Basel, Bern, Zürich oder Luzern

Hallo,

bald bin ich für 2 volle Tage in °Basel°, °Bern°, °Zürich° oder °Luzern°.
Also eine der Städte am Tag, sprich: ich besuche dann 2 dieser netten Städte an 2 Tagen.

Ich freu mich schon sehr, weiß aber nicht, was ich dort machen soll.
Ich liebe historische Kunst und alles, was nicht teuer ist! :o)

Hat jemand einen Tipp oder 2 oder 3 oder…?
Das wäre toll, lieben Dank!

Zur Info: eine Freundin & ich (weibl.), 25 Jahre alt, Studentinnen

Servus,

Ich liebe historische Kunst

dann könnt Ihr grad knobeln: Zwei Tage nur für Basel oder zwei Tage nur für Luzern. Ein Tag ist viel zu wenig, zwei sind eigentlich auch zu knapp.

Für Zürich und Bern mehr vorsehen. Und wenns nicht teuer sein darf, mit diesen beiden noch kleine paar Jährchen warten…

Schöne Grüße

MM

Hm, und nun?
Wir haben nur 2 Tage Zeit, da kann ich nichts für.

Hat jemand konkrete Tipps, was sich lohnt anzusehen und zu besuchen?
Lieben Dank!

Servus,

Basel: Das Münster, die Kunsthalle, das Tinguely-Museum, der Tinguely-Brunnen, das gesamte Altstadtensemble besonders zwischen Hasenburg, Spalentor und Barfüsserplatz, die Münschterfahri (nebst der Frage: Warum fährt sie eigentlich?), der Zolli, das Goetheanum in Dornach, die Ausgrabungen von Augusta Raurica bei Kaiseraugst, die Ausstellung „Verkehrsdrehscheibe Schweiz / Unser Weg zum Meer“ am Rheinhafen, das historische Museum in der Barfüsserkirche, die Wirtschaften Hasenburg und Gifthüttli, das Café direkt am Münster; die proletarische Vorstadt Kleinbasel auf der „falschen Seite“ des Rheins.

Basel ist für Deutsche schon insgesamt als Stadtbild etwas Besonderes, das man ganz langsam erleben sollte: Als die vielleicht „deutscheste“ der Schweizer Städte gibt es ähnlich wie Konstanz eine Vorstellung davon, wie eine deutsche Stadt ohne den Idioten-WK II aussehen könnte - wir leben, ohne uns dessen so sehr bewusst zu sein, eigentlich nicht mehr in Städten, sondern in Ansammlungen von sog. Kollateralschäden…

Gestandene Basler können auch den historischen Platz zeigen, wo eine McDonalds-Filiale einige Zeit nach Eröffnung wieder schließen musste, weil niemand hineinging; ich weiß nicht, wie viele Fälle dieser Art es in der Geschichte von McDo gibt, und sie spricht eigentlich für BS, meine ich.

Tja, jetzt sind zwei Tage (mindestens) rum und in Luzern warn wir noch gar nicht. Deswegen plädiere ich für zwei Tage nur Basel oder nur Luzern.

In Luzern bräuchte ich allein für das Verkehrshaus schon einen Tag (aber das ist eine persönliche Marotte…), und einen Tag für eine Fahrt mit dem Dampfer (heißt nicht bloß so, sondern ist auch einer) nach Weggis hinüber und dann auf die Rigi. Und hätte von der Stadt noch gar nichts gesehen.

Wieauchimmer, vielleicht sind ja paar Anregungen dabei.

Viel Vergnügen wünscht

MM

Basel: Beyeler nicht vergessen!
http://www.beyeler.com/fondation/d/html_11sonderaus/…

Gruß

Zaphod

Basel: Cézanne nicht vergessen :o)
Danke!!
In die Ausstellung von Paul Cézanne gehe ich auf jeden Fall!
Lieben Dank!!

Lieben Dank!!
Das mit McD fand ich sehr interessant! :wink:
Ich glaube, ich entscheide mich für Basel!

Hallo Martin,

als inzwischen fast 17 jahre in basel wohnende kann ich dir mit den sehenswürdigkeiten voll zustimmen (naja, die verkehrsdrehscheibe schweiz ist eine etwas angestaubte ausstellung, aber ein gewisser charme ist schon vorhanden…).

das schweizer städte so anders sind, als deutsche habe ich ebenfalls sehr bewusst bemerkt (mir ist inzwischen auch klar, warum man hier die fussgängerzonen in deutschland unbeschreiblich hässlich findet, obwohl den wenigsten bewusst ist, das das aus den kriegsschäden resultiert)

zur zeit ist auch die himmelscheibe von nebra in basel. und beyeler ist ein muss, aber erschreck nicht über den eintrittspreis. es ist ein privates museum und deshalb noch viel teurer, als schweizer museen eh schon sind (23 Franken glaub ich).

ich glaube, das mit dem McDo ist vergangenheit. seitdem ich hier wohne, hat sich McDo von 2 auf 5 Filialen erhöht und die inzwischen heranwachsende jugend nimmt sie gerne an. Aber mich würde dieser historische platz doch interessieren, weiss du wo der ist?

Ach ja: Bern und Zürich schafft man nicht an einem tag, zürich ist auch nicht soo schön (bern aber sehr). aber falls schönes wetter ist, lohnt sich luzern, da diese stadt am fuss der alpen liegt, ist es landschaftlich wirklich traumhaft. dort kann man am seeufer und der reuss entlang, über die kapellenbrücke laufen (leider ein orgiginalgetreuer neubau, die jahrhunderte alte holzbrücke ist mitsamt den wertvollen gibelbildern vor ein paar jahren einer brandstiftung zu opfer gefallen)und insgesamt das historische stadtbild geniessen und eine seerundfahrt machen.

das verkehrshaus ist eine technikausstellung und wirklich sehr interessant und gut gemacht, aber bei einem eintägigen ausflug nach luzern fast nicht machbar.

viele grüsse, Sama

PS: für gezielte fragen basel betreffend kann man sich gerne direkt an micht wenden

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Servus,

warum man hier die fussgängerzonen in deutschland
unbeschreiblich hässlich findet,

da ist sicherlich die Hauptsache von der Alliierten Städtesanierung GmbH & Co KG angerichtet worden; aber es gab in Westdeutschland ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre noch einmal einen Modernisierungsschub, der den Stadtbildern dann den Rest gegeben hat. Ich erinnere mich, dass in Biberach/Riss mitten in der Stadt, dort wo dann die erste Biberacher Lidl-Filiale prangte, noch ca. 1977 ein prächtiges Gerberhaus samt allen Trockenbalkonen und den noch vollständig erhaltenen Lohegruben, Walkwerk usw. abgerissen wurde, weil man das alte Glump doch nicht mehr brauchte - mir scheint, dass es in der CH eine bürgerliche Ästhetik gibt, die in D keine Träger mehr hat, und in vieler Hinsicht die ärgste Barbarei verhindert.

Mein Mannheim, das ich eigentlich ganz gern mag, bereitet sich derzeit auf das 2007er Stadtjubiläum vor, indem die Straßenbahnen vollständig einschließlich aller Fenster mit Reklamefolien zugeklebt werden. Eine davon, ganz in Schwarz, sieht aus wie ein riesiger Sarg auf Rädern; richtig einladend für die erwarteten Besucher…: Das sollte einer mal mit dem Basler Tram machen! Das durch die Einnahmen für die Reklame eingenommene Geld wurde dann u.a. dafür verwendet, dass man als „Installation“ die Kunsthalle von oben bis unten mit einem Loch durchbohrt hat, das seither jeden Tag, jede Stunde von einem Feuerwehrmann bewacht werden muss, weil die einzelnen Feuerschutzkompartimente des Gebäudes durch das Loch natürlich aufgehoben sind. Gratis macht das die Berufsfeuerwehr nicht, deswegen braucht man die zugeschmierten Straßenbahnen, damit man den Feuerwehrmann bezahlen kann - der tiefere künstlerische Sinn des Ganzen erschließt sich einem Depperl wie mir nicht; von der Kritik wurde vor allem lobend hervorgehoben, dass es so ein Loch, das durch ein ganzes Museum geht, nirgendwo sonst gibt - ich musste an die Wielandschen Abderiten denken.

Daß man in einer Stadt auch etwas anderes als Reklame anschauen kann, scheint irgendwie in Vergessenheit geraten zu sein.

ich glaube, das mit dem McDo ist vergangenheit.

Ja, die Episode stammt von 1980. Ich meine, die fragliche Filiale war entweder direkt am Barfüsserplatz oder sonstwie in der Gegend Steinentor/Aeschenvorstadt. Die Baseler müssten das eigentlich noch wissen.

Schöne Grüße

MM

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Danke!
Ich ziehe dann auch noch ganz unbedingt Luzern in Betracht, denn ich bin ein Landschafts-Fan ;o)

Hallo,

sags doch gleich!

sowas vielleicht?

http://www.fs.tum.de/FSMPI/sonstiges/radltour/tour20…

(allerdings möglichst nicht mit dem abgebildeten Dieselboot - die Dampfer fahren fast geräuschlos, man hört bloß das Klatschen der Schaufeln)

oder sowas?

http://www.gruxa.ch/images/Rigi_04.jpg

Schöne Grüße

MM