Mein Motorradbatterie trägt die Aufschrift „wartungsfrei“. Deshalb habe ich nie Wasser nachgefüllt. Nun, nach 8 Jahren, hat sie den Geist aufgegeben. Ein Nachladen hat auch nichts mehr gebracht. Ich habe sie geöffnet und es war nur noch 2cm Wasser drin. Habe Wasser aufgefüllt (obwohl „wartungsfrei“) und geladen.
—> Ergebnis: Maschine springt einwandfrei an.
Deshalb meine Fragen:
Was bedeutet dann also „wartungsfrei“ - (s.o.)?.
Was sollte ich bei einem Neukauf beachten (Naß, Gel, wartungsfrei …)?
Gruß Ernst
Hallo Ernst,
wenn der Akku wirklich 8 Jahre gehalten hat ist das eine sehr gute Zeit und ich würde mir einen Akku gleichen Typ`s wieder kaufen.
Alleine durch fehlendes Wasser nachfüllen und laden kann ein Akku nach meiner Erfahrung nicht mehr zum Leben erweckt werden. Ich kann daher nicht so recht glauben was du da geschrieben hast.
Unter Wartungsfrei verstehe ich einen Gel usw. Akku der keine Öffnungen zum Nachfüllen von Batteriewasser hat.
Mit Wartungsfrei kann trotzdem ein Akku bezeichnet werden, wenn im Gebrauch oder nach dem Laden keine Wasser nachgefüllt werden muß. Voraussetzung ist ein optimaler Laderegler im Motorrad oder ein gutes Ladegerät.
Der Wasserverbrauch steigt mit zunehmendem Alter des Akkus.
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Hallo Wolf,
ja dasselbe hätte ich auch gedacht.
Weil im Handbuch von einer „wartungsfreien Battereie“ die Rede ist und auf der Batterie selbst die Aufschrift zu lesen ist: „do not open“, sah ich nie eine Veranlassung das Ding zu öffnen. Weil´s nun doch wohl nichts mehr zu retten gab, habe ich einfach die Abdeckung (Ku-Streifen), mit einem Schraubenzieher, ausgehebelt und siehe da
–> 6 Öffnungen wurden sichtbar, mit Einsicht auf die Bleiplatten.
Also: Doch nicht wartungsfrei???. Deshalb habe ich einfach aufgefüllt, geladen und --> Alles O.K., oder doch nicht?
Wenn´s so ist, besteht ein Widerspruch zwischen Handbuch und Realität.
Außerdem sollte man doch eine Batterie, mit der Aufschrift „do not open“, gar nicht öffnen können.
Das verstehe wer will, ich nicht - oder Du???
-Ernst-
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Hallo Wolf,
ja dasselbe hätte ich auch gedacht.
Weil im Handbuch von einer „wartungsfreien Battereie“ die Rede
ist und auf der Batterie selbst die Aufschrift zu lesen ist:
„do not open“, sah ich nie eine Veranlassung das Ding zu
öffnen. Weil´s nun doch wohl nichts mehr zu retten gab, habe
ich einfach die Abdeckung (Ku-Streifen), mit einem
Schraubenzieher, ausgehebelt und siehe da
–> 6 Öffnungen wurden sichtbar, mit Einsicht auf die
Bleiplatten.
Also: Doch nicht wartungsfrei???. Deshalb habe ich einfach
aufgefüllt, geladen und --> Alles O.K., oder doch nicht?
Wenn´s so ist, besteht ein Widerspruch zwischen Handbuch und
Realität.
Außerdem sollte man doch eine Batterie, mit der Aufschrift „do
not open“, gar nicht öffnen können.
Das verstehe wer will, ich nicht - oder Du???
-Ernst-
Hallo Ernst,
in Wikipedia.org wird der Akku gut beschrieben.
Auf die schnelle habe ich aber keine Erklärung für wartungsfrei und trotzdem zu öffnen gefunden, daher meine Erklärung:
Die Batteriehersteller verschließen die einzelnen Zellen mit abdichtenden Verschraubungen. Die Zellen sind aber untereinander durch kleine Bohrungen verbunden und haben nach Aussen eine Öffnung, oben links oder rechts am Gehäuse, in die bei unseren Motorrädern eine Schlauchtülle mit Schlauch eingesteckt ist.
Wenn, aufgrund eines defekten Reglers im Fahrbetrieb oder bei einem ungeeigneten Ladegerät das Gasen überhand nimmt, entsteht in den einzelnen Zellen mehr Kondensat (Wasser) das so schnell nicht mehr in die Zellen zurück abtropfen und aus diesem Grund über die Überlaufleitung ins frei geht. Der Schlauch der Überlaufleitung sollte deswegen immer so verlegt werden, das der geringe Anteil von Säure im Wasser die Bauteile der Motorräder nicht versappert.
Aus dieser Sicht, werden Akkus, natürlich teuerer mit abgeklebten Öffnungen als wartungsfrei verkauft und machen in aller Regel auch keine Probleme.
Nur zum Thema Haltbarkeit: die Batterie in meiner VS 1400 ist aus dem Jahr 2000.
Funktioniert einwandfrei, hing nur 2 oder 3 Winter am Akkujogger. Meistens springt die Maschine nach 4-5 Monaten Standzeit ohne Starthilfe wieder an.
Wartungsfreie Motorradbatterien scheinen wie die nicht-wartungsfreien trocken gelagert und geliefert zu werden (so meine Erfahrung). Dadurch altern sie natürlich vor dem Einbau auch nach langer Lagerzeit nicht. Geliefert wird dann mit einem Säurepack und man darf selbst frisch befüllen. Verschlossen wird das ganze dann mit einfachen Stopfen.
Auf die Schnelle hab ich hier ein paar schöne Bilder gefunden: http://www.bcb-300.de/technik/aufbauanleitung/aufbau… Die Batterie ist mal im oberen Drittel der doch recht langen Seite behandelt und dann „fertig“ ein Stück später.
Hallo Jack,
stellt sich doch nach wie vor die Frage, ob eine „wartungsfreie“ Batterie nach einigen Jahren, doch nicht „wartungsfrei“ ist, sondern nachgefüllt werden muß. In dem Fall also dochnicht wartungsfrei.
Gruß
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stellt sich doch nach wie vor die Frage, ob eine
„wartungsfreie“ Batterie nach einigen Jahren, doch nicht
„wartungsfrei“ ist, sondern nachgefüllt werden muß. In dem
Fall also dochnicht wartungsfrei.
So wirklich ganz wartungsfrei sind die nicht immer. Aber immerhin hat deine ja ohne Wartung 8 Jahre gehalten… Bei Gel-Akkus habe ich schon die Bezeichnung „absolut wartungsfrei“ gesehen… was das nun wieder bedeuten soll?
Jedenfalls gibt es diese Problematik nicht nur bei Motorrädern: http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t=4708 Deine Erfahrung haben also auch schon andere gemacht.