Baufinanzierung aber mit welcher Bank?

Hallo Experten,
bin derzeit an einigen EFH und ZFH dran und will mir in Kürze eines kaufen.
Aber wie mache ich das mit der Finanzierung? Woher bekomme ich günstigste Variante bzw. das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
(Ich kann doch nicht in jede Bank rennen).
Im Internet gibts ewig viele Seiten aber kann ich denen auch vertrauen?
Kann mir hierzu jemand einen wertvollen Tipp geben?
Danke!
Stef

Hallo Stefan,

bei Interhyp.de kannst du Finanzierungsangebote vergleichen. Wir haben es damals so gemacht und sind auf die IngDiba gekommen. Guter Service, gute Leistungen und der günstigste Zins zu der Zeit.

Gruß
ajlav

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Hallo Stef,

ich fand diese Seite sehr hilfreich: http://baugeld.vergleich.de/
Habe mir die günstigsten Angebote rausgesucht und mit den Banken Kontakt aufgenommen. Außerdem habe ich mit meiner Hausbank verhandelt.

Viele Grüße Stefanie

Hallo Stefan,

auch wenn man bei der Baufinanzierung auf einen günstigen Zinssatz achten sollte, darf dies nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

Meiner Meinung nach sollte ein ordentliches Konzept dahinterstehen. Das bedeutet, dass auch berücksichtigt werden sollte, wie es nach Ablauf der Zinsfestschreibung weitergeht.

Die Meisten vergessen nämlich, dass nach 10 Jahren Zinsfestschreibung und einer minimalen Tilgung von 1% weit über 80% der Restschuld übrig sind. Wenn sich dann der Zinssatz auch nur um 2-3% erhöht, kommen wir bei der monatlichen Belastung in Dimensionen, die schon Manchen das Eigenheim gekostet haben.

Du solltest dich also ordentlich beraten lassen und das Angebot mit dem logischen Menschenverstand prüfen, z. B. auch auf solche Dinge wie:

  • Werden bestehende Verträge in die Finanzierung eingebunden?
  • Werden Förderungen berücksichtigt, auf die du evtl. Anspruch hast?
  • Ist die monatliche Belastung auf Dauer tragbar?

Gruß Thomas

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Hallo Thomas,
du hast natürlich vollkommen Recht.
Aber primär bin ich am Zinssatz (effektiv) interessiert. Irgendwo muss man ja mit der Kriterienauswahl beginnen.

Die Meisten vergessen nämlich, dass nach 10 Jahren
Zinsfestschreibung und einer minimalen Tilgung von 1% weit
über 80% der Restschuld übrig sind. Wenn sich dann der
Zinssatz auch nur um 2-3% erhöht, kommen wir bei der
monatlichen Belastung in Dimensionen, die schon Manchen das
Eigenheim gekostet haben.

Was willst du mir damit sagen? Soll man den Zinssatz bis Ende der Schuld festschreiben (bei mir 25 Jahre!)?

Gruß
Stef

Hallo Stefan,

schau Dir mal folgende Seite an:
http://www.wowi.de/vs/zinsentwicklung/frameset.htm
Dort siehst Du die Zinsentwicklung für Baugeld der letzten 20 Jahre.
In den 90er-Jahren hatten wir ein extrem hohes Zinsniveau bei knapp 10 %. Derzeit befinden wir uns auf einem extrem niedrigen Zinsniveau.
Die Zinsen sind schon so stark gefallen, daß der Spielraum nach unten extrem begrenzt ist. Die Kurve wird wohl nicht immer weiter nach unten gehen (sonst gibt’s bald noch was dafür, daß man Geld aufnimmt *g*).

Wenn Du eine Zinsfestschreibung von 10 Jahren hast, hast Du für 10 Jahre Planungssicherheit. Hast Du eine für 15, dann hast Du für 15 Jahre Sicherheit. Nach 15 Jahren ist die Restschuld (auf die eventuell höhere Zinsen zu zahlen sind) deutlich geringer als nach 10 Jahren.

Welche Zinsfestschreibung die optimale ist (bzw. war) kann man immer erst nach Ablauf des Darlehens sagen - weil man dann die Entwicklung des Zinssatzes kennt. Bis dahin sind es immer Vermutungen.
Aber gerade bei Baufinanzierungen ist es wichtig, mit konstanten Belastungen rechnen zu können.

In der derzeitigen Zinssituation würde ich persönlich durchaus einer Bank den Vorzug geben, die vielleicht etwas teurer ist, aber dafür eine längere Zinsbindung ermöglicht.

Viele Grüße
Katzen-Mama

Hallo Stefan,

wenn es machbar ist und nicht zu teuer (vom Zinssatz her) ist das auf jeden Fall eine sehr planungssichere Alternative.

Bis vor kurzem gab es eine Bank, die hat sogar eine 30jährige Zinsfestschreibung angeboten.
Du hast als Kunde nach 10 Jahren sowieso die Möglichkeit, das Darlehen bei der Bank zu kündigen (auch bei längerer Zinsfestschreibung).

Gruß Thomas

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Hallo Stefan,

meine Erfahrungen zum Thema:

  • entscheide dich, was dir persönlich mehr zusagt: Haus- oder Direktbank. Direktbanken sind normalerweise günstiger als Hausbanken, aber mit der Hausbank lässt sich auch einiges verhandeln: abgesehen vom Zinssatz über Sondertilgung, Kontoführungsgebühren, Bereitstellungzins, Bearbeitungsgebühr…

  • lass dir keine (neuen) Bausparverträge andrehen, die in die Finanzierung einfließen.

  • prüfe, ob ein KFW-Darlehen sich für dich lohnt.

  • Lass dir mehrere Angebote machen und vergleiche die Gesamtkosten.

Viel Glück!

Hallo iceage,

ich verfolge das Thema und natürlich auch die Antworten, weil ich selbst gerne eine Immobilie erwerben.

Jetzt haben Deine Antworten für mich ein gr0ßes grübeln hinterlaßen.

  • lass dir keine (neuen) Bausparverträge andrehen, die in die
    Finanzierung einfließen.

Ich dachte immer, dass gerade Bausparverträge sich lohnen (geringerer Zins und die Möglichkeit zur Sondertilgung).

  • prüfe, ob ein KFW-Darlehen sich für dich lohnt.

Kann sich das denn mal nicht lohnen, trotz günstigeren Zinssatz?

Lieben Gruß
Andy

Hallo Andy,

meine Zielsetzung für das Darlehen war folgende: möglichst schnell tilgen, möglichst lange Zinsbindung (15 Jahre) und möglichst wenig Restschuld - klipp und klar und alles im Überblick.

Derzeit liegen die Zinsen recht günstig, z.B. für 15 Jahre Zinsbindung bei der Diba (Direktbank) bei 4,65 und bei einer Filialbank (Volksbank Münster) bei 4,74.
Wenn du ein KFW-Darlehen zur Förderung von Wohneigentum dazu nimmt, liegt der Zins bei 4,32 effektiv für das Wohneigentumprogramm, das du nutzen könntest, wenn du ein Haus kaufst. Das ist nicht wirklich super-weniger an Zinsen… Du kannst zwar erstmal die Tilgung aussetzen für das KfW-Darlehen (maximal für 5 Jahre), aber die Zinsen musst du ja schon gleich zahlen - aber was du in das KfW-D. zahlst, kannst du nicht in das „große Darlehen“ stecken.

Ein Bausparvertrag ist vielleicht nicht immer schlecht, aber wenn du neu abschließt, musst du dafür auch zahlen neben deinem Darlehen, einschließlich Abschlussgebühren etc., und alles, was du nicht ins „große Darlehen“ stecken kannst, macht den Batzen auch nicht geringer. Die Banken - meine Erfahrung - möchten gerne Bausparverträge abschließen, aber das möchten sie sicher nicht aus Menschenfreundlichkeit…

Sondertilung kannst du immer haben! Sag der (Haus-)Bank deine Bedingungen, z.B. Sondertilgung (wenn du willst, auch zu jedem beliebigem Zeitpunkt) innerhalb eines Jahres und lass dich nicht beschränken, sondern mach klar, dass du bis zu einer bestimmten Summe die Möglichkeit haben möchtest. Und das darf auch nix extra kosten.

Ich finde, dass es wichtig ist, sich die Gesamtkosten anzusehen… und das wird komplizierter, wenn mehrere Komponenten im Darlehen stecken. Aber sicher ist die Zielsetzung und der Spielraum auch entscheidend: Musst du wenig tilgen, weil dir sonst am Monatsende für die nächsten 20-30 Jahre immer was fehlen würde oder kannst du viel tilgen und würdest damit günstiger fahren? Die Banken checken das schnell… und nennen es „Bonität“ - dahinter steckt wohl der Gedanke, dass man Leute mit weniger Einkommen (und weniger Eigenkapital) viel länger und somit viel lukrativer Geld verkaufen kann, als sogenannten „Schnelltilgern“.

Darum finde ich, muss man sich genau überlegen, ob sich Bausparverträge und KfW lohnen oder ob man letztlich nicht sogar noch drauf zahlt.

Hallo,

würde es mit einem Fremdwährungsdarlehen finanzieren!!! SFR!!!

Gruss

PS: wenn Info brauchst, gib Bescheid!