Bareinzahlung auf das eigene Konto

Hallo, hab’ mal eine generelle Frage:

wenn ich Kleingeld (ca 120 €, alle Münzen zwischen 2 € und 20 cent) auf mein eigenes Giro-oder Sparkonto einzahlen möchte, gibt es eine generelle Vorschrift, dass Banken bzw. Sparkassen dieses Geld nur gerollt annehmen dürfen ?
Und wenn es für die Rollen nicht reicht und überall eine kleine Summe fehlt, gehe ich mit meiner Tasche voller Kleingeld wieder nach Hause ?
Mir wurde bei meiner Sparda-Filiale gesagt, dieses wäre eine Geschäftskunden-Filiale (!) und man würde dort nur Rollen annehmen.
Letztes Jahr ging es aber noch, da hatte doch tatsächlich ein ‚älterer‘ Mitarbeiter irgendwo ein Zählbrett ausgegraben und das ging dann ratz fatz und wurde meinem Konto gutgeschrieben.
Ich hätte doch gern ein paar gute Argumente, wenn ich wieder hinmarschiere zu meiner Filiale…
Danke Euch im voraus !
LG Manu

Ich hatte letztens genau dieses Problem. Durch gute Kontakte zur Filialleiterin meiner Bank hätte ich das Geld abgeben können, aber sonst nehmen die auch nur gerollte Münzen. Ich habs dann einfach mit ausgegeben, beim Bäcker, am Zeitungsladen usw.
Es gibt allerdings auch Münzzählautomaten, in die man alles einfach reinschüttet und das Geld wird gezählt. Über einen Drucker erhält man einen Bon und kann das dann als Grundlage für die Kontogutschrift nehmen. Sowas steht allerdings in keinem Kassenraum - wären vermutlich zuviele Knöpfe morgens zu entsorgen :wink: - eher in den hinteren Räumen der Banken.
Ansonsten scheint das wirklich nur reine Gefälligkeit zu sein wenn eine Bank das Kleingeld lose annimmt.

Viele Grüße

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Hallo Manuela,
es gibt tatsaechlich irgendwo eine Verordnung bis zu welcher Hoehe Du eine Forderung mit Muenzen bezahlen kannst. Also kann die Bank hier die ungerollten Muenzen ablehnen. Es ist auch nicht in deren Sinn eine/n Mitarbeiter/in zu beschaeftigen, die nur Kundengelder rollt. Am besten gewoehnst Du Dich daran, dass Geld im Umlauf zu halten und nicht zu Hause in der Spardose (Da passen auch Scheine rein). Das umzusetzen ist m.E. besser, statt Argumente zu suchen um einen Kassenmitarbeiter zusammenzufalten, der vielleicht Deine Meinung teilt aber seinen Vorgesetzten, der die Entscheidung verantwortet, nur einmal im Jahr sieht. Die Bankenlandschaft hat sich leider sehr veraendert, nicht zum Vorteil der Kunden…
Gruss,
Alfred

Hallo,

ich bin auch bei der Sparda Bank. Ist ja sonst immer eine super Bank, aber wenn es um Kleingeld geht, habe ich dort auch immer Probleme.

Bei uns wird es auch nur gerollt angenommen. Außer, man robbt vorher auf Knien durch die ganze Filiale, dann erbarmt sich manchmal einer und benutzt ein Zählbrett.

Da unsere Sparda-Filiale hier (nach eigener Auskunft) über keinerlei Zählmaschine verfügt (wer’s glaubt wird selig…), gehe ich mit meinem Kleingeld immer zu Konkurrenz.

Die Sparkassen haben so einen Automat fast immer im Schalterraum stehen. Da werf ich das Geld rein, zahle so um die 3 EUR Gebühren (richtet sich nach der Höhe des Betrages) und erhalte das Geld dann in Scheinen.

LG
Florian

Hallo Alfred,

nun gut, dass sich die Bankenlandschaft verändert hat, da stimme ich Dir voll zu.

Aber, für mich ist Geld ganz einfach Geld. Mich interessiert es hier gar nicht, ob es sich um Scheine oder Münzen handelt…

Meine Versicherten bringen mir z. B. auch ein ganzen Stapel an Dokumenten vorbei. Da kann ich auch nicht sagen: „Gehen Sie wieder heim und sortieren Sie zuerst das Unwichtige aus…“

Unsere Banken sollten mal ab und an drüber nachdenken, was das Wort „Service“ bedeutet. Benutzen tun sie es ja allzu gern…nur den Sinn des Wortes scheinen sie nicht mehr zu verstehen :smile:

Viele Grüße
Florian

Hallo Florian,

du hast ja eigentlich recht.

Allerdings muss ich hier einmal eine Lanze für die Banken brechen:
Mittlerweile wollen die Kunden alles kostenlos - und das geht halt eben nicht! Wenn ich zu meiner Hausbank gehe (bei der ich übrigens Kontoführungsgebühren zahle) ist das Abgeben von Münzen mit drin. Sie holen sich das Geld für den Service dann über die Kontoführungsgebühren.

Dies können aber die „Billigheimer“ unter den Banken nicht leisten - ergo gibt es auch den Service nicht. Ihr solltet einfach mal rechnen, was ein Mitarbeiter kostet, der 15 Minuten lang Geld sortiert und rollt - und das auch noch ohne Gebühren für den Kunden.

Deshalb meine Meinung zum Abschluss:
Wer guten Service will, sollte auch bereit sein, dafür zu zahlen.

Gruß Thomas

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hi,

nein, eine vorschrift gibt es nicht, annehmen müssen sie es, das ist klar, aber ob gerollt oder ungerollt ist eine frage der geschäftspolitik.

der grund für dieses verhalten der banken, ist die geiz-ist-geil-mentalität der kunden.
früher konnte man mal locker 50.000,00 euro für einen maschinenpark hinlegen (zähler, roller, konfektionierer, näh-oder verschweismaschine), ein paar mitarbeiter zum zählen einstellen, einen geldtransportservice einrichten und wartungsverträge.

heute wird das enger, der kunde will das nicht mehr zahlen.

die folge:
einige banken verlangen gebühr, für münzgeldannahme, rollenbearbeitung, einige sogar für das geldwechseln von scheinen (betriebswirtschaftlich kann ichs nachvollziehen, finde es persönlich aber ehrlicherweise auch mehr als ungeschickt).
ander banken haben keine bar-kassen mehr, sondern automaten aufgestellt, oder oder oder.

fazit: gefällt dir das gebahren deiner bank hier nicht, such dir eine, die es so macht, wie du es gerne hättest-dann musst du vermutlich aber mit höheren kosten rechnen.

ist leider die folge von geiz-ist-geil.

grüße

uwe

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wenn ich Kleingeld (ca 120 €, alle Münzen zwischen 2 € und 20
cent) auf mein eigenes Giro-oder Sparkonto einzahlen möchte,
gibt es eine generelle Vorschrift, dass Banken bzw. Sparkassen
dieses Geld nur gerollt annehmen dürfen ?

Ja. Generell gibt es wohl in der Sparda die Anweisung so was nur soanzunehmen? Gesetzesgrundlage? - Keine. Gesetz dagegen? - Auch keines. Warum die Anweisung? Weil solche Dienstleistungen teuer sind und das Konto 0 Euro kostet.

Und wenn es für die Rollen nicht reicht und überall eine
kleine Summe fehlt, gehe ich mit meiner Tasche voller
Kleingeld wieder nach Hause ?

Was hindert dich daran, dir die fehlenden Beträge auszahlen zu lassen um deine Rollen zu ergänzen.

Mir wurde bei meiner Sparda-Filiale gesagt, dieses wäre eine
Geschäftskunden-Filiale (!) und man würde dort nur Rollen
annehmen.

Können die machen.

Letztes Jahr ging es aber noch, da hatte doch tatsächlich ein
‚älterer‘ Mitarbeiter irgendwo ein Zählbrett ausgegraben und
das ging dann ratz fatz und wurde meinem Konto gutgeschrieben.

Vielleicht ist er ja drum nicht mehr da…

Ich hätte doch gern ein paar gute Argumente, wenn ich wieder
hinmarschiere zu meiner Filiale…
Danke Euch im voraus !

Gute Argumente? Androhung der Kündigung, Herumschreien in der Filiale, mit Geld umherwerfen…

Gruss Ivo

Hallo Alfred,

bitte erkläre mir welche Forderungen es bei einer Bareinzahlung zu begleichen sind. Mir wäre dann eventuell geholfen.

Gruss Ivo

Hallo Ivo,
mir ging es eigentlich generell um Bezahlung von Forderungen. Im Bankenbereich faellt mir hier der Ausgleich eines ueberzogenen Girokontos ein… Entschuldigung, wenn ich wieder mal zu schnell getippt habe und der Sachverhalt missverstaendlich dargestellt wurde…
Gruss,
Alfred

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Guten Morgen,

mir ging es eigentlich generell um Bezahlung von Forderungen.

Verstehe. Du stellst also auf § 3 Münzgesetz u. EG-Verordnung Nr. 974/98 ab, wonach ein Händler nicht mehr wie 50 Münzen auf einmal annehmen muss.

Im Bankenbereich faellt mir hier der Ausgleich eines
ueberzogenen Girokontos ein… Entschuldigung, wenn ich
wieder mal zu schnell getippt habe und der Sachverhalt
missverstaendlich dargestellt wurde…

Im Bankenbereich trifft die Feststellung eher nicht zu.

Gruss ivo

Hallo Florian,

Unsere Banken sollten mal ab und an drüber nachdenken, was das
Wort „Service“ bedeutet. Benutzen tun sie es ja allzu
gern…nur den Sinn des Wortes scheinen sie nicht mehr zu
verstehen :smile:

Ich stimme Dir vollkommen zu.
Mittlerweile wird alles was zum „Service“ gehoeren sollte, eingestellt oder entsprechend mit Gebuehren belegt. (Ich bin kein Freund hiervon, daher verstehe den naechsten Satz bitte nicht falsch.) Mittlerweile fordern die Kunden jeden Service, sind aber nicht bereit Gebuehren oder Konditionen, die von Direktbanken abweichen, hinzunehmen. Es liegt eigentlich nicht daran, dass die ortsansaessigen Banken „Service“ nicht bieten wollen. Es fuehrt dazu, dass der Gewinn schrumpft, waehrend die Kosten immer steigen. Jeder Kaufmann (dazu zaehlen sich auch die Banken) ist gezwungen seine Kosten im Griff zu halten. Wenn sich die „Geiz ist geil“-Mentalitaet in allen Bereichen einmal legt, werden wir auch einen besseren Service geniessen (Nicht nur in den Banken…).
Gruss,
Alfred

John Ruskin hat die Antwort
"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."

John Ruskin - engl. Sozialreformer (1819-1900)

Moin und danke für die vielen Antworten!

Es ist ja nicht so, dass ich für diese Dienstleistung nicht bezahlen will, das ist nicht das Thema. Es ist nur traurig, dass ‚meine‘ Bank einen solchen Service nicht einmal anbietet und nur lapidar sagt: MACHEN WIR NICHT…

Über die Interpretation des Wortes ‚Service‘ allgemein könnte ich mich auch in epischer Breite auslassen, aber es nützt ja nix, ausser man wechselt den Anbieter, egal, ob Bank oder oder andere Dienstleistung. Allerdings wird es erfahrungsgemäß danach nicht besser - man zieht sich den neuen Kunden an Land und wenn der Vertrag erstmal unterschrieben ist, war’s das dann :frowning:(

Aber noch mal zu dem Kleingeld - natürlich kann ich es auch ausgeben oder Scheine sparen - allerdings finde ich es zu und zu schön, über einige Monate ein paar Mal in der Woche abends mein Klein/Silbergeld in das Schwein zu werfen und jetzt, ein paar Tage vor Urlaubsbeginn,
ein schönes Taschengeld zu haben!

Naja, dann werde ich jetzt wohl gegenüber zur Haspa gehen, dort das Geld in den Automaten werfen und mir für eine geringe Gebühr dann Scheine auszahlen lassen - so what…

Also, nochmal danke @all !

LG Manu

Auch Hallo,
hmm–das wundert mich…ich bin auch bei der Sparda-Bank und das Einzahlen von Kleingeld geht problemlos–im übrigen mit dem Zählbrett…
Seit wann ist die Sparda-Bank eine Geschäftskunden-Bank?
Gruß von Fennchurch