Moin, ich hab da mal eine Frage bezüglich einer Neubaufinanzierung. Es geht darum die Tilgung in einen Bausparvertrag zu zahlen, ich hab das nicht so ganz verstanden der Berater sagte ich würde die ersten 10 Jahre ein Annuitätendarlehen haben zum jetzigen Zins und nach den 10 Jahren hätte ich dann nur noch die als Beispiel 3,95% Zinsen von dem Bausparvertrag in den ich die ersten 10 Jahre auch die Tilgung gezahlt hätte. Ich kannte diese Art der Finanzierung garnicht und daher wollt ich mal anfragen wie genau so eine Finanzierung aussieht und ob sich sowas lohnt?
Das was Du beschreibst wird ein vorfinanziertes Bauspakonto sein.
Hier bekommst Du einen „normalen“ Zins, wie bei einem Annuitätendarlehen. Der Betrag, den Du normalerweise zum zurück zahlen mtl. zahlen würdest, zahlst Du statt dessen in das Bausparkonto. Hier erhältst Du im Grunde für jeden „Spareuro“ bei Zuteilung einen „Darlehenseuro“ , sprich aus 1 mach 2.
Aber Vorsicht, die niedrigen Zinsen des Bausparkontos relativeren sich aufgrund des sehr geringen Sparzinses für die Einzahlungen.
Oft hast Du bei dem vorfinanzierten Bsp.-Kto. nach 10 Jahren gerade einen Schnaps mehr drinnen als Du eingezahlt hast. Z.Bsp. 20.000 bespart, Guthaben nur 20.500,–. Das kommt durch die 0,5% Zins, Abschlußgebühr (meist 1% der Bausparsumme), laufende Kontoführungsgebühren, Zeitschrift ect… Dazu kommt, dass u.U. die Rate für das Bauspardarlehen oft sehr hoch ist.
Eine reine Bausparfinanzierung daher ist meist nicht tragbar.
Ich kenne nur wenige Modelle, die sich rechnen. Hauptsächlich wenn ein altes Bausparkonto vorhanden ist, das schon einen Großteil der notwendigen Zuteilungsvoraussetzungen erdient hat (Bewertungszahlen).
Lieber direkt tilgen, sprich Monat für Monat das Darlehen schmälern, oder eine Sparanlage mit Rendite wählen, um dann in 10 Jahren mehr Tilgungsleistung zur Verfügung zu haben.
Grüße
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Hi, danke für die schnelle Antwort. Und ich denke das ist es auch was ich hören wollte, hatte mich in alle möglichen Finanzierungen eingelesen und über diese Art der Finanzierung nicht mal ansatzweise was gelesen, und dabei belass ich es dann auch.
Hallo, also ich hab gestern trotz alledem mal ein Beratungstermin gemacht, und ich fand so schlecht hörte es sich nicht an. Ich versuch mal die Zahlen wieder zugeben: Also das Darlehn beträgt 151.340 euro, 15 Jahre zahle ich nur die Zinsen für diese Summe an eine ausgewählte Banke (DKB, DSL, Hypo) bei einem Zinssatz von ca 5,3% das wäre eine Rate von 801 Euro allerdings ist da meine VL und der 1 % Tilgung der in den Bausparvertrag geht mit drin. 1 Jahr später wollt ich ne Sondertilgung von 20.000 Euro leisten. Nach den 15 Jahren würde der Bausparvertrag soweit sein das das Bankdarlehn abgelöst werden kann und ich dann weiter in das Bauspardarlehn zahle zum Zinssatz von 3,9% bei der gleichen Rate von 801 Euro, wobei ich dann nach 11 Jahren und 11 Monate fertig wäre. So, das wären dann knapp 27 Jahre, wo ist jetzt der Haken dabei? Und was ich sehr wichtig finde in meinem Beruf das ich mal ne höhere Sondertilgung leisten kann.
wo ist jetzt der Haken
dabei? Und was ich sehr wichtig finde in meinem Beruf das ich
mal ne höhere Sondertilgung leisten kann.
Sondertilgung ist immer gut.
Im Bausparer haste ja komplette Sondertilgungsmöglichkeiten.
Der Haken ist wie immer, keiner hat ne Glaskugel und kann die sagen ob in 5 Jahren die Zinsen höher oder niedriger sind.
Wenn Dir klare Verhältnisse wichtig sind, dann hast Du mit diesem Konstrukt ein gutes gewählt, da du über die 27 Jahre weißt was du Zahlst.
Nachteil: Du zahlst 15 Jahre gleichbleibend Zinsen und hast nach 15 Jahre immer noch den vollen Betrag als Schulden. Ob es sich lohnt wird die Zukunft richten.