Baufinanzierung - ohne Eigenmittel?

Die bösen Zinsennehmer!!!

Wo habe ich Zinsennehmer verurteilt??? Habe lediglich Fakten genannt.

damit du es mal selber rechnen kannst, folgende Aufgabe:

Lege ein Sparsumme fest, die du monatlich sparen mußt, um ein
Haus kaufen zu können!

Thema verfehlt! Es ging nicht um den Vergleich Haus jetzt oder später kaufen, sondern um den Vergleich Haus kaufen oder Mieter bleiben.

Nehme an das Haus kostet „heute“ 200.000 Euro. Rückwärts
betrachtet verdoppelt sich der Hauspreis alle 10 Jahre.
Beispiel hausbau 1963 Kosten 63.000 incl. 750qm Grund.
Verkauf 1998 für DM 318000. also in 35 jahren verfünffacht.

Was damals zutreffend war, heutzutage aber definitiv NICHT mehr.
Ich kenne KEINEN aus meinem Bekanntenkreis, der seine Eigentumswohnung nach 3 bis 5 Jahren gewinnbringend verkauft hat (Neubauwohnungen in guter Wohnlage). Alle haben mehr oder weniger Minus gemacht. Wie soll sich dann der Wert nach 10 Jahren verdoppeln???

Betrachte nun den Aufwand für Miete „Kaltmiete ohne NK“, incl.
Preissteigerungsrate nach Inflation 1,5% über die Ansparzeit
per anno.

Addiere Mietaufwand und Sparaufwand und stelle gegen:

Hauskauf heute 200.000 euro 15 Jahre fest, 100% finanziert,
tilgung 1%, Zinsen 8%.

Wetten du kommst aus dem rechnen garnicht mehr raus, weil dir
die Preise weglaufen!

Letzteres stimmt so definitiv nicht, siehe oben!

gruss
winkel

PS: Wetten du hast in Differenz soviel Kapital, daß du ein 2.
Haus heute bauen könntest!

Der Unterschied zwischen Deiner Aussage und meiner ist:
Du nimmst Statistiken zu Deinen Berechnungen, ich dagegen urteile aus der praktischen Erfahrungswerten heraus (meiner und meines Bekanntenkreises).

Schönen Tach noch.

Noch ein Nachtrag
In der Rechnung wurde übrigens komplett der Erhaltungsaufwand (nicht: Modernisierung) für die eigene Immobilie vergessen, den der Mieter komplett einspart! z.B. neuer Heizkessel, neues Dach, Reparaturen, etc. Ein typischer gern gemachter „Fehler“ der Banken und Bausparkassen :wink:))

Und: Ob ich am Ende meines Lebens nun ein Haus erarbeitet habe oder nicht, ist mir egal. Davon habe ich nach meinem Tod eh nichts mehr. Es ging mir nur um den reinen Vergleich „Aufwand für´s Wohnen“ als Mieter oder als Eigentümer im Laufe der Jahrzehnte.

Und:
Es ging mir NICHT um die ausschließliche finanzielle Betrachtungsweise. Selbst wenn sich dabei Eigentümer in vielen Fällen etwas besser stellen als Mieter, die anderen genannten Dinge wiegen teilweise noch viel schwerer.

ok, war bewusst etwas übertrieben von mir.
Aber wenn ich sehe, was alles in die Finanzierung hineingerechnet wird, damit sie dadurch überhaupt erst ermöglicht wird - wahnsinn. Nicht nur von unbedarften Bauherren, sondern oft BEWUSST auch von den Banken selbst!
Da wird die Eigenheimzulage monatlich hineingerechnet, obwohl sie nach 8 Jahren entfällt, da werden beim Einkommen Überstundenzulagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld hineingerechnet, nur damit der Sachbearbeiter auf dem Papier eine „sichere“ Grundlage hat, um endlich den Kredit und/oder Bausparvertrag verkaufen zu können.

Das ist übrigens eine Aussage eines Bankers und teilw. sogar eigene Bauherrenerfahrung…

Es gab dazu mal eine Aussage „Die örtlichen xyz Banken finanzieren alles, wenn sie nur sicher sind, im Fall der Zahlungsunfähigkeit einen guten Preis wieder herauszubekommen“.
Und das nennt sich dann auch noch kundenfreundlich… :wink:)

Hallo Winkel,

Nehme an das Haus kostet „heute“ 200.000 Euro. Rückwärts
betrachtet verdoppelt sich der Hauspreis alle 10 Jahre.

Das wäre eine Wertsteigerung von 7% jährlich. Wenn ich mir die Immobilienpreise ab 1995 anschaue, dann waren es eher 7% Wertverlust jährlich.

Grüsse

Sven

Hi Sven und Werner,

ich antworte hier nur einmal, da ihr beide das gleiche Problem angesprochen habt.

Thema verfehlt! Es ging nicht um den Vergleich Haus jetzt oder
später kaufen, sondern um den Vergleich Haus kaufen oder
Mieter bleiben.

Das hängt doch zusammen! Die Diskussion heißt doch Haus statt Miete, bzw. Haus bezahlen durch einsparen der Miete. also muss man die alternativen vergleichen.

Nehme an das Haus kostet „heute“ 200.000 Euro. Rückwärts
betrachtet verdoppelt sich der Hauspreis alle 10 Jahre.
Beispiel hausbau 1963 Kosten 63.000 incl. 750qm Grund.
Verkauf 1998 für DM 318000. also in 35 jahren verfünffacht.

Was damals zutreffend war, heutzutage aber definitiv NICHT
mehr.

Das ist die Argumentation eines Verkäufers. Nehme immer das Argument, was dein Produkt verkauft.

Du siehst einerseits die Rezession, aber du verneinst, daß es wieder zu einer Progression in der Wirtschaft kommt. Seit 1963 (wg. meines Beispiels) gab es solche heftigen Rezessionen nur 1mal, aber trotzdem hat diese Wertentwicklung stattgefunden.

Ich kenne KEINEN aus meinem Bekanntenkreis, der seine
Eigentumswohnung nach 3 bis 5 Jahren gewinnbringend verkauft
hat (Neubauwohnungen in guter Wohnlage). Alle haben mehr oder
weniger Minus gemacht. Wie soll sich dann der Wert nach 10
Jahren verdoppeln???

Du übersiehst hier, daß eine Wertsteigerug nicht linear zu betrachten ist. Es kann sein, daß ich ein Haus/Wohnung kaufe und über dem Marktwert bezahle, dan hab ich beim Einzug schon mal Verlust gemacht. andersrum ist es nicht so, daß ich nach 1 Jahr bereits 7% Gewinn habe.

Sonst könnte man ja argumentieren: Ich habe gestern 100 Aktien gekauft und 20% Verlust gemacht. Das System funktioniert nicht.
Wobei andere Langfristig gesehen ihr Vermögen in Aktien vervielfacht haben.

Der Unterschied zwischen Deiner Aussage und meiner ist:
Du nimmst Statistiken zu Deinen Berechnungen, ich dagegen
urteile aus der praktischen Erfahrungswerten heraus (meiner
und meines Bekanntenkreises).

Das macht mir nix, weil ich weiß, die Zeit wird dich Lügen strafen.

Selbst der abgelegenste Bauernhof hat langfristig an Wert zugenommen. selbst die Ruinen in manchen Innenstädten wo jeder gesagt hätte, die sind keinen Pfifferling wert, hat der Preis für Grund und Boden im Wert eingeholt.

gruss
winkel

Das hängt doch zusammen! Die Diskussion heißt doch Haus statt
Miete, bzw. Haus bezahlen durch einsparen der Miete. also muss
man die alternativen vergleichen.

Hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.

Was damals zutreffend war, heutzutage aber definitiv NICHT
mehr.

Das ist die Argumentation eines Verkäufers. Nehme immer das
Argument, was dein Produkt verkauft.

Du siehst einerseits die Rezession, aber du verneinst, daß es
wieder zu einer Progression in der Wirtschaft kommt. Seit 1963
(wg. meines Beispiels) gab es solche heftigen Rezessionen nur
1mal, aber trotzdem hat diese Wertentwicklung stattgefunden.

Das heißt nicht, dass derartige Rezessionen in Zukunft nicht öfter stattfinden können. Ist das selbe Argument wie bei Aktien. Ausserdem: Wer im Boom kauft, hat´s viel viel schwieriger, überhaupt noch auf eine einigermaßen Rendite zu kommen, weil der Wert erst mal erheblich gefallen ist in den ersten Jahren.
Im langjährigen Mittel magst Du recht haben, aber wenn ich ein Haus kurzfristig verkaufen muss wegen unerträglicher Nachbarn oder zwangsweisem Ortswechsel? Und der „Kurs“ der Immobilie ist gerade im Keller? Angeschmiert :frowning:(
Es wird von Banken etc. immer auch eine KONTINUIERLICHE Wertentwicklung behauptet (im Gegensatz zu Aktien), und das stimmt absolut nicht.

Du übersiehst hier, daß eine Wertsteigerug nicht linear zu
betrachten ist. Es kann sein, daß ich ein Haus/Wohnung kaufe
und über dem Marktwert bezahle, dan hab ich beim Einzug schon
mal Verlust gemacht. andersrum ist es nicht so, daß ich nach 1
Jahr bereits 7% Gewinn habe.

Sonst könnte man ja argumentieren: Ich habe gestern 100 Aktien
gekauft und 20% Verlust gemacht. Das System funktioniert
nicht.
Wobei andere Langfristig gesehen ihr Vermögen in Aktien
vervielfacht haben.

Siehe oben.

Der Unterschied zwischen Deiner Aussage und meiner ist:
Du nimmst Statistiken zu Deinen Berechnungen, ich dagegen
urteile aus der praktischen Erfahrungswerten heraus (meiner
und meines Bekanntenkreises).

Das macht mir nix, weil ich weiß, die Zeit wird dich Lügen
strafen.

Kann sein, aber nicht generell sicher. Du bist Dir Deiner Sache etwas zu sicher.

Selbst der abgelegenste Bauernhof hat langfristig an Wert
zugenommen. selbst die Ruinen in manchen Innenstädten wo jeder
gesagt hätte, die sind keinen Pfifferling wert, hat der Preis
für Grund und Boden im Wert eingeholt.

Stimmt nicht. Im Osten Deutschlands z.B. gibt es Objekte, die keiner mehr haben will, auch für den Bruchteil des Wertes!

Ich hoffe, dass Du Recht hast mit Deiner positiven Einschätzung (bin ja selber Hausbesitzer). Aber wenn ich sehe wie speziell die Reihenhauspreise in den letzten Jahren hier runtergegangen sind, muss ich stark zweifeln…

gruss
winkel