Batterien testen mit einem Multimeter

Hallo zusammen,

ich bin stolzer Besitzer eines einfachen digitalen Multimeters.
Gerne möchte ich damit meinen riesigen Berg von Batterien testen, leider kenne ich mich mit der Materie überhaupt nicht aus - dafür kann ich andere Sachen gut :smile:

Was ich aus dem Physikunterricht noch weiss:

Die Volt-Angabe bezieht sich auf die Spannung, auf eine Wasserleitung übertragen ist das der Druck, mit dem das Wasser aus dem Hahn kommt.
Das ist für das Batterien testen wahrscheinlich weniger wichtig, eher die Stromstärke, die in Ampere gemessen wird.

Meine Fragen sind nun:

Wie stelle ich das Multimeter genau ein ?

Wie wird gemessen ? (rot an Plus, schwarz an Minus?)

Welche Stromstärke wird bei einer frischen Batterie angezeigt ?

Bis zu welchem Wert kann man eine Batterie noch wofür benutzen ?
(z.B. Fernbedienung, Digitalthermometer)

Ist die Spannung immer der angegebene Wert (z.B. 1,5 Volt) oder ändert sich das auch je schwächer die Batterie wird ?

Vielen Dank für eure idiotensicheren Tips,

midnightfever

Spannung messen, Strom entnehmen

Die Volt-Angabe bezieht sich auf die Spannung, auf eine
Wasserleitung übertragen ist das der Druck, mit dem das Wasser
aus dem Hahn kommt.

Korrekt!

Das ist für das Batterien testen wahrscheinlich weniger
wichtig, eher die Stromstärke, die in Ampere gemessen wird.

Kann man so nicht sagen. Aussagefähig ist die Spannung einer Batterie, wenn sie eine typische Last, sprich einen typischen Strom von sich geben muss.

Wie stelle ich das Multimeter genau ein ?

Spannung messen. Auto-Range oder 2 V bei einzelnen Zellen.

Wie wird gemessen ? (rot an Plus, schwarz an Minus?)

Egal, die messen in beide Richtungen den gleichen Wert, nur das Vorzeichen ist ander.

Welche Stromstärke wird bei einer frischen Batterie angezeigt?

NICHT den Strom messen! Das wäre Kurzschlussmessung und Batterien benehmen sich dann unvorhersagbar, bis zur totalen Zerstörung!

Ist die Spannung immer der angegebene Wert (z.B. 1,5 Volt)
oder ändert sich das auch je schwächer die Batterie wird ?

Ja, er ändert sich, aber verwertbar wird er nur mit einer gewissen Stromentnahme angezeigt.

Also bei 1,5-Volt-Batterien entnimmt mein DMM (Digitales Multi-Meter) ca. 10 mA aus der Batterie:

> 1,5 V - krachneu
~ 1,2 - 1,5 V - angebraucht, OK
~ 0,8 - 1,5 V - brauchbar, aber kurze Laufzeit zu erwarten, nicht für Bühne nutzen
Sondermüll

Bei 9-Volt-Blocks werden ca. 1 mA gezogen, dann ist unter 7 Volt Feierabend => Sondermüll.

Wenn Dein DMM diese spezielle Batterietestfunktion nicht hat, kannst Du sie mit einem Widerstand parallel zur Batterie (mit den Messspitzen auf die Pole pressen) nachbilden.

Für eine 1,5-Volt-Batterie nimmst Du 150 - 220 Ohm. (ca. 8 - 10 mA Stromentnahme)

Für einen 9-Volt-Block nimmst Du 8,2 kOhm. (ca. 1 mA Stromentnahme)

Dann sollten die angegebenen Werte brauchbar sein, um über den Energiegehalt der Batterie etwas sagen zu können.

Gruß

Stefan

Nachfrage
Hallo,

vielen Dank für die Antwort !

Die grundlegenden Zusammenhänge habe ich dank deiner Antwort verstanden, aber ich befürchte, ich habe mit meinem Halbwissen aus der Schulzeit einen zu wissenden Eindruck gemacht.
Insbesondere die konkrete Benutzung des Multimeters habe ich nicht nachvollziehen können.

Zur Veranschaulichung habe ich ein Bild meines Multimeters ins Netz gestellt:

http://www.bilder-speicher.de/Damien410347.gratis-fo…

Ich wäre dankbar, wenn du mir nochmal wirklich idiotensicher Schritt für Schritt erklären könntest, wie ich vorgehe.

Vielen Dank nochmal !!

midnightfever

Hallo,

vielen Dank für die Antwort !
Die grundlegenden Zusammenhänge habe ich dank deiner Antwort
verstanden, aber ich befürchte, ich habe mit meinem Halbwissen
aus der Schulzeit einen zu wissenden Eindruck gemacht.
Insbesondere die konkrete Benutzung des Multimeters habe ich
nicht nachvollziehen können.

Ja gibt es denn keine Betriebsanleitung zu diesem Gerät ???

Zur Veranschaulichung habe ich ein Bild meines Multimeters ins
Netz gestellt:
http://www.bilder-speicher.de/Damien410347.gratis-fo…
Ich wäre dankbar, wenn du mir nochmal wirklich idiotensicher
Schritt für Schritt erklären könntest, wie ich vorgehe.

Bei dieser Fragestellung vermute ich erstmal einen Schüler,
so etwas Klassestufe 4…6, aber dann oh Wunder stellt sich laut
ViKa heraus, daß es ein Student sein soll, der also schon eine
gediegene Schulausbildung über mind. 12 Klassen incl. Grundlagen
der Physik hinter sich haben müßte !?
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruß Uwi

Das war daneben…
Hallo,

da hatte ich mich schon über eine Antwort von Ihnen gefreut, da ich diese als hilfreich in Erinnerung hatte und dann so etwas…

In der Tat, „es“ ist ein Student und kein Zwölfjähriger, der fragt.
Ein Student, der seit vielen Jahren keinen Physikunterricht mehr hatte und dessen Studium nicht einmal ansatzweise naturwissenschaftliche Elemente beinhaltet.

Richtig ist auch, dass ich während meiner Schulzeit ein Mindestmass an Physikunterricht geniessen durfte. Das, was davon noch übrig ist und in Zusammenhang mit meiner Frage steht habe ich versucht einzubringen.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Sie so viel Unwissenheit in einem Bereich, in dem Sie sich beruflich unter anderem bewegen, schockiert.

Interessant wäre es jedoch gewesen, etwa acht Jahre nach ihrer letzten Schulstunde ihr Schulwissen auf den Prüfstand zu stellen, in einem Bereich, mit dem Sie weder beruflich noch aus Interesse jemals wieder zu tun hatten.

Die Tatsache, dass Sie in ihrem Beitrag noch einen Link zu einer Antwort an einen anderen Studenten beifügen, in dem Sie diesen in gleicher Weise mit ähnlichen Argumenten für seine Unwissenheit abstrafen hat eine gewisse Aussagekraft.

Eine solch pauschale und undifferenzierte Verächtlichmachung sowohl meiner Person als auch des anderen Studenten lässt Defizite im zwischenmenschlichen Bereich erkennen, die ich mir beispielsweise im Umgang mit den Menschen, mit denen ich in meinem Studium zu tun habe, nicht leisten könnte.

Dennoch würde ich es mir niemals erlauben, auf eine von ihnen gestellte ernsthafte Frage einen Beitrag zu verfassen, der nur daraus besteht, dieses Defizit zu thematisieren. Ich würde bei einer Frage aus meinem Fachgebiet versuchen, Sie mit ihrem Wissen dort abzuholen wo Sie stehen und meine eigene Fachkompetenz dadurch dokumentieren, dass ich eine für jedermann verständliche Antwort formuliere.
Dies hätte zudem den Nebeneffekt, dass ich möglicherweise beim Fragenden Interesse wecke, sich mit der Materie zu beschäftigen.

Dafür haben Sie sich leider nicht entschieden, sondern führen heute bereits zum zweitem mal einen Feldzug gegen „die unwissenden Studenten“.

Wem damit gedient ist bleibt offen…

Mit enttäuschten Grüssen,

midnightfever

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Hallo,

da hatte ich mich schon über eine Antwort von Ihnen gefreut,
da ich diese als hilfreich in Erinnerung hatte und dann so
etwas…

Ich hätte auch gerne weitergehende Infos gegeben,
z.B. zu den Fragen:

Bis zu welchem Wert kann man eine Batterie noch wofür benutzen?
(z.B. Fernbedienung, Digitalthermometer)

und

Ist die Spannung immer der angegebene Wert (z.B. 1,5 Volt)
oder ändert sich das auch je schwächer die Batterie wird ?

Da wir jetzt aber immer noch nicht weiter sind, sondern du als
Fragesteller sich selbst mal eben als Idiot definiert und damit
meint in schamloser Weise die Mühe anderer kostenlos abschöpfen
zu können, lohnt es noch nicht über weiteren Inhalt zu schreiben.

Es hieß ja auch nicht, ich versucht mich schlau zu machen,
kann aber dies und jenes noch nicht verstehen …
Nö, nur
nochmal wirklich idiotensicher Schritt für Schritt erklären

In der Tat, „es“ ist ein Student und kein Zwölfjähriger, der
fragt. Ein Student, der seit vielen Jahren keinen Physikunterricht
mehr hatte und dessen Studium nicht einmal ansatzweise
naturwissenschaftliche Elemente beinhaltet.

Studieren heißt nicht, sich zum Fachidoten ausbilden zu lassen,
sondern erstrangig zu lernen, wie man sich Wissen aneignet.

Richtig ist auch, dass ich während meiner Schulzeit ein
Mindestmass an Physikunterricht geniessen durfte. Das, was
davon noch übrig ist und in Zusammenhang mit meiner Frage
steht habe ich versucht einzubringen.

Aber auch keinen Deut mehr investiert.

Wie viele elektrische Geräte benutzt Du täglich?
Wozu brauchst Du das elektische Meßgerät, wenn Du noch
nicht mal in der Lage bist nach vorangegangener Erläuterung
die Meßspitzen an Plus und Minus der Batterie zu halten.

Ist es wirklich von einem angehenden Akademiker zuviel verlangt
mal die primitivsten Grundlagen sich selbst anzueignen
(schlimm genug, daß sie wieder anhanden gekommen sind).
Es geht ja nicht um tiefstes Fachwissen der Elektronik, sonden
um Grundlagen, ähnlich kompliziert wie die Gesetze für
z.B. konstante lineare Bewegung oder Prozentrechnung.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Sie so viel
Unwissenheit in einem Bereich, in dem Sie sich beruflich unter
anderem bewegen, schockiert.

Mich schockiert die Faulheit und Gleichgültigeit, mir der
manche Leute meinen an Ziel zu kommen.

Interessant wäre es jedoch gewesen, etwa acht Jahre nach ihrer
letzten Schulstunde ihr Schulwissen auf den Prüfstand zu
stellen, in einem Bereich, mit dem Sie weder beruflich noch
aus Interesse jemals wieder zu tun hatten.

Elektrizität umgibt uns tagtäglich. Wir benutzen eine Unmenge
elekt. Geräte mit größter Selbstverständlichkeit.

Die Tatsache, dass Sie in ihrem Beitrag noch einen Link zu
einer Antwort an einen anderen Studenten beifügen, in dem Sie
diesen in gleicher Weise mit ähnlichen Argumenten für seine
Unwissenheit abstrafen hat eine gewisse Aussagekraft.

Passte leider gut zusammen. Gleiche ignorante Herangehensweise.
Ich meine, es gibt immer mal wieder User, die hier neu sind
und den Sinn von w-w-w noch nicht verinnerlicht haben, aber
Hausaufgabenerledigung ist nicht Inhalt des Brettes.
Nun mach Du erstmal deine „Hausaufgaben“.
Populäre Infos zu Strom und Spannung gibt es zuhauf im Internet.

Eine solch pauschale und undifferenzierte Verächtlichmachung
sowohl meiner Person als auch des anderen Studenten lässt
Defizite im zwischenmenschlichen Bereich erkennen, die ich mir
beispielsweise im Umgang mit den Menschen, mit denen ich in
meinem Studium zu tun habe, nicht leisten könnte.

Deine Person habe ich nimmer angegriffen, nur deine Art und
weise hier sich helfen zu lassen.

Du wirst evtl. ein böses Erwachen haben, wenn’s mal in
mit einem richtigen Job als Akademiker losgeht.
Da kann man sich bei einer etwas artfremden Aufgabe nicht
hinstellen und seinem Chef verklickern, daß man damals
gerade bei diesem Thema in der Schule gefehlt hat.

Dennoch würde ich es mir niemals erlauben, auf eine von ihnen
gestellte ernsthafte Frage einen Beitrag zu verfassen, der nur
daraus besteht, dieses Defizit zu thematisieren.
Ich würde bei :einer Frage aus meinem Fachgebiet versuchen,
Sie mit ihrem Wissen dort abzuholen wo Sie stehen und meine eigene
Fachkompetenz dadurch dokumentieren, dass ich eine für
jedermann verständliche Antwort formuliere.

So machen wir es, wenn der Fragende zumindest den Anschein
macht, er würde sich auch selbst etwas bemühen.

Dies hätte zudem den Nebeneffekt, dass ich möglicherweise beim
Fragenden Interesse wecke, sich mit der Materie zu
beschäftigen.

Eben, das Interesse war nicht erkennbar.
Nur die Aussage: „…erklär mir es nochmal …“

Dafür haben Sie sich leider nicht entschieden, sondern führen
heute bereits zum zweitem mal einen Feldzug gegen „die
unwissenden Studenten“.

Nö, Unwissenheit ist keine Schande, aber Faulheit schon .

Wem damit gedient ist bleibt offen…

Woll’n mal seh’n .
Gruß Uwi

ich bin stolzer Besitzer eines einfachen digitalen
Multimeters.

Gut. Dann nimm doch erstaml die BDA.

Gerne möchte ich damit meinen riesigen Berg von Batterien
testen, leider kenne ich mich mit der Materie überhaupt nicht
aus - dafür kann ich andere Sachen gut :smile:

Kurz und einfach: Geht nicht so einfach.
Dich interessiert die Energiemenge, die Du der Batterie noch entnehmen kannst.
Erster Ansatz: Spannung messen.
Leider gibt es keinen linearen Zusammenhang zwischen Spannung und Ladung der Batterie. Eine 55% volle und eine 45% volle Batterie wird so ziemlich genau die selbe Spannung am Multimeter zeigen. Genausogut könnte eine 50% volle Batterie vom Hersteller X eine andere Spannung haben als eine 50% volle vom Hersteller Y.

Zweiter Ansatz: Strom messen.
Die maximal von der Batterie lieferbare Stromstärke ist ein relativ approbates Mittel, um die Ladung zu ermitteln. Leider wird die zu erwartende Stromstärke über dem liegen, was Dein Messgerät verkraftet.

Dritter Ansatz: Spannung unter Belastung.
Das ist die beste Lösung. Man belaste eine Batterie mit einem standardisierten Vebraucher und messe dabei die Spannung. Dann kann man (Vergleichswerte vorausgesetzt) gut abschätzen, in welcher Verfassung die Batterie ist.

Bei allen Messungen gibts natürlich noch Einflüsse wie Temperatur, Fabrikat, Bauart,… die das Messergebnis beeinflussen und unbrauchbar machen.

Mod: Das Thema hier lautet: Elektronik!
Hallo Ihr beiden,
bitte beim Thema des Bretts bleiben. Persönliches bitte per Mail.

Vertragt Euch bitte wieder!

Gruß
loderunner

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Link mit Bild
Hallo midnightfever,

ich hab mal auf die Schnelle (ist ja Sonntag und da geht man ja auch mal so vor die Tür) ein bisschen Antwort online gestellt. Um Ergänzung wird gebeten.

http://edv.klafuenf.de => Rubrik „Batteriezustand feststellen“

Was noch fehlt, wäre ein Photo, wie man den Widerstand über die Batteriepole klemmt.

Gruß

Stefan

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Kurz und einfach: Geht nicht so einfach.
Dich interessiert die Energiemenge, die Du der Batterie noch
entnehmen kannst.
Erster Ansatz: Spannung messen.
Leider gibt es keinen linearen Zusammenhang zwischen Spannung
und Ladung der Batterie. Eine 55% volle und eine 45% volle
Batterie wird so ziemlich genau die selbe Spannung am
Multimeter zeigen. Genausogut könnte eine 50% volle Batterie
vom Hersteller X eine andere Spannung haben als eine 50% volle
vom Hersteller Y.

Zweiter Ansatz: Strom messen.
Die maximal von der Batterie lieferbare Stromstärke ist ein
relativ approbates Mittel, um die Ladung zu ermitteln. Leider
wird die zu erwartende Stromstärke über dem liegen, was Dein
Messgerät verkraftet.

Dritter Ansatz: Spannung unter Belastung.
Das ist die beste Lösung. Man belaste eine Batterie mit einem
standardisierten Vebraucher und messe dabei die Spannung. Dann
kann man (Vergleichswerte vorausgesetzt) gut abschätzen, in
welcher Verfassung die Batterie ist.

Bei allen Messungen gibts natürlich noch Einflüsse wie
Temperatur, Fabrikat, Bauart,… die das Messergebnis
beeinflussen und unbrauchbar machen.

Stimme dem weitestgehend zu. Allerdings bin ich der Meinung, dass das direkte Strom-Messen im 10A-Bereich nicht so unmöglich ist, wenn auch ‚unsauber‘. Der Mess-Shunt im Messgerät macht ja nicht direkt einen Kurzschluss. Und wenn mal für eine Sekunde etwas mehr als 10A fließt ist das auch nicht so schlimm, wenn du ‚Pech‘ hast und eine Sicherung eingebaut ist, dann musst du die auswechseln… Wenn der Akku/Batterie zu groß und zu neu ist (z.B. größer als Mignon) würde ich das auch lassen, sonst natürlich auf eigene Gefahr.