Bauernopfer Jagoda für DGB und Arbeitgeberverband

Hallo,

nun also dürfte es zum Bauernopfer der Bundesanstalt für Arbeit, Jagoda kommen. Mit diesem Opfer soll das vorsätzliche Handeln der tatsächlichen Akteure im Hintergrund vertuscht werden. Das gesamte Aufsichtsgremium der Bundesanstalt für Arbeit gehört in die Wüste. Bundesgewerkschaftsminister Riester gehört entlassen. Als Arbeitssuchender dürfte er sich in der Statistik der „Schwer vermittelbaren Arbeitslosen“ finden. Arbeit erledigt sich nicht durch markige Sprüche, sondern durch Handeln.

In der Diskussion wird beinahe überall verschwiegen, dass der Bundesregierung durch Report Baden-Baden seit 1998 bekannt ist, was jetzt zugegeben wird. Tatsache ist auch, dass im Vorstand dieses hohen Hauses mit niedrigster fachlicher Kompetenz - soweit es sich um den erweiterten Vorstand der Bundesanstalt handelt - die stellvertretende Bundesvorsitzende des DGB Engelen-Käfer, sowie der Vertreter der Arbeitgeber Kannengiesser und andere soziale Gruppen seit Jahren diese Vorgehen gedeckt, geduldet und offenbar auch aus parteipolitischer Sicht - einmal für die CDU - einmal für die SPD - Regierung unterstützt haben.

Diese „konzertierte Aktion der Verweigerung der Mitarbeit und der Verweigerung des Mitdenkens“ , genannt Aufsichtsgremium der Bundesanstalt für Arbeit will doch keinen Abbau der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitgeber benötigen viele Arbeitslose, um Löhne zu drücken. Der DGB benötigt die Arbeitslosen, um den Gewerkschaftsmitgliedern die Arbeitsplätz zu erhalten. Beide Seite - Gewerkschaften wie Arbeitgeber - haben keinerlei Interese am Abbau der Arbeitslosigkeit.

Wie seht Ihr das ?

Gruss Günter

Hallo Günter,

ein Interesse von DGB und Arbeitgeberverbänden an der Arbeitslosigkeit und an einer möglichst ineffektiven Bundesanstalt für Arbeit kann ich nicht nachvollziehen. So brauchen Betriebe ein gesundes Umfeld mit Kaufkraft. Ein Heer von Arbeitslosen verursacht nur Kosten, die den Faktor Arbeit verteuern.

Nein, an solche Art der Verschwörung glaube ich hier nicht. So tief muß man nicht graben, um die Fäule zu entdecken: Es ist Behördenschlendrian, Versorgungsmentalität, Gleichgültigkeit in einem nicht mehr steuerbaren Riesenapparat mit tausenden von Pöstchen und einer aufgeblähten Verwaltung, die im wesentlichen mit sich selbst beschäftigt ist. Das Ganze trägt die Züge einer jeden Behörde. Bei dieser sind die Mißstände ans Licht gekommen, alle anderen ruhen sich weiter aus und verzehren, was die Wirtschaft des ganzen Volkes an Steuern erarbeitet.

Herr Jagoda ist mit Sicherheit eine inkompetente, überforderte Schnarchnase. Wenn er die Zustände kannte und nichts dagegen tat, hat er seinen Job nicht gemacht. Sind ihm die Mißstände nicht aufgefallen, hat er offenkundig ebenso wenig seinen Job gemacht. Trotzdem ist der Mann nur ein Bauernopfer. Indem er gegangen wird, tut er erstmals etwas. Er gibt nämlich den Sündenbock ab und schützt den Rest des verschlafenen Haufens davor, Konsequenzen ziehen zu müssen.

Die Zustände sind nicht neu. Unter Riester und wohl allen seinen Vorgängern wird der seelige Büroschlaf Alltag gewesen sein, Alltag von einigen zig tausend Beamten der Behörde. Den Schuh von Untätigkeit und Inkompetenz muß sich insbesondere das Aufsichtsgremium anziehen. Für diese nichts bemerkenden oder nichts bemerken wollenden Funktionäre gibt es nicht den Schatten einer Entschuldigung. Diese Leute haben ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt und sind in keiner Funktion mehr tragbar.

Jetzt aber hat die Dame Engelen-Kaefer und haben die restlichen Herren ihren Buhmann und ich fürchte, es geht weiter wie gehabt. Nur noch teurer, noch ineffizienter, noch aufgeblähter. Mit Sicherheit werden Arbeitsgruppen gebildet, die Veränderungsvorschläge unterbreiten sollen. Das Ergebnis ist vorhersehbar: Personelle Verstärkung der ach so überforderten Behörde und Entlastung durch private Vermittler. Also werden statt jetzt fast 90.000 demnächst 100.000 staatliche Pappnasen herumsitzen und sich neben der Selbstverwaltung damit beschäftigen, die Arbeit der Vermittlung an Private zu delegieren.

Gruß
Wolfgang

hallo Wolfgang,
Ihr werdet beide vergeblich auf den Rücktritt des Aufsichtrates warten… und von Riester erstrecht! Das kann sich Schröder vor der Wahl nicht leisten! Das wäre vermutlich sein Wahlverlust. Also wird vertuscht, wo es geht und nach der Wahl Riester „hochgestolpert“, in einen anderen Posten.
Ebenso wird nach der Wahl die Forderung des VGH erfüllt: sämtliche gesetzlich Versicherte werden ihre gesamten Einkommen angeben müssen. Nach diesen Einkommen wird dann der Beitrag zur GKV berechnet. Auch der der Rentner.
denn eines ist sicher: diese Regelung, die sie vor ein paar Tagen entschieden haben, kostet den Kassen 300.000.000,- €! Das zu verkraften ist ohne Beitragsanpassung nicht möglich. Diese ist aber äußerst unpopulär. also wird man die freiwillig- und pflichtversichertten Rentner wie Arbeitenden mit ihrem gesamten Vermögen einstufen. Mal sehen, wieviel Häuschen ihrem Besitzer wechseln.
Grüße
Raimund

Hallo Wolfgang,

ich denke, man sollte das Problem differenzierter betrachten. Ich hatte in der Vergangenheit reichlich mit Arbeitsämtern zu tun; als Referent in Umschulungsmaßnahmen, als Arbeitsloser, als Lebenspartner einer Leistungsabteilungsmitarbeiterin (tolles Wort) und nun als Mitarbeitersuchender.

Ich finde nicht gut, daß nun alle Mitarbeiter dort über einen Kamm geschert werden. Natürlich gibt es Schnarchtüten, auch ich mußte mich mit denen rumschlagen. Es gibt aber auch reichlich, die ihren Job ernst nehmen. Leider wird auf oberer und oberster Ebene deren Ergebnis zunichte gemacht.

Ich gebe Dir Recht: Das dort praktizierte System ist das Problem, doch dieses wird von statistikgeiler Politik vorgegeben. Die meisten Mitarbeiter kennen die Fakten und Zustände … und immerhin war es ein Mitarbeiter, der als Kronzeuge auftrat.

Wenn man diese Institution von ihrer Politikabhängigkeit befreien würde und den Tatsachen ins Auge sehen darf, ich denke, dann haben alle vorher genannten „Verschwörer“ alle Hände voll zu tun Arbeitsplätze zu schaffen, um das politische System zu erhalten … denn auch 4 Mio. Arbeitslose sind nicht die Wahrheit.

Gruß RaRo

Hallo Wolfgang,

ein Interesse von DGB und Arbeitgeberverbänden an der
Arbeitslosigkeit und an einer möglichst ineffektiven
Bundesanstalt für Arbeit kann ich nicht nachvollziehen. So
brauchen Betriebe ein gesundes Umfeld mit Kaufkraft. Ein Heer
von Arbeitslosen verursacht nur Kosten, die den Faktor Arbeit
verteuern.

Der Faktor Arbeit wird nicht wegen Arbeitslosen verteuert. Es kann sich jedoch eine erhebliche Arbeitslosigkeit dadurch auswirken, dass Sozialabgaben erhöht werden müssen und dann indirekt die Arbeitslosigkeit Einfluss auf Kosten hat.

Nein, an solche Art der Verschwörung

Warum soll es eine Verschwörung sein ? Für mich ist es die geballte Imkompetenz der Selbstversorger, die aus dem DGB oder dem Arbeitgeberverband kommen und statt volkswirtschaftliche Ziele zu vertreten durch das Gerangel der Klientelpolitik jede Form von Lösungen verhindern und auch jede Neuordnung der Bundesanstalt mit allen Mitteln verhindern werden. Wobei ich nicht Absicht unterstelle, sondern die Unfähigkeit, im Interesse des Staates und der Menschen, für diese zu handeln.

Herr Jagoda ist mit Sicherheit eine inkompetente, überforderte
Schnarchnase.

Da bin ich völlig anderer Ansicht. Wenn die Behörde nicht aus eigener Kraft, sondern vom Gesetzgeber den Auftrag erhält, wenn ein Unternehmen keine Stelle ausgeschrieben hat, aber sich ein Arbeitsloser dort meldet und eingestellt wird als „vermittelt“ bewertet werden soll, kann man doch nicht der Behörde die Schuld geben.

Wenn er die Zustände kannte und nichts dagegen

tat, hat er seinen Job nicht gemacht. Sind ihm die Mißstände
nicht aufgefallen, hat er offenkundig ebenso wenig seinen Job
gemacht. Trotzdem ist der Mann nur ein Bauernopfer. Indem er
gegangen wird, tut er erstmals etwas. Er gibt nämlich den
Sündenbock ab und schützt den Rest des verschlafenen Haufens
davor, Konsequenzen ziehen zu müssen.

Die Zustände sind nicht neu. Unter Riester und wohl allen
seinen Vorgängern wird der seelige Büroschlaf Alltag gewesen
sein.

Hier muss man wirklich differenzieren. Ich kenne aus eigener Praxis Umstände, die mich auch veranlasst haben, mich nur noch zu wundern. Ich war einige Zeit für AB-Maßnahmen tätig und habe Vorträge über Mietrecht und Wohngeld gehalten. Und wenn man da sah, dass Kurse mit 30-35 Personen nach einer Einführungsphase in ein Praktikum kamen, danach nach kurzer Schulung in eine mindestens weitere einjähriger Tätigkeit, war dies eine „gute Sache“. Nur, von 30-35 haben eben am Ende nicht 29 oder 34 einen Arbeitsplatz erhalten, sondern selten kamen mehr als fünf durch. Der Rest war ein Jahr gegen 100 % Kostenersatz (also für den Arbeitgeber kostenlos) mit gering erhöhter Zahlung , in anderen Fällen bei Kostenersatz von 80 %, im 2. Jahr dann 60 % usw. beschäftigt und spätetens wenn es kein Geld mehr gegeben hat, war das Arbeitsverhältnis beendet. Und in vielen Fällen, wo das AA für ein Jahr alle Kosten übernommen hat, war das Arbeitsverhältnis an dem Tag zu Ende, an dem es vom AA beim Arbeitgeber kein Geld mehr gab. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, uns einmal in der Umgebung solcher Arbeitgeber etwas näher umzuhören. Ich meine, wenn jemand am Stammtisch dann den anderen laut mitteilt, damit es jeder in der Gaststätte hört, wie asozial dieser Arbeitgeber sich verhält, das er derzeit für ein Jahr kostenlos einen Arbeitslosen habe, der jetzt mal schaffen soll, denn wenn er nichts mehr bekommt, könne der Arbeitslose wieder gehen, bleibt einem die Spuke weg. Man muss sich dann fragen, was die Politik mit solchen Gesetzen wollte und was das Gremium bei der Bundesanstalt für Arbeit für geistige Kinder hat. Wir haben diese Fälle mit dem Arbeitsamt besprochen. Das AA konnte nichts unternehmen, die Mitarbeiter hatten sich an die bestehende Rechtslage zu halten. Und einige Politiker, die heute Kritik üben, auch schon früher gemeckert haben, waren stets jene, die, wenn ihren Bekannten kostenlose Arbeitskräfte beschafft werden sollten, diese asozialen Praktiken unterstützt haben. Diese Kurse wurden im Auftrag des Arbeitsamtes durch die Volkshochschule durchgeführt. Nachdem man solche Praktiken gegen Arbeitslsoe nicht mehr geduldet hat und versucht hat, nur noch an solche Arbeitgeber Arbeitslose zu vermitteln, die bei Eignung auch dauerhafte Arbeitsplätz zugesagt haben - also die Schmarotzer nicht mehr beachtet wurden - wurde der VHS die Durchführung der Kurse unter Druck von Politikern entzogen. Drei Personen wurden bei der VHS gekündigt. Danach wurden jene wieder bedient, die seit Jahren, teilweise schon seit 1995 - 2000 im Unternehmen stets jedes Jahr zwei-drei neue kostenlose Arbeitnehmer beschäftigen können und - aus meiner Sicht sogar Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen gefährden, weil sie preisgünstige Angebote durch staatliche Subventionen abgeben können.

Jetzt aber hat die Dame Engelen-Kaefer und haben die
restlichen Herren ihren Buhmann und ich fürchte, es geht
weiter wie gehabt. Nur noch teurer, noch ineffizienter, noch
aufgeblähter. Mit Sicherheit werden Arbeitsgruppen gebildet,
die Veränderungsvorschläge unterbreiten sollen. Das Ergebnis
ist vorhersehbar: Personelle Verstärkung der ach so
überforderten Behörde und Entlastung durch private Vermittler.
Also werden statt jetzt fast 90.000 demnächst 100.000
staatliche Pappnasen herumsitzen und sich neben der
Selbstverwaltung damit beschäftigen, die Arbeit der
Vermittlung an Private zu delegieren.

Zuerst einmal werden wohl Gelder ausgegeben werden müssen, damit andere Pappnasen, die vielleicht nicht einmal wissen, wie Arbeitsvermittlung funktioniert ein Gutachten erarbeiten können.

Gruss Günter

Hallo,
bei der historischen Verkrustung wäre es mehr als infam, wenn
der derzeitigen Bundesregierung der Schwarze Peter zugeschoben
werden würde.
Gerade der Regierungswechsel hat sehr viel Verfilzung aufgedeckt.
Von den Spendengeschichten, Schuldenmacherei, Arbeitslosen nach dem Wechsel ganz zu schweigen.
Die Arbeitsweise des Arbeitsamtes unter Kohls Zeiten war die
gleiche.
Stoiber wird es demnächst auch nicht besser machen können.

mfg: Josef Spies

Hallo Josef,

richtig ist, dass diese Vorgänge bei den Arbeitsämtern schon vor der jetzigen Regierung erfolgt sind. Richtig ist auch, dass 1998 die Sendung Report Baden-Baden diese Fälle bereits aufgegriffen hat. Sie waren den Politikern bekannt. Nun spätestens konnte man von dem Gewerkschaftsminister Riester erwarten, dass er tätig wird.

Jagoda ist der Sündenbock. Tatsächlich sind aber doch jene verantwortlich, die zuständig sind für die Bundesanstalt für Arbeit und dazu gehören neben den Kirchen nun mal auch die Vertreter des DGB und der Arbeitgeber. Dieses denkfaule und arbeitscheue Gremium schweigt.

Denn Tatsache ist doch, dass die Arbeitsämter Weisung haben, wie sie bei Beratungen vorgehen müssen. Und wenn dann jemand nicht vermittelt wird, das Gespräch mit dem Mitarbeiter eines Arbeitsamtes aber ausreicht, dann diesen Vorgang zum Anlass zu nehmen, dass eine Vermittlung erfolgt ist, ist dies de facto zwar falsch aber nach den Weisungen richtig. Andererseits, solange man den Mitarbeitern Auslegungsmöglichkeiten und Definationsmöglichkeiten zubilligt, sollte man auf keiner Seite der Politik gegen Jagoda den Finger erheben.

Wären die Arbeitslsoenzahlen derzeit bei 3,5 Millionen wäre Jagoda noch im Amt. Schröder benötigt einen Idioten, der nun verantwortlich sein soll für eine verfehlte Arbeitsmarkt- und Finanzpolitik der Regierung. Das ist wohl der Hintergrund. Es macht sich auch so gut, dass Jagoda zufällig auch noch das CDU-Parteibuch hat.

Gruss Günter

mag sein, nur glaube ich nicht, das die SPD einen Deut besser ist.
Die ganze Affaire kam doch nur heraus, weil die SPD dabei war, gleich nach der Wahl alle Länder zu verlieren. Und damit wäre ein regieren unmöglich geworden. Die Konsequenz daraus: bevor man schon nach einem Jahr wieder abgelöst wird (dieeeese Schande), wäscht man lieber schmutzige Wäsche. Dass dabei der eigene Dreck teilweise zu Tage trat, war zwar nicht geplant, doch ein unvermeidbares Übel.
Hauptsache die eigene Partei kann zumindest die volle Periode regieren.
Dass Stoiber hier einen Vorteil bringt, ist eher unwahrscheinlich. In solchen Angelegenheiten sind alle Parteien gleich.
Stört mich auch nicht. Die paar Kröten verkraftet ein Staat wie die BRD locker.
Viel wichtiger ist die wirtschaftliche Kompetenz. Und hier hat eindeutig Stoiber die Nase vorne.
außerdem behauptet er nicht, dass er die Bevölkerung entlasten will, sie Sozialleitungen mehren will… und dann genau das Gegenteil zu machen - wie Schröder!
Grüße
Raimund

na, der neue scheint ja mit modernem Gedankengut drangehen zu wolle. Z.B. soll es Prämien für tatsächlich vermittelte geben.
Auch meint er, dass er nicht mehr sondern ehe weniger Mitarbeiter braucht. Außerdem will er nicht mehr Geld.
bisher hört sich alles recht vernünftig an.
Warten wirs ab.
Vielleicht schafft es Schröder doch noch, die AL-Zahlen runter zu drücken.
Grüße
Raimund

ich bin 57 und darf für das Politpack das Geld erarbeiten.
Hast Du schon mal das AIS besucht?
Schwachsinn Hoch 3.
Was hat der eigentlich GEARBEITET? Ab zur EU nach Brüssel.
Da springen noch mehr Polikadaver herum.

Gruß
PK

vielKadaver gibt es viele, würde man anders schreiben,
Politkadaver vor allem dort
PK

da kann ich mich ja nur noch aufhängen ! owT

Tagen entschieden haben, kostet den Kassen 300.000.000,- €!
Das zu verkraften ist ohne Beitragsanpassung nicht möglich.
Diese ist aber äußerst unpopulär. also wird man die

das problem liegt doch viel tiefer …
… nach meiner neuesten info über den niedergang der renaissance kamen auf 300.000 Einw. 12.000 prostituierte. das wars dann. der verfall der sitten und verantwortung.
wieviel prosthituierte kommen heute auf 100.000 einwohner ?
unser wohlstand hat uns zur bequemlichkiet und verantwortungslosigkeit erzogen. sehe ich täglich in meiner firma - das mittelmas hat sich durchgesetzt.
die profite und aktienkurse sinken - aber wir sind auf dem richtigen weg. so ein schwachsinn !

der herr jagoda war sicher kein kleiner dummer. aber er hat mit gemacht. dafür bekommt er jetzt seine rente. geht sozusagen über los zieht >9000€ ein (pro Monat !)und geht nicht ins gefängnis.
so einfach ist das. Das funktioniert im Gesundheitswesen.
Das funktioniert bei der BFA. Das funktioniert überall in diesem land. und erst wenn die karre keinen millimeter mehr vor und zurück geht wird sich etwas ändern.
und dann kommt kein blauer brief. dann gibts richtig ärger.

friedrich

na, na, wer wird denn gleich an den Strick denken!
Eine weitere gravierende Beitragsanpassung wird nicht kommen. 0,2-0,3 %, ok. Aber um 1 oder mehr % bestimmt nicht.
Was nach der Wahl bestimmt kommen wird (Spekulation von, ich weiß), ist die Berücksichtigung sämtlicher Einkommen. Also bei den Arbeitenden und Rentnern, ob pflicht oder freiwillig versichert, auch Mieteinkünfte, Zinseinkünfte, Einkünfte aus Verpachtung…
Und zwar unabhängig von der Partei, die dann regiert.
Von der Logik her eigentlich auch gerecht. Stell Dir vor Du hättest vom Onkel mehrere Häuser geerbt. Hast 20.000 € Mieteinnahmen pro Monat (hach, wäre das schön!), aber, da Du Zeit Deines Lebens pflichtversichert warst nur einen Kassenbeitrag von ca. 200 €. Dazu dann noch den Zuschuss der LVA oder BfA.
Wäre das fair dem freiwilligversichertem gegenüber, der evtl. 400 € und mehr Kassenbeitrag bezahlt?
Schlimm trifft es natürlich den „Häuslesbauer“ der die Finanzierung auf den letzten Cent berechnet hat… mit Frau arbeiten schicken. Wenn der die Miete auch noch angeben muss…
Grüße
Raimund

Hallo,

der herr jagoda war sicher kein kleiner dummer. aber er hat
mit gemacht. dafür bekommt er jetzt seine rente. geht
sozusagen über los zieht >9000€ ein (pro Monat !)und geht
nicht ins gefängnis.

Weshalb soll er ins Gefängnis. Er hat keine Straftat begangen. Wir vergessen ständig in dieser Diskussion, dass Jagoda nur umgesetzt hat, was ihm zuerst die CDU-, später SPD-Bundesregierung als Weisung über die Handhabung statistischer Werte vorgegeben hat. Jagoda ist nun nicht nur Beamter, sondern ihm ist wohl kaum eine Dienstverfehlung vorzuwerfen. Dies sollte man ganz neutral einmal aus der Sicht der rechtlichen und sachlichen Bewertung sehen. Und nur darüber ist zu entscheiden, wenn es um Rente für Jagoda ging oder um Versetzung an einen anderen Posten.

Alles andere sind moralische Ansprüche, die wir an andere stellen. Moral ist aber kein Beurteilungsgrund.

so einfach ist das. Das funktioniert im Gesundheitswesen.
Das funktioniert bei der BFA. Das funktioniert überall in
diesem land. und erst wenn die karre keinen millimeter mehr
vor und zurück geht wird sich etwas ändern.
und dann kommt kein blauer brief. dann gibts richtig ärger.

Wenn ich eine Forderung habe dann die, dass Riester zu gehen hat und der gesame Beirat der Bundesanstalt für Arbeit. Dies sind doch die eigentlichen Versager. Aus Klientelinteressen war weder ein DGB noch ein Arbeitgeberverband zur wirksamen Kontrolle fähig. Da kannst Du wirkich dann sagen „Ausser Spesen nichts gewesen“.

Gruss Günter

Hallo Raimund,

es wird ihm gelingen. Sein Mann wird zuständig und wie man heute bereits der Presse entnehmen darf, soll die Arbeitslosenstatistik bereinigt werden. Es wird erwartet, dass es erheblich weniger Arbeitslose geben soll.

Was ich nun als Betriebswirtschaftler nicht nachvollziehen kann ist die Tatsache, wenn es laut Statistik weniger Arbeitslose gibt als derzeit bekannt, weshalb werden dann an über vier Millionen Arbeitslose Gelder gezahlt ? Und wie hoch ist dann die „Schattenarbeitslosigkeit“ die um 1,5 Millionen höher eingeschätzt wird als amtlich geführt ?

Mit Tricks in der Statistik dürfte Schröder kein Geld sparen. Ab da kann ich Riester und Schröder dann nicht mehr folgen. Hoffe aber, dass der neue Mann wirklich Ideen hat und - es nützt ihm nur etwas - seine Ideen durchzusetzen und anzuwenden - wenn die SPD Bundestagsfraktion über den eigenen Schatten springt und gesetzliche Vorgaben aufhebt u.a. Gewerkschaften und Arbeitgebern keine Mitsprache in der Verwaltung - wie bisher einräumt - sondern nur noch diese als Kontrollorgan zulässt.

Wobei ich mich frage, was die „Krampfhenne Engelen-Käfer“ zu kontrollieren hat, die hat sich in ihrer antiquierten Gewerkschaftsideologie selbst nicht unter Kontrolle. Und Kannengiesser, das „Placebo des Arbeitgeberverbandes“ kann auch in der Wüste bleiben. Der Staat muss diese Behörde zu einem Wirtschaftsunternehmen umfunktionieren. Und dort sind Gewerkschafts- wie Arbeitgeberfunktionätre wirklich „der Sand im Getriebe“.

Gruss Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Du beschwerst Dich, dass Jagoda nun in Rente geht und willst ihn zur EU schicken. Ist Dir bewusst, dass die dort wesentlich höhere Gelder erhalten als ein Abgeordneter bei uns. Willst Du seine Rente - sein Einkommen - verdreifachen ?

Gruss Günter

Hallo Günther
Ich muss dich enttäuschen: dass man Arbeitslos gemeldet ist, bedeutet noch lange nicht, dass man auch finanzielle Leistungen erhält.
(Wie ich dir aus eigner Erfahrung versichern kann…)

Gruß
Mike

Hallo Raimund,

es wird ihm gelingen. Sein Mann wird zuständig und wie man
heute bereits der Presse entnehmen darf, soll die
Arbeitslosenstatistik bereinigt werden. Es wird erwartet, dass
es erheblich weniger Arbeitslose geben soll.

Ob Schröder mit der künstlichen Bereinigung Stimmen gweinnt? Welcher „Bereinigter“, der nicht mehr weiß, wovon er leben soll, wird ihm dafür seine Stimme geben? Es wird dann mit Sichrheit die englische Bereiniugung angewandt: wer länger als xx AL ist, wird ausgegliedert und ist keiner mehr. Damit bekommt man dann nach meiner Schätzung 1 Million weg. Dann noch einige Hausfrauen (vermutliche) ergibt wieder 500.0000 Stellen. Klasse: Schröder hat es geschafft, die AL-Zahl auf 2,5 Mio zu senken!

Was ich nun als Betriebswirtschaftler nicht nachvollziehen
kann ist die Tatsache, wenn es laut Statistik weniger
Arbeitslose gibt als derzeit bekannt, weshalb werden dann an
über vier Millionen Arbeitslose Gelder gezahlt ? Und wie hoch
ist dann die „Schattenarbeitslosigkeit“ die um 1,5 Millionen
höher eingeschätzt wird als amtlich geführt ?

Das sind keine AL, das sind Sozialhilfeempfanger. Also, wie kann man so etwas verwechseln? Schmarotzer sind das!:wink:

Mit Tricks in der Statistik dürfte Schröder kein Geld sparen.
Ab da kann ich Riester und Schröder dann nicht mehr folgen.
Hoffe aber, dass der neue Mann wirklich Ideen hat und - es
nützt ihm nur etwas - seine Ideen durchzusetzen und anzuwenden

  • wenn die SPD Bundestagsfraktion über den eigenen Schatten
    springt und gesetzliche Vorgaben aufhebt u.a. Gewerkschaften
    und Arbeitgebern keine Mitsprache in der Verwaltung - wie
    bisher einräumt - sondern nur noch diese als Kontrollorgan
    zulässt.

Habe ich nicht so am Rande gehört, dass das Käferengelchen nicht mehr im AR ist? Und dass Gerster den AR die Flügel stutzen will?
Er will auch die privaten Arbeitsvermittler fördern. Trotzdem soll das AA die Leitfigur bleiben. Außerdem sollen von den vielen Selbstverwalteren ein größerer Anteil an die Front, also AL beraten und vermitteln. Wenn er den Leuten an den Beratungsstellen noch ein paar Schulungen in Kundennähe spendiert, könnte es was werden. Dann kann sogar passieren, dass ich dem Schröder meine Stimme gebe. Aber ich glaube, die Gefahr besteht nicht.