Batterie raus?

Moin,

da es ja jetzt wohl erstmal ne Weile kalt bleiben soll, überlege ich mir meine Batterie ins Warme zu holen. Mein Pololi mag bei den Temperaturen ja sowieso nicht anspringen…

Also, wie ist das mit der Batterie: wird die tatsächlich bei anhaltender Kälte immer schwächer? Oder hat das nix mit der Dauer zu tun. Isses nu, da sie schon drei Tage in der Kälte steht auch egal, ob sie noch eine Woche länger draußen bleibt?

Gruß

Holger

Moin,

Batterien sind so ausgelegt, dass das Auto oder sonst was auch bei kalten Temperaturen anspringen (sollten)!

Wenn nicht, ist meistens die Batterie defekt, sprich zu alt.

Sie verliert im Laufe der Lebenszeit nun einmal an Kapazität und das macht sich am stärksten bei niederen Temperaturen bemerkbar, weil hier durch die Bauart bedingt, schon mal bis zu 50% der Normalkapazität verloren gehen.
Ob eine Batterie ein Tag oder mehrere Tage der Temperatur ausgesetzt ist, ist unerheblich, sie kühlt nicht weiter ab als die Umgebungstemperatur.
Es ist nicht das Problem der Batterie allein, warum ein PKW nicht anspringt, sondern der Motor, Getriebe selber. Duch die niederen Temperaturen werden die Öle usw. halt dickflüssiger und das muss der Anlasser über die Batterie „überwinden“. Die Batterie muss also mehr Leistung abgeben um den Anlasser zu versorgen mit der notwendigen Energie.

Was schliessen wir daraus?

Eine Batterie ist ein Verbrauchsmaterial, wie jedes andere Teil eines Autos auch und sollte nach dem Erreichen der Gebrauchszeit einfach ausgetauscht werden. Jede Werkstatt kann die noch vorhandene Restkapazität einer Batterie bestimmen.
Batteriepflege ist genau so wichtig wie das ständige Lackpolieren eines Autos, bloss das vergisst ein Grossteil der Betreiber eines Autos.
Springt ein Auto im Winter schlecht an und es liegen sonst keine Mängel vor, Batterie wechseln und schon ist das Problem für knapp 100 € gelöst, ohne Werkstatt, dann kostet es mehr.

Wer mehr als 5 Jahre seine Batterie im Auto lässt, muss damit rechnen, dass nun mal nichts mehr geht bei tiefen Temperaturen.

Gruss

Gerd

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ja, ja,…
Tach Gerd,

Batterien sind so ausgelegt, dass das Auto oder sonst was auch
bei kalten Temperaturen anspringen (sollten)!

…ja, aber nicht unbedingt bei 17 Jahre alten Autos! :wink:

Wenn nicht, ist meistens die Batterie defekt, sprich zu alt.

Nö, die ist etwa fünf Monate alt!

Sie verliert im Laufe der Lebenszeit nun einmal an Kapazität
und das macht sich am stärksten bei niederen Temperaturen
bemerkbar, weil hier durch die Bauart bedingt, schon mal bis
zu 50% der Normalkapazität verloren gehen.

Aha! Demnach würde es also Sinn machen, die Batterie ins Warme zu holen! Wie gesagt: Pololi braucht bei den Temeperaturen Maximalpower (…wie ich morgens übrigens auch! :wink:)

Ob eine Batterie ein Tag oder mehrere Tage der Temperatur
ausgesetzt ist, ist unerheblich, sie kühlt nicht weiter ab als
die Umgebungstemperatur.

Äh, ja, das ist irgendwie logisch. Aber wie sieht es mit der Kapazität aus? Nimmt die weiter ab?

Es ist nicht das Problem der Batterie allein, warum ein PKW
nicht anspringt, sondern der Motor, Getriebe selber. Duch die
niederen Temperaturen werden die Öle usw. halt dickflüssiger
und das muss der Anlasser über die Batterie „überwinden“. Die
Batterie muss also mehr Leistung abgeben um den Anlasser zu
versorgen mit der notwendigen Energie.

Eben! Sag ich doch! Und da wir es ja eben mit erschwerten Bedingungen zutun haben, macht es doch absolut Sinn, die Batterie kuschelig warm und mit Maximalpower anzuschließen! ODER?

Was schliessen wir daraus?

Eine Batterie ist ein Verbrauchsmaterial, wie jedes andere
Teil eines Autos auch und sollte nach dem Erreichen der
Gebrauchszeit einfach ausgetauscht werden. Jede Werkstatt kann
die noch vorhandene Restkapazität einer Batterie bestimmen.
Batteriepflege ist genau so wichtig wie das ständige
Lackpolieren eines Autos, bloss das vergisst ein Grossteil der
Betreiber eines Autos.
Springt ein Auto im Winter schlecht an und es liegen sonst
keine Mängel vor, Batterie wechseln und schon ist das Problem
für knapp 100 € gelöst, ohne Werkstatt, dann kostet es mehr.

…ja, ja. Wie gesagt: das war nicht die Frage. Meine Batterie ist so gut wie neu!

Wer mehr als 5 Jahre seine Batterie im Auto lässt, muss damit
rechnen, dass nun mal nichts mehr geht bei tiefen
Temperaturen.

…wegen dieser Erfahrung im letzten Winter hab ich ne neue! :wink:)

Gruß

Holger

Hallo Tafkah,

wenn sie denn nu neu ist und du keine Kriechströme o.ä. hast, welche die Batterie „entleeren“, dann braucht sie auch net raus.
Ausser du willst Dir jeden Morgen & Abend die Ein- & Ausbaumühe machen, Teile,Schrauben u.ä. abnutzen, weil die Batterie VERNÜNFTIG befestigt sein muss, denk an einen Unfall und Batteriegeschoß.
Lass sie, wenn sonst alles i.O. ist einfach drin.
Leistung nimmt natürlich durch kalte Temperaturen und Selbstentladung ab, aber wenn neu macht das nix und du kannst das Auto auch 2 Wochen stehen lassen.

Gruß
der Alex

noch’n Versuch… :wink:
Hi Alex,

lasst doch bitte mal das ganze drumrum weg…

Also um die Frage nun mal ganz einfach und OHNE Auto zu formulieren:

Mal angenommen, ich stelle eine einsame Autobatterie in die Tiefkühltruhe. Dann ist sie nicht mehr so leistungsfähig, wie wenn sie warm ist. Richtig oder falsch?

Und wenn ich sie nun ziemlich lange in der Tiefkühltruhe stehen lasse, wird die Leistung dann immer schwächer? Ja oder nein?

Und mal angenommen ich lasse sie seeeeeeeeeeeeehr lange da drin. Hat sie dann irgendwann fast gar keinen Saft mehr? Ja oder nein?

Viele Grüße

Holger
(…der schon ganz gespannt ist, ob sich denn noch jemand findet, der diese beiden Fragen mit ja/nein, bzw. richtig/falsch beantworten kann… :wink:)

Die Selbstentladung ist IMHO fast unabhängig von der Temperatur (eventuell sogar etwas geringer wenns kalt ist), allerdings kann eine warme Batterie wesentlich größere Ströme abgeben (Starter).
Wenn Dein Auto die Batterie nicht „leersaugt“ kannst Du sie also ruhig drinlassen - sie wird nicht schneller leer.

LG
Stuffi

Hallo Holger,

Also um die Frage nun mal ganz einfach und OHNE Auto zu
formulieren:

Mal angenommen, ich stelle eine einsame Autobatterie in die
Tiefkühltruhe. Dann ist sie nicht mehr so leistungsfähig, wie
wenn sie warm ist. Richtig oder falsch?

Das ist richtig, da die Batterie mit abnehmender Umgebungstemperatur an Leistung verliert. Du machst ja auch mit nicht aufgewärmten Muskeln einen Sprint über 50m ohne hinterher ordentlich Muskelkater zu haben.

Und wenn ich sie nun ziemlich lange in der Tiefkühltruhe
stehen lasse, wird die Leistung dann immer schwächer? Ja oder
nein?

Wenn die Batterie noch in Ordnung ist, keine Zellen defekt sind und die Nominalkapazität bei Raumtemperatur gegeben ist, sollte die Leistung der Batterie unabhängig von der Verweildauer in der Kühltruhe gleich bleiben, jedoch auf einem geringeren Niveau als bei RT.

Und mal angenommen ich lasse sie seeeeeeeeeeeeehr lange da
drin. Hat sie dann irgendwann fast gar keinen Saft mehr? Ja
oder nein?

Soweit ich weiß, ist es unabhängig von der Verweilzeit in der Kälte, wie stark die Leistung abnimmt. Wenn isch ein stationärer Zustand eingestellt hat, hat die Batterie nur noch x% der Nominalleistung.

Wenn Deine Batterie also noch relativ neu ist, Du keine Kriechströme oder Verbraucher im Wagen hast, die permanent, also auch bei ausgeschaltetem Motor, Strom ziehen und die Mechanik soweit in Ordnung ist, dann solltest Du ohne Probleme starten können. Den Aufwand, jedesmal vor dem Starten und nach dem Abstellen die Batterie auszubauen (also insgesamt viermal am Tag !), würde ich mir ersparen. Wenn Dein Polo gut eingestellt ist, die Startautomatik (vor dem Starten Gaspedal einmal durchtreten) in Ordnung ist und sonst nix kaputt ist, sollte auch ein 17 Jahre altes Auto ohne Weiteres anspringen. Zumal, wenn es sich um einen Benziner handelt. Anders sieht die Sache beim Diesel aus, der ja schon mal ordentlich Strom zum Vorglühen benötigt. Sind dann die Glühkerzen defekt oder nicht mehr so ganz berauschend, hast Du es tatsächlich schwer, den Motor anzulassen. Vor allem, wenn die Leistung der Batterie ohnehin recht knapp an der Minimalgrenze liegt. Ich tendiere daher immer dazu, beim Batteriewechsel die größte, passende Batterie einzubauen. Mal was anderes, hast Du vieleicht schon mal Deine Lichtmaschine überprüfen lassen ? Vielleicht erzeugt die ja nicht mehr genug Ladestrom, um die Batterie wirklich aufzuladen. Oder die von Dir täglich gefahrene Strecke reicht z.B. nicht aus, die Batterie so aufzuladen, daß sie wieder voll ist. Da hilft dann tatsächlich nur noch, ab und an mal eine längere Strecke zu fahren, sämtliche, nicht benötigte Verbraucher auszuschalten (Heckscheibenheizung, Radio, Endstufe, etc.) und die Batterie endlich mal wieder aufzuladen.

Bis denn dann,

Felix

evtl. falsches Brett, aber…
Hi,

auch auf die Gefahr hin das der Beitrag in ein anderes Brett gehören würde: Bei Motorrädern ist es doch auch üblich, die Batterie im Winter rauszunehmen und wärmer zu lagern, oder? Muß ja wohl irgendeinen Vorteil haben…

Gruß
Jochen

weil
Tach Jochen,

auch auf die Gefahr hin das der Beitrag in ein anderes Brett
gehören würde: Bei Motorrädern ist es doch auch üblich, die
Batterie im Winter rauszunehmen und wärmer zu lagern, oder?
Muß ja wohl irgendeinen Vorteil haben…

…sie Leistungsärmer ist.

Gruß
Alex

OK, ja und nein wie im Gericht :wink:
Hi Tafkah,

Mal angenommen, ich stelle eine einsame Autobatterie in die
Tiefkühltruhe. Dann ist sie nicht mehr so leistungsfähig, wie
wenn sie warm ist. Richtig oder falsch?

Richtig

Und wenn ich sie nun ziemlich lange in der Tiefkühltruhe
stehen lasse, wird die Leistung dann immer schwächer? Ja oder
nein?

Jain, Ja weil wird immer schwächer(Selbsentladung), nein weil hat nix mit Truhe zu tun.

Und mal angenommen ich lasse sie seeeeeeeeeeeeehr lange da
drin. Hat sie dann irgendwann fast gar keinen Saft mehr? Ja
oder nein?

Ja, siehe oben

Na denn viel Spaß :wink:
Gruß
der Alex

(übrigens jibbet es auch noch grau, nicht nur schwarz und weiß)

HI,
ich hatte auch immer Angst, dass der Motor nicht mehr angehen könnte. Tja, bei einer 5 Jahre alten 44 Ah - Batterie kein Wunder.
Jetzt habe ich aber eine 63 Ah - Batterie (neu) und mache mir da keine Sorgen mehr.

Wenn bei 44 Ah trotz Kälte genug Energie übrigbleibt, damit der Motor angeht, dann wird bei 63 Ah und min. noch 44 Ah übrigbleiben, die vorher nie zur Verfügung standen !!!

Gruß
Kai

Drinlassen…
…wenns nicht klappt am nächsten Morgen, war se nix mehr.

gruß

dennis

Hi,

das liegt zum einen daran daß Motorradbatterien vie kleiner sind, obwohl die Motoren ja auch über 1000 ccm haben können.
Zum zweiten lässt man Motorräder aj oft den ganzen WInter stehen, und 3-4 Monate in Kälte ohne Aufladung tut der Batterie garnicht gut. Deshalb sollte man sie auch am besten an ein Ladegerät hängen, das sie regelmäßig enläd und lädt.

Max

Derdasnichtnötighatweilerauchheutebei-13°mitdemmottorradinsbürogefahrenist

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stärkere Batterie?
Tach Kai,

hm, aber ich kann doch wohl nicht jede beliebig starke Batterie einbauen?

Gruß

Holger

auch auf die Gefahr hin das der Beitrag in ein anderes Brett
gehören würde: Bei Motorrädern ist es doch auch üblich, die
Batterie im Winter rauszunehmen und wärmer zu lagern, oder?
Muß ja wohl irgendeinen Vorteil haben…

Bei einem Freund ist die Motorradbatterie durch Frost regelrecht aufgeplatzt, bei Autos hab ich das noch nie erlebt.

LG
Stuffi

Moin,

nachdem es hier ja heftig um eine einfache Autobatterie zugeht, hier ein Link zum Temp.-Verhalten eines Akkumulators, denn das ist dieses Teil wohl:

http://www.de.automotive.varta.com/index2.html?4_1&k…

Direkt vom führenden Hersteller Varta.

Viel Glück

Gerd

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Hallo,
natürlich nicht jede. Also der Vorbesitzer meines Gebrauchtwagens hatte bereits eine stärkere Lichtmaschine in mein Auto einbauen lassen. Daher wird die stärkere Batterie, trotz Verbraucher, immer noch in einer akzeptablen Zeit geladen.

Hintergrund:

Wenn du eine 44 Ah Batterie hast, dann brauchst du bei 4A Ladestrom 11 Stunden.
Wenn daher deine Lichtmaschine nicht genug Ampère bringt, so kann es im Extremfall viele Stunden dauern, bis die Batterie voll ist. Aber im Normalfall verbrauchst du doch nur beim Starten der Batterie sehr viel Strom und während dem Rest der Fahrt wird die Batterie geladen.
Da sich der Generator im Auto mit doppelter geschwindigkeit dreht, erreicht er bereits bei Drehzahlen von knapp über Standgas 100% Leistungsabgabe.

Probleme kann es höchstens mit der Passgenauigkeit beim Halterahmen geben, denn zumindest meine Batterie hat auf einer Seite ein Verzahnung und diese passt genau in die Metallverzahnung, die seitlich von meiner Batteriehalterung sitzt.
Aber bei einer Nachfrage bei einem Großhandel, der auch Batterien führt, schauten diese im PC nach und fanden heraus, dass bei mir 44Ah, 55Ah und 63Ah Batterien passen würden. Tja, und jetzt habe ich viel Power unter der Motorhaube.

Gruß
Kai