Sehr geehrte WWWLerInnen,
angenommen, es würde jemand ein Haus kaufen. Wie genau sollte da die Baubeschriebung sein. Wenn der Anbieter nun die Baubeschreibung absichtlich allgmein halten würde. Grund: Dann kann er günstiger die Sachen einkaufen und wäre nicht an ein bestimmtes Produkt gebunden… nur an die Art des Produktes. Wäre das in Ordnung?
Nette Grüße von Berta
Hi,
genau das wird der Anbietert auch tun - das billigste gerade am Markt verfügbare Material nehmen.
Natürlich wird man in den meisten Fällen nicht so blöde sein, das Haus so billig zu bauen, dass es in der Gewährleistung zu groben Problemen kommt, ggf. aber schon danach.
Mach dem Anbieter klar, das es DEIN Geld was dort verbaut wird.
Folgende Probleme wären z.b. denkbar:
- geringere Lebensdauer des Materials
- schlechtere Qualität
- ggf. zulässige, aber dennoch hohe Schadstoffbelastung
- keine Ersatzteile lieferbar, schon garnicht nach einigen Jahren.
- Hersteller des Materials geht Konkurs, ggf. wird auch Material aus Konkursmasse aufgekauft.
etc. etc.
Andererseits kann man natürlich auch einiges sparen, wenn man nur dort hochwertiges verbaut, wo es auch was bringt - aber sparen solltest auch Du und nicht nur der Anbieter.
Ich würde vorschlagen
- nach weiteren potentiellen Anbietern zu suchen, die sich in der Lage fühlen, genauer anzugeben, was Du für Dein Geld bekommst.
- Such Dir jemand, der Ahnung vom Bau hat und Dich beratem kann,
- leg mit dem zusammen fest bei welchen Leistungen wo es sinnvoll ist…
- die Einhaltung der VOB zu verlangen
- eine Ausführung nach einer bestimmten Norm zu fordern
- einen oder mehrer Hersteller zur Auswahl vorzuschreiben oder gar
- ein ganz bestimmtes Produkt vorzuschreiben.
ggf. würde ich dafür auch einen Profi beauftragen, auch wenn es da Geld kostet.
Das Ergebnis besprichst Du dann mit dem Anbieter. Ein seriöser Anbieter würde dann sicher die eine oder andere Änderung empfehlen. Die besprichst Du dann mit Deinem Berater und stimmst zu oder auch nicht.
Wenn es nicht gerade ein Fertighaus ist, bist DU der Bauherr und bestimmst, was eingesetzt wird. Das einzige Problem: damit übernimmst Du auch Verantwortung, denn wenn Du ein ungeeignetes Material konkret vorschreibst, kann es später zu Gewährleistungsproblemen kommen.
Ich persönlich hätte bei so einem Anbieter wie Du beschreibst nicht gerade das Gefühl, optimal augehoben zu sein…
A.
Hallo Berta
Je ausführlicher die vertraglich vereinbarten Bauleistungen und die Ausführungsstandards beschrieben werden, desto geringer ist die Gefahr für kostspielige gerichtliche Auseinandersetzung über die vereinbarte Art und Güte.
Lade Dir diese Seite runter http://www.kompetenzzentrum-iemb.de/informationssyst…
und vergleiche die Mindestanforderungen, die das Bundesministerium entwickelt hat, mit Deiner Baubeschreibung.
Dabei ist fachliches Wissen gefragt.
Bevor man das Nachsehen hat, sollte man ein paar hundert Eur investieren und die angebotene Baubeschreibung von einem Architekten nachprüfen lassen.
Gruß
Barbara
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]