Hallo,
bitte ernsthaft um Auskunft!!!
Eine Einmannfirma (Allround) bekommt mündlich den Auftrag, ein Pappdach mit Schweissbahn zu überdecken. Altes Dach nur an wenigen Stellen Wasser durchlässig, geringe Wasserschäden an Dachholz, Mineralwolle und Deckenpaneelen.
Der Handwerker verzögert die Ausführung um 1,5 Jahre, will aber den Auftrag ausführen! Die Wasserschäden nehmen merklich zu, nun beginnt im Herbst die Verlegung der Schweissbahn. der größte Teil wird aufgeschweißt, mehrere Bahnen werden nur trocken verlegt, ca. 4qm bleiben unbelegt - weil der Firmenchef als Ausführender zwischendurch woanders tätig ist. Er gibt als guter Freund des Auftraggebers aber auch keine Auskunft über den Stand der Arbeiten. Es regnet weiter durch, die Schäden werden schlimmer in den Wohnräumen des Mieter.
Ein verwandter Bauhandwerker kommt zu Besuch, sieht mehr zufällig die unfertige Dachfläche, schweißt die unfertigen Flächen, so gut er kann.
Der Firmenchef jammert sich (Rechnungslegung später, jetzt Weihnachten) seine jetzt doppel so teure Rechnung (3,8 T€) wie ursprünglich angegeben vom Auftraggeber ab.
Nach Aufforderung mit 14tägiger Frist, Rechnung detailiert aufzustellen, aber auch nach den Ursachen zu suchen, um die Schäden dauerhaft abzustellen, kommt er nicht nach. Nun hat der Unternehmer auch keine Betriebsversicherung mehr (keine Beitragszahlung).
Was kann jetzt der Auftraggeber tun? Gutachter wird warscheinlich zu teuer, bei einem Prozess kommt vielleicht auch nichts heraus?
Eine verfahrene Kiste. Was kann hier noch in die Wege geleitet werden, um zumindest später doch etwas zu erreichen?
Ich erwarte eure Meinungen mit Spannung! Bitte-meldet euch.
Viele Grüße
mannitu
Sorry, aber fachlichen Rat kann ich da weder juristisch noch bautechnisch geben.
Bei mir würde das unter die Rubrik „lebenslanger Lernprozess“ fallen. Ergebnis: Ein Allrounder kann alles ein bisschen, aber nichts richtig.
Hallo, Du weisst ja, wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen!
Es hat schon seinen Grund, warum ein Dachdecker 3 Jahre lernt!
In diesem Brett bekommst du wohl keine konkrete Antwort. Stell sie im Rechtsbereich rein!
Zum Abschluss noch einen Satz eines Handwerksmeister voller Gehässigkeit, da solche „allroundtypen“ dem Handwerk nur schaden-eigentlich dürfte man das Wort Handwerker in solchen Fällen nicht nutzen, sondern Heimwerker!!!
Wer billig kauft, kauft zwei Mal! Ha,ha
Cristalero-Glasermeister
Hallo,
Was kann jetzt der Auftraggeber tun?
Alles per Einschreiben Rückschein oder persönlicher Übergabe mit Zeugen:
- Mängelanzeige mit möglichst genauer Erläuterung derselbigen
- Angemessene Fristsetzung zur Beseitigung der Mängel
- Darstellung der bereits erfolgten und zu erwartenden Schäden
- Fotodokumentation beilegen
Nach Verstreichen der Frist
- Nachfristsetzung mit Ankündigung Ersatzvornahme
Nach Verstreichen der Nachfrist Fach anwalt aufsuchen und Klage einreichen (er weiß, was er alles einfordern kann), notwendige Restleistungen durch andere Firma zur Vermeidung weiterer Schäden vornehmen.
Gruß
nasziv
PS: Da keine Abnahme (hoffentlich) erfolgt ist, stehen die Chancen nicht so schlecht.
Hallo Manfred,
m. E. ist die Sache vergeigt: Alles, was Du jetzt noch kostenpflichtig unternimmst in der Sache, schätze ich ein als „gutes Geld schlechtem hinterherwerfen“ . . .
" Allrounder " können von allem etwas aber nichts richtig !!! ok nicht alle.
Setzen sie dem Allrounder eine Frist bis wann er das Dach fertig haben muß ,wenn er es nicht schaft in der Zeit, dann nehmen sie sich eine Fachfirma und lassen es in Ordnung bringen und dann nehmen sie sich noch einen Fachanwalt und versuchen das Geld wieder zu bekommen.
Ok es wird Bestimmt teuer werden aber es wird ihnen eine Lehre sein !!
Ein Allrounder ist Billiger und Fachfirma ist Teuer , aber die Leute der Fachfima haben auch 3 Jahre den Beruf gelehrnt.
Man könnte auch sagen wer Billig kauft,kauft doppelt !!!
Ok viel Glück !!
Hallo,
ich persönlich würde eine Faust in der Tasche machen und es als „Lehrgeld“ abhaken.
Nimm Dir einen Fachbetrieb zur kompletten Neuverlegung der Schweißbahnen, hol Dir ein Angebot mit Details ein (was wird gemacht, welche Fläche, welche Materialien, Ausführung etc.)
Wie andere es schon angemerkt haben, ist der erste maximal als Laie zu betrachten, da er nicht weiss was er tut. Ein geübter Heimwerker wird zahlreiche Erfahrungen gemacht haben, wenn auch nicht in allen Bereichen. Der Profi hat es eben auch drei Jahre lang gelernt, ist auch teurer, aber es zahl sich auch… Weg von geiz-ist-geil !!