Bautrocknung Bauheizung im Winter wg Innenputz

Hallo, wieder eine Frage; Ich möchte jetzt über die Wintermonate noch den Innenputz einbringen lassen; Leider weiss ich nicht, ob es bei einem ZFH ausreicht, bei KG, EG unD OG im Keller einen Heizer und Entfeuchter zu stellen, damit alle Etagen getrocknet werden.

Wie lange besteht denn die Gefahr, das ein Einfrieern in den Putz möglich ist und Schäden hervorruft?? a) mit Abbinden, oder b) mit vollständiger Durchtrocknung??

Danke

Norbert

Ich vermute einmal, dass die Rauminnentemperaturen nie (zumindest nicht signifikant) unter den Gefrierpunkt absinken werden.
Dennoch: es ist für die Aushärtung hydraulisch wie auch durch Hydratation aushärtender Baustoffschichten (Putze, Estrich) nicht optimal, wenn die Temperatur unter 5°C absinkt.
Ein weiteres Problem ist die Baufeuchtigkeit, welche sich in Wand und Boden befindet und eine Verlegung von Bodenbelägen gleich welcher Art erschwert. Die verlegereife wird nicht oder nur sehr zeitverzögert erreicht.
Was tun?
Wenn kein Termin- bzw. kein Einzugsdruck besteht, sollte der Bau niemals unter 5 bis 10°C abkühlen. Heizungsleistung reduziert anstellen und mehrfach am Tage durch intensive Querlüftung über jeweils 15 Minuten austrocknen. Im Winter trocknet der Bau ohne Zwangstrocknung bekanntermaßen am Schnellsten.

Falls aber Termindruck besteht:
Heizung auf jeden Fall anstellen, zur Not (z.B. bei noch nicht installierter Heizungsanlage) Bauheizungen als Zwangstrockner aufstellen (niemals mit offener Gasflamme !!), auf jeder Geschossebene EIN Kondensationstrockner und in jedem 2. Raum einen geeigneten Baulüfter einbringen.
Die Energiekosten für die Bautrocknung rechnen sich durchaus, eine Aufzählung wäre jedoch zu umfangreich für dieses Forum.

  • Klaus -