Baukredit

Liebe/-r Experte/-in,
Man hört ja immer wieder, dass Banken auf gewisse Dinge nicht hinweisen. Auf was muss ich denn achten, wenn ich einen Baukredit haben möchte? Es gibt ja auch kfw-Förderungen, deren Antrag die Bank stellt,aber gerne vergisst. Dann noch Tilgungssumme und Festzinslaufzeit.

Das sind nur einige Stichworte die mir einfallen. Aber da gibt es sicher noch mehr. Klar werden wir auch mit anderen Banken vergleichen. Ich habe nur schon in der Vergangenheit gemerkt, dass unsere Haussparkasse uns oft einfach was aufdrehen will, aber auf die eigentlichen Dinge nicht hinweist.

Haben Sie Tipps oder eine Checkliste?

Vielen Dank
Anja

Hallo Anja,

es gibt viele „Stichworte“ und auch viele Punkte, die man beachten muss. Leider lässt es sich nicht alles so auflisten.

Aus meiner Sicht sind folgende Punkte wichtig:

  • Die Raten müssen nachhaltig leistbar sein und es muss auch was zum Leben übrig bleiben (einige Banken und besonders Finanzvermittler rechnen einen die eigene Lage zu schön). Ich persönlich würde für die monatliche Haushaltsrechnung unabhängig von der tatsächlichen Belastung 7 % von der Darlehenssumme für Zins und Tilgung rechnen.

  • Fördermittel einbauen (KFW - Bank direkt darauf ansprechen)

  • je einfacher desto besser: Einfache Darlehensform wählen: Annuitätendarlehen. Für Privatleute auf keinen Fall irgendwelche Tilgungsersatzdarlehen wählen.
    Macht man dies, kann man auch den Nominalzins, den Effektivzins und die Gesamtzahlung als Angebotsvergleichswerte gut nehmen.

  • Sondertilgungsopitonen sind in der heutigen Zeit nicht so relevant (niedriges Zinsniveau) und sollten nur aufgenommen werden, wenn sie nichts kosten.

  • Zinsbindung mindestens 10 Jahre wählen.

Dies sind aber nur ein paar Punkte, die allgemeiner Art sind. Der Einzelfall kann immer davon abweichen. Gerne gebe ich auch Tipps am Telefon. 0173_6 12 46 59.

Viele Grüße,

Eckhard

vielen herzlichen Dank!

Hallo Anja,

tja, das ist jetzt fast seitenfüllend. Ich versuch es mal in Stichworten:

alle (!) Kosten abfragen/erklären lassen
Bereitstellungszinsen und ab wann diese zu zahlen sind
Sondertilgungsmöglichkeit
Möglichkeit den Tilgungssatz während der Zinsfestschreibung senken/erhöhen zu können
der Effektivzins ist nicht mehr aussagefähig, da hier seit 11.06.2010 anders gerechnet werden darf und die Banken schummeln da inzwischen
Tilgungsplan geben lassen (Gesamtkosten, Darlehensstand am Ende der Zinsfestschreibungszeit vergleichen)
Keine Vorausdarlehen, da zu teuer
Bauspardarlehen mit Bankdarlehen vergleichen, da derzeit Bankdarlehen günstiger, dann nur Guthaben entnehmen
Zwischenfinanzierungen vermeiden
Wieviel Auszahlungen sind möglich - passt das zum Bauablauf
wurde alle Kosten Berücksichtigt? (z.B. Aussenanlagen ausreichend gerechnet, Hausanschlusskosten)
wurde eine Reserve für unvorhergesehenes eingeplant?
können nicht benötigte Darlehensbeträge zurückgegeben werden?
welche Versicherungen sind notwendig und was kosten diese (in Kostenplanung berücksichtigen)
reicht es mtl. auch noch für Absicherungen bei BU, Tod, ggf. Arbeitslosigkeit (Eigenschutz … die Bank hat ja das Haus :wink:)
Förderungen wie KfW, Förderprogramme der Länder, Städte, Gemeinden genutzt (im Internet recherchieren)

Falls Sie Interesse an einer persönlichen Beratung haben, können Sie sich über mich unter www.blind-vertrauen.de informieren.

Gruß Wilfried

dankeschön

Hallo Anja,

es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Fallstricken innerhalb der Baufinanzierung. Viele sind jedoch von der eigenen Situation abhängig und nur sehr individuell zu prüfen und zu berücksichtigen.

Als Beispiel nenne ich da nur mal die Besicherung eines Darlehens. Hier spielt die eigene Bonität und das Objekt eine gewichtige Rolle. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn alle Daten am Rande der Machbarkeit einer Finanzierung liegen. Selten kommt es vor das dann die Direktbanken die beste Kondition anbietet. Oftmals ist dann die Hausbank die bessere Wahl.

Als Hinweis: Nur 2-3% aller Anfragen bei Direktbanken erhalten die Topkondition, wie sie im Internet zu finden ist. Also auch dieser Wert ist nur eine grobe Richtung.

In Sachen Checklisten finden Sie einige im Netz. Meistens jedoch geht es um Vollständigkeit der erforderlichen Unterlagen oder … was kann ich mir leisten!

Da eine Baufinanzierung, wie bereits erwähnt, sehr individuell ist, sollten Sie zunächst 2 bis 3 Angebote einholen und sich ein Bild von der Situation machen.

Wenn Sie Hilfe in der Beratung benötigen stehe ich Ihnen gerne zur Seite.

Beste Grüße aus dem Aachener Land
Detlef Burmeister

vielen Dank.

Hallo,

leider kann man ohne genauere Informationen nur schlecht sagen, welche Produkte für Sie interessant oder passend sein könnten.

Es gibt, gerade bei der KfW, unzählige Programme die für Renovierungen/Sanierungen interessant sind. Weiterhin gibt es das „normale“ Wohneigentunmsprogramm und auch noch viele weitere. Ob, und wenn ja welches dieser Programme für Sie interessant ist, kann man nur in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Berater ermitteln.

In einem Beratungsgespräch benötigt ein guter Berater extrem viele Details von Ihnen, um Ihnen ein gutes und vor allem bedarfsgerechtes Angebot unterbreiten zu können. Das fängt dabei an, ob Sie es sich um einen Neubau oder Kauf handelt. Bei einem Neubau gibt es andere Förderungen als bei einem Kauf. Handelt es sich um einen Kauf: Welche Renovierungsmaßnahmen stehen an und in welchem Umfang. Darüber hinaus: Was ist Ihnen persönlich wichtig: Schnelle Entschuldung? Niedrige Rate? Möglichst flexibel? usw.

Aus all den Informationen die der Berater im Normalfall innerhalb von 1,5 bis 2 Stunden von Ihnen erfährt (sofern es sich um ein Erstgespräch handelt), kann er Ihnen dann ein entsprechendes Angebot stricken. Hat er gut analysiert, wird er Ihnen die perfekten Produkte dazu anbieten, die es sicherlich gibt.

In Bezug auf Fördermaßnahmen muss man leider sagen, dass die Banken, gerade spezielle Programme der KfW oder der WfA (sofern möglich) eher selten anbieten, weil die Berater die Programme leider selbst nicht zur genüge kennen. Darüber hinaus verdient die Bank natürlich weitaus mehr, wenn sie Ihre eigenen Produkte verkauft…

Eine Checkliste, was eine Bank anbieten sollte oder nicht kann man also pauschal nicht erstellen, weil es da locker mal über 30 Varianten gibt und noch mehr…

Empfehlen kann ich allerdings die Website der KfW.

http://www.kfw.de/DE_Home/Service/Foerderprogramme_a…

Dort findet man eine Übersicht der Programme für Privatpersonen unterteilt nach den Bereichen (Bauen, Renovieren usw.). Da kann man sich mal die Sachen durchlesen und die Programme, von denen man meint dass sie passen, auf jeden Fall im Beratungsgespräch anbringen.

Darüber hinaus können Sie sich natürlich mal die „Standard“-Baufinanzierungsmodelle anschauen.

Der absolute Standard ist die ganz schlichte Baufinanzierung mit einem Annuitätendarlehen gegen Grundschuldabsicherung mit Festzinsschreibung (oftmals
10 Jahre, kann aber je nach Finanzierungsmodell durch-
aus auch mal auf 5 oder 7 oder 15 Jahre gelegt werden).

Je nachdem, wie Ihre eigenen Wünsche und Finanzierungsmöglichkeiten in Bezug auf die monatliche Belastung sind, empfiehlt sich oftmals ein Bausparvertrag, der die Restschuld oder wenigstens einen Teil davon absichert.

Weiterhin haben Sie die Möglichkeiten ein Annuitätendarlehen mit variablem Zinssatz zu wählen. Hier wird der Zinssatz alle 3 Monate an den aktuellen Marktzins angepasst. Diese Variante birgt gewisse Risiken wenn der Zinssatz steigt, hat dafür den Vorteil dass Sie zwischendurch zurückzahlen bzw. in beliebiger Höhe sondertilgen können, ohne Zinsaufschläge in Kauf nehmen zu müssen (empfiehlt sich z. B. bei Leuten, die Geld erwarten, habe dies schon mehrere Male bei Soldaten mit Auslandseinsätzen gemacht, die größere Summen aus den Einsätzen erhalten…).

Dies sind nur mal so 3 Ideen. In allen Ideen würde ich immer das Wohneigentumsprogramm der KfW einbauen…

Ich hoffe ich konnte zumindest ein bisschen helfen, aber wie gesagt, ein gutes Angebot kann nur ein Berater schneidern der die Details kennt…

Gruß,
babo84

Hallo Anja,

sorry aber einen Königsweg bei der BauFi gibt es nicht.
Es kommt hier mehr als woanders auf den Einzelfall an.

Ich empfehle einfach mehrere Bankberater auszuprobieren und dabei zu lernen.

Gerne helfe ich auch persönlich weiter. Dazu können wir gerne telefonieren. Wenn gewünscht nenne ich meine Telefonnummer im Büro.

Gruß Harald

Hallo liebe Anja,
die Hausbanken neigen leider oft dazu, „Laien“, also Kunden, die sich nicht tagtäglich mit den Themen wie Finanzierung beschäftigen,nicht das für den Kunden optimale Konzept anzubieten.
Eine Checkliste kann ich gerne zum speziellen Fall abgeben, den Sie gelöst haben wollen.
Es ist daher immer gut, sich an einen bankenunabhängigen Finanzierer zu wenden, der alle Wunschkriterien des Kunden erörtern kann und aus allen verfügbaren Mitteln die optimale Finanzierung gestalten kann.
Ist bei Ihnen aktueller Bedarf?
Gerne können Sie mich persönlich kontaktieren.

Mit freundlichem Gruß
Petra Boog
[email protected]
www.arco-colonia.com
Tel: 02233-374344

dankeschön

vielen vielen dank!

Hallo Anja,

eine Baufinanzierung ist grundsätzlich sehr komplex und muss den individuellen Bedarfen des Kunden entsprechen.
Insofern ist es schwierig, eine für alle gültige Checkliste zu erstellen- da hilft dann die Fachliteratur sicher weiter.
Wichtige Informationen sind Gesamtkosten während der Dauer der Finanzierung,Effektivzinsangaben,Einbindung von Wohnriester (wird nicht so gerne angeboten, aber sehr lohnenswert!).Viel Glück beim Bauen.

Dankeschön!

Liebe Anja,

vielen Dank für die Anfrage. Eine richtige Checkliste kann man sicher bei der
Verbraucherzentrale erhalten. So etwas habe ich leider nicht.

Grundsätzlich sollten Sie immer den Effektivzinssatz, die Dauer der Zinsbindung
und die Gebühren erfragen. Alle Berechnungen sollten Ihnen schriftlich
ausgehändigt werden.

ich persönlich vergleiche auch immer die Gesamtkosten einer Finanzierung.
Manchmal ist es vorteilhaft, dass man KfW-Mittel mit beantragt. Manche Banken
oder Bausparkassen (z.B. Wüstenrot) hatte jetzt aber billigere Zinsen für Käufer als
z.B. das KfW-Wohneigentumsprogramm. Da hat man dann natürlich die billigeren
Zinsen genommen.

Wenn Sie mit mehreren Banken vergleichen möchten, achte ich wie gesagt immer
auf die Gesamtkosten. Dann weiß man ja eigentlich, wie viel einen die Kreditsumme
gekostet hat. Wenn Sie möchten, dann rufen Sie mich bei weiteren Fragen gerne
an.

Bis dahin - alles Gute.

Volker Philippin

Hallo Anja,
bist ja ganz schön misstrauisch den Banken gegenüber, das sag ich mal so weil ich ja selber ein Banker bin.

Die Möglichkeiten einer KfW Teilfinanzierung sind zur Zeit nicht so bedeutsam, weil die normalen Darlehen der Banken so billig wie noch nie sind.
Bitte drauf achten, die Zinsfestschreibung so lange wie nur irgend möglich zu wählen 10 od. auch 15 Jahre.
Hier könnten sich manche Sparkassen schwer tun. Aber andere Geschäftsbanken haben das mit sicherheit im Angebot. Die LANGE Zinsfestschreibung ist z.Zt. das Wichtigste. Die Tilgung sollte man mit einem % wählen, möglichst aber z.Zt. eine Sondertilgung verein-
baren. Die Sondertilgung ist aber so wichtig nicht, da in der Zukunft die Habenzinsen wahrscheinlich höher sein werden als die Zinsen des Baudarlehens, dann sllte man sein Geld lieber anlegen.

Lass dir auch von der Bank noch den Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins erklären, wenn s die nicht könnten, dann schaus dir im Internet an. Is keine Hexerei, der Kunde kommt sich nur manchmal ver-
kohlt vor, au´sserdem ist das Tilgungssystem eer-
kl#ärungsbedürftig (wie kanns denn sein, dass man bei einem % Tilgung nicht nach 100 Jahren mit der Tilgung fergtig ist sondern schon nach ca. 30 Jahren, das sollte der Banker schon erklären können.
Dann ist noch die „Persönliche Haftung“ erklärungsbe-
dürftig, da auch den Banker fragen, wenns der nicht er-
#klären kann, dann kanns der Notar bei der Eintragung der Grundschuld.

So jetzt fällt mir nix mehr ein,
ich geh jetzt ins Bett.

Viele Grüsse

Hans

dankeschön!

Hallo Anja,

bist ja ganz schön misstrauisch den Banken gegenüber, das sag
ich mal so weil ich ja selber ein Banker bin.

Die Möglichkeiten einer KfW Teilfinanzierung sind zur Zeit
nicht so bedeutsam, weil die normalen Darlehen der Banken so
billig wie noch nie sind.
Bitte drauf achten, die Zinsfestschreibung so lange wie nur
irgend möglich zu wählen 10 od. auch 15 Jahre.
Hier könnten sich manche Sparkassen schwer tun. Aber andere
Geschäftsbanken haben das mit sicherheit im Angebot. Die
LANGE Zinsfestschreibung ist z.Zt. das Wichtigste. Die
Tilgung sollte man mit einem % wählen, möglichst aber z.Zt.
eine Sondertilgung verein-
baren. Die Sondertilgung ist aber so wichtig nicht, da in
der Zukunft die Habenzinsen wahrscheinlich höher sein werden
als die Zinsen des Baudarlehens, dann sllte man sein Geld
lieber anlegen.

Lass dir auch von der Bank noch den Unterschied zwischen
Nominalzins und Effektivzins erklären, wenn s die nicht
könnten, dann schaus dir im Internet an. Is keine Hexerei,
der Kunde kommt sich nur manchmal ver-
kohlt vor, au´sserdem ist das Tilgungssystem eer-
kl#ärungsbedürftig (wie kanns denn sein, dass man bei einem %
Tilgung nicht nach 100 Jahren mit der Tilgung fergtig ist
sondern schon nach ca. 30 Jahren, das sollte der Banker schon
erklären können.
Dann ist noch die „Persönliche Haftung“ erklärungsbe-
dürftig, da auch den Banker fragen, wenns der nicht er-
#klären kann, dann kanns der Notar bei der Eintragung der
Grundschuld.

So jetzt fällt mir nix mehr ein,
ich geh jetzt ins Bett.

Viele Grüsse

Hans

danekschön.

Ich spreche immer offen mit meinen Kunden und Hinterfrage Gegenangebote, aber Checkliste habe ich keine.
Gebühren jeder Art sind oft versteckt. Unterschiedliche Laufzeiten, damit man nicht umschulden kann.
Ich kann derzeit nur lange Laufzeiten empfehlen, wenn nicht persönliche Gründe dagegen sprechen.
LG
Moni

Ohne konkrete Zahlen (Finanzierungsvolumen, Eigenkapital, Beleihungsgrenze, Wert des Objektes) kann ich leider keinen Ratschlag geben. Im Netz findet man im Übrigen jede Menge allgemeingültige Checklisten für den Hauskauf.