Barfen

Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken, meinen Hund eventuell aufs Barfen umzustellen.
Habe mich auch schon durch viele Berichte durchgelesen. Bleiben aber dennoch fragen.

Stelle gerade mal so einen Futter plan zusammen. Damit ich dann auch abschätzen kann was ich so einkaufen müsste (wegen Platz in Kühl und Gefrierschrank)und was für Kosten auf mich zukommen.

Was mich nun als erstes Interessiert, ich habe mir ausgerechnet wie viel Futter mein Hund am Tag so braucht. Werde aber nicht jeden Tag Fleisch und Gemüse Füttern. Werde einen Fleischlosen Tag und zwei-drei Gemüse freie Tage einbauen.
Wie berechne ich das Futter an diesen Tagen? Generell werde ich so im Verhältnis 70% Fleisch / 30%Gemüse füttern. (bzw.natürlich auch Knochen/Fisch/Obst/Milchprodukte -aber kein Getreide)
Wenn ich also an einem Tag nur Fleisch fütter, gebe ich dann nur diese 70% oder gebe ich die 30% die ja nun an Gemüse wegfallen, nun als Fleisch? Muss der Hund also an jedem Tag auf die ausgerechnete insgesamt Menge an Futter kommen?

Ich hoffe Ihr versteht wie ich die Frage meine?

Magret

Hallo,

so grammgenau wie Du das jetzt planst, muss die Fütterung nicht sein. Ob Du nun an den gemüsefreien Tagen 70% oder 100% der zugeteilten täglichen Fleischmenge gibst, ist ziemlich wurscht. Möglicherweise kann man an diesen Tagen am Fleisch ein bißchen sparen, wenn der Hund mit der vorgesehenen Menge zur Gewichtszunahme neigt. Vielleicht stellst Du auch fest, dass nur Fleisch nicht hinhaut, weil der Hund ohne Ballaststoffe Verstopfung bekommt. Einfach ausprobieren, bei abwechslungsreicher Kost reguliert sich alles über mehrere Wochen hinweg, wenn man mal etwas auslässt.

Gruß,

Myriam

Hallo Magret,

meine Hunde kriegen einfach aus praktischen Gründen an gemüsefreien Tagen die 70% Fleisch, weil ich hauptsächlich tiefgefrorene 1kg FleischPäckchen verwende - wollte ich auf 100% der Menge kommen, hätte ich an dem Tag ein halbes Päckchen übrig. Und wie Myriam schon geschrieben hat, auf lange Sicht reguliert sich das sowieso. Ein bisschen rumprobieren wirst Du wahrscheinlich in jedem Fall müssen, eine von meinen beiden zum Beispiel hat mit der Fütterungsmenge von 2% des Körpergewichts auf einmal zugenommen, die andere braucht eher mehr, um nicht abzunehmen… aber das spielt sich alles ganz schnell ein, Du wirst es sehen :smile: In jedem Fall toll, dass Du Dich dazu entschließen willst, ich kann Dich aus meiner Erfahrung heraus darin nur bestärken!

Liebe Grüße,
Anna

Hi,

Danke, für die Antworten.

Wie stelle ich meinen Hund denn am besten auf das neue Futter um? In einigen Berichten steht, neue Futtersorten immer nur langsam einführen, woanders steht das es gerade fürs Barfen am besten ist wenn man direkt komplett umstellt. Durchfall würden sie so oder so nach ein paar tagen bekommen, der aber schnell wieder weg geht.

Woran merke ich denn ob mein Hund eine Fleisch- oder Gemüsesorte nicht verträgt, kann ich im allgemeinen davon ausgehen das wenn er mal etwas Durchfall bekommt, das Futter am Tag zuvor nicht vertragen hat?

Muss ich wirklich diese Futterzusätze benutzen oder ist nicht alles was der Hund braucht im Abwechslungsreichem Futter schon enthalten?

magret

Hallo,

ich bin kein BARF-Experte, mein Hund bekommt etwas, das ich „Frischfutter“ nenne, nicht BARF.

Wie stelle ich meinen Hund denn am besten auf das neue Futter
um? In einigen Berichten steht, neue Futtersorten immer nur
langsam einführen, woanders steht das es gerade fürs Barfen am
besten ist wenn man direkt komplett umstellt.

Es hängt unter anderem auch vom Hund ab, es gibt da ja so Sensibelchen … ich würde mal probeweise versuchen, ob Dein Hund rohes Fleisch gut verträgt, indem Du an einem Tag kurz aufgekochtes, gewolftes Fleisch mit ein bißchen vom Fertigfutter mischst. Am nächsten Tag dann gewolftes Fleisch, das nur ein bißchen überbrüht wurde, und am dritten Tag dann gewolftes rohes Fleisch. Wenn das alles ohne Probleme klappt, dann kannst Du vermutlich auf BARF umstellen.

Durchfall würden
sie so oder so nach ein paar tagen bekommen, der aber schnell
wieder weg geht.

Konnte ich bei meinen beiden Kandidaten nicht feststellen, aber wie gesagt gibts bei mir auch kein echtes BARF. Weder die uralte Spitzmixhündin noch die 5-jährige kerngesunde Italienerin hatten Durchfall aufgrund von Rohfutter.

Woran merke ich denn ob mein Hund eine Fleisch- oder
Gemüsesorte nicht verträgt

Blähungen, Säureüberschuss (frisst morgens zwanghaft Gras und übergibt sich), Durchfall.

kann ich im allgemeinen davon
ausgehen das wenn er mal etwas Durchfall bekommt, das Futter
am Tag zuvor nicht vertragen hat?

Nein, dazu gibt es zu viele mögliche Ursachen für Durchfall. Gerade in heißen, feuchten Sommerzeiten kommt da so oft ein Darmvirus, oder man hat aus einer Pfütze getrunken, oder zu schnell zu viel kaltes Wasser …

Generell ist mit „Durchfall“ in diesem Zusammenhang auch eher ungeformter Kot gemeint. Richtiger Durchfall zeichnet sich dadurch aus, dass er fast wasserdünn ist und der Hund „Druck auf der Leitung“ hat, also nachts raus muss, evtl. auch Krämpfe hat.

Ich würde einfach mit einer Fleischsorte und einer Gemüsesorte anfangen. Wenn das gut vertragen wird, weitere Sorten einführen. Immer nur 1 Bestandteil ändern. Lamm und Pferdefleisch werden i.D.R. besonders gut vertragen. Dunkles Fleisch mit hohem Knorpelanteil (Wild) ist für sehr alte Hunde nicht mehr so der Hit.

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam,

wo liegt denn bei Dir der Unterschied zwischen Frischfutter und Barf? Ich hab ein bissl im Archiv gestöbert, es aber nicht so richtig herausbekommen - ist es nur das Weglassen von Knochen? Oder hab ich was übersehen?

Lieben Gruß,
Anna

off topic
Hi,
ja , ich weiß, BARF ist irgeneine Abkürzung, trotzdem wirds mir jedesmal schlecht, wenn ich das Wort lesen.

Du kannst meinen angelsächsischen Gedankengängen bestimmt folgen.
Gibt es den Ausdruck eigentlich im Englischen auch?

Gruß
Elke

Hallo,

meine beiden hab ich ohne Übergangszeit direkt umgestellt. Durchfall ist bei keiner aufgetreten, die eine brauchte aber eine Zeit, bis sie das Fleisch roh gegessen hat, bis dahin hab ichs zuerst ganz gekocht, irgendwann reichte überbrühen, dann gings roh, wobei sie das Fleisch auch dach noch einige Zeit jeweils nach dem Fressen wieder ausgekotzt hat, um es dann wieder zu verspeisen, so wars dann schonmal ein bisschen vorverdaut. Heute behält sie es gleich drin. (dankenswerterweise, soo gern putz ich auch nicht)

Was meinst Du denn mit „Futterzusätze“? Meine bekommen (außer Fleisch/Knochen/Pansen/Fisch/Gemüse/Obst/Quark,Joghurt/Ei/Öle) Kräuter und Mineralien hauptsächlich in Pulverform, meintest Du das?

Lieben Gruß,
Anna

gerade deshalb mag ich den Begriff, wenn ich als Vegetarierin das Fleisch für meine Raubtiere vorbereite… :smiley:

Gruß,
Anna

gerade deshalb mag ich den Begriff, wenn ich als Vegetarierin
das Fleisch für meine Raubtiere vorbereite… :smiley:

Hi,
was hat das mit Erbrechen zu tun?

Gruß
Elke

Hallo,

wobei sie das Fleisch auch dach noch einige Zeit
jeweils nach dem Fressen wieder ausgekotzt hat,

Okay. Jetzt hab ichs kapiert.

Gruß
Elke
(ungebarft)

Hi,

nur mein persönliches Empfinden, wenn ich z.B. Pansen herrichte. Insbesondere am Anfang, als Maya auch Pansen nur gekocht gegessen hat, wars mir eben wegen des Geruchs immer wieder schlecht.

Gruß,
Anna

Huhu Elke!

Barf = B ones A nd R aw F ood :wink:
(eingedeutscht biologisch artgerechte rohe Fütterung)

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo,

Gibt es den Ausdruck eigentlich im Englischen auch?

Ja, er kommt sogar aus dem Englischen (bones and raw food). Die Leute, die sich die Sache ausgedacht haben, hielten das für ein lustiges Wortspiel, weil bei der Zubereitung von Pansen, Blättermagen & Co. nicht nur Vegetariern anfangs ganz schön schlecht wird *örgs*

Gruß,

Myriam

Hallo,

meine Art der Fütterung wurde mir für meine sehr alte Hündin empfohlen, die kein TroFu mehr vertrug, aber sicher mit Knochen und größeren Mengen rohen Fleisches ihre Probleme gehabt hätte. Der Unterschied zu BARF ist, dass es wenig Knochen gibt (Hühnerhälse) und dass Reis und Kartoffeln dabei sind. Futterzusätze gibt es nicht. Es ist ungefähr das, was in diesem Wikipedia-Artikel als „abgespecktes Barf“ bezeichnet wird: http://de.wikipedia.org/wiki/Barf

Gruß,

Myriam

hallo,

Was meinst Du denn mit „Futterzusätze“? Meine bekommen (außer
Fleisch/Knochen/Pansen/Fisch/Gemüse/Obst/Quark,Joghurt/Ei/Öle)
Kräuter und Mineralien hauptsächlich in Pulverform, meintest
Du das?

ja, das meine ich. Ob ich noch irgendwelche Vitamine, Mineralien oder sowas dazu füttern muss.

Ich habe von Eierschalen Pulver gelesen. Es reicht doch wenn ich einmal die Woche ein Komplettes rohes ei gebe. Da frisst er die Schale gleich mit. In Knochen ist ja auch Kalzium drin, die bekommt er dann ja auch.
-brauche ich also nicht extra kaufen??

Kräuter Pulver muss ich doch auch nicht Kaufen, wenn er Frische (selbst gezogene) Kräuter unter das Futter bekommt?

Außerdem habe ich was von Hagebutten Pulver gelesen, wegen dem Vitamin C. Wo anders habe ich gelesen, das Hunde das selbst herstellen und das langt, es braucht kein zusätzliches Vitamin C , weil man ja sowiese Gemüse und Obst füttert.

Was gäbe es denn da noch, was ich unbedingt zu Füttern muss. Ist nicht alles bei einer Ausgewogenen Ernährung schon drin?

Magret

Hallo,

hört sich doch gut an. Kalzium fütter ich auch nicht zu, und die Kräuter kriegen meine hauptsächlich deswegen als Pulver, weil mir meine auf dem Balkon wachsende Petersilie und Schnittlauch natürlich nicht vielfältig genug sind. Hagebuttenpulver haben meine noch nie bekommen. In meinem Kräuterpulver sind außerdem Algen, Malzkeime und Bierhefe drin, das sind natürlich Mineralstoff- und Vitaminlieferanten. Ob diese Zusatzfütterung generell sein *muss*, weiß ich nicht - ich glaube zu sehen, dass ein Unterschied (Fütterung mit oder ohne Zusatz) bei meinen vor allem im Fell bemerkbar ist.

Lieben Gruß,
Anna