Bausparvertrag

Hallöchen mal wieder!

Also ich bin noch mitten im Studium und bekomme alles was Versicherung heißt, von meinen Eltern bezahlt. Außerdem muss ich ja noch keine Steuern zahle, weil ich nicht arbeite. Ich würde aber gern fürs Alter etwas vorsorgen (man weiß ja nie, wie lange es die staatliche Rente noch gibt) und wollte mal fragen, was ihr von einem Bausparvertrag haltet? Das läuft ja meines Wissens so ab, dass man jeden Monat etwas einzahlt und die Bank verwaltet das und man bekommt Zinsen dafür, oder? Ist das eine gute Idee, Geld anzulegen oder was gibt es sonst für Möglichkeiten für StudentInnen?
Danke im Voraus!
Anna

gar nichts!!!
Hallo Anna,
das ist etwas für Bauwillige, die günstige Zinsen zahlen und evtl. VWL mit reinfliessen lassen wollen.
Da gibt es wesentlich besseres.
Grüße
Raimund

Hallo Anna,
Du bist sehr vorausschauend. Gut so. Prinzipiell haben Studentinnen die gleichen Möglichkeiten wie alle anderen Leute.
Wenn Du ganz sicherheitsorientiert bist, dann kannst Du einen Bausparvertrag machen. Aber mit ca. 4% Guthabenzins. Wenn, wie es manchmal passiert, es im Leben doch anders kommt, dann kannst Du ohne größere Probleme auch an das Geld.
Wenn aber die Rendite im Vordergrund steht und Du wirklich langfristig planst, dann mußt Du mal den Betrag nennen, den Du sparen möchtest. Nur dann könnte ich raten.
Gruß
Boris

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hallo Boris,
kennst Du die hochoffiziellen daten der BSV?
Nein?
die Nettokaufkraftrendite eines durchschnittlichen BSV beträgt vor Kosten, nach Inflation und Steuer - 1,3 %!
Oder in Zahlen: was wird aus 10.000 Euro nach 20 Jahren: 7.480 Euro!!! Klasse Rendite!
Und gleich noch andere Zahlen:
Banksparen: 7.097 Euro,
KPLV: 7.229 Euro
Immobilienfonds: 11.382 Euro
FondsLV:12.286 Euro
Investment: 48.719 Euro
Direktbeteiligung: 25.846 Euro
Institutionelle direktinvestionen: das schreibe ich lieber nicht rein.

Die Zahlen sind nicht von mir, das sind hochoffizielle Zahlen vom Januar 2004
Grüße
Raimund

hallo Boris,

hallo Raimund,

kennst Du die hochoffiziellen daten der BSV?
Nein?
die Nettokaufkraftrendite eines durchschnittlichen BSV beträgt
vor Kosten, nach Inflation und Steuer - 1,3 %!

Ja, eben deshalb habe ich ja zu einem „Hochprozenter“ geraten, gerade weil der Durchschnitt sooo tief ist. Und als Studentin wird sie wohl keine Zinsabschlagsteuer zahlen müssen.

Oder in Zahlen: was wird aus 10.000 Euro nach 20 Jahren:
7.480 Euro!!! Klasse Rendite!

Ein Bausparvertrag 14.000 EUR, 4% Zins, Sparrate 100 EUR ergibt nach Kosten nach 9 Jahren und 5 Monaten 13.800 EUR. Eine Rendite von 3,88%. Die Abschlußgebühr von 140 EUR habe ich vernachlässigt, dafür aber auch keine Prämien beachtet. Ist doch fair?

Und gleich noch andere Zahlen:
Banksparen: 7.097 Euro,
KPLV: 7.229 Euro
Immobilienfonds: 11.382 Euro
FondsLV:12.286 Euro
Investment: 48.719 Euro
Direktbeteiligung: 25.846 Euro

Ja, das sind Durchschnittswerte. Der Einzelfall liegt dabei irgendwo zwischen Totalverlust und noch höheren Zahlen.

Institutionelle direktinvestionen: das schreibe ich lieber
nicht rein.

Hier hat doch eine Studentin für sich selbst angefragt, kein Finanzinstitut.

Die Zahlen sind nicht von mir, das sind hochoffizielle Zahlen
vom Januar 2004

Eben Durchschnitte.
Raimund, für einen angenommen ganz konservativen Kunden sind garantierte 3,88% als Sparplan für 10 Jahre derzeit doch nicht sooo schlecht. Auch wenn die Inflation wieder die zwei Prozent erreichen sollte.

Grüße
Raimund

Grüße
Boris

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Hallo Anna !

Ein Bausparvertrag ist aus meiner Sicht als reine Geldanlage wenig sinnvoll. Zu beachten sind Abschlussgebühr, niedrige Verzinsung und meist Nachteile, das Guthaben vor dem Zuteilungszeitpunkt zu kriegen. Besonders problematisch kann es werden, wenn der jeweilige Bauspartarif eine niedrige Grundverzinsung plus einen Zinsbonus bei Ablauf enthält. Die Bonusauszahlung für die Sparbeträge aller Einzahlungsjahre erfolgt auf einen Schlag am Ende der Laufzeit und dann kann es sein, dass die Zinsfreistellungsbeträge in dem Jahr nicht ausreichen.

Möglicherweise benötigst du schon nach deinem Studium Geld für Wohnung, Auto, Familienplanung etc.; die Flexibilität der Sparform sollte da also gegeben sein, auch wenn es aus jetziger Sicht erst einmal fürs Alter gedacht ist.

Wenn du noch keine anderweitigen finanziellen Rücklagen hast, empfehle ich dir, „zweigeteilt“ zu sparen:

  1. Aufbau einer Liqiditätsreserve im kurzfristigen Bereich, z.B. höherverzinsliches Tagesgeldkonto;
  2. ein sinnvoll zusammengestelltes Investmentkonto für den längerfristigen Bereich;

Letzteres bietet deutlich höhere Renditechancen und du kannst jederzeit Ein- und Auszahlungen vornehmen, ohne an eine vorher festgelegte Laufzeit gebunden zu sein.

Die Banken sind dabei jedoch nicht dein Freund, sondern dein Gegner. Sie wollen nur dein Bestes - nämlich dein Geld ! Also mit wenig Aufwand hohen Gewinn zu deinen Lasten erzielen.
Beschäftige dich also in aller Ruhe mit der Thematik, schließlich soll Sparen / Anlegen auch was bringen und Spaß machen, auch wenn es vielleicht vorerst mit kleineren Beträgen beginnt.

Viel Erfolg !
Uwe

Hallöchen mal wieder!
Ich danke euch für eure netten Ratschläge. Werde mich mit dem Thema wohl noch mal auseinandersetzen müssen.
LG, Anna