Batteriekrimi

Hallo Autokenner,

folgendes Phaenomen tritt bei meinem Auto (Kadett 1.4 i)auf welches ich mir aber nicht durch Logik erklaeren kann:

Bei trockenem Wetter ist alles normal - bei Naesse jedoch ist die Autobatterie jedes mal komplett entladen.

Wenn man eine andere Batterie anschliesst oder ueberbrueckt springt das Auto auch dann ohne Probleme an - muss also an der leeren Batterie liegen.

Wenn ich waehrend der Standzeit den Minuspol der Batterie abklemme und vor dem Start wieder anklemme funktioniert auch alles perfekt.

Die einzige fuer mich logische Erklaerung waere dass irgendetwas waehrend dem Stand Strom von der Batterie verbraucht - aber nur bei regnerischen Wetter!?

Kennt jemand moegliche Ursachen oder weiss was ich tun kann?

Gruss und Dank

Desperado

P.S. Die Batterie selbst kann keinen Defekt habe da ich diese mehrmals ausgetauscht habe

Hallo!

Bei trockenem Wetter ist alles normal - bei Naesse jedoch ist
die Autobatterie jedes mal komplett entladen.

kenne ich :wink:

bei feuchtem Wetter gibt es irgendwo einen Kriechstrom, der die Batterie allmaehlich entlaedt…

-> hast Du ne Prueflampe?
-> anschliessen (bei feuchtem Wetter) und brennt? = ja es laeuft Strom

zur Eingrenzung kann man Bauteil fuer Bauteil durchgehen :wink:

am besten aber man zieht die Sicherungen
einzeln raus (und setzt sie nach Pruefung wieder ein!!)
bis die Lampe ausgeht
-> nachlesen wofuer diese Sicherung steht
-> bei diesen Teilen Defekte suchen
(Radio z.B. oder Schweinwerferkabel…)

Hast Du keine Prueflampe dauert es halt laenger :wink:

die Abhaengigkeit von der Feuchte deutet aber darauf hin,
dass es irgendwo ist, wo durch Fahrt bei Regen Feuchtigkeit hinkommt… -> evtl. Spritzwasser an/in Scheinwerfer oder sowas…

noch ne Idee: hat das Auto ne Anhaengerkupplung?

cu
kai

Hallo!

Kennt jemand moegliche Ursachen oder weiss was ich tun kann?

Die Scheibenwischer über Nacht ausschalten dürfte helfen.

Grüße, Steffen!

Hi Kai,

Bei trockenem Wetter ist alles normal - bei Naesse jedoch ist
die Autobatterie jedes mal komplett entladen.

also ein _Kiechstrom_ reicht wohl kaum aus um eine ~40Ah-Batterie in kurzer Zeit zu entladen :wink:)
40Ah sind 40000mAh. Bei 40mA, was sicher schon _ziemlich_ viel ist, dauert die Entladung bummelig 1000 Stunden :smile:)

Komisch ist das schon. Wie lange dauert denn „jedes mal“? Über nacht?

Aber sonst stimme ich dir voll zu. Statt „Prüflampe“ tuts auch ein (billiges) Multimeter (Feinsicherung!) . Dann kann man evtl auch gleich etwas einschätzen was da kaputt ist.

Bye,
J~

Hallo,
hatte vor langer,langer Zeit mit meinem Original-Mini ein vergleichbares Problem : Sofortiger totaler Spannungszusammenbruch bei Nässe(obwohl Batterie im Kofferraum) und Anlasserbetätigung.
Ursache : Durch den hohen Strom und Feuchtigkeit bildete sich an einem Pol zwischen Batterieanschluss und Kabelschuh schlagartig eine offensichtlich isolierende Schicht. Abhilfe war, den Kabelschuh etwas zu lockern, dann auf dem Schuh mehrfach hin und her bewegen. Wieder anziehen, und dann ging’s wieder.
Dem war auch nicht durch regelmäßiges Abschirmen der Pole mit einer Fettschicht beizubekommen.
Experten sagten mir, das Phänomen hätte was zu tun gehabt mit der umgekehrten Polarität damaliger UK-Fahrzeuge.
Gruß
Karl

Hi!

Die Scheibenwischer über Nacht ausschalten dürfte helfen.

Also das war nicht so ernst gemeint…sorry

Ich muss aber J~ voll zustimmen,
ein Kriechstrom kann das nicht sein,
das muss ein ordentlicher Verbraucher sein.
Wenn ich mal von einer neuen vollgeladenen 44 Ah-Batterie ausgehe, dürfte der Motor bei einem drittel Ladezustand gerade noch anspringen können.
Also müssten dann ca. 30 Ah über Nacht entnommen werden.
Wenn die Nacht 10 Stunden dauert, ist das ein Stromverbrauch von 3 A.
Also so 35 Watt el. Leistung. Oder mehr.
Mit paar Gammelkontakte, Radio oder Kofferraumbeleuchtung ist da also nichts,
das muss was grösseres sein.
Dürfte einfach zu finden sein…

Bei den ca. 35 Watt fällt mir ganz pauschal das Lüftungsgebläse ein,
das könnte von der Leistung auf der ersten Stufe hinkommen.

Aber wie schon angedeutet,
einen Batteriepol abklemmen, zwischen dem Pol und dem Kabel ein A-Messgerät klemmen,
und dann der Reihe nach alle Sicherungen herausziehen.
So wirst Du den Fehler finden, oder zumindest eingrenzen können.

Grüße, Steffen!

Hi,

ein Kriechstrom kann das nicht sein,

es könnte natürlich theoretisch sein, dass ein „Kiechstrom“ z.B. über ein Relais einen größeren Verbraucher einschaltet. Kan mir aber grade keinen konkreten vorstellen… ;-/

Mit paar Gammelkontakte, Radio oder Kofferraumbeleuchtung ist
da also nichts,

Also Radio verbraucht ziemlich viel. Grade die Mechanik. CD-Wechsler o.ä. natürlich auch.

Aber wie schon angedeutet,
einen Batteriepol abklemmen,

Na klar nicht EINEN sondern SELBSTVERSTÄNDLICH den Masseanschluß :wink:
*Goldwagewiedereinpack*
Du weißt das na klar, aber der Laie könnte leicht beim Abschrauben des Plusanschlusses einen Kurzschluß mit dem Schraubenschlüssel gegen Karosserie erzeugen.

CU,
J~

Hallo,

Wenn ich mal von einer neuen vollgeladenen 44 Ah-Batterie
ausgehe, dürfte der Motor bei einem drittel Ladezustand gerade
noch anspringen können.

Bei dem Pb-Akku 44Ah sind bei Volladung 35,2Ah nutzbar.(80% der Nennkapazität)
http://www.gbd-gera.de/alle/handbuch/kapazi2.html

Also müssten dann ca. 30 Ah über Nacht entnommen werden.

Nein, aber die Entnahme von ca.20Ah , entsprechend 1,5-2A in 14h reichen,
um die Batterie bei Temperaturen um 0-10°C unter die Zellenruhespannung zu entladen.
Dann spricht man schon von Tiefentladung.

Wenn die Nacht 10 Stunden dauert, ist das ein Stromverbrauch
von 3 A.

Also mein Wagen steht meist 12-14h.
Aber ich fahr auch noch Rad und geh ansonsten zu Fuß.:wink:

Grüße, Steffen!

Noch Links dazu:
http://www.gbd-gera.de/alle/handbuch/verkuerzung.html
Was sind die Gründe für den Ausfall von Autobatterien?
http://www.batteryuniversity.com/parttwo-42B-german.htm

mfg
W.

Hallo Kai,

an die Anhaengekupplung habe ich auch schon gedacht, habe heute alle Steckverbindungen zur Beleuchtungssteckdose abgeschlossen und probier morgen mal ob die Batterie noch funktioniert - ansonsten probier ich eben das mit den Sicherungen - aber was ist eine Prueflampe?

Gruss

Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Steffen,

das Geblaese ist zwar ausgeschalten, aber die ersten beiden Stufen sind kaputt - eventuell wird dadurch Strom gezogen ohne dass Leistung weitergegeben wird - soweit kenne ich mich aber in der Elektronik nicht aus - duerfte aber eigentlich nicht sein da das Geblaese auch nur bei eingeschalteter Zuendung funktioniert.

Oder ich sollte nachts wirklich die Scheibenwischer abstellen…

Gruss

Stefan

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Hallo,

ansonsten probier ich eben das mit den
Sicherungen - aber was ist eine Prueflampe?

Sowas macht man auch nicht mit einer Prüflampe. Damit kann man lediglich feststellen ob irgendwo Spannung anliegt. Das ist aber bei einigen Verbrauchern ja auch so gedacht.
Klemm ein Multimeter dazwischen und miss den Strom, nicht die Spannung.
Also wie schon geschrieben zwischen Batterie Minus und das Minuskabel.
Lies den Wert auf dem Multimeter ab und ziehe danach alle Sicherungen nacheinander. Wenn jetzt der Wert drastisch zurückgeht hast Du den Stromkreis mit dem Verbraucher gefunden.
Jetzt musst Du dann die an diesem Kreis hängenden Verbraucher einzeln überprüfen. Dazu kannst Du die Verbraucher einfach zum Test abklemmen.
Dann wird man den Störenfried schon finden.

Gruss Sebastian