Liebe Baufachleute,
ich habe im August 2010 vier bodentiefe Fensterelemente (von Weru) von einer Mainzer Fa. eingebaut bekommen: Dreifach-Verglasung, 90 mm dick, Kunststoff.
Seit der Kälteperiode merke ich, dass ich mehr heizen muss und die Räume bodenkalt sind. Wenn ich auf den Boden fasse am Fenster im Innenbereich spüre ich die Kälte.
Vor dem Einbau habe ich den Handwerkern angeboten, bei Bedarf Steinwolle zu benutzen, die ich noch von anderen Isolierungen übrig hatte. Doch das wurde abgelehnt. Sie würden ein Band aufkleben, das sich ausdehnt.
Innen wurde dann eine Kunststoffleiste über die Fugen geklebt und außen wurde es dem Bauherrn überlassen, die Fugen zu schließen.
Wohlgemerkt, es wurde Montage nach RAL-Richtlinien vereinbart.
Was ist hier schief gelaufen und wie kann ich die Wärmebrücken schließen bzw. schließen lassen?
Danke für Ihre Hilfe.
mandelblüte
Hi…
ich habe im August 2010 vier bodentiefe Fensterelemente (von
Weru) von einer Mainzer Fa. eingebaut bekommen:
Seit der Kälteperiode merke ich, dass ich mehr heizen muss und
die Räume bodenkalt sind. Wenn ich auf den Boden fasse am
Fenster im Innenbereich spüre ich die Kälte.
Waren denn die vorher eingebauten Fenster genauso groß?
Wenn ja: Zeigte sich die beobachtete Bodenkälte auch bei den alten Fenstern?
Wie wurde der erhöhte Heizwärmebedarf gemessen?
Vor dem Einbau habe ich den Handwerkern angeboten, bei Bedarf
Steinwolle zu benutzen, die ich noch von anderen Isolierungen
übrig hatte. Doch das wurde abgelehnt. Sie würden ein Band
aufkleben, das sich ausdehnt.
Richtig so. Steinwolle in irgendwelche Fugen stopfen ist zwar besser als nichts, aber Kompriband macht sie (bei richtiger Anwendung) tatsächlich dicht. Zusätzlich kann Dämmung erforderlich sein, aber das kann man ohne Besichtigung schwer sagen.
Innen wurde dann eine Kunststoffleiste über die Fugen geklebt
und außen wurde es dem Bauherrn überlassen, die Fugen zu
schließen.
Wurde das dann auch gemacht?
Wie breit und tief waren die Fugen?
Wie wurden sie gefüllt und verschlossen?
genumi
Tach,
hab´ z.Zt. keine Lust (Zeit) mich großartig mit dem Problem zu beschäftigen. Daher auf die schnelle nur die Ansichten eines Laien:
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Mehr Fensterfläche = mehr heizen. Daran ändern auch solare Erträge bei optimaler Südausrichtung der Fensterflächen nichts.
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Sowohl in der Sanierung im Altbestand, alsauch bei Neubauten wird die Anschlußproblematik Fenster /Mauerwerk bzw. Fenster /Boden stäflich vernachlässigt.
In deinem Fall steht m.E. das Fensterelement ohne ausreichende Entkopplung einfach auf der Decke/ Boden/ Mauerwerksresten auf. Interessant für dich könnte es sein, wenn es zu dem Fensterprogramm auch werksseitig techn. Detailblätter gäbe, wie der wärmebrückenfreie Einbau der Fenster zu erfolgen hat.
Gruss
B
Hallo genumi,
danke für deine Antwort.
Hier zu deinen Fragen:
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Waren die Fenster genau so groß?
Eigentlich ja, es wurde nur eine sog. Fuge gelassen, damit man die
Fenster wieder einfügen kann. Mit ca. 5 cm-breitem Compriband
wurden die Fenster beklebt und dann eingesetzt.
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Bodenkälte vorher?
Nein, es bestand vorher keine Bodenkälte, sondern es war in diesem
Raum bei Thermostateinstellung 3 an der Heizung schön warm.
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Wurden die Fugen auch geschlossen?
Von innen mit einer Leiste und von außen habe ich bei zwei
Fenstern an den Seiten verputzt und eine Silikonnaht gelegt.
Bei den beiden anderen Fenstern habe ich ein Sichtbrett
angenagelt, da verputzen nicht möglich ist (Eternitschieferbehang).
Aber am Boden war eine Fuge sichtbar (ca. 1 cm), die m. M
hätte abgedichtet werden müssen. Hier wurde nur eine
Styrodurleiste überklebt (5 cm hoch, 2 cm breit) und das auch
nicht vollflächig. Darauf
wurden dann die Fliesenriemchen (ca. 5 cm hoch) geklebt. Mein
Bruder hat dann die Fliesen verfugt, aber am oberen Rand ist noch
eine ca. 1 cm breite Fuge offen. Die müßte doch auch geschlossen
werden?
Übrigens, ein gutes, neues, „warmes“ Jahr!
mangelblüte