Liebe/-r Experte/-in,
Mich interessiert bei einem Hangrutsch:
Reicht es einfach mit Schotter zu verdichten?
Nach einem starken Regen rutscht ein Hang bei einer Baustelle beim Aushub oder aber in einem sehr früher Bauabschnitt (Bodenplatte und die Kellerwände werden erstellt). Was ist in so einem Fall ein verantwortungsvolles Verhalten vom Ingenieur? Es wurde vor Baubeginn kein GeoGutachten erstellt.
Freundlich Grüsse H.Watermann
Ohne Einsicht der Gegebenheiten ist eine Beantwortung Ihrer Frage nicht möglich. Hierzu gehören z.B. genaue Ortskenntnisse.
Ich bedaure keine Angaben machen zu können.
Ihr " Fachmann"
Hallo Herr Watermann,
Frage ist unklar gerstellt.
Wenn Hang abrutscht, muss abgerutschtes Material entfernt werden.
Gesamtsituation ist allerdings vom Ingenieur zu beurteilen.
Richtige Maßnahme kann nicht vom Schreibtisch aus beurteilt werden!
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Uhrig
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Dipl.-Ing. Stephan Uhrig
Beratender Ingenieur BDB
Tragwerksplanung / Statik
Sachverständiger für Gebäudesachschäden
Energieberater BAFA
SiGe-Koordinator
Tauberbischofsheimer Straße 16
68259 Mannheim
06 21/83 24 13-0 Fon
06 21/83 24 13-1 Fax
01 71/8 96 11 22
[email protected]
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Hallo
Danke erst einmal. Leuchtet mir ein. Die erde entfernen ist klar. Aber dann. Reicht dann das Verdichten? Oder muss eine andere Massnahme.
Gute Grüsse H.Watermann
Guten Tag,
am besten fragen Sie den für Ihr Bauvorhaben
zuständigen Statiker, oder einen örtlichen
Bodengutachter.
Mit freundlichen Grüßen
Hubert Wand
Moin!
so wie beschrieben scheint die Ursache des Hangrutsches in der Bodenhydraulik in der Böschung aufgrund des starken Regens zu sein. Dies kann entweder durch den Anstieg des Wasserspiegels erfolgt sein (= reduziertes Gewicht unter Auftrieb, Verflüssigung), oder bei hoher Durchströmung durch Energieeintrag in den Boden bzw. „Auswaschungen“. Genaues kann man sicher nicht sagen ohne vor Ort gewesen zu sein.
Es handelt sich um eine abgeböschte Baugrube für ein z.B. Wohnhaus, d.h. ein Kellerstockwerk tief. Richtig?
Wenn diese Baugrube also temporär gedacht ist (wird in kurzer Zeit wieder verfüllt) und NICHT als permanente Böschung so stehen bleibt, dann halte ich den Ersatz des abgerutschten Bodens durch „Schotter“, d.h. groben Kies oder gebrochene Steine, als durchaus zulässig und sinnvoll. Hat einerseits höhere Wichte unter Auftrieb und führt andererseits zu einer besseren Drainage des aufstauenden Wasserspiegels - beides wirkt den oben beschriebenen Ursachen des Böschungsrutsches entgegen. Bei größeren Baugruben bzw. längeren Standzeiten würde man eine Drainage hinter der Böschung anbringen, um den Grundwasserstand auf einem bestimmten Niveau zu halten. Wenn die Baugrube aber in absehbarer Zeit wieder verfüllt wird halte ich diese Maßnahme für übertrieben.
Wie gesagt: Zur Behebung des lokalen Problems und unter der Annahme einer einstöckigen Baugrube mit begrenzter Standzeit (d.h. weniger als 12 Monate oder so) halte ich eine „Schotter“-Verfüllung des abgegangenen Böschungsteils für ausreichend und fachlich richtig.
Was kannst Du tun wenn es Dir weiterhin Sorgen bereitet:
a) Kontrolle: Pegelmeßstellen im Fußbereich der Böschung und die sich ändernden Wasserstände notieren. Hier können mittelfristige Pegeländerungen erkannt werden und damit die Ursache des Böschungsrutschens aufgeklärt werden
b) Drainagen - Abbau des Wassers im Hangbereich: Entweder als Vertikal-Brunnen hinter dem Hang, oder als Kiesschlitze in den Hang hinein (aufwändig).
Gruss aus Hamburg
Moritz Horn