Barthel-Index?

Hallo Aeskulapen!

Mich würde brennend interessieren, was sich hinter dem Begriff Barthel-Index verbirgt. Insbesondere möchte ich wissen, inwieweit er als Instrument in Kliniken Anwendung findet.

KeineAhnungGrüße :smile:

Hallo Peet,

möglicherweise habe ich dich gar nicht richtig verstanden, denn googeln kannst du vermutlich selber. Trotzdem wage ich einen Versuch:

„Der Barthel-Index ist ein Verfahren zur systematischen Erfassung grundlegender Alltagsfunktionen (vgl. ADL-Score) vor allem in der Geriatrie. Dabei werden vom Arzt oder vom Pflegepersonal 10 unterschiedlcihe Tätigkeitsbereiche mit Punkten bewertet“, siehe hierzu:
http://flexicon.doccheck.com/Barthel-Index und/oder
http://www.egzb.de/Frames/PflegedienstBarthelIndex.html

Mich würde brennend interessieren, was sich hinter dem Begriff
Barthel-Index verbirgt. Insbesondere möchte ich wissen,
inwieweit er als Instrument in Kliniken Anwendung findet.

Gruß,
Birgitt

Hallo Birgit,

vielen Dank für die Antwort. Mich würde noch interessieren, inwieweit der Barthel-Index abrechnunstechnisch relevant ist.

Das heißt, ob Krankenkassen damit arbeiten.

Abgegoogelte Grüße :smile:

hi Peet,
die Krankenkassen gehen diese Informationen bzgl. des Barthel-Indexes nichts an, sie bekommen diese Werte nicht, sondern dienen lediglich der Einstufung von Patienten und der Information von Ärzten, Krankenschwestern, Pflegern und Therapeuten. Man kann Fortschritte und Erfolge schön feststellen.
Gruß Synapse

Wir als private Krankenkasse fragen schon mal an, wie sich der Barthel-index entwickelt.

Bei Verlängerungsanträgen kann aus der Veränderung ersehen werden, ob und inwieweit der VN Fortschritte macht. Ist der Barthel-Index länger gleichbleibend, handelt es sich evtl. um einen Pflegefall bzw. bringt eine Reha nichts mehr. Da spielen aber auch noch andere Faktoren eine Rolle.

Der B. gibt dabei nur an, inwieweit der VN selbständig tägliche Verrichtungen wie Essen, Waschen, Gehen usw. vollbringen kann. Bandbreite von 0 (braucht bei allem Hilfe) - 100 (keine fremde Hilfe notwendig).

(Fein-) Motorik, Sprachstörungen, Hirnfunktionen / Hirnleistung (Wahrnehmung, Orientierung, Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit etc.), Gesichtsfeldausfällen und Lebenszufriedenheit bzw. Erlebnisfähigkeit werden dabei nicht beurteilt.

Ein Abfall des Barthel-Index kann auch erfolgen in Folge beispielsweise von Depressionen, Verschlechterung des Zustandes in Folge anderer Erkrankungen, erneutem Schlaganfall, unzureichender geistiger Fähigkeit und psychosozialer Belastungsfaktoren (z.B. familiäre Probleme).

Ein Barthel-Index von 100 bedeutet daher nicht automatisch, dass grundsätzlich keine Rehabilitation notwendig ist.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke schön! :smile: o.T.
:smile: