im ASCII-Format um und übermittelt diese in quasi Echtzeit über eine „serielle Schnittstelle“, im einfachsten Fall z.B. RS232, an einen übergeordneten Rechner, der diese Information auswertet. Der Scanner vergisst die Information , sobald sie übermittelt wurde.
Besteht der Zweck der gelesenen Informaton nur darin, eine Einheit (z.B. Paket) in einem Fördersystem an einer bestimmten Entscheidungsstelle in eine bestimmte Richtung zu lenken, so vergisst der Rechner die Information ebenfalls, sobald der erzeugte Stellbefehl ausgeführt wurde.
Ausnahmen:
Der gescannte Code wird für eine Protokollierung (Wahreneingang, Wahrenausgang) benötigt oder der Code wird nur einmal am Eingang des Fördersystems gelesen und dann in einem im Rechner geführten Abbild der Förderstrecke mit der Wahre mitgeführt, (mitgegebene Adresse), um an jeder Entscheidungsstelle (Weiche) wieder als Grundlage für eine Wegentscheidung zu dienen.
Und in welcher Form werden die Daten dann auf dem PC gespeichert?
Als Zeichenfolgen - meist nur Ziffern.
Wobei nur der Nutzinhalt gespeichert wird. Alle Informationen, die nur zur Datensicherung im Code enthalten sind (Paritybits, Prüfziffern, redundante Zeichen, mit deren Hilfe sich der Code bei einem Lesefehler wieder rekonstruieren lässt), fallen dabei natürlich weg.
Gruß merimies
Vielen Dank für all eure Antworten.
Das hilft mir auf jeden Fall schon weiter. Ich dachte (ich habe davon nämlich ziemlich wenig Ahnung) das wenn ich den Barcode scanne, das Barcode-Lesegerät oder ein Computer allein mir die kompletten Produktinfo´s zur Verfügung stellt (sozusagen alle im BArcode codiert (ein Auspuffendtopf TYP XYZ…)). Aber jetzt ist es klar, der Barcode verschlüsselt eine Nummer, die dann anhand einer Datenbank zu den Produktinfo´s führt.
Best Wishes
Chris