Bargeldversorgung in USA

Hallo,

wohl eine immer wiederkehrende Frage - wäre vielleicht mal was für die FAQ.

Also, ich bin 3 Wochen in den USA.
Bißchen Geld werde ich bei meiner Hausbank tauschen - klar.
Vor Ort natürlich so oft wie möglich mit Kreditkarte bezahlen - auch klar.

Aber wie sieht’s ansonsten mit Bargeldversorgung aus?
Prinzipiell sehe ich zwei vernünftige Möglichkeiten:

a) Traveller Schecks
Ich würde das mit den Schecks nicht übertreiben. Vielleicht einen Betrag von 500$ in Schecks, den man in 3 Wochen sicher ausgeben kann.

b) per EC-Karte am Geldautomaten (mit maestro-Zeichen)
Funktioniert das problemlos?
Sollte man auf irgendwas achten?
Wie hoch sind die Gebühren? Überall gleich? (egal ob ATM von Bank of Amerika oder andere amerik. Bank?, egal ob Hausbank HypoVereinsbank oder Deutsche…?)

Insgesamt vielleicht so?:
500$ in Traveller Schecks, die immer mal zur Bargeldversorgung nutzen… - wenn die Schecks alle sind, den restlichen Urlaub mit ec-Karte per ATM-Abhebung bestreiten?

Oder kann man wegen der ec/maestro-Geschichte inzwischen auf Traveller Schecks schon ganz verzichten?
(Ich weiß, 500$ in Traveller Schecks sind sicherer als 500$ Bargeld…)

Gruesse,
Ralf

P.S.: Vor zwei, drei Jahren hatte ich mal ne gute (private) Homepage zu dem Thema gefunden - kann mich aber leider nicht mehr erinnern… :frowning:

Hi Ralf,

auch hier, warum kompliziert wenn es auch einfach geht.

Im täglichen Leben habe ich eigentlich immer mit Kreditkarte bezahlt. Egal ob Supermarkt, Restaurant oder Tankstelle. Wenn man Cash bezahlt, wird man eher komisch angesehen. Kleinbeträge allerdings bis 5 US$ allerdings in Bar. Tips auch immer in Cash. In Restaurants wird übrigens immer das Geld genau rausgegeben, Tip wird dann in der Mappe liegengelassen. Niemals Tip für alle möglichen Dienstleistungen vergessen, Kofferträger, Auto-Parker, etc. Immer ca. 1 US$, daher auf ausreichenden 1$-Noten-Vorrat achten.

Geld habe ich mir immer per Bankomat geholt. Das hat m.W. so ca. 3US$ gekostet, also nicht die Welt und ist tausendmal bequemer als alles andere. Die Maestro-Bankomaten gibt´s an jeder Ecke. Und wie gesagt, braucht man auch nicht so viel Cash da.

Also viel Spaß,
falckus

Hi Ralf,

alles Wichtige hat Falckus ja schon aufgeschrieben, da kann man kaum noch etwas Gutes ergänzen.

Ich würde es ebenso handhaben wie Falckus und primär mit der Kreditkarte bezahlen, das ist in den USA sehr viel gängiger als hier. Die Philosophie ist daß jemand, der eine Kreditkarte besitzt, offensichtlich Vertrauen der Bank genießt und somit ein vertrauenswürdiger Kunde ist. Wer bar zahlen muß scheint „verdächtig“ weil ihm kein Kredit gewährt wird.
Worauf Du achten solltest ist daß Dein Kreditkartenunternehmen nicht mehr als 1% des Umsatzes als Provision einstreicht wenn Du außerhalb der Euro-Zone bezahlst. Manche Kreditkarten liegen bei 1,5 oder mehr %. Das wird schnell teuer, deswegen lohnt sich in einem solchen Fall gewöhnlich sogar die Anschaffung einer zusätzlichen Kreditkarte mit entsprechend niedriger Provision. Das Angebot an Kreditkarten-Herausgebern ist ja riesig, da wirst Du bei Bedarf schnell fündig. Was ich zufällig weiß ist daß American Express Angebote hat (andere vielleicht auch, aber von Amex weiß ich es) bei denen im ersten Jahr gar keine Grundgebühren anfallen. Das könnte möglicherweise interessant sein weil Du diese Karte nach dem Urlaub wieder kündigen kannst ohne Unkosten gehabt zu haben.

Beim Bargeld ist es in der Tat sinnvoll immer ein Röllchen zusammengefalteter $$$-Noten in der Hemdentasche zu haben :smile:, insbesondere 1$-Scheine. Kleinbeträge kann man damit einfach begleichen, für Trinkgelder etc. braucht man es ebenfalls.
Höherwertige Dollarnoten (über 20$) solltest Du möglichst nicht annehmen, insbesondere dann nicht wenn es Scheine der älteren Herstellungsvariante sind. Diese sind nämlich sehr leicht zu fälschen, dementsprechend viele Kopien im Umlauf und deswegen nehmen viele Läden sie gar nicht erst an. Auf diesem Geld bleibst Du dann schnell sitzen, und wenn es eine Fälschung ist hast Du erst Recht das Nachsehen.
Wie Du jetzt schon richtig vermutet hast gibt inzwischen (endlich) auch neuere, etwas fälschungssicherere Geldscheine. Diese erscheinen etwas „heller“ als die alten Noten, außerdem ist der Zahlenwert unten rechts in einer moderneren Schriftart aufgedruckt. Es gibt noch ein paar weitere Sicherheitsmerkmale wie durchscheinendes Wasserzeichen etc… Insgesamt hat sich das Design allerdings nicht wesentlich verändert.
Trotzdem ist das gängige Zahlungsmittel die Kreditkarte.

Schöne Grüße,

MecFleih