Bausparer?

Hallo,

ich wäre dankbar, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen könnte.
Ausserdem: Bin ich hier richtig oder lieber zu „Finanzen & Steuern“?

Also: Ich überleg mir eine Wohnung zu kaufen. Vereinfachend nehme ich bei meinen Berechnungen immer 100.000 Euro Kaufkosten (ohne NK) an. Dies werde ich erstmal komplett über ein Bank-Darlehen finanzieren. Wahrscheinlich mit 10 Jahren Zinsbindung. Aber was kommt danach? 15 Jahre möchte ich eigentlich nicht. Denn wenn ich nach 10 Jahren verkaufen möchte, kann ich das Darlehen auflösen. Geht zwar bei 15 Jahren dann auch, aber ich hab die höheren Zinsen. Jetzt überleg ich mir also einen Bausparer zu beginnen, der dann ungefähr (weiß man bei BSV ja nie so genau) ausläuft.

Jetzt krieg ichs nicht auf die Reihe mir eine optimale Bausparsumme zusammenzustellen. Welche Faktoren müsste ich berücksichtigen? Ich krieg dann für das Darlehen ja auch nur die Differenz zwischen angespartem Vermögen und der Bausparsumme.

Ganz grundsätzlich: Was haltet Ihr davon? Soll ich die Monatsbeiträge für den Bausparer lieber in die Tilgung stecken. Spart mir dann die Zinsen für den getilgten Betrag.

Finanztest hat ja jetzt einige Bausparkassen hinsichtlich der Rendite getestet, wo die Quelle und debeka nicht schlecht abgeschnitten haben. sind ja beide Internet-Baufinanzierer. Kann man bei denen getrost sein Geld anlegen? Quelle hat bei nicht-Inanspruchnahme des Darlehens einen relativ interessanten Zinssatz. Dafür aber auch einen relativ hohen Darlehenssatz. ==> ?

Danke schonmal für Eure Anregungen!
Beste Grüße, Andi

Hallo,

15 Jahre möchte ich
eigentlich nicht.

Die höheren Zinsen sind der Preis für die Zinssicherheit. Also eine Art Versicherungsprämie.

Jetzt krieg ichs nicht auf die Reihe mir eine optimale
Bausparsumme zusammenzustellen.

Welches Ziel verfolgst Du denn mit dem Bausparvertrag?

a) NUR SPARVERTRAG: Ansparen, nur Guthaben bilden, möglichst hohe Verzinsung, um damit das ganze oder einen Teil des Darlehens zum Zeitpunkt X ablösen.

b) VOR-/ZWISCHENFINANZIERUNG: Ansparen mit dem Ziel, später auch ein Bauspardarlehen zu erhalten. Das wäre dann eine Tilgungsaussetzung (evtl. auch nur Teil-Tilgungsaussetzung)mit einem Bausparvertrag.

Beide Modelle sind möglich. Ob sichs rechnet, weißt Du erst in vielen Jahren. Es gibt mehrere Faktoren, die Du nicht beeinflussen kannst, wie z.B. die zukünftige Zinsentwicklung. Alle Modell sind eine Spekulation darauf, dass in x Jahren die Darlehenszinsen deutlich höher sind als der Darlehenszins für ein Bauspardarlehen. Und dass muß auch so sein, denn sonst würden sich die geringen Guthabenzinsen beim Bausparen und die hohen Gebühren (einmalige und laufende) nicht rechnen.

Grüße Georg Pütz

PS: Auf meiner Homepage findest Du die Modelle im Detail beschrieben. Vielleicht hilft das ja schon weiter.

Hallo Georg,
erstmal Danke für deine Antwort.
Ich möchte primär den Bausparer für eine Immo-finanzierung verwenden. So ist es zumindest geplant. Kann natürlich immer was dazwischen kommen und dann sind ordentlich Guthabenzinsen auch nicht schlecht. Also primär als Darlehen.
Da ich momentan keinen aktuellen Bauspar-Vertrag hab, möchte ich einen für die Anschlussfinanzierung anlegen. Evtl. kann es in 10 Jahre ja so sein, daß ich mir eine andere Immo zulege, in welche dann das Darlehen aus dem Bausparvertrag einfliesst. Wenn nicht, dann in die Anschlußfinanzierung der ETW.
Macht das bei der Betrachtung des Falls einen Unterschied?

Ich gehe bei meinen Berechnungen von folgenden Annahmen aus:
Kaufpreis ohne NK: 100.000 (wird wahrscheinlich mehr, aber als Bsp)
Restschuld nach 10 Jahren: ca. 85.000
Bausparsumme über 50.000 mit monatlicher Zahlung von ca. 140 Euro

Mein Bausparexperte hat mich heute beraten und mir folgendes Angebot unterbreitet: Die Abschlussgebühr für die Bausparsumme, welche 50.000 überschreitet, übernimmt er. D.h. ich zahl für 50.000 genauso viel wie für 150.000 (also Abschlussgebühr).
Ich bin jetzt am grübeln, was ich machen soll. Dachte, die Bausparsumme hat dann Einfluss auf die Tilgungsrate in der Tilgungsphase. Wurde aber belehrt, daß ich auch einen Teil (also z.B. 50000 in 10 Jahren) der BS-summe für das Darlehen rausnehmen kann. Der Rest bleibt stehen. Ich kann ihn weiterführen oder nicht. Je nachdem, wie meine finanz.Lage in 10 Jahren aussieht. Zumindest hab ich mir dann Darlehenszinsen von ca. 3,85% gesichert.
Natürlich kommen hier noch weitere Aspekte hinzu, die beachtet werden müssen, die ich in diesem Posting aber nicht alles schreiben kann.

Grundsätzlich: Ist das ein gutes Angebot? Was würdest Du / Ihr mit der Bausparsumme vereinbaren.
Lt. Berater hab ich keine Nachteile, wenn ich eine BS-Summe von 100.00 Euro wähl. Seht ihr das auch so?

Besten Dank!!!
Andi

Hallo,

ich wäre dankbar, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen
könnte.
Ausserdem: Bin ich hier richtig oder lieber zu „Finanzen &
Steuern“?

Also: Ich überleg mir eine Wohnung zu kaufen.

Zum Vermieten oder selber bewohnen?

Vereinfachend
nehme ich bei meinen Berechnungen immer 100.000 Euro
Kaufkosten (ohne NK) an. Dies werde ich erstmal komplett über
ein Bank-Darlehen finanzieren.

Wirklich ohne Eigenkapital?

Wahrscheinlich mit 10 Jahren
Zinsbindung.

Tilgung 1%?

Aber was kommt danach?

Dann hast du nach 10 Jahren kaum was getilgt!

15 Jahre möchte ich
eigentlich nicht. Denn wenn ich nach 10 Jahren verkaufen
möchte, kann ich das Darlehen auflösen. Geht zwar bei 15
Jahren dann auch, aber ich hab die höheren Zinsen. Jetzt
überleg ich mir also einen Bausparer zu beginnen, der dann
ungefähr (weiß man bei BSV ja nie so genau) ausläuft.

Ich verstehe den Sinn nicht, sich Geld zu „hohen“ Zinsen zu leihen und für das Eigenkapital, das du in den Bausparvertrag einzahlst, wenig Zinsen zu bekommen?
Nur um sich in x Jahren Konditionen zu sichern, von denen heute niemand sagen kann, ob sie gut oder schlecht sein werden.
Da die aktuellen Zinsen historisch z.Z. wirklich sehr gut sind, macht eine langfristige Zinsbindung mit hoher Tilgung Sinn.

Jetzt krieg ichs nicht auf die Reihe mir eine optimale
Bausparsumme zusammenzustellen. Welche Faktoren müsste ich
berücksichtigen? Ich krieg dann für das Darlehen ja auch nur
die Differenz zwischen angespartem Vermögen und der
Bausparsumme.

Ganz grundsätzlich: Was haltet Ihr davon? Soll ich die
Monatsbeiträge für den Bausparer lieber in die Tilgung
stecken. Spart mir dann die Zinsen für den getilgten Betrag.

Grundsätzlich halte ich einen Kauf ohne Eigenkapital für schlecht.
Es gibt Situationen, da macht Bausparen Sinn.
Aber sicherlich nicht zur Finanzierung einer bereits gekauften Immobilie, um später damit ein Darlehen abzulösen.

Gruß n.

Hallo n.,

Also: Ich überleg mir eine Wohnung zu kaufen.

Zum Vermieten oder selber bewohnen?

Möchte selbst drin wohnen. Bin also nicht auf hohe Zinsen erpicht, sondern eher auf eine schnelle Tilgung.

Vereinfachend
nehme ich bei meinen Berechnungen immer 100.000 Euro
Kaufkosten (ohne NK) an. Dies werde ich erstmal komplett über
ein Bank-Darlehen finanzieren.

Wirklich ohne Eigenkapital?

Oh, sorry. Da hab ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. ich hab ca. 30% EK. 70% werden finanziert. Mit dem „komplett“ meinte ich, daß ich nur über ein Bankdarlehen finanzier. Evtl greif ich auch noch auf ein Verwandtendarlehen zurück.

Wahrscheinlich mit 10 Jahren
Zinsbindung.

Tilgung 1%?

Wenns zu mehr reicht (so wies aussieht), dann mehr.

Aber was kommt danach?

Dann hast du nach 10 Jahren kaum was getilgt!

Genau! und deswegen hätt ich gerne ein zinsgünstiges darlehen aus dem Bausparer.

Ich verstehe den Sinn nicht, sich Geld zu „hohen“ Zinsen zu
leihen und für das Eigenkapital, das du in den Bausparvertrag
einzahlst, wenig Zinsen zu bekommen?
Nur um sich in x Jahren Konditionen zu sichern, von denen
heute niemand sagen kann, ob sie gut oder schlecht sein
werden.
Da die aktuellen Zinsen historisch z.Z. wirklich sehr gut
sind, macht eine langfristige Zinsbindung mit hoher Tilgung
Sinn.

ich gehe davon aus (ist natürlich auch nur reine Annahme), daß die Zinsen > 3.85% sind.
Genau! Diese Rechnung möchte ich eigenltich gegenüber stellen. Mit welcher Variante fahr ich besser. Wo hab ich weniger Zins-Aufwand und wo ist die Immo am schnellsten abbezahlt?

Grundsätzlich halte ich einen Kauf ohne Eigenkapital für
schlecht.

Da hast recht!

Es gibt Situationen, da macht Bausparen Sinn.

Welche denn genau?

Aber sicherlich nicht zur Finanzierung einer bereits gekauften
Immobilie, um später damit ein Darlehen abzulösen.

Warum denn nicht? Wenn ich die Immo neu kauf und einen Bausparer zur Verfügung hab, freu ich mich auch. Das ist doch nach 10 Jahren auch nicht anders. Da müsst ich mich dann um eine Anschlussfinanzierung kümmern.

Danke Dir für Deine Gedanken!!!
Andi

Hallo Andi,

mein Tipp:

Finanziere nur bei der Bank. Da sind die Zinskonditionen drezeit besser als bei jeder Bausparkasse!

Splitte das Darlehen in z.B. drei Verträge mit 5, 8 und 10jähriger Laufzeit.
Je kürzer die Laufzeit, umso besser die Konditionen.
Die Sparda-Bank bietet derzeit z.B 4,33 % effektiven Zins bei 10jähriger Laufzeit.
http://www.sparde-bw.de
Die Darlehen mit kürzerer Lufzeit würde ich am Beispiel mit der einen Hälfte der benötigten Darlehenssumme füllen.
Die Tilgung sollte dafür sehr hoch sein, z.B. 8-12 %.
Setz dir eine monatliche Höchstsumme, die Du bereit bist auszugeben, und danach kannst du die Tilgungsraten anpassen.
Wichtig sind auch Sondertilgungen. Mindestens 10 Prozent.
Die Banken bieten dies teilweise gar nicht mehr an bzw. haben auf 5 % reduziert.
Bleib bei den Verhandlungen hart und besteh auf Sondertiltungen. Du wirst sehen, dass die Sachbearbeiter nachgeben, schließlich investierst Du eine Menge Zinsen in die Bank.
Wichtig sind die Sondertilgungen. Dadurch reduziert sich der zu zahlende Darlehenszins erheblich und die Tilgungsrate erhöht sich dementsprechend.
Leg die Finanzierung so an, dass Du mit den beiden kurzen Laufzeitdarlehen möglichst innerhalb der vereinbarten Laufzeit fertig bist.
Dann kannst Du Dich in Ruhe dem großen Darlehen widmen.
In diesem Sinne

Frohe Weihnachten.

Grüße Roman

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Hallo Andi,

vorab: mal eben so eine komplette Finanzierung rechnen geht nicht, weil zuviel Arbeit.

Da ich momentan keinen aktuellen Bauspar-Vertrag hab, möchte
ich einen für die Anschlussfinanzierung anlegen. Evtl. kann es
in 10 Jahre ja so sein, daß ich mir eine andere Immo zulege,
in welche dann das Darlehen aus dem Bausparvertrag einfliesst.
Wenn nicht, dann in die Anschlußfinanzierung der ETW.
Macht das bei der Betrachtung des Falls einen Unterschied?

Das Erste ist Sparen mit ungewissem Verwendungszweck. Das Zweite ist eine Tilgungsaussetzung mit/durch Bausparen.

Bausparsumme über 50.000 mit monatlicher Zahlung von ca. 140
Euro

Bei einem Finanzierungstarif mit Mini-Guthabenzinsen hast Du in 10 Jahren geschätzt 18.000 Euro auf dem BS-Konto. Das sind 36 % von 50.000 bzw. 12 % von 150.000. Daraus folgt eine entsprechend hohe Tilgung im Falle der Darlehensinanspruchnahme.

Ich bin jetzt am grübeln, was ich machen soll. Dachte, die
Bausparsumme hat dann Einfluss auf die Tilgungsrate in der
Tilgungsphase.

Hat sie auch. In der Regel ist die Zins- und Tilgungsrate ein Satz x-Promille der Bausparsumme.

Wurde aber belehrt, daß ich auch einen Teil
(also z.B. 50000 in 10 Jahren) der BS-summe für das Darlehen
rausnehmen kann.

Der Teilung der Bausparsumme muß die Bausparkasse dann zustimmen.

Natürlich kommen hier noch weitere Aspekte hinzu, …

Zum Beispiel die Unsicherheit über die Zuteilung. Nur wenn genügend Spargelder nachfließen wird die Bausparkasse willens sein, auch Bauspardarlehen zu vergeben. Wenn sich der Markt im Laufe des nächsten Jahrzehntes ändern sollte und die Spargroschen ausbleiben, wird die erforderliche Bewertungszahl nach oben angepasst. Dann erfolgt die Zuteilung eben ein paar Jahre später, die Du mit einer Zwifi oder Vorfinanzierung überbrücken mußt. Das kostet extra. Soviel zur Sicherheit des Bausparens.

Rückblick:
Seit Jahrzehnten wird das Bausparen als vorteilhaft verkauft. Die Kunden, die heute einen zuteilungsreifen Bausparvertrag haben, verzichten natürlich auf das Bauspardarlehen, weil es deutlich teurer ist als ein Bankdarlehen. Also nur mickrige Guthabenzinsen vereinnahmt, Gebühren gezahlt und dann doch besser bei ner Bank finanziert.

Wieviel Gebühren zahlst Du eigentlich, wenn Du bei Deiner Hausbank ein Sparkonto eröffnest? In der Regel nix bis ganz wenig. Und beim Bausparen gibt es eine Eintrittsgebühr, Kontoführungsgebühren, Gebühren fürs monatliche Heft mit Bausparwerbung drin, Darlehensgebühren, natürlich für die Zwifi, Vorfin und auch das Bauspardarlehen, etc. Rechne Dir das Ganze mal finanzmathematisch durch. Nach 20 Jahren in der Branche habe ich nur sehr wenige Fälle kennengelernt, wo sich Bausparen gerechnet hat.

Grüße Georg.

Es gibt Situationen, da macht Bausparen Sinn.

Welche denn genau?

Wenn ich vermögenswirksame Leistungen unterzubringen habe
und/oder(!)
im Moment Geld risikolos sparen möchte (der Zins der Bausparkassen ist aktuell relativ hoch) und(!) ich kein Darlehen habe, dass ich besser tilgen sollte.

Wenn es für mich wichtig ist, für eine Immobilienfinanzierung nachrangig ein Darlehen zu bekommen.
Wenn ich vage Absichten habe, irgendwann eine Immobilie zu erwerben. Solche Verträge sind auch für Leute geeignet, die Probleme haben, Geld auf einem Haufen zu sehen - und die sich durch diese Sparform selbst disziplinieren (…da sind auch (Kapital-)Lebensversicherungen gut).

gruß n.

Hallo,

ich wäre dankbar, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen
könnte.
Ausserdem: Bin ich hier richtig oder lieber zu „Finanzen &
Steuern“?

Also: Ich überleg mir eine Wohnung zu kaufen. Vereinfachend
nehme ich bei meinen Berechnungen immer 100.000 Euro
Kaufkosten (ohne NK) an. Dies werde ich erstmal komplett über
ein Bank-Darlehen finanzieren. Wahrscheinlich mit 10 Jahren
Zinsbindung. Aber was kommt danach? 15 Jahre möchte ich
eigentlich nicht. Denn wenn ich nach 10 Jahren verkaufen
möchte, kann ich das Darlehen auflösen. Geht zwar bei 15
Jahren dann auch, aber ich hab die höheren Zinsen. Jetzt
überleg ich mir also einen Bausparer zu beginnen, der dann
ungefähr (weiß man bei BSV ja nie so genau) ausläuft.

Hallo Andi,
bei einem Darlehen mit 10 Jahren Zinsbindung hast Du bei den heutigen Marktzinsen noch eine Restschuld von ca. 88.000,- €. Ich empfehle Dir, in dieser Höhe einen Bausparvertrag abzuschließen und ihn monatlich oder mit Sonderzahlungen in 10 Jahren anzusparen. Du hast dann zum einen die Zinssicherheit, denn Du weist heute schon, was in 10 Jahren für eine Belastung auf Dich zukommt. Zum anderen bekommst Du während der Ansparung Guthabenszinsen und evtl. auch Prämien vom Staat. Auch wenn viele das Bausparen abwerten, ist es zum Umschulden doch recht lukrativ. Und es gibt auch Bausparkassen mit einem Darlehenszinsatz unter 2,5%. Für Fragen rufe mich einfach an.
Gruß Yvonne

Gerade mit Wüstenrot, für die du anscheinend arbeitest, habe ich meine Erfahrungen gemacht. Während der Ansparphase wurde das Geld klaglos genommen, nach der Zuteilung habe ich das Geld nicht gebraucht, habe es mehrere Jahre auf dem Bausparkonto bei der Wüstenrot gelassen. 1994, habe ich bei Berlin gebaut und wollte das Darlehen in Anspruch nehmen, auf das ich inzwischen ca. 10 Jahre „angespart“ hatte. Damals arbeiteten die Ämter in den Neuen Bundesländern noch recht schleppend -Wüstenrot erklärte sich nicht in der Lage das Darlehen herauszugeben. (Die beteiligte Bank, damals Lübecker Hypo (Deutsche Bank), über die die mehrfach höhere Restfinanzierung lief, machten dies problemlos). Wüstenrot forderte eine Sicherheit durch Verpfänden von Bundesobligationen in Höhe von 120% (!) der Darlehenssumme. Und dafür hatte man 10 Jahre lang zu schlechten Konditionen angespart!

Insbesondere die Vertreter, mit denen ich damals Kontakt hatte, waren beneidenswert ahnungslos.

Gruß n.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bausparer? Vielleicht.
Hallo Yvonne,

ist es nicht so, das ein Bauspardarlehen innerhalb von 7-8 Jahren zurückgezahlt werden muß?
Je höher das Darlehen, desto Höher die monatliche Belastung!

Bitte nicht falsch verstehen, bin selber Bausparer. Habe jedoch meine beiden Bauspardarlehen nicht zur Anwendung bringen können, da das Zinsniveau seit 1999 extrem tief ist und ich mit Bankdarelehen besser/günstiger bedient bin/war.
Wenn man von einem Bauspar-Darlehen von 88.000 EURO mit 10 Jahren Laufzeit und einem Zins von 5 Prozent ausgeht, dann müßte doch die monatliche Belastung mit Tilgung bei ca. 1.100 EURO liegen?

Grüße
Roman

NS: Zu dem Kommentar weiter unten, dass die Gebühren bei Darlehen von über 50.000 EURO übernommen werden kann ich nur lachen.
Diese „Minimalgebühr“ ist um ein vielfaches kleiner als die saftige Provision, die der Vermittler einstreicht, wenn er einen höher dotierten Vertrag abschließt.
Mir hat man auch schon häufig versucht (von Bausparkassen-Seite aus) zu vermitteln, dass ein Bausparkassen-Vertrag so hoch wie möglich abgeschlossen werden sollte.
Was jedoch verschwiegen wird, ist die Höhe der monatl. Tilgung, der man sich dann innerhalb der 7-8jährigen (kurzen) Laufzeit gegenübersieht.
Zum Glück gibt es noch seriöse Berater.

Natürlich möchte ich die BSP-Kassen nicht schlecht reden. Bei den Banken gibt es auch etliche miserabele Berater, die in erster Linie nicht auf die finanziellen Möglichkeiten der Kundschaft eingehen, sondern hauptsächlich Ihre Provision im Auge haben.
Dies beweisen schon die vielen Beratungstests in den verschiedenen Medien.
Habe dies auch selbst erlebt, da in 90 Prozent der Beratungsgespräche immer empfohlen wurde eine Lebensversicherung mit abzuschließen.
Auch nach mehrmaliger Verneinung lassen diese Berater oft nicht locker.
Da weiß ich dann auch, was ich von solchen Instituten zu halten habe…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
der Berater, mit dem ich gesprochen hatte, war ebenfalls von der Wüstenrot.
Yvonne, wenn ich das richtig seh, bist du auch eine Wüstenrot-Expertin.
Ich habe hier einige Punkte gelesen, die ich den Berater auch gefragt hatte:

  • zur entsprechend hohen Tilgung bei einer hohen Bausparsumme (Bsp. 100.000). Ich muß nicht die komplette Bausparsumme in Anspruch nehmen, sondern kann auch einen Teil (z.B. 50.000) rausnehmen und den Rest stehen lassen bzw. weiter besparen. Somit wäre die monatliche Belastung lt. Berater genauso hoch wie bei eine BS-summe von 50.000.
    Oder andersrum: Ausgehend von dem Betrag, den ich monatlich tilgen kann, wird dann die Darlehenshöhe ermittelt, die in Ansprch genommen werden kann.
    Meine Frage dazu: Sind die Darlehens-Zinsen dann genauso hoch als ob ich gleich einen Bausparer mit einer niedrigeren Summe abgeschlossen hätt.
  • Wie verhält es sich mit der Zuteilung? Die Bewertungskennzahl misst doch auch den Anteil des Angesparten an der Gesamtsumme.
    Bsp.: Ich wollte ja 50.000 abschliessen, mir wurden 100.000 empfohlen. Angenommen, der 50.000-er wäre nach 10 Jahren zuteilungsreif. Kann ich dann aus dem 100.000-er die 50.000 rausnehmen, die Differenz zwischen angespartem und 50.000 als Darlehen in Anspruch nehmen. Zu exakt den gleichen Konditionen wie bei dem 50.000er-Vertrag. Kann ich mir fast nicht vorstellen, da meine Bewertungszahl bei dem hohen ja noch viel niedriger ist.
    So war aber die Aussage des Experten. Bzw. so hab ich ihn verstanden. Auf die Nachfrage, welchen Nachteil die hohe 100.000er-Summe ggü. der 50.000 hat, sagte er: „Keine“. (Hatte ja vorher schon mal geschrieben, daß ich für alles was >50.000 ist, keine Abschlussgebühr zahl).
    Seht ihr das auch so? Also, daß ich keine Nachteile hab. Yvonne, was sagst Du dazu?

Grüsse, Andi

Hallo Yvonne,

ist es nicht so, das ein Bauspardarlehen innerhalb von 7-8
Jahren zurückgezahlt werden muß?
Je höher das Darlehen, desto Höher die monatliche Belastung!

Bitte nicht falsch verstehen, bin selber Bausparer. Habe
jedoch meine beiden Bauspardarlehen nicht zur Anwendung
bringen können, da das Zinsniveau seit 1999 extrem tief ist
und ich mit Bankdarelehen besser/günstiger bedient bin/war.
Wenn man von einem Bauspar-Darlehen von 88.000 EURO mit 10
Jahren Laufzeit und einem Zins von 5 Prozent ausgeht, dann
müßte doch die monatliche Belastung mit Tilgung bei ca. 1.100
EURO liegen?

Grüße
Roman

NS: Zu dem Kommentar weiter unten, dass die Gebühren bei
Darlehen von über 50.000 EURO übernommen werden kann ich nur
lachen.
Diese „Minimalgebühr“ ist um ein vielfaches kleiner als die
saftige Provision, die der Vermittler einstreicht, wenn er
einen höher dotierten Vertrag abschließt.
Mir hat man auch schon häufig versucht (von
Bausparkassen-Seite aus) zu vermitteln, dass ein
Bausparkassen-Vertrag so hoch wie möglich abgeschlossen werden
sollte.
Was jedoch verschwiegen wird, ist die Höhe der monatl.
Tilgung, der man sich dann innerhalb der 7-8jährigen (kurzen)
Laufzeit gegenübersieht.
Zum Glück gibt es noch seriöse Berater.

Natürlich möchte ich die BSP-Kassen nicht schlecht reden. Bei
den Banken gibt es auch etliche miserabele Berater, die in
erster Linie nicht auf die finanziellen Möglichkeiten der
Kundschaft eingehen, sondern hauptsächlich Ihre Provision im
Auge haben.
Dies beweisen schon die vielen Beratungstests in den
verschiedenen Medien.
Habe dies auch selbst erlebt, da in 90 Prozent der
Beratungsgespräche immer empfohlen wurde eine
Lebensversicherung mit abzuschließen.
Auch nach mehrmaliger Verneinung lassen diese Berater oft
nicht locker.
Da weiß ich dann auch, was ich von solchen Instituten zu
halten habe…

Hallo Roman,
Die Rückzahlung eines Bauspardarlehens ist immer vom jeweiligen Tarif abhängig. Es gibt dann eine Regeltilgung mit einer bestimmten Laufzeit. Aber man kann auch jederzeit monatlich mehr zahlen, Sondertilgungen in beliebiger Höhe leisten oder die Restschuld komplett vorzeitig (ohne Gebühren!) ablösen.
Noch ein Wort zum NS: Es gibt seriöse Berater und solche, die Dich schon mit $-Zeichen in den Augen anschauen. Ich möchte mich zu der 1. Kategorie zählen, da ich immer nach dem Bedarf des Kunden handle und dabei manchmal mein eigenes Portemonaie vernachlässige. Es ist mir wichtig, lange Zeit zufriedene Kunden zu haben, als kurze Zeit unzufriedene.
Gruß Yvonne

:::Hallo,

ich wäre dankbar, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen
könnte.
Ausserdem: Bin ich hier richtig oder lieber zu „Finanzen &
Steuern“?

Also: Ich überleg mir eine Wohnung zu kaufen. Vereinfachend
nehme ich bei meinen Berechnungen immer 100.000 Euro
Kaufkosten (ohne NK) an. Dies werde ich erstmal komplett über
ein Bank-Darlehen finanzieren. Wahrscheinlich mit 10 Jahren
Zinsbindung. Aber was kommt danach? 15 Jahre möchte ich
eigentlich nicht. Denn wenn ich nach 10 Jahren verkaufen
möchte, kann ich das Darlehen auflösen. Geht zwar bei 15
Jahren dann auch, aber ich hab die höheren Zinsen. Jetzt
überleg ich mir also einen Bausparer zu beginnen, der dann
ungefähr (weiß man bei BSV ja nie so genau) ausläuft.

Hallo Andi,
bei einem Darlehen mit 10 Jahren Zinsbindung hast Du bei den
heutigen Marktzinsen noch eine Restschuld von ca. 88.000,- €.
Ich empfehle Dir, in dieser Höhe einen Bausparvertrag
abzuschließen und ihn monatlich oder mit Sonderzahlungen in 10
Jahren anzusparen. Du hast dann zum einen die Zinssicherheit,
denn Du weist heute schon, was in 10 Jahren für eine Belastung
auf Dich zukommt. Zum anderen bekommst Du während der
Ansparung Guthabenszinsen und evtl. auch Prämien vom Staat.
Auch wenn viele das Bausparen abwerten, ist es zum Umschulden
doch recht lukrativ. Und es gibt auch Bausparkassen mit einem
Darlehenszinsatz unter 2,5%. Für Fragen rufe mich einfach an.
Gruß Yvonne

Hallo Andi,
die Darlehenszinsen sind nicht von der Bausparsumme abhängig, sondern vom jeweiligen Tarif der Bausparkasse. Einen anderen Zinssatz bekommt man, wenn so ein Vertrag vor- oder zwischenfinanziert werden muss, weil er noch nicht zuteilungsreif ist. Dann gelten natürlich tagaktuelle Zinsen, die aber nur bis zur Zuteilung gezahlt werden. Danach läuft dann das normale Bauspardarlehen mit vorher festgelegtem Zinssatz.
Auf die Frage, welchen Nachteil eine Bausparsumme in Höhe von 100.000,- € gegenüber einer Bausparsumme von 50.000,- € beinhaltet möchte ich anmerken, dass eine höhere Bausparsumme auch eine entsprechend höhere Abschlussgebühr voraussetzt. Dieser Nachteil ist rein rechnerisch zu sehen, da es immer darauf ankommt, welchen Zweck der Abschluss eines Bausparvertrages erfüllen soll. Ich empfehle meinen Kunden stets die Bausparsumme dem entsprechenden Ziel (z.B. für den späteren Kauf einer Immobilie oder aber nur zum alleinigen Ansparen eines Guthabens) anzupassen. D.h., man sollte mit einer kleineren Bausparsumme beginnen, die man später immer noch erhöhen kann.
Gruss Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]