Batterie

Liebe/-r Experte/-in,
Prinzip Autobatterie (Akku) als Grundlage: ist es technisch machbar, anstatt der Elektroden, das flüssige Medium elektrisch aufzuladen? Somit würde die Flüssigkeit die elektrische Energie halten, und nicht die Elektroden. Die Flüssigkeit würde sich dann entladen, oder, wenn elektrische Energie zugeführt wird, wieder aufladen. So wie man es eben vom Akku her kennt, nur halt konzeptionell siehe oben. Ist das möglich?

Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

Moin,

Prinzip Autobatterie (Akku) als Grundlage:
Ist es technisch machbar,
anstatt der Elektroden, das flüssige Medium elektrisch aufzuladen?

Und was würde dann als Ladungträger, an dessen Stelle treten ?

Außerdem bräuchte man,
zwei verschiedene, getrennte „flüssige Medien“,
weil Laden und Entladen, eine Umkehr der Reaktion verlangen
und ein Spannungpotenzial (Plus Minus),
erst Strom durch einen Verbraucher treibt
bzw. diesen Unterschied beim Laden aufbaut.

Somit würde die Flüssigkeit die elektrische Energie halten, und nicht die Elektroden.
Die Flüssigkeit würde sich dann entladen, oder, wenn elektrische Energie zugeführt wird, wieder aufladen.

Die elektrische Ladung,
also das Spannungpotenzial und enthaltene Elektrizitätsmenge wird,
beim Laden oder Entladen, erst durch ein Elektrolyt,
welches freie Ladungsträger, die Ionen enthält, ermöglicht.

Das ist nicht unbedingt eine Flüssigkeit,
wie bei einer Autobatterie sein.

Der Stromfluss in einer Zelle ist nur,
durch das Zusammenwirken,
von Ionenleitung (im Elektrolyten)
und Elektronenleitung (Elektroden und äußerer Verbraucher) möglich.

Schau Dir doch erst mal das Grundprinzip,
eines Akkus oder besser einer Sekundärzelle genauer an.

Am Beispiel „Bleibatterien“:
http://www.basytec.de/pbbatterie/Bleibatterie.html
oder auf http://de.wikipedia.org/wiki/Akku

Weitere Infos:
Battery University
http://www.batteryuniversity.com/index-german.htm
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU AUTOBATTERIEN
UND ZYKLENFESTEN BATTERIEN 2009
http://www.dvddemystifiziert.de/batterien/carfaq.html


Ist das möglich?

Nein, so wie Du, Dir das vorstellst, ist so nicht möglich!

Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

mfg
W.

Hallo gonghans,
das ist eine Frage für Erfinder. Bin ich nicht…
Aber spaßeshalber -Aufladung heißt Ladungstrennung - hier die Elektronen, dort der Elektronenmangel. In einer Flüssigkeit sind die Teilchen frei beweglich. Also auch die, die die Ladung tragen. Sie würden sich durch die elektrostatischen Anziehungskräfte zueinander bewegen und die Ladungen ausgleichen. Ideen zur Ladungstrennung könnte man ausarbeiten - Feld für Forscher/ Ingenieure…
Ansonsten kenne ich persönlich hauptsächlich Konstruktionen, die Ladungen auf Flächen speichern. Kondensatoren, Akkus …, die großvolumig erscheinen, enthalten immer aufgewickelte Folien oder andere Bauteile mit einer möglichst großen Oberfläche - z. T. wird die Oberfläche durch Mikrostrukturen/ chemische Aufrauhung um ein Vielfaches der geometrischen Größe vergrößert.
Fällt mir gerade ein Gegenteil -bezügl. Volumenspeicherung- ein. Beim Blei-Akku (genau dein Beispiel) findet beim Laden/ Entladen eine chemische Veränderung sowohl der Schwefelsäurefüllung als auch der Blei-Elektroden statt. Da wird wohl elektrische Energie in chemische Bindungsenergie umgewandelt und umgekehrt.
Aber ohne aktive Beteiligung der Elektroden (Sulfit-Sulfat-Umwandlung) geht das auch nicht - also eher ein Mittelding. Genauer habe ich das vor > 30 Jahren mal gewußt. Ist Nicht so relvant.
Also viel Spaß bei der Forschung.

LG
Siegfried

Prinzip Autobatterie (Akku) als Grundlage: ist es machbar, anstatt der Elektroden, das flüssige Medium

elektrisch aufzuladen?

Hallo Siegfried,
vielen Dank für Deine schnelle und interessante Antwort.
Bitte erlaube mir, Deine Antwort in meine Worte zu fassen, um zu sehen, ob ich es auch richtig verstanden habe: man könnte also zwei Flüssigkeiten verwenden, diese jeweils aufladen (eine positiv, die andere negativ = Ladungstrennung), und dann kontrolliert aufeinander treffen lassen, und somit elektrische Energie nutzbar freisetzen?

Gruss

Ralf

Hallo Ralf, hab am Wochenende kurz mit meiner angehenden Chemikerin gesprochen. Direkte Aufladung des Flüssigkeitsvolumens ist wohl schwierig denkbar. Das Bleiakku-Beispiel hat einen anderen Mechanismus: beim Aufladen wird die Eletroenergie in potenzielle chemische Bindungsenergie umgewandelt, durch chemische Reaktion der Schwefelsäure -nur eine! Flüssigkeit, die nicht! direkt elektrisch geladen ist- an den Elektroden wird die Ladung wieder freigegeben.
Mir ist nicht klar, wie man eine Flüssigkeit im Volumen -d. h. die einzelnen Moleküle/ Atome- aufladen kann.
Ich weiß auch nicht was passiert, wenn tatsächlich entgegengesetzt aufgeladene Flüssigkeitsteilchen (so es gelänge, die zu erhalten) aufeinander treffen. Wahrscheinlich würde direkter Ladungsausgleich + Wärmeentwicklung entstehen. Nutzenergie wäre sicherlich schwierig zu gewinnen.
Also kurz gesagt: ich meinte eher, dass ich keine erfolgreiche Realisierung deines Ansatzes sehe.
Heißt aber nicht, dass es unmöglich ist. Dazu fehlt mir das umfassende theoretische und praktische Wissen. Ich kenne halt einige existierende Systeme und etwas Wissen aus verschiedenen Ausbildungsstufen ist schon hängen geblieben. Die Erfindung von etwas prinzipiell Neuem - und so sieht deine Idee für mich aus, ist kaum mein Ding. Es ist aber auch nicht zweckmäßig, so etwas im Netz oder sonst einer elektronischen Übermittlungsform zu diskutieren. Dann hast Du außer Frust und Ärger nichts davon. Einfach mal über Patente/ Patentklau googeln. Da brauchst Du vertrauenswürdige Partner.
Wenn es kein ernsthafter Erfindungsversuch ist, dann suchst Du vielleicht besser nach einem vorhandenen E-System, was deinen mir unbekannten Verwendungszweck einigermaßen erfüllt.
Trotzdem viel Spass beim Knobeln.

Gruß

Siegfried

…:also zwei Flüssigkeiten verwenden, diese jeweils aufladen

(eine positiv, die andere negativ = Ladungstrennung), und dann
kontrolliert aufeinander treffen lassen, und somit elektrische
Energie nutzbar freisetzen?

Gruss

Ralf