Bauchspeicheldrüsenentzündung

Folgender Fall: jemand hat eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung mit Zystenbildung, wobei sich eine Zyste mit einer Flüssigkeit von 2 3/4 l zum allergrößten Erstaunen der Ärzte gefüllt hatte. Folglich hat diese Kolosszyste einen Kompressionsdruck ausgelöst auf die Venen im Oberbauch, auf das umliegende Gewebe und auf Organe wie Leber, Magen, Nieren und Milz. Nachdem das Punktat abgelassen wurde, gibt es noch Entzündungsherde, die auskuriert werden müssen, ehe eine OP erfolgt. Ist die OP mit großem Risiko verbunden? Können die Entzündungen zu Fieber führen? Welche Risiken verbergen sich allein in den Entzündungen? In welchen Zeiträumen können sich diese Zysten wieder bilden bei chronisch betroffenen Patienten? Gibt es zur OP alternative Heilmethoden? Danke Agnes

Hallo

Nachdem das Punktat abgelassen wurde,
gibt es noch Entzündungsherde, die auskuriert werden müssen,
ehe eine OP erfolgt. Ist die OP mit großem Risiko verbunden?

Die Pankreaskopfresektion, um die es wohl geht, ist keine einfache Operation, ich denke unter diesem Stichwort kann man einiges im Netz finden. Sollte ein Chirurg machen, der einige Erfahrung damit hat.

Können die Entzündungen zu Fieber führen? Welche Risiken
verbergen sich allein in den Entzündungen? In welchen
Zeiträumen können sich diese Zysten wieder bilden bei
chronisch betroffenen Patienten? Gibt es zur OP alternative
Heilmethoden?

Für die Entleerung der Zyste würde ich auf jeden Fall die endoskopische Drainage durch den Magen favorisieren, Bei einer Magenspiegelung wird ein Röhrchen in die Zyste eingelegt, die kann dann durch den Magen ablaufen. Nach gut 3 Monaten kontrolliert man, ob die Zyste weg ist, dann kann das Röhrchen wieder entfernt werden. Macht jede fortgeschrittene endoskopische Abteilung (Gastroenterologie) gerne. Aus welchem Grund soll dennn die Operation erfolgen?

pp

Zunächst herzlichen Dank für die Auskunft. Eine sogenannte Drainage wurde inzwischen gelegt. Warum OP, kann ich garnicht mal erklären; es wurde dem Patienten gesagt, daß nach Ausheilung der Entzündungsherde eine OP erforderlich wäre. Vielleicht hängt es mit der Riesengröße der Zyste zusammen - werde dem Patienten empfehlen, eine konkrete Frage an den Primar zu stellen.
LG scholastika