Unser Architekt hat uns an unser Haus ein Vordach mit einem Flachdach (Rechteck) gebaut (ohne Regenrinne und auch ohne die Lücke zw. Haus und Vordach zu schließen). Das Dach steht auf vier Stützen. Bei heftigen Regenfällen läuft das Wasser, das sich auf dem Dach sammelt, so ungünstig ab, dass
das Haus nicht betreten werden kann, ohne das man einen Schwall Wasser abbekommt. (Das Wasser fließt in Sturzbächer auf den Zuweg zum Haus).
Hat man das Podest dann erreicht, wird man erneut naß, weil das Wasser vom Vordach auch zwischen Haus und Vordach (dort befindet sich ein Spalt) abläuft.
Unser Architekt weigert sich nun, eine Veränderung der Vordachkonstruktion vorzunehmen, weil die Konstruktion üblich ist und gar nicht angedacht ist, das so ein Vordach vollständig vor Regen schützt.
Ich bin der Meinung, dass das Dach zwar nicht vollständig vor Regen schützen muss, aber auch nicht die Situation bei Regen verschlechtern darf. Das tut es aber.
ich antworte hier mal ausdrücklich nur auf die fachliche Seite.
jedes noch so kleine Vordach(dieses hier mit 4 Stützen kann ja kaum klein sein ) hat mindestens einen seitlichen Wasserspeier, der Regenwasser gezielt seitlich ableitet.
Je nach Größe des Daches ist ein Regenfallrohr an einer der Stützen heruntergeführt alles andere als unüblich !
Ob dann offener Auslauf in Bodennähe oder Anschluss an Regenentwässerung ist von der Örtlichkeit im Vorgarten/Zuwegung abhängig.
Zum Spalt Vordach/Hausfassade:
Wie breit muss man sich das vorstellen ? Fingerspalt, handbreit oder wesentlich mehr, weil Vordach weiter vorgezogen wurde ?
Ein Fingerspalt oder etwas mehr würde fachlich immer vermieden. Man bringt an Fassade einen gekanteten Blechstreifen an, der Regen von Fassade aufs Dach leitet und gleichzeitig Regen vom Dach nicht Richtung Haus laufen lässt. Dazu hat das Vordach auch ein Mindestgefälle weg vom Haus (wegen der Optik als Innengefälle angelegt)
Ein Vordach ist ein Wetterschutz für Eingangsbereich und Haustür. Ein nicht abgedeckter Spalt ist dem Schutzziel abträglich. Vergleichbar einer Traufe ohne Rinne über einem Eingang. „Vom Regen in die Traufe kommend“ ist doch sehr treffend. So soll es ja eben nicht sein.