ich habe folgendes Beispiel zur Berechnung des Barwertrisikos bei einem Kreditportfolio vorliegen. Leider steht dort nicht, wie dieses berechnet wurde und ich komme einfach nicht dahinter.
Ausgangssituation:
Langfristige Immobilienfinanzierung
aktuelles Nominalvolumen 10.000.000 €
Tilgung (halbjährlich) 250.000 € Festzins 7% (enthaltene Kreditmarge 1%)
Konditionsanpassung in 2 Jahren
Betriebsmittellinie (Bank B)
durchschnittliche Inanspruchnahme 3.000.000 € Zinsbasis 6M Euribor Kreditmarge 1,75%
die 4 Szenarien für die Zinsentwicklung:
konstant
1% Zinsrückgang ad-hoc, danach konstant
1% Zinsanstieg ad-hoc, danach konstant
2% Ziensanstieg ad-hoc, danach 1% p.a.
Zinsaufwand
Jahr 1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5
1)933.750 € 898.750 € 597.500 € 577.500 € 557.500 €
2)908.750 € 848.750 € 458.750 € 443.750 € 428.750 €
3)958.750 € 948.750 € 736.250 € 711.250 € 686.250 €
4)983.750 1.036.250 1.117.500 1.212.500 1.297.500
eure Vorschläge/Ideen/Anmerkungen/etc. müssen sich nicht auf dieses Beispiel beziehen. Kann auch gern ein selbst erstelltes Beispiel sein, es sollte jedoch auf jeden Fall eine variabel verzinste und eine festverzinste Position sowie verschiedene Zinsszenarien enthalten.
als ich an der Uni war hatte ich auch so unglaublich komische Berechnungen zu machen.Allerdings befragte ich dazu meinen Dozenten …
… weiß dein Lehrer/Dozent die Antwort nicht?
ja das hab ich auch schon überlegt. Das Problem ist nur, dass ich momentan nicht an der DH, sondern in meinem Ausbildungsbetrieb.
Das Beispiel ist zudem einem Buch entnommen und ich weiß nicht, ob da einfach nur Angaben fehlen um die Berechnung durchführen zu können.
Zudem benötige ich diese Berechnung für meine Bachelorthesis, wäre also besser, wenn ich „selbst“ auf die Lösung kommen würde und nicht meinen Betreuer befragen bräuchte.
Hast du denn noch so einen Fall, wie du ihn an der Uni berechnen musstest? Wenn ja könntest mir das gerne mal zuschicken. Meine Emailadresse lautet [email protected].
Das ist ein, auch in der Praxis anwendbares Beispiel. Ich mache es stets nach dem „worstcase-Verfahren“. Das hilft dir vermutlich nicht weiter, mir reicht’s aus. Dann stelle doch die Risikobewertung grafisch dar, auch das reicht in der Praxis bei konkreten Entscheidungen. Meine langjährige Erfahrung: Letztlich entscheidet der Bauch, leider, es lässt sich (gottseidank) nicht alles berechnen. MfG
Ich würde erst mal die grundlegenden begriffe klären.
Was soll ein Barwertrisiko sein?
Eine Investition ist gekennzeichnet durch den Kapitalwert.
Zusätzlich kann man noch ein Risiko berchnen.
Das risiko kann dabei völlig unterschiedlich definiert werden, z.B.
als Standardabweichung.
das Barwertrisiko ist definiert als die Gefahr, dass sich der Wert einer Zinsposition in der Bilanz aufgrund einer Zinsentwicklung verändert.
Ganz einfach lässt sich das bei festverzinslichen Anleihen erklären. Steigt das Zinsniveau über den Zins der Anleihe so sinkt der Kurs der Anleihe.
In der Tat scheint man bei diesen Risiken auch noch zu diferenzieren
in Barwertrisiko, Cash Flow Risiko und sonstwas.
Scheint mir aber auch sehr bankspezfisch zu sein.