Hallo,
mich würde einmal interessieren, nach welchem Modus und in welcher Höhe Vertreter/Finanzdienstleiter für abgeschlossene/vermittelte Baussparverträge entlohnt werden.
Also prozentuale Einmalprämie auf die Abschlusssumme (wie hoch?), Fixum/Kopfprämie je Abschluss + prozentuale Beteiligung, einmalige oder mehrstufige Entlohnung (zB. 50 % bei Abschluss, 50 % bei Zuteilung) usw.?
Wer kann etwas darüber berichten? Wäre mir eine große Hilfe, vielen Dank!
Bsp.
Bausparvertag bei der LBS 30000 Bausparsumme.
grundsätzlich kann man sagen, dass die Abschlussgebühr die Vergütung für den Vertrieb ist.
Wie hoch diese ist hängt von der Bausparkasse und dem Tarif ab. Mir sind Modelle von 1% bis 1,6% der Bausparsumme bekannt, bin aber sicher nicht mehr auf dem aktuellsten Stand.
Bsp.
Bausparvertag bei der LBS 30000 Bausparsumme.
Dementsprechend also 300 bis 480 euro.
Wieviel davon allerdings am „Point of sale“ ankommt hängt vom Geschäftsmodell der Vertriebsgesellschaft und ihrer Struktur ab.
Wenn Du z.B. den BSV bei der Spasskasse abschließt, dann wird zuerst mal der Vertrieb der LBS (Bankenbetreuung) etwas von der Provision abbekommen. Den Rest bekommt dann die Kasse, davon fließt ein Teil in die Ergebnisse der Filiale und vielleicht bekommt der Verkäufer am Schalter / Schreibtisch auch noch ein paar Euro zum Gehalt dazu.
Schließt du den Vertrag bei einer LBS-Agentur vor Ort ab oder über einen Versicherungsvertreter, dann sind diese i.d.R. selbständige Handelsvertreter und bekommen einen gewissen Anteil dieser Gebühr als Abschlussprovision.
Die Provision fließt meines Wissens nach übrigens erst dann, wenn die Abschlussgebühr (anteilig) bezahlt ist.
Guten Tag Horst,
bei einem Bausparvertrag wird in den meisten Tarifen 1 % oder 1,6 % der Bausparsumme als Abschlussgebühr von der Bausparkasse im Wege
der Spareinzahlungen oder einmalig einbehalten.
Bei einem 30-T-€-Vertrag sind das dann 300 oder 480 €.
Der Vermittler erhält je nach Status die volle Abschlussgebühr oder einen Teil davon. Hört sich zunächst nach viel an, ist aber vergleichsweise bescheiden gegenüber den Provisionen für eine
Renten- oder Lebensversicherung oder bei den sogenannten Fondsprodukten. Sie möchten nicht wissen, was dort von den Beiträgen einbehalten wird. Berücksichtigt man, dass ein Bausparvertrag zu den
relativ erklärungsbedürftigen Produkten zählt, nimmt sich das Entgelt für den Vermittler nachgerade bescheiden aus.
Wenn Sie nicht gerade einen Blödeltarif auswählen, der sowohl den echten Bausparer als auch den Renditesparer im Kohl hütet und wenn Sie wissen, wie ein BSV zu behandeln ist, dann ist ein BSV gerade
in diesen wirren Zeiten sogar eine Empfehlung.
Gruß
Günther