ist es normal, wenn einem die Menschen innerhalb kurzer Zeit (manchmal schon durch kurzen Wortwechsel - sei es auch nur übers Telefon, vielleicht in einer Stunde oder ein paar Stunden Beisammensein - jenachdem) wie ein offenes Buch erscheinen?
Ich meine damit nicht in die Richtung, dass man etwa deren Lebensgeschichte kennt, aber dass man sagen kann, ob der Mensch als Mensch (vom Charakter, Vorstellungen, Einstellungen) zu einem passt oder nicht (und das bezieht sich nicht nur auf das andere Geschlecht.
Ich meine, dass man so ein Bauchgefühl hat, welches meldet, ob der andere gut oder schlecht oder der Umgang sinnvoll für einen ist. Bzw Bauchgefühl meldet, was für ein Charakter hinter der anderen Person steht, was für ein Mensch er ist.
Bei mir ist das sehr oft so und manchmal kann ich es nichtmal genau bzw spontan begründen, weiß nur dass ich dieses ungute Gefühl habe, was mir sagt, dass der Kontakt nichts bringt.
Was anderes:
Ich kann meine Gedanken (genau wie eben dieses o.g. Bauchgefühl) oft nicht nach außen kehren, sie nicht äußern, die sind so wirr, dass ich sie nicht spontan in einem Gespräch zusammen bekomme. Im Gegensatz zu anderen denke ich scheinbar langsamer, aber intensiver (und manchmal hänge ich mich eben an einem Gedanken auf, zerdenke ihn, und komme so nicht bzw sehr spät zum nächsten bzw kann schlecht zusammenfassend denken). Das ist aber selten, wie ich gemerkt habe. Fühle mich irgendwie anders…
ist es normal, wenn einem die Menschen innerhalb kurzer Zeit
(manchmal schon durch kurzen Wortwechsel - sei es auch nur
übers Telefon, vielleicht in einer Stunde oder ein paar
Stunden Beisammensein - jenachdem) wie ein offenes Buch
erscheinen?
ja. Bei manchen reicht schon der erste Anblick und in mir tobt das Mißtrauen (oder die Sympathie - je nachdem) und bis jetzt hat’s immer gestimmt.
Dieses „Bauchgefühl“ wird durch unser Unterbewusstsein erzeugt, daß bei einem „Erstkontakt“ sofort alles mögliche überprüft und vergleicht (z.B. wird über den Geruch Geschlecht, Gesundheitszustand, sexuelle Reife, Passgenauigkeit des Immunsystems und noch so einiges geprüft - völlig unabhängig vom Bewusstsein und so schnell, daß wir nur das Ergebnis als Gefühl wahrnehmen können; auch die Körpersprache ist voller Information, die wir unbewusst verarbeiten und werten)
Was anderes:
Ich kann meine Gedanken (genau wie eben dieses o.g.
Bauchgefühl) oft nicht nach außen kehren, sie nicht äußern,
die sind so wirr, dass ich sie nicht spontan in einem Gespräch
zusammen bekomme.
Auch normal: wie sollst Du etwas in Worte fassen und erklären können, was sich in Deinem Kopf nicht als Worte manifestiert, sondern als Gefühl? Zumal es in unserer Gesellschaft als nicht angemessen gilt, einem frisch kennengelernten Menschen mitzuteilen, daß man sich in seiner (ihrer) Gegenwart unwohl oder auch besonders wohl fühlt.
Im Gegensatz zu anderen denke ich scheinbar
langsamer, aber intensiver (und manchmal hänge ich mich eben
an einem Gedanken auf, zerdenke ihn, und komme so nicht bzw
sehr spät zum nächsten bzw kann schlecht zusammenfassend
denken). Das ist aber selten, wie ich gemerkt habe.
Hallo Bärchen
Ich kann mich eigentlich nur Sibylle (einmal mehr)snschließen. Was Du bschriebst, scheint mir der NORMALFALL zu sein.
Wenige normal ist die Wahrnehmungsstörung bei entsprechend gestörten Menschen.
Gruß,
Branden
Stell dir deine Psyche als aus zwei Computern bestehend vor.
Der eine ist ein Supercomputer, der andere ist langsam und hat nur
wenig Speicherplatz.
Der Supercomputer ist dein Unbewusstes, d.h. was dort stattfindet,
kriegst du nicht mit. Nur die Ergebnisse leitet er an den kleinen
Computer weiter. Dieser kleine ist dein Bewusstsein. Das Bewusstsein
kann nur etwa 7 Informationen gleichzeitig bearbeiten und das auch
nur langsam und oft fehlerhaft. Wir koennen froh sein, dass wir ihm
nicht ausgeliefert sind. Wir koennten dann naemlich kaum noch etwas
entscheiden und uns auch gar nicht bewegen.
Das Unbewusste ist ein gigantischer Speicher vergangener Erfahrungen
und es scannt fremde Menschen blitzschnell und ordnet sie nach
bestimmten Mustern.
ist es normal, wenn einem die Menschen innerhalb kurzer Zeit
(manchmal schon durch kurzen Wortwechsel - sei es auch nur
übers Telefon, vielleicht in einer Stunde oder ein paar
Stunden Beisammensein - jenachdem) wie ein offenes Buch
erscheinen?
Das ist, wie schon geantwortet normal und das ist Dir sicher eigentlich auch bewußt. Das nennt man auch umgangsprachlich „Schubladendenken“. Wenn man sich immer wieder klar macht, dass man in Schubladen denkt, weil es „einfacher“ ist, dann bekommt man auch die Fähigkeit Menschen wirklich kennenzulernen, die anfangs durch das Bauchgefühl-Raster gefallen sind. Häufig haben wir keine Zeit oder sind zu faul uns Zeit zu nehmen, was darin endet, dass unser Bekanntenkreis sich einseitig aus mehr oder weniger denselben Charaktertypen zusammensetzt.
Um ehrlich zu sein habe ich aber auch z.B. Vorlieben, die ich einfach nicht hinterfragen will, weil ich eben nicht so will. Wenn es aber hart auf hart kommt (Konflikte), bin ich aber durchaus bereit mich einer gegengesetzten Denkweise zu öffnen.
danke für die Antworten und nochmal Erklärung
Danke für Eure Antworten. Ich habe mich wohl auch falsch ausgedrückt. Es ist so, um mal paar Bsp`e vorzukramen:
wenn ich lese, merke ich,
Möglichkeit 1: wie ich die Hälfte des bereits Gelesenen schon wieder fast vergessen habe und so der Anschluss fehlt oder
Möglichkeit 2: dass ich mir über vorangegangenen Lesestoff zu viel Gedanken gemacht habe oder in Gedanken ganz woanders bin, so dass im Kopf Wirrwarr herrscht weil ich zu durcheinander denke.
Ich könnte ein Buch oder etwas interessantes aus dem Netz somit nicht zusammenhängend wiedergehen.
Ich bleibe also an einzelnen Gedanken kleben. Meistens muss ich auch mehrmals lesen um den Inhalt im Gesamten zu verstehen. Die sprachliche Wiedergabe dessen hapert dennoch, auch wenn ich den Text nach mehrmaligen Lesen verstanden habe.
Das ist das eine und das andere eben mit dem Bauchgefühl. Ich weiß, dass mir mein Bauch mehr über andere Menschen sagt, als das bei anderen der Fall ist und merke somit eben, dass ich „anders“ bin.
Ich denke auch mehr nach innen als nach außen - introvertiert, wobei das ja negativ asoziiert wird, bin keine die kein Wässerchen trüben kann und als so schüchtern würde ich mich auch nicht bezeichnen. Bei mir trifft es „stille Wasser sind tief“… Aber es fällt mir eben schwer, von mir aus zu erzählen wie ein Wasserfall - wie die meisten anderen es können - ich wüsste gar nicht was ich da alles erzählen sollte oder weiß nicht, wo ich anfangen sollte…zuviel Wirrwarr im Kopf. Und wenn ich erzähle, kommt das etwas zusammenhanglos und eben nur in Bruchstücken beim anderen an. Daher lasse ich lieber die anderen reden, es sei denn jemand ist mir menschlich besonders nah bzw mit dem ich besonders gut kann… (sowas wie seelenverwandtschaft)
Ich kann nur mit wenigen Menschen wirklich auskommen, weil ansonsten ich schnell gelangweilt bin (bei zu zurückhaltenden, zu intellektuellen in Form von zu extrovertierter Intelligenz und/oder spießigen menschlichen Typen nach dem Motto „SOwas macht man doch nicht“ oder so) oder mir der Kontakt zu anstrengend ist (bei zu lauten Typen mit großem Geltungsbedürfnis). Naja und das ist eben schade, weil so habe ich nur wenige Kontakte.
Stell dir deine Psyche als aus zwei Computern bestehend vor.
Der eine ist ein Supercomputer, der andere ist langsam und hat
nur
wenig Speicherplatz.
Der Supercomputer ist dein Unbewusstes, d.h. was dort
stattfindet,
kriegst du nicht mit. Nur die Ergebnisse leitet er an den
kleinen
Computer weiter. Dieser kleine ist dein Bewusstsein.
Dein Beispiel fand ich gut. Dann bekomme ich sozusagen zu wenig Ergebnisse aus dem Unterbewusstsein - Supercomputer…
sybille mal zustimmend will ich noch meinen senf dazugeben ohne das es vorher ein thema war:
anders zu sein ist ja kein nachteil - und ich denke - nicht wenige sind „so anders“. wer es nicht ist, der hats einfach verlernt.
ein problem sehe ich maximal dann, wenn man jemandem nahe steht und etwas vermitteln möchte, hier aber keinen ansatz sieht - weil das gegenüber eine ganz andere wahrnehmung hat oder haben will.
das kann soweit gehen, das man etwas spürt, das der andere selbst nicht spürt, es aber von ihm/ihr ausgeht. - hier habe ich in der vergangenheit lernen müssen meine klappe zu halten und nicht ungefragt menschen meine
wahrnehmungen aufs auge zu drücken - ist immer wieder schwer, vor allem wenn man irgendwie mitbetroffen ist.
gerade derzeit habe ich wieder so „einen fall“.
mein verstand sagt mir, kläre es, es muss doch klärbar sein…
andererseits weiss ich in dem falle, ich kann das knicken, er würde nichtmal verstehen wovon ich rede und mir sogar am ende unterstellen
ich würde dinge erfinden - es würde also nichts lösen - und so muss ich selbst einen weg finden wie ich am besten umgehe damit.
andererseits trifft man wiederum auf viele menschen die tendentiell ähnlich durchs leben gehen und bis auf wenige momente man sich einig ist, was doch wiederum ein gutes gefühl gibt.
was das thema andersein an sich betrifft, so wärst du auch anders, wäre es genau „anders“ - nämlich wärste dann wieder anders als die gruppe derer, die ihr bauchgefühl und all dem was dahinter steht, folgen.
die, die trotz worte z.b den widerspruch zum handeln wahrnehmen und
es auf dauer nicht ignorieren können.
jeder ist also anders:wink:- drumm kann man getrost mit der art anders
zufrieden sein wie es ist (nur für den fall, das es dich stört:wink:
Stell dir deine Psyche als aus zwei Computern bestehend vor.
Der eine ist ein Supercomputer, der andere ist langsam und hat
nur
wenig Speicherplatz.
Der Supercomputer ist dein Unbewusstes, d.h. was dort
stattfindet,
kriegst du nicht mit. Nur die Ergebnisse leitet er an den
kleinen
Computer weiter. Dieser kleine ist dein Bewusstsein.
Dein Beispiel fand ich gut. Dann bekomme ich sozusagen zu
wenig Ergebnisse aus dem Unterbewusstsein - Supercomputer…
Nein, das meine ich nicht. Du bekommst viele Ergebnisse und wunderst
dich darueber. Koenntest du der Arbeit des Unbewussten zusehen, dann
wuerdest du dich nicht wundern.
„Unterbewusstsein“ kenne ich nur als falsche Bezeichnung des
Begriffes „das Unbewusste“.