Bausparvertrag

Hallo,
ich hoffe meine Frage ist nicht allzu dumm, aber wenn man von der Materie keine Ahnung hat…

Also angenommen man möchte ein Haus kaufen und ein Drittel der Finanzierung soll über ein Bausparvertrag, mit sog. Vorfinanzierung laufen (also nicht angespart). Angenommen die Laufzeit beträgt rd. 21 Jahre und der Zins für die ersten 10 Jahre wird einen genannt. Muss ein dann die Bank nicht auch sagen können, wie der weitere Zins für die restlichen Jahre ist, wenn der Bausparvertrag „gekippt“ wird. ?
Hoffe man versteht mich.

Vielen lieben Dank
Moni

Hallo,

Also angenommen man möchte ein Haus kaufen und ein Drittel der
Finanzierung soll über ein Bausparvertrag, mit sog.
Vorfinanzierung laufen

warum?

(also nicht angespart). Angenommen die
Laufzeit beträgt rd. 21 Jahre und der Zins für die ersten 10
Jahre wird einen genannt. Muss ein dann die Bank nicht auch
sagen können, wie der weitere Zins für die restlichen Jahre
ist, wenn der Bausparvertrag „gekippt“ wird. ?

Nein, denn der Zinssatz, der dann am Markt gilt, ist logischerweise heute noch nicht bekannt.

Gruß,
Christian

Ich -glaub- der Gag am Bausparvertrag ist,
dass es immer noch steuerliche Vorteile gibt,
man spart VL/steuerbegünstigt an, und wenn man genug
gespart hat, gibts den Rest zur Bau/Kaufsumme
als Darlehen, dessen Zinssatz man schon Jahre
vorher festgelegt hat, das betrifft auch den Sparzins.
Auch mit den Steuervorteilen ist das nicht sonderlich
attraktiv, aber man hat Sicherheit gegenüber
Zinsveränderungen. Also wenn sich am Einkommen
nichts negativ ändert kriegt man sein Haus in 10 Jahren
zum jetzt festgelegten Zinssatz, garantiert,
es kann aber sein, das der Hypomarktzins dann deutlich
unter den Bausparzins gesunken ist, und man ärgert sich,
(man kan sich das angesparte aber (fast zinsfrei) ausszahlen
lassen, und ne Normale Hypo nehmen), Wenns umgekehrt geht,
dann könnet man sich ohne den alte Bausparvetrag vielleicht gar kein Haus mehr leisten.

Man kann auch von den Vertragsbetimmung abweichen,
das dann aber zu jeweils marktüblichen Zinsen
entweder bei der Bausparkasse oder woanders.

Man kann nicht zu einer Hypobank gehen,
und sagen, ich will in zehn Jahren bauen
und dann einen jetzt garantierten Darlehenszinssatz.
Wenn die Zinsen dann niedriger sind, will ich aber doch woanders
ne Hypo aufnehmen. Unabhängig davon will ich jetzt sparen und ihnen
den angesparten Betrag als Sicherheit anbieten,
und wenn ich doch nicht soviel sparen kann oder früher bauen will,
will ich doch ne günstige Hypo hoppla hopp, und ich mehr sparen kann,
will ich doch nicht soviel Hypo aufnehmen.
Also man kann das versuchen, aber es wird teurer,
weil nicht aus einem Guss.

Bei ner Bausparkasse geht das.

Ich -glaub- der Gag am Bausparvertrag ist,
dass es immer noch steuerliche Vorteile gibt,

Die im Vergleich zu den Zinsverlusten ungefähr gar keine Rolle spielt. Bei Verheirateten liegt die maximale Füörderung bei rd. 150 Euro im Jahr. Bei einer unterstellten Zinsdifferenz von 1% zwischen Darlehenszins und Guthabenzinsen (eher zu niedrig) rechnet sich die Veranstaltung schon ab einem Bausparvertragsvolumen von 15.000 Euro nicht mehr (überschlägig geechnet), sofern ich jetzt im Eifer des Gefechtes nichts übersehen habe.

Was viele nicht wissen (und auch ich erst sein einem guten Vierteljahr weiß): Der Arbeitgeber zahlt die VL nach entsprechendem Antrag auch direkt auf das Darlehenskonto aus, wahlweise als Sondertilgung oder als Reduzierung der monatlichen Rate. Besser als zur Schuldentilgung kann man sein Geld und auch das des Arbeitgebers nicht anlegen.

Ich kann mir jedenfalls keine Konstruktion vorstellen, bei der sich der dargestellte Umweg über den Bausparvertrag rechnet - jedenfalls nicht für den Kreditnehmer.

Gruß,
Christian

Hab ich auch so gesehen und auch angedeuted,
ohne das so genau zu wissen wie Du.
>Auch mit den Steuervorteilen ist das nicht sonderlich
>attraktiv, aber man hat Sicherheit gegenüber
>Zinsveränderungen.

Das mit den VL auf Darlehenskonto find sich sauinteressant.
Heisst das, das ich als normaler Hyponehmer zum Arbeitgeber
gehen kann, und der zahlt direkt auf mein Hypokonto?
Gibts da einkomensgrenzen, oder werden damit
steuerliche Nachteile ausgelöst, wenn es auch was bringt?

Das mit den VL auf Darlehenskonto find sich sauinteressant.
Heisst das, das ich als normaler Hyponehmer zum Arbeitgeber
gehen kann, und der zahlt direkt auf mein Hypokonto?

Genau, sofern das finanzierende Kreditinstitut mitspielt. Allerdings sehe ich keinen Grund, warum die was dagegen haben sollte. Der Verwaltungsaufwand hält sich in Grenzen und andere Nachteile für das KI gibt es nicht.

Gibts da einkomensgrenzen, oder werden damit
steuerliche Nachteile ausgelöst, wenn es auch was bringt?

Nein, keine. Außer natürlich, daß man die üblichen Förderungen (insbes. Arbeitnehmersparzulage) nicht erhält, was aber, wie vorgerechnet, netto kein Nachteil ist.

Gruß,
Christian

Nachtrag: Urheber
Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Der Tip stammt hierher:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

C.

Diese Finanzierungsform hat ihre Tücken. Finger weg und lieber ein normales Tilgungsdarlehen abschließen. Wenn Du näheres wissen willst, schreib mir eine eMail.

Gruß

Nordlicht

Hallo,

viel interessanter ist bei dem Thema Bausparvertrag der „Effektivzins des gesamten Vertrages“!
Was machen die Bausparkassen? Sie locken mit optisch niedrigen Zinsen in der Darlehensphase – und verkaufen das als „Effektivzins“…dabei werden noch 2 wichtige Phasen vergessen: Ansparen und Warten!
Wie lange die Ansparphase bis zum Erreichen der Bewertungszahl ist, kann man meist noch relativ sicher bestimmen - wie lange die Wartezeit ist, dazu wird es keine verbindlichen Aussagen geben…
Und die Variante „Bausparsofortdarlehen“ ist besonder gefährlich (und teuer) für den Bauherrn (bzw. Darlehensnehmer);
einerseits zahlt er hohe Darlehenszinsen auf das Sofortdarlehen; parallel dazu muss er den Bausparvertrag ansparen (der absolut geringe Guthabenzinsen bringt – Zinsunterschied Darlehen vs. Guthaben!!); danach noch die unbekannt lange Wartezeit, bis der BSV zugeteilt wird und danach feste und relativ hohe Raten in der Tilgungsphase…
M
ein Rat lautet (wieder mal): Hände weg von solchen Modellen!
Gruß von Fennchurch