Bausparvertrag auflösen?

hallo,
zum 01.01.07 habe ich einen neuen bausparvertrag mit günstigen darlehenszinsen abgeschlossen(Testsieger stiftung warentest) habenzinsen sind aber nur 1%…monatliche rate eur 100…immer öfters liest man,das sich bausparverträge nicht rentieren.(z.zt.läuft auch keine VWL-Leistung hin, das geschäft zahlt nur in alte verträge)
Würdet Ihr dies Kündigen und andersweitig anlegen?
(Die Gebühr von eur 400 wäre dann weg)
Langfristig wünsche ich mir schon ein eigenheim(als altersvorsorge),aber noch nichts konkretes…hängt ja auch von den lebensumständen ab…
Also alles noch etwas fraglich…was meint ihr ?
Vielen Dank vorab !

Langfristig wünsche ich mir schon ein eigenheim(als

… dann würde ich ihn weiterlaufen lassen, da er sowieso nur für das Eigenheim von Nutzen ist, wenn er zuteilungsfähig ist.

Langfristig wünsche ich mir schon ein eigenheim(als

… dann würde ich ihn weiterlaufen lassen, da er sowieso nur
für das Eigenheim von Nutzen ist, wenn er zuteilungsfähig ist.

…das wäre in 6 Jahren, oder das geld nicht sinnvoller in einen sparplan einzahlen?..bei 1%Guthabenzinsen und fraglicher Nutzung irgendwann?..hhmm…

…das wäre in 6 Jahren, oder das geld nicht sinnvoller in
einen sparplan einzahlen?..bei 1%Guthabenzinsen und fraglicher
Nutzung irgendwann?..hhmm…

Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber warum stellst Du Dir diese Fragen jetzt, wo 400 € Abschlußgebühr in Frage stehen ? Ein Bausparvertrag macht heute nur Sinn, wenn mna später das zinsgünstige Darlehen annimmt, sonst sind andere Anlageformen lukrativer.

Anderer Vorschlag. Unterbrich die Einzahlung in den Vertrag und nimm sie erst wieder auf, wenn Du sicher bist, Eigentum erwerben zu wollen. In der Zwischenzeit spar das Geld anders.

Also wenn du vielleicht wirklich vorhast mal was zu kaufen oder zu bauen, dann würd ich den weiterlaufen lassen. Denn so ein Bausparvertrag braucht ja ein paar Jahre bis er zugeteilt ist. Und wenn du dann doch feststellst, du brauchst den nicht, gibt es ja immer noch einen Bonus bei Darlehensverzicht. Je nach Bausparkasse sinds dann auch bis 4 %

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Bei meinen Seminaren sage ich gern: „Mit Bausparen können Sie sich das Bauen sparen!“ - Das klingt jetzt erstmal ziemlich fies, hat aber seine Gründe. Diese wären:

  1. Äußerst niedrige Verzinsung während der Ansparphase
  2. Die Erträge sind voll steuerpflichtig (25% Abgeltungssteuer + Soli + ggf. Kirchensteuer = rund 28%)
  3. Nach Inflation (aktuell 3,3% pro Jahr laut Statistik, 25% gefühlt :wink: und Steuern bleibt kein Ertrag mehr übrig; ganz im Gegenteil: Das Geld verliert real an Wert.
  4. Die Darlehenszinsen normaler Bankdarlehen sind im Verhältnis äußerst günstig und werden in Zukunft auch nur moderat steigen. Soll heißen: Zinssätze von 9-11% werden wir nicht mehr sehen (es sei denn wir verlieren unsere Eurowährung, was wohl eher unwahrscheinlich ist).
  5. Mit vergleichbar sicheren Investments läßt sich (nach Steuern) ein deutlich höherer Ertrag erwirtschaften.
  6. Die Tilgungsleistungen liegen nicht selten bei 10% pro Jahr und mehr, da das Darlehen innerhalb kurzer Zeit zurückgezahlt werden muss. Das belastet die Haushaltskasse u.U. enorm.
  7. Die (Haus-)Banken argumentieren oft mit der Beleihungsgrenze von 80%, so dass die restliche Kreditsumme im Falle eines Hauserwerbs dann zwangsläufig mit Bausparern geschlossen werden muss. Das ist Unsinn! Es gibt genügend Banken (DiBA und Co.) die den vollen Kaufpreis zu günstigen Zinsen finanzieren.
  8. Die Zeit von der Zuteilungsreife bis zur tatsächlichen Zuteilung kann im ungünstigen Fall 6 Monate und länger dauern. Diese Zeit ist dann mit sehr teueren Zwischenfinanzierungen zu überbrücken.

Und für all diejenigen, die immer noch nicht überzeugt sind, folgt hier ein kleines Beispiel:

Angenommen ich spare meine 100 Euro nicht zu 1% (0,72% nach Steuern, Soli, KiSt.), sondern in eine andere Sparform in der ich einen höheren Ertrag erziele. Dann habe ich nach 7 Jahren auch eine höhere Summe auf meinem Sparkonto, richtig?

O.k., demnach benötige ich dann auch eine geringere Darlehenssumme, da ich ja mehr Eigenkapital erwirtschaftet habe, richtig?

O.k., das bedeutet wiederum, dass mein normales Bankdarlehen, welches ich ja nun anstatt des Bauspardarlehens mehr aufnehmen muss, bei gleicher Laufzeit und gleicher monatlicher Belastung nun einen höheren Zinssatz haben darf, ohne insgesamt teuerer zu sein, richtig?

O.k., dann stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie teuer dieses Darlehen dann sein darf. Hier ist die Antwort:

Bei folgenden Sparzinserträgen (nach Steuern) darf das Bankdarlehen kosten:

  • Bei 3% Spapzins p.a. - 5,53% eff.
  • Bei 4% Sparzins p.a. - 6,81% eff.
  • Bei 5% Sparzins p.a. - 8,24% eff.

Ich erspare mir an dieser Stelle die finanzmathematische Herleitung, denn das würde zu weit führen. Ihr könnt davon ausgehen, dass das korrekt ist, denn Finanzmathematik war eines meiner favorisierten Studienfächer.

Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, Sahneschnitte, aber unter diesen Umständen finde ich einen Bausparvertrag ziemlich ungeeignet. Auch ungeachtet dessen, ob Du nun bauen/kaufen willst oder nicht.

Viele Grüße
Stephan

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Hallo Sahneschnitte,

Würdet Ihr dies Kündigen und andersweitig anlegen?
(Die Gebühr von eur 400 wäre dann weg)

-das sollte vermieden werden

Informier dich mal welches die kleinste BSP-Summe ist. Ich gehen mal davon aus das du etwa 2400EUR in deinem Vertrag hast. Ich wuerde den BSP auf die kleinste Summe teilen und auf dem Restvertrag 100EUR stehen lassen und die Besparung auf diese Haelfte einstellen. Dann frag mal bloed nach ob du mit der dann besparten Haelfte BSP deine Wohnung mit dem neuen besparten Vertrag renovieren kannst - den Rest denke dir bitte zwischen den Zeilen… wann ein Bauvorhaben begonnen hat und wann es endet kann lange dauern :smile:

Gruss LCS

Hallo Nordlicht,

Ein Bausparvertrag macht heute nur Sinn, wenn mna
später das zinsgünstige Darlehen annimmt, sonst sind andere
Anlageformen lukrativer.

nein! Ich hab dir´s doch aufgezeigt, wann noch!
Jetzt lern doch auch mal dazu!

Gruß cooler

Guten tag,
für viele zählt ein Bausparvertrag nach wie vor zu den gängigen Instrumenten der Baufinanzierung. Auch Vorfinanzierungen der Ablaufleistung von kapitalbildenden Lebensversicherungen sind in vielen Baufinanzierungen enthalten.Diese beiden Konzepte können in den meisten Fällen nur einen Teil der benötigten Finanzierungsmittel für den Immobilienerwerb ausmachen. Es ist im Einzelfall genau zu prüfen, ob sich die Einbeziehung bestehender Verträge oder gar der Neuabschluss eines Bausparvertrages oder einer kapitalbildenden Lebensversicherung für Ihr Baufinanzierungskonzept wirklich lohnt! Geht der Finanzierungsbedarf bei geringem Eigenkapitalanteil über 60 bis 80 % des Beleihungswertes der zu erwerbenden Immobilie hinaus, können diese Finanzierungsarten nötig werden, da beispielsweise Bausparkassen oft bereit sind, den nachrangig abgesicherten Teil der Finanzierung zu übernehmen.
vgl. auch www.youhome.de Rubrik Finanzierung

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