Bausparvertrag fällig, was tun?

Wer kennt sich aus,

bei mir ist ein Bausparvertrag über 70.000 DM fällig.
Angespart sind 42.000.
Ich habe momentan keine Verwendung für das Darlehen und
spiele mit dem Gedanken, mir das Geld ausbezahlen zu lassen.
Dadurch erhöht sich der Zinssatz von 2,5 auf ca. 4,5 Prozent und die Abschlußgebühr gibts auch noch zurück.
D.h. wenn ich ihn mir Anfang nächsten Jahres ausbezahlen lasse, ist mein Steuerfreier Zinsgewinn aufgebraucht.
Gibt es evtl. Leute, die an so einem Bausparvertrag interesse
haben könnten und mir allerdings den angesparten Betrag plus Zinsen plus Abschlußgebühr bezahlen würden.
Haben Sie Erfahrung damit?
Und wo und wie kann ich da jemanden finden?

Vielen Dank für eine Info!

Grüße

Caro

Hi,

im Prinzip hast Du drei Möglichkeiten:

  1. ruhen lassen
  2. Erhöhung
  3. Auszahlung

zu 1. Geht nur, wenn Deine Bausparkasse 8u.ä.) dieses auch anbietet. Dann zahlst Du (außer den Zinsen) nichts weiter ein und hast erstmal Ruhe.

zu 2. Diese Ruhe hast Du auch, wenn Du den Vetrag weiter erhöhst. Wenn Du natürlich weißt, daß Du das Bauspardarlehen nicht brauchst, bringt es das nicht.

zu 3. Das mit der Zinserhöhung verstehe ich nicht: Soll das heißen, daß sich der Zinssatz für die gesamte Laufzeit auf 4,5% erhöht, oder nur für den Zeitraum ab Kündigung?
Letztes Jahr habe ich mir wegen erwiesener Sinnlosigkeit meinen Bausparvertrag auszahlen lassen. Da die letzte Vertragserhöhung weniger als 6 Jahre her war, wurden einige Bausparprämien abgezogen. Da muß man also ein bißchen aufpassen. Ansonsten ging das Rückzuck: Einige Umstimmungsversuche durch den Heini vorort, Unterschrift unter Aufhebungsvertrag, und zehn Tage später war das Geld auf dem Konto.

Und zu guter letzt: Bei der Übertragbarkeit sehe ich Schwierigkeiten, weil Bausparverträge idR mit irgendwelchen staatlichen Förderungen beglückt werden. Diese sind aber personengebunden.

Gruß
Christian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Carolin,

frag doch Deinen BSV-Berater. Der kennt die Leute die kurz vor dem bauen sind und die Deinen BSV evtl. abkaufen. Allerdings sollte der BSV vor über 7 Jahren abgeschlossen sein (Sperrfrist wenn Du BSV-Prämie erhalten hast ansonsten verminderte Auszahlung).

Und wenn Du wieder etwas ansparen möchtest (vielleicht für eine eigene Immobilie) leg es in einen gescheiten Aktienfond an.

Kleines Beispiel:

7 Jahre monatlich DM 250,00 gespart ergibt bei
2,5% Zins eine Summe von ca. DM 23.000,00
10% Zins eine Summe von ca. DM 30.200,00
15% Zins eine Summe von ca. DM 36.700,00

Netter Unterschied, oder? Und Du bist nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden und kannst machen was Du willst.

Gruß

FRIEDRICH ESCHLE
Finanzierungs- und Leasingsvermittlung
Unotweg 13/1
78713 Schramberg

Telefon: 07422/54047
Fax: 07422/54048
Mobil: 0171/7039125
Internet: www.finanzieren-und-leasen.de

Wer kennt sich aus,

bei mir ist ein Bausparvertrag über 70.000 DM fällig.
Angespart sind 42.000.
Ich habe momentan keine Verwendung für das Darlehen und
spiele mit dem Gedanken, mir das Geld ausbezahlen zu lassen.
Dadurch erhöht sich der Zinssatz von 2,5 auf ca. 4,5 Prozent
und die Abschlußgebühr gibts auch noch zurück.
D.h. wenn ich ihn mir Anfang nächsten Jahres ausbezahlen
lasse, ist mein Steuerfreier Zinsgewinn aufgebraucht.
Gibt es evtl. Leute, die an so einem Bausparvertrag interesse
haben könnten und mir allerdings den angesparten Betrag plus
Zinsen plus Abschlußgebühr bezahlen würden.
Haben Sie Erfahrung damit?
Und wo und wie kann ich da jemanden finden?

Vielen Dank für eine Info!

Grüße

Caro

Hallo Exc…

zu 3. Das mit der Zinserhöhung verstehe ich nicht: Soll das
heißen, daß sich der Zinssatz für die gesamte Laufzeit auf
4,5% erhöht, oder nur für den Zeitraum ab Kündigung?

Ja… für den gesamten Zeitraum…
Es ist so, dass auch bei einer Bausparkasse ein gewisser Anteil als Risikoanteil weggeht… eben für die mögliche Kreditierung…
Denn es werden hierbei ja keine Sicherheiten verlangt… zumindest nicht meines Wissens nach… und somit wäre es ein leichtes, über diesen Weg an das Geld zu kommen…
denn wenn man keinen Kredit haben will, muss man das Geld auch nicht zweckgebunden ausgeben.
Und somit schreibt der Versicherer, was eine Bausparkasse im Endeffekt darstellt, eben einen Teil dieses Risikobeitrages dem Kunden wieder gut… sind in der Regel so zwischen 1,5 und 2 %.

Letztes Jahr habe ich mir wegen erwiesener Sinnlosigkeit
meinen Bausparvertrag auszahlen lassen.

Wieso wegen erwiesener Sinnlosigkeit?
So lange man unter den Freigrenzen ist und auch noch die 1000 DM im Jahr *inkl. Zinsen* selbsteinzahlt, so hat man bei Caro´s Modell mal so eben garantierte 14,5% Zinsen. Jedes Jahr.
Auf Maximal 1936 DM im Jahr allerdings nur… aber ich denke…
das kann mir auch kein Fond bieten. :wink:

Denn diese können nichts garantieren… :wink:

Und ich denke 14,5% nur auf das neueingezahlte … sind schon recht üppig… zumindest langt es mir :wink: Zinseszinsen kommen noch dazu…

Ansonsten müssen in der Tat die 7 Jahre beachtet werden, da sonst die Prämien wieder zurückfließen… an den Staat…
diese Prämien sind aber auf deinem aktuellen Kontoauszug, normalerweise nicht enthalten, zumindest innerhalb dieser 7 Jahre…
Denn die werden erst danach gutgeschrieben…
Innerhalb dieser 7 Jahre werden meines Wissens nach aber auch Kapitalertragssteuern fällig…

Und ansonsten würde ich mir das Geld am besten Auszahlen lassen, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist… ist die Fachbezeichnung für den frühestmöglichen steuerlich besten Auszahlungszeitpunkt…

In diesem Sinne…

Marco

Hi Marco,

zu 3. Das mit der Zinserhöhung verstehe ich nicht: Soll das
heißen, daß sich der Zinssatz für die gesamte Laufzeit auf
4,5% erhöht, oder nur für den Zeitraum ab Kündigung?

Ja… für den gesamten Zeitraum…
Es ist so, dass auch bei einer Bausparkasse ein gewisser
Anteil als Risikoanteil weggeht… eben für die mögliche
Kreditierung…

Stimmt schon, bei mir wurden die Zinsen bloß eben nicht rückwirkend erhöht, daher meine Überraschung.

Letztes Jahr habe ich mir wegen erwiesener Sinnlosigkeit
meinen Bausparvertrag auszahlen lassen.

Wieso wegen erwiesener Sinnlosigkeit?
So lange man unter den Freigrenzen ist und auch noch die 1000
DM im Jahr *inkl. Zinsen* selbsteinzahlt, so hat man bei
Caro´s Modell mal so eben garantierte 14,5% Zinsen. Jedes
Jahr.

Tja, Sinnlosigkeit wegen Wegfall der Förderung und auch wegen des zukünftigen Nichtbedarfes einer Immo-Finanzierung. Außerdem konnte ich das Geld anschließend deutlich sinnvoller anlegen.

Auf Maximal 1936 DM im Jahr allerdings nur… aber ich
denke…
das kann mir auch kein Fond bieten. :wink:

Eigentlich schon.

Denn diese können nichts garantieren… :wink:

Stimmt, klappt aber oft trotzdem.

Und ich denke 14,5% nur auf das neueingezahlte … sind schon
recht üppig… zumindest langt es mir :wink: Zinseszinsen kommen
noch dazu…

Ansonsten müssen in der Tat die 7 Jahre beachtet werden, da
sonst die Prämien wieder zurückfließen… an den Staat…
diese Prämien sind aber auf deinem aktuellen Kontoauszug,
normalerweise nicht enthalten, zumindest innerhalb dieser 7
Jahre…

Stimmt, aber nur für Prämien ab 1993 (1994?), die vorher gewährten Bausparprämien werden auf dem Auszug ausgewiesen. Es wird jede Prämie ausgezahlt, die vor mehr als 7 Jahren gewährt wurde. Eine Vertragserhöhung stellt aber steuerlich einen Neuabschluß dar.

Denn die werden erst danach gutgeschrieben…
Innerhalb dieser 7 Jahre werden meines Wissens nach aber auch
Kapitalertragssteuern fällig…

Stimmt nicht ganz. Die Besteuerung entfällt, wenn man aufgrund des Einkommens noch Wohnungsbauprämie erhält (genauer: Man ist auch in dem Jahr, das auf das letzte Jahr folgte, in dem man noch eine Prämie erhielt, von der ZaSt. befreit). Wenn nicht, unterliegen die Zinserträge ganz normal der Besteuerung.

Und ansonsten würde ich mir das Geld am besten Auszahlen
lassen, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist… ist die
Fachbezeichnung für den frühestmöglichen steuerlich besten
Auszahlungszeitpunkt…

Danke, für die - wenn auch unnötige - Erläuterung :wink: Mein Vertrag war schon ab 1993 konstant zuteilungsreif. Daher auch die zwischenzeitlichen Erhöhungen (wobei nach Erhöhungen eine 18 (24?) monatige Zuteilungssperre bestand).

Gruß
Christian

Hallo Exc,

Stimmt schon, bei mir wurden die Zinsen bloß eben nicht
rückwirkend erhöht, daher meine Überraschung.

Kein Problem… gibt echt Gesellschaft die das machen… mittlerweile nicht gerade wenige :wink:

Tja, Sinnlosigkeit wegen Wegfall der Förderung und auch wegen
des zukünftigen Nichtbedarfes einer Immo-Finanzierung.

Verständlich dann… aber so lange man in diesen Grenzen liegt… :wink: und das Geld ist ja auch nicht an eine Finanzierung oder Modernisierung eines Hauses gebunden, wenn ich keinen Kredit haben will…

Stimmt, klappt aber oft trotzdem.

Klappt oft ist aber weniger als garantiert :wink:)

Stimmt, aber nur für Prämien ab 1993 (1994?), die vorher
gewährten Bausparprämien werden auf dem Auszug ausgewiesen. Es
wird jede Prämie ausgezahlt, die vor mehr als 7 Jahren gewährt
wurde.

Das wollte ich mit meiner Aussage aussagen… :wink:
Sorry, wenn es nicht ganz rüberkam :wink:

Eine Vertragserhöhung stellt aber steuerlich einen Neuabschluß :dar.

Das ist immer so…

Stimmt nicht ganz. Die Besteuerung entfällt, wenn man aufgrund
des Einkommens noch Wohnungsbauprämie erhält (genauer: Man ist
auch in dem Jahr, das auf das letzte Jahr folgte, in dem man
noch eine Prämie erhielt, von der ZaSt. befreit). Wenn nicht,
unterliegen die Zinserträge ganz normal der Besteuerung.

Danke hierfür…

Danke, für die - wenn auch unnötige - Erläuterung :wink: Mein
Vertrag war schon ab 1993 konstant zuteilungsreif. Daher auch
die zwischenzeitlichen Erhöhungen (wobei nach Erhöhungen eine
18 (24?) monatige Zuteilungssperre bestand).

Keine ahnung… wie lange er verlängert wird… normalerweise eigentlich aber nur um 12 Monate…

Marco

Hi Marco,

Verständlich dann… aber so lange man in diesen Grenzen
liegt… :wink:

„Leider“ nach Ende meines Studentendaseins nicht mehr.

und das Geld ist ja auch nicht an eine
Finanzierung oder Modernisierung eines Hauses gebunden, wenn
ich keinen Kredit haben will…

Gut, aber darum gehts ja letztlich. Eine wirklich gute Anlageform ist ein Bausparvertrag nur, wenn man ihn sinngemäß nutzen will. Von dieser mir neuen rückwirkenden Zinserhöhung mal abgesehen.

Danke, für die - wenn auch unnötige - Erläuterung :wink: Mein
Vertrag war schon ab 1993 konstant zuteilungsreif. Daher auch
die zwischenzeitlichen Erhöhungen (wobei nach Erhöhungen eine
18 (24?) monatige Zuteilungssperre bestand).

Keine ahnung… wie lange er verlängert wird… normalerweise
eigentlich aber nur um 12 Monate…

Bei mir war es so, daß es nicht um eine Verlängerung ging, sondern um eine Erhöhung zwecks Verlängerung ohne Zuteilung. Eine einfache Verlängerung stand nicht zur Debatte, weil der Vertrag mehr als genug angespart war.

Gruß
Christian